Reisetipps Seychellen

Sehenswertes Seychellen

Region: Mahé-Süden

Anse Intendance

Ganz unten im Süden von Mahé liegt die Anse Intendance, eine der spektakulärsten Buchten der Seychellen. Besonders in den Tagen vor Vollmond rollen die Wellen meterhoch über den feinsandigen Strand. Baden ist hier unter Umständen lebensgefährlich; doch gibt es immer wieder Wagemutige, die sich wenig um die Warnschilder scheren.

Jardin du Roi

Auf den an Attraktionen ohnehin nicht armen Seychellen stellt der Jardin du Roi eine kleine Besonderheit dar. Vier sehr gut ausgeschilderte Trails führen durch die von privater Hand angelegte Gewürzplantage. Eine Wanderung vermittelt hautnahe Eindrücke vom Gewürzanbau des Archipels. Jeden Freitag gibt es ab 19.30 Uhr ein kreolisches Büfett (SR 80 | Reservierung unter Tel. 371313 nötig). | Nahe der Anse Royale | tgl. 10-17 Uhr | Eintritt SR 25

La Marine

Bis auf das kleinste Detail originalgetreu nachgebaute Fregatten, Dreimaster und Kriegsschiffe aus vergangenen Zeiten werden hier gebaut und finden ihre Liebhaber vor allem unter Modellbaubegeisterten. Gewiss gibt es preisgünstigere Reiseandenken an die Seychellen, ganz bestimmt aber keine, die so liebevoll gefertigt sind. Für eine Dreimastbark aus dem 18. Jh. sollten Sie mit einer Ausgabe von ca. 1000 Euro rechnen. | La Plaine St. André | Tel./Fax 375152 | Mo-Fr 7.30-17, Sa 8-17, So 9-17 Uhr

Police Bay

Von der Anse Intendance, an der zzt. gleich drei neue Hotels gebaut werden, sind es nur wenige Kilometer bis zur Police Bay, einer weiteren spektakulären Bucht, die teilweise als militärisches Sperrgebiet gilt und deshalb nur eingeschränkt besucht werden darf. Auch hier brechen sich mächtige Wellen, und salzhaltige Gischt macht die Luft schwer. Die Warnschilder sollten Sie unbedingt ernst nehmen, denn einige Schwimmer haben ihren Wagemut bereits mit dem Leben bezahlt. | An der südlichen Inselspitze von Mahé

Vilaz Artizanal

Das Kunsthandwerkerdorf Vilaz Artizanal entstand aus einer Initiative einiger seychellischer Künstler, die ihre Produkte gemeinsam vermarkten wollten. Ein dafür geeignetes Grundstück fanden sie an der Anse aux Pins; und vor der malerischen Kulisse eines restaurierten Kolonialhauses sowie in unmittelbarer Nachbarschaft zum Restaurant Vye Marmit wurden kleine Holzhäuschen zum Verkauf gebaut. Außer kunstgewerblichen Artikeln gibt es auch „gewöhnliche“ Souvenirs zu kaufen. | Domaine de Val des Prés | Au Cap | Tel. 376100 | Mo-Sa 9.30-17 Uhr

Region: Bird Island (Île aux Vaches)

Vogelschutzgebiet

Der nordöstliche Teil der Insel wurde zum Vogelschutzgebiet erklärt, und dieses ist die eigentliche Attraktion der Insel. Von einer Aussichtsplattform aus kann man die Vögel beobachten - das Betreten des Schutzgebiets selbst ist jedoch nicht erlaubt. Am interessantesten ist die Beobachtung in den späten Nachmittags- und den frühen Abendstunden, dann nämlich, wenn Millionen von Rußseeschwalben von der täglichen Nahrungssuche über dem Meer zurückkehren und sich mit ihren Artgenossen lautstark über ihre Erlebnisse austauschen - so macht es jedenfalls den Eindruck. Die Rußseeschwalben benötigen nur in den Monaten April bis Oktober ein Stück festes Land, und zwar zum Brüten und zur Aufzucht ihrer Jungen - die restliche Zeit des Jahres verbringen sie (so meinen jedenfalls die Ornithologen) fliegend über dem Meer. Schlafen tun sie nachts auf dem Wasser.

Außer Esmeralda lebt (neben etwa 45 menschlichen Bewohnern) noch eine zweite Riesenschildkröte auf Bird Island. Beide stammen allerdings nicht von hier, sondern wurden vor langer Zeit vom weit entfernten Aldabra-Atoll hierher umgesiedelt.

Region: Amiranten

Alphonse

Die drei Inseln der Alphonse-Gruppe erstrecken sich über eine Länge von 16 km. Mit dem Namen Alphonse wurde der Entdecker, Chevalier Alphonse de Pontevez, geehrt; St. François, der Name der Nachbarinsel, geht auf den heiligen Franz von Sales zurück. Die dreieckige Koralleninsel Alphonse ist etwa 1,2 km breit und liegt am Rand einer Lagune, die zum Baden und Schwimmen einlädt und reich ist an Fischen und Meeresschildkröten. Das Eiland ist von einem dichten Kokospalmenhain bedeckt. Interessant sind auch die inzwischen verwilderten Sisal- und Baumwollplantagen aus dem 19. Jh. Das vorgelagerte Riff ist hervorragend zum Schnorcheln geeignet. Außerdem hat sich Alphonse zum Paradies für Fliegenfischer entwickelt.

Die Freizeitmöglichkeiten auf Alphonse selbst sind begrenzt, aber die Insel bietet eine gute Ausgangsbasis für Ausflüge zu den Inseln des Nachbaratolls, Bijoutier und St. François (80-120 Euro). Schnorcheltrips schlagen mit 25 Euro, Sonnenuntergangskreuzfahrten mit 50 Euro und Angelausflüge mit etwa 70 Euro zu Buche.

Das Alphonse Island Resort am Lagunenrand der Insel ist derzeit die am weitesten von der Hauptinsel entfernte Unterkunft auf den Seychellen. Sie bietet insgesamt 30 Chalets in zwei Kategorien und besitzt einen Swimmingpool, einen Tennisplatz sowie ein Wellnesscenter. Das Wassersportzentrum des Hotels vermietet Kanus sowie Tauch- und Angelausrüstungen. Im Restaurant Bijoutier steht fangfrischer Fisch auf der Karte. | Tel. 292800 | Fax 292899 | www.alphonse-resort.com | €€€

Die regionale Airline IDC fliegt die Insel fünfmal wöchentlich (tgl. außer Di und Do) von Mahé aus an (Flugzeit etwa 1 Stunde), außerdem im Charterbetrieb nach Bedarf. Flüge können nur in Verbindung mit der Unterkunft gebucht werden.

D'Arros

Nach D'Arros, 45 km von Desroches entfernt, gelangt man am besten mit dem Schiff, mit dem regelmäßig Tagesausflüge unternommen werden. Sehenswert ist die nach dem Marineoffizier Baron D'Arros benannte Insel vor allem wegen der erstaunlich abwechslungsreichen Vegetation auf einer Fläche von gerade einmal 1,5 km². Obwohl hier auch von Natur aus Kokospalmen wuchsen, wurden zur Kopragewinnung zusätzlich Plantagen angelegt.

Die Insel wurde von einem Neffen des letzten Schahs von Persien gekauft, der die kommerzielle Nutzung einstellte und den Naturschutz förderte. Seitdem hat sich die Natur auf der Insel gut erholt. Insbesondere die Ausrottung des Keilschwanzsturmtauchers, dessen Küken auf den Seychellen als Delikatesse galten, konnte noch rechtzeitig gestoppt werden.

Desroches

Die größte Insel der Amiranten liegt etwa 230 km von Mahé entfernt auf einem unterseeischen Basaltplateau und verfügt über eine Landepiste für die kleinen Inselhüpfer der IDC (fünfmal wöchentlich, Flugzeit von Mahé ca. 30 Minuten).

Die Insel Desroches erhielt ihren Namen von einem Gouverneur, der im 18. Jh. auf Mauritius regierte. Ein Besuch ist das ganze Jahr über empfehlenswert; Taucher sollten sich jedoch wegen der klareren Sicht unter Wasser auf die Monate des Nordwestmonsuns (Dezember bis März) beschränken. Dann ist es aber leider nicht möglich, die besonders artenreiche Steilwand, die am äußeren Rand der Lagune mehrere Tausend Meter in die Tiefe des Indischen Ozeans abfällt, zu besuchen - wegen sehr gefährlicher Strömungen.

Die Sehenswürdigkeiten von Desroches liegen etwa zu gleichen Teilen über und unter Wasser. Auf der Insel ist es die interessante und abwechslungsreiche Landschaft, davor eine faszinierende und mit ihrer Farbenpracht betörende Unterwasserwelt mit einer Unzahl tropischer Fische und anderer Meeresbewohner. Die Korallen sind leider auch hier ausgeblichen. Auf der vorwiegend mit Palmen bestandenen Insel gibt es eine Vielzahl von Wanderwegen. Bei einem Spaziergang unter den Schatten spendenden Baumkronen lässt sich die Vogelwelt hervorragend beobachten - interessanterweise leben hier neben zahlreichen anderen Vogelarten auch gewöhnliche Haussperlinge, von denen man nicht genau weiß, wie sie hierher gelangt sein könnten.

Die Desroches Island Lodge ist die einzige Unterkunft auf der Insel, verfügt jedoch über jeglichen Komfort (bis hin zum Satellitentelefon). Die zwanzig Zimmer liegen nur wenige Meter vom schneeweißen Sandstrand entfernt. Auch das einzige Restaurant auf der Insel (€€) gehört zum Hotel. Als Spezialität werden die überraschend preiswerten Fischgerichte weithin gerühmt. | Tel. 229003 | Fax 229002 | desroche@seychelles.net | €€€

Wer abendliche Unterhaltung oder gar Trubel sucht, dürfte auf den Amiranten-Inseln - wie auf vielen anderen Seychellen-Inseln auch - fehl am Platze sein. Deshalb der Tipp, sich rechtzeitig mit einem guten Buch zu versehen.

IDC fliegt die Insel fünfmal wöchentlich (tgl. außer Di und Do) von Mahé aus an (Flugzeit etwa 30 Minuten), außerdem im Charterbetrieb nach Bedarf. Flüge können aber nur in Verbindung mit der Unterkunft gebucht werden.

Poivre

Die Insel Poivre wird auch Gewürzinsel genannt, sie trägt den Namen des französischen Gouverneurs auf Mauritius, Pierre Poivre. Der wiederum ist in die Geschichte eingegangen, weil er als Erster Gewürzpflanzen auf den Seychellen eingeführt und angebaut hat. Dass die deutsche Übersetzung des Namens „Pfeffer“ bedeutet, ist also nur ein (passender) Zufall. Poivre ist während des ganzen Jahres ein lohnendes Ausflugsziel, besonders reizvoll sind die angebotenen Kreuzfahrten mit Segelschiffen (Informationen hierzu erhält man bei den Reiseveranstaltern in Victoria auf Mahé).

Region: Denis Island

Inselrundgang auf Denis

Denis Island ist vollständig von einem dichten Wald bedeckt: Kasuarina- und Takamaka-Bäume sowie Kokospalmen. Besondere botanische Raritäten oder gar Sensationen sollten Sie bei einem Inselrundgang, den Sie in gemächlicher Gangart in maximal eineinhalb Stunden absolviert haben, nicht erwarten. Aber Sie können ein paar Riesenschildkröten beobachten und in den Bäumen bei genauerem Hinsehen ab und zu ein paar hübsche, bunte tropische Vögel. An der Nordspitze der Insel erhebt sich ein Leuchtturm aus der Zeit um die Jahrhundertwende; zwei verlassene Steingebäude dienten einst wohl als Gefängnis.

Region: Victoria

Botanischer Garten

Von fast allem, was auf den Seychellen an botanischen Raritäten wächst, gibt es in dem bereits 1771 begründeten botanischen Garten mindestens ein Exemplar. Gleich beim Eingang sieht man rechts und links des Weges die einzigen Coco-de-Mer-Bäume, die außerhalb der Inseln La Digue, Praslin und Curieuse wachsen. Der obere Teil des Parks ist weitgehend naturbelassen. Dort gibt es auch ein kleines Restaurant. Neben dem botanischen Garten lohnt der sich anschließende Bel Air Orchid Garden einen Besuch. Dort sind etwa 150 Orchideenarten aus aller Welt zu sehen. Einen Führer gibt es am Eingang. | Oberhalb der Mont Fleuri Road | tgl. 8-17 Uhr | Eintritt 5 Euro

Cathedral of the Immaculate Conception

Wenn Sie vom Markt aus durch die Church Street in nördlicher Richtung weiter gehen, stoßen Sie auf die 1874 geweihte Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis. Sonntags werden hier die ehelich geborenen Kinder getauft - freitags die unehelichen. Weil drei Viertel des seychellischen Nachwuchses unehelich geboren werden, haben die Priester freitags alle Hände voll zu tun. Die Glocken des dazugehörigen Turms erlangten übrigens eine gewisse literarische Berühmtheit. In seinem Roman „Where the Clock Chimes Twice“ erwähnt der englische Schriftsteller Alec Waugh die Besonderheit, dass sie die vollen Stunden immer zweimal schlagen: einmal zur richtigen Zeit und das zweite Mal für Tagträumer und Langsame zwei Minuten später. In dem Haus neben der Kathedrale wohnen Mönche des Kapuzinerordens.

Denkmäler

Auf dem Kreisel, wo sich die Independence Avenue mit der 5th June Avenue kreuzt, steht eine moderne Plastik. Sie ist ein Symbol für die Kontinente Afrika, Asien und Europa - von wo die meisten Seychellois stammen. Bemerkenswert ist auch das Zonm lib, die stilisierte Figur eines Mannes, der seine zerrissenen Sklavenketten in Händen hält (an der 5th June Avenue).

Friedhof von Bel Air

Wenn Sie an der Revolution Avenue in südlicher Richtung in die Bel Air Road abbiegen, erreichen Sie nach wenigen Hundert Metern den gleichnamigen Distrikt. Linker Hand liegt der vor kurzem wiederhergerichtete Friedhof von Bel Air. Die Inschriften auf den verwitterten Grabsteinen sind leider kaum noch zu entziffern. Es sollen auch Gräber von Piraten darunter sein. Vielleicht finden Sie ja das Grab von Louis Poiret, der Zeit seines Lebens beteuerte, Ludwig XVII. und damit König von Frankreich zu sein, was mittlerweile von Wissenschaftlern durch Gentests allerdings eindeutig widerlegt werden konnte.

Grand Trianon

Dieses im kolonialen Stil erbaute Haus an der Revolution Avenue hatte einst einen berühmten Gast: Auf der Suche nach seinem Kollegen David Livingstone legte hier der bekannte britische Afrikaforscher Henry Morton Stanley (1841-1904) einen Zwischenstopp ein. Heute ist in dem schönen Haus das Restaurant Marie Antoinette (siehe „Essen & Trinken“) untergebracht. | Revolution Avenue

Hindutempel Arul Mihu Navasakthi Vinayagar

Unweit des Zentrums von Victoria befindet sich der einzige Hindutempel der Seychellen. Er wurde 1992 errichtet und nach Vinayagar, dem Gott der Sicherheit und des Wohlstands, benannt. Beachtenswert ist der reich mit hinduistischen Gottheiten verzierte Torturm, Gopuram genannt. | Quincy Street | tgl. 6-12 und 17-21 Uhr | Eintritt frei

Markt

Wenn Sie Victoria an einem Samstagmorgen besuchen, lohnt es sich in jedem Fall, über den kleinen Sir Selwyn Selwyn Clarke Market zu schlendern. Er liegt etwas zurückgesetzt an der Albert Street, nur 150 m vom Uhrturm entfernt. Um ihn in seiner ganzen Farbenpracht erleben zu können, müssen Sie allerdings so früh aufstehen wie die Seychellois. Die kommen nämlich schon ab 6 Uhr, um ihren Wochenendeinkauf zu erledigen, weil dann das Angebot am besten ist. In den Läden rund um den Markt macht es Spaß, ein bisschen zu stöbern. Vielleicht finden sie in dem kunterbunten Sortiment ein hübsches Souvenir. Halten Sie reichlich Kleingeld für den Einkauf bereit, da die wenigsten Händler größere Scheine wechseln können. | Albert Street

Nationalmuseum

Kurz hinter dem Clock Tower liegt an der Francis Rachel Street das Nationalmuseum der Seychellen. Es vermittelt einen guten Einblick in die Geschichte des Archipels. Ausgestellt sind u.a. Dokumente und historische Seekarten, Waffen und Kanonen, Schiffsmodelle und traditionelle Musikinstrumente. Hier findet man auch den Possession Stone, den 1756 von Kapitän Nicolas Morphey aufgestellten „Stein der Besitzergreifung“. Im Nationalmuseum finden auch regelmäßig lohnenswerte Kunstausstellungen statt. | State House Avenue | Mo-Fr 8.30-16.30, Sa 9-12 Uhr | Eintritt SR 10

Stadtzentrum

Um einen verbreiteten Irrtum gleich auszuräumen: Der Clock Tower (Uhrturm), markanter Orientierungspunkt kurz vor dem Ende der Independence Avenue, ist nicht etwa eine verkleinerte Nachbildung von Big Ben, sondern des Uhrturms an der Vauxhall Bridge in London. Als Geschenk der britischen Regierung wurde er 1903, als die Seychellen den ersten Schritt in die Eigenständigkeit machten, aufgestellt. Rund um den Uhrturm herrscht an Werktagen geschäftiges Treiben. Unweit davon findet man etliche Holzhäuschen mit Souvenirverkäufern, die Kunsthandwerk von den Seychellen anbieten, dazu eine größere Anzahl von Geschäften, Boutiquen, Banken und Reisebüros. Auch die Hauptpost befindet sich hier. Wenn Sie links in die Francis Rachel Street abbiegen, sollten Sie unbedingt die hübschen bunten Holzhäuser im Kolonialstil beachten.

Region: La Digue

Inselrundfahrt

La Digue ist nur etwas mehr als 10 km² groß; es bietet sich deshalb an, die Insel mit dem Fahrrad zu erkunden. Eine komplette Inselumrundung ist allerdings nicht möglich, da es stellenweise dichte Vegetation und steile Klippen, aber keinen befahrbaren Weg gibt. An einigen Stellen lohnt es abzusteigen und das Fahrrad ein Stück zu schieben. Wenn es gar nicht mehr weiter geht, kehrt man einfach um. Wo sich die Vegetation zum Meer hin öffnet, entschädigt der Blick über eine grandiose Landschaft mit glatt geschliffenen Granitfelsen für alle Mühen. Die Felsen türmen sich bis zu einer Höhe von über 330 m über dem Meer (Zugang über die Kokosnussfarm L'Union Estate). Kleine, zauberhafte Buchten mit weißem Korallensand finden Sie auch, wenn Sie die vom Dorf La Passe nach Südosten führende Straße nehmen. An ihrem Ende liegen die Strände Grand Anse, Petite Anse, Anse Songe und Grand l'Anse.

La Digue Vev Réserve

Am westlichen Inselrand wurde vor einigen Jahren ein Vogelschutzgebiet eingerichtet, in dem der selten gewordene Paradiesschnäpper sein Refugium hat. Inzwischen sind hier auch andere Vögel sesshaft geworden oder kehren immer wieder zum Brüten hierher zurück.

Pointe Source d'Argent/Anse La Source à Jean

Die mächtigen Granitfelsen an der Pointe Source d'Argent dürften mit ziemlicher Sicherheit die meistfotografierten Felsen der Erde sein. Es gibt keinen Werbeprospekt für die Seychellen, auf dem sie nicht zu sehen sind. Gleich dahinter liegt der Strand La Source à Jean mit sauberem Sand und kristallklarem Wasser. | Tgl. 7-17 Uhr | Eintritt ca. 4 Euro

L'Union Estate

Vom Fährpier aus sind es nur ein paar Meter in südlicher Richtung bis zu einer Farm, die der Deutsche Herbert Mittermayer in den 1970er-Jahren kaufte und in der er zeitweise bis zu 350 Arbeiter beschäftigte. Viele Jahre galt er als Wohltäter für die Ladigois, die Bewohner von La Digue. Er baute u.a. eine Hafenmole sowie ein Inselhospital und ließ ein Bewässerungssystem anlegen. Ohne Vorwarnung wurde er 1980 durch Präsident Albert René enteignet. Heute wird auf der Farm an Werktagen (9 bis 16 Uhr) gegen ein geringes Eintrittsgeld die wirtschaftliche Nutzung der Kokosnuss dargestellt. Kokosnüsse - oder vielmehr die aus ihrem Fruchtfleisch gewonnene Kopra - waren über Jahrzehnte hinweg das wichtigste Exportgut der Seychellen.

Auf dem Gelände steht auch das erst vor wenigen Jahren renovierte Plantation House, das ein schönes Beispiel für die französische Kolonialarchitektur darstellt. Es wurde von einer Familie Hossen errichtet, die von Mauritius auf die Seychellen kam und dort durch die wirtschaftliche Verwertung von Kokosnüssen und den Anbau von Gewürzen reich wurde. Das Gebäude ist aus Edelhölzern errichtet und hat ein mit Palmblättern gedecktes Dach. In den 1970er-Jahren diente es als Kulisse für einige Szenen des französischen Softpornos „Good-bye Emmanuelle“, der zu großen Teil auf La Digue gedreht wurde.

Region: Praslin

Inselrundfahrt

Praslin ist durch ein - nach hiesigen Maßstäben - gut ausgebautes Straßennetz erschlossen. Ausgangspunkt für eine Rundfahrt könnte der Pier an der Baie Ste Anne sein, wo die Fähren nach Mahé anlegen. Benutzen Sie die ins Inselinnere führende Straße, gelangen Sie schon nach wenigen Hundert Metern in das Gebiet des Nationalparks Vallée de Mai. Durch eine atemberaubende Landschaft mit hoch aufragenden Mahagoni- und Eukalyptusbäumen fahren Sie 3 km bis zum Eingang des Parks.

Anse Lazio

Ohne jeden Zweifel ist die Anse Lazio im Norden von Praslin der schönste Strand der Insel. Das hat sich natürlich herumgesprochen, und deshalb ist der Strand auch recht gut besucht. Genießen Sie trotzdem den Blick auf die ausgewaschenen Granitfelsen in kristallklarem Wasser. In der Zeit des Nordwestmonsuns brechen sich hier die Wellen in einer Höhe von mehreren Metern.

Anse Possession/Anse Boudin

Von Baie Ste Anne geht die Fahrt immer am Meer entlang über die Anse Volbert und dann zur Anse Possession. Hier stellte Marion Dufresne 1768 den „Stein der Besitzergreifung“ auf, den Pierre de Possession (Possession Stone). Mit diesem Akt, den der Kapitän Nicolas Morphey 1756 auch auf der Insel Mahé vollzog, erklärte Dufresne die Insel zu französischem Eigentum und gab ihr den heutigen Namen. Der erinnert an den damaligen Marineminister Gabriel de Choiseul, den Herzog von Praslin. Die Insel, die Sie von der Anse Possession aus sehen, heißt Curieuse. Von hier aus führt die Straße weiter über die Anse Boudin zur Anse Lazio.

Grand' Anse

Die vom Vallée-de-Mai in Richtung Westen verlaufende Straße führt bis zum südlichen Ende der Grand' Anse, wo das Meer zeitweise recht aufgewühlt ist. Sie bietet kaum landschaftliche Reize, sodass sich die Weiterfahrt entlang der Küste Richtung Norden, und zwar bis zu Ste Marie's Point, eher lohnt. Von den aufeinandergetürmten Granitfelsen, die Sie nach kurzem Spaziergang erreichen, haben Sie einen herrlichen Ausblick auf Insel und Meer.

Perlenzuchtfarm Black Pearl Ltd.

Gegenüber dem Flughafen von Praslin findet man eine Muschelfarm, in der Perlen gezüchtet werden. Es handelt sich dabei um die einzige Perlenzuchtfarm im Indischen Ozean, in der die besonders schönen schwarzen Perlen (black pearls) gezüchtet werden. Zu sehen sind über 40000 Muscheln, und man erfährt einiges über die Zucht. In einem kleinen Laden kann man auch gleich schönen Perlenschmuck erstehen. | Mo-Fr 9-16, Sa 9-12 Uhr | Eintritt 2,50 Euro | Tel. 233150

Vallée-de-Mai-Nationalpark

Ein Nature Trail genanntes Netz von Wanderwegen durchzieht das Tal. Die ausgeschilderten Pfade dürfen nicht verlassen werden. Kurz hinter dem Eingang sieht man eine Gruppe von Coco-de-Mer-Palmen, mit einem geschätzten Alter von 800-1000 Jahren, mit ziemlicher Sicherheit die ältesten Exemplare dieser botanischen Rarität. Es sollen hier ca. 6000 dieser Palmen stehen. Natürlich gibt es nicht nur die Coco de Mer, Botaniker haben 43 Pflanzenarten - darunter alle Palmenarten der Seychellen inklusive sechs endemischer - gezählt. Mit Glück sehen Sie den seltenen Schwarzen Papagei (Black Parrot) oder eine der vielen kleinen Echsen, die das Vallée de Mai bevölkern. | Tgl. 8-17.30 Uhr | Eintritt 15 Euro

Region: Silhouette

Arabische Gräber

Dreißig Gräber an der Anse Lascars sind stumme Zeugen der Tatsache, dass etwa ab dem 9. Jh. arabische Seefahrer auf der Insel landeten. Die Besichtigung der Gräber lässt sich gleich mit einer sehr eindrucksvollen Wanderung durch die üppig wuchernde Natur verbinden: Folgen Sie einfach dem Weg, der links vom Hafen beginnt, die Küste entlangführt und dort abrupt auf einem hohen Felsriff endet. Etwa 200 m vom Hafen entfernt befindet sich in einem Mausoleum das Grab der Familie Dauban, die das Kolonialhaus einst bewohnte. Unterwegs werden Sie mit ziemlicher Sicherheit ein paar Riesenschildkröten und - mit etwas Aufmerksamkeit - auch einige tropische Vögel in den Wäldern unterhalb des Berges Gratte Fesse sehen.

Inselrundgang Silhouette

Für einen Inselrundgang sollten Sie mindestens einen halben Tag einplanen - und dazu am Hafen unbedingt einen ortskundigen Führer engagieren, der Ihnen auf den mitunter steilen Pfaden den Weg weist. Entschädigt wird man für den zum Teil etwas beschwerlichen Marsch durch eine eindrucksvolle und weitgehend naturbelassene Landschaft mit einer Vielzahl von verschiedenen Pflanzen und Tieren. Als botanische Rarität gilt die Kannenliane (Pitcher Plant), die zur Gruppe der Fleisch fressenden Pflanzen zählt. Von ihr gibt es auf Silhouette noch einige sehr schöne Exemplare.

La Passe

Wenn man von Mahé kommt, ist der kleine Ort La Passe an der Ostküste die erste Station auf Silhouette, hier befindet sich ein kleiner Hafen. Gleich gegenüber steht ein altes Kolonialhaus. Es ist eines der schönsten Holzhäuser alten Stils auf den Seychellen. Die Häuser, die den Ort La Passe bilden, liegen zur Rechten.