Reisetipps Malediven

Szene Malediven

Ulrike Kloiber

liebt das Meer und alles, was darin lebt. Deshalb sind die Malediven der ideale Ort für die Meeresbiologin. Dort begleitet sie Gäste auf Tauchgängen und erklärt ihnen die Besonderheiten des hochsensiblen Ökosytems der Korallenriffe. In ihrer Freizeit erkundet unser Szene-Scout die neuesten Trends auf den Inseln und in der Hauptstadt. Vor allem die lebendige Musikszene hat es ihr angetan.

Inselklänge

Musik aus dem Paradies

Wer denkt, die einheimische Musikszene wäre abgeschottet und bestünde nur aus Folklore, liegt falsch! Bands wie Fasy oder DJs wie Ravin sind nicht nur auf den Inseln echte Größen, sondern weit darüber hinaus bekannt. Ravin gastiert zum Beispiel regelmäßig in Großbritannien, Singapur und anderen asiatischen Städten und sorgt mit elektronischen Klängen für den perfekten Chillout. Infos zu Auftritten gibt's unter www.musicinmaldives.com. Der populärste Sänger der Malediven ist Fazy Rashaad, der auch schon einige CDs veröffentlicht hat. Die Locals lieben seine etwas schwermütigen Songs über die Inseln. Seine Auftritte erlebt man in den verschiedensten Resorts.

Traute Zweisamkeit

Ungewöhnlich heiraten

Abseits von Standesamt & Co wird auf den Malediven die außergewöhnliche Hochzeit zelebriert. Das Motto: je abgefahrener und romantischer, desto besser. Wo sonst kann man zum Beispiel abtauchen und zugleich „Ja“ sagen? Möglich ist die Hochzeit unter Wassser zum Beispiel auf den Inseln Medhi Finolhu und Lankanfushi im Nord-Male'-Atoll und Dhunikolhu im Baa-Atoll. Die romantische Alternative: Heiraten auf einer kleinen Sandbank mitten im Indischen Ozean. Diesen Traum machen unter anderem Kanu Huraa (www.kanuhuraa.com) und das Angsana Resort & Spa Maldives Ihuru (www.angsana.com) wahr. Wer vom Heiraten nicht genug kriegen kann, ist hier ebenfalls richtig. Da die Zeremonien symbolischen Charakter haben, können Romantikfans heiraten, so oft sie wollen.

Go green

Im Dienste von Flora und Fauna

Immer mehr Malediver achten auf den Einklang zwischen Urlaub und Natur. Besonderen Schutz genießen die Meeresschildkröten auf dem Nord-Male'-Atoll. Nach dem Schlüpfen werden sie in Aufzuchtstationen betreut, bis sie ins offene Meer ausgesetzt werden können. Abdul Azeez Abdul Hakeem, Leiter der Marinestation, denkt schon weiter und möchte die Schildkröten mit GPS-Sendern ausstatten, um den Weg der Tiere zu verfolgen (www.banyantree.com). Ebenso wird versucht, das geschädigte Korallenwachstum zu beschleunigen: Kleine Korallen werden am Riff ausgesetzt und mit Schwachstrom zum Wachstum angeregt. Das Resort Huvafenfushi bietet seinen Gästen Patenschaften an. Wer helfen möchte, adoptiert für 40 US-Dollar eine Koralle, die am Hausriff ausgesetzt wird und dort weiter wächst. Der Erlös wird für weitere meeresbiologische Projekte verwendet (nur für Gäste | www.huvafenfushi.com).

Nitroxtauchen

Mehr Spaß unter Wasser

Der Inselstaat im Indischen Ozean ist ein Tauchparadies, und Unterwassersportler sind immer auf der Suche nach neuen Kicks. Der aktuellste Trend: Nitroxtauchen. Das Besondere dabei ist, dass man mit einem Sauerstoff-Stickstoff-Gemisch taucht, wobei der Sauerstoffanteil höher als 21 Prozent liegen muss. Das ermöglicht längere Tauchgänge und vermeidet Dekompressionsstopps beim Wiederauftauchen. Lust auf Nitroxtauchen bekommen? Bei Werner Lau (Filitheyu | Meedhufushi | www.wernerlau.com) und dem Ocean-Pro Dive Team kann man das neue Tauchgefühl ausprobieren (u.a. Coco Palm Bodu Hithi | Veligandu, Lily Beach, Mirihi | www.oceanpro-diveteam.com). Thomas Meyer leitet die Tauchbasis auf Thulaagiri im Nord-Male'-Atoll. Wer mit ihm taucht, bekommt Schildkröten, Schwarzspitzenriffhaie und evtl. Mantarochen zu sehen (Sub Aqua Divecenter | http://212.66.3.219/kunden/13/index.php).

Himmlisch

Eine Sandbank zu zweit

Der Traum von der einsamen Insel wird wahr: Hotels wie das One & Only Reethi Raa (Medhi Finolhu, Nord-Male'-Atoll | www.oneandonlyresorts.com) und das Soneva Gili (Lankanfushi, Nord-Male'-Atoll | www.sixsenses.com/soneva-gili) bieten ihren Gästen Luxus und Romantik pur und shippern Verliebte zu kleinen verlassenen Sandbänken. Ein Butler serviert auf Wunsch Champagner und Kaviar, und wenn die Dämmerung hereinbricht, zaubern Kerzen Kuschelstimmung. Das Coco Palm Dhunikolhu (Baa-Atoll | www.cocopalm.com) setzt Romantiker zum Sternschnuppenzählen auf einer verlassenen Insel ab. Zu zweit mitten im Ozean in einer Strandhütte übernachten und einmal echtes Robinson-Crusoe-Feeling mit seinem Liebsten genießen? Die Dream Island Trips vom Conrad Maldives Rangali Island sind die perfekte Gelegenheit dazu (Süd-Ari-Atoll | www.conradhotels.com).

Entspannt!

Exotische Wellnessbehandlungen

Spas verwöhnen mit dem besten, was die Natur zu bieten hat. Die Anwendungen sind exotisch, allen voran das Banyan Tree Spa Vabbinfaru mit entschlackendem Dill-Aroma-Peeling, ein Luxustreatment aus Dillsamen, Honig, frischer Milch, Sandelholz und gemahlenen Reiskörnern (Nord-Male'-Atoll | www.banyantreespa.com/maldives). Erfischend hingegen der Exotic Lime & Ginger Salt Glow im Mandara Spa des Cinnamon Island Alidhoo Resort & Spa (www.cinnamonhotels.com). Limone und Ingwer wirken wie ein belebendes Bad. Naschkatzen freuen sich auf die süßen Treatments wie die Schokomassage auf der Insel Angaga (Süd-Ari-Atoll | www.angaga.com.mv) oder den Coconut-Scrub auf der Insel Boduhuraa (Süd-Male'-Atoll | www.boduhuraamaldives.com).

Solar power

Alternative Energien

Wo könnte man die Kraft der Sonne besser nutzen als auf den Malediven? Bislang scheiterten die Projekte an der Tatsache, dass Solarmodule durch die Salzwasserluft schnell zerstört wurden. Mit neuen Ideen und Pioniergeist beginnen jetzt die ersten Insulaner, das Projekt Solarenergie anzugehen. In Resorts wie Banyan Tree (www.banyantree.com) oder Kurumba (www.kurumba.com) wird schon ein großer Teil des Duschwassers mit der umweltfreundlichen und kostenlosen Energie-Alternative erhitzt - sehr Erfolg versprechend!

Koch-Community

Essen und Reden

Jeder bestellt seinen eigenen Teller? Nicht auf Male'. Der neueste Foodtrend macht sich in den Seitenstraßen rund um den Fischmarkt von Male' (8-18 Uhr) breit. Seite an Seite teilen sich Fremde und Freunde gemeinsam einen Tisch und essen von einer großen Speiseplatte. Die einheimischen Köche packen allerlei Inselspezialitäten und frisches Seafood auf die riesigen Teller. Bezahlt wird am Ende nur das, was auch tatsächlich gegessen wurde. Positiver Nebeneffekt: Wer zusammen von einer Platte isst, kommt auch miteinander ins Gespräch.