Reisetipps Polnische Ostseeküste

Bloss nicht! Polnische Ostseeküste

Nackt an den Strand

Nacktbaden ist im katholischen Polen nicht weit verbreitet. Selbst oben ohne kommt nicht gut an. Die FKK-Anhängerschaft wächst zwar stetig, doch noch müssen sich die Naturisten auf wenige abgelegene Strandabschnitte beschränken. Landesweit bekannt als (inoffizielle) FKK-Hochburgen sind der Strand bei Dębki, einem Fischerdörfchen an der slowinzischen Küste, Lubiewo westlich von Międzyzdroje und Chałupy auf Hel. Der einzige offizielle FKK-Badestrand Polens liegt bei Krynica Morska auf der Frischen Nehrung.

Die Kirchenwürde stören

Prächtige und reich ausgestattete Kirchen finden sich in Polen vielerorten, und Besucher sind fast immer willkommen. Doch die Gotteshäuser sind keine Museen, die Gottesdienste keine Folkloreveranstaltungen. Mit dem Fotografieren sollte man rücksichtsvoll sein, vorher zu fragen vermeidet Irritationen. Gäste, die das respektieren, erleben eine Religiosität, die in lebendigem Volksglauben wurzelt. Betreten Sie die Kirchen bitte auch nicht in allzu leichter Sommerkleidung, das gilt als Beleidigung des heiligen Ortes.

Alkoholisiert Auto fahren

Nach wie vor ist Alkohol am Steuer eine der Hauptursachen für Unfälle im Land. Zwar wurde die Promillegrenze jüngst vom bis dato gültigen absoluten Alkoholverbot auf 0,2 gelockert. Doch die sind schnell überschritten, und Verstöße werden hart geahndet. Selbst wenn es gelingt, den Polizisten vom sofortigen Einkassieren Ihres Führerscheins abzuhalten - teuer wird der Spaß für Sie auf jeden Fall.

Militärobjekten zu nahe kommen

Zwar sind die Zeiten sozialistischen Feindwahns vorbei, in denen jeder Ausländer gleich als Spion galt, kam er einem Armeeobjekt zu nahe oder geriet er gar hinein. Doch auch als Nato-Mitglied reagiert Polens Militär allergisch auf allzu selbstbewusst vorgetragenes Interesse an seinen Anlagen. Parken am Straßenrand vor Kasernen ist ebenso strikt verboten wie das Filmen und Fotografieren militärischer Objekte. Die Soldaten können ziemlich unangenehm werden, und der Verweis auf die gemeinsame Nato-Mitgliedschaft hilft dann auch nicht.

Auf Zebrastreifen vertrauen

Fußgänger haben im Straßenverkehr polnischer Großstädte nicht viel zu melden. Zwar haben sich die rauen Sitten der wilden 1990er-Jahre auch unter dem Druck drakonischer Strafen gebessert, doch besonders rücksichtsvoll sind Autofahrer hierzulande nach wie vor nicht. Darum: Vorsicht! Niemals blind darauf vertrauen, dass Autofahrer vor einem Zebrastreifen anhalten.