Reisetipps Lanzarote

Sehenswertes Lanzarote

Region: Arrecife

Castillo de San Gabriel

Dem wuchtigen, kleinen Kastell sieht man sein Alter schon deutlich an. Bereits in der zweiten Hälfte des 16. Jhs. wurde von dem Adligen Don Agustín de Herrera y Rojas mit dem Festungsbau begonnen, nachdem der berüchtigte algerische Seeräuber Dogali Arrecife mehrfach brandschatzend und mordend heimgesucht hatte. Der jetzige Bau mit Glockentürmchen und Wachhäuschen stammt von 1590. In dem Kastell ist das sehenswerte Archäologische Museum untergebracht. Mo-Fr 10-14 und 17 bis 19, Sa 10-13 Uhr | Eintritt frei

Castillo de San José

Oberhalb des Fischereihafens steht ein weiteres Kastell. Als es in den Jahren 1774 bis 1779 erbaut wurde, war die Seeräuberzeit in dieser Gegend schon fast vorbei. Allerdings herrschte damals eine große Dürre, sodass das Projekt als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme beim Überleben half. Heute ist in den restaurierten Gewölben, hinter beeindruckenden meterdicken Mauern das Museo Internacional de Arte Contemporáneo, das Museum für zeitgenössische Kunst, untergebracht. Die Hallen sahen schon Ausstellungen berühmter Künstler wie Joan Miró und Antoni Tàpies. Im unteren Stockwerk liegt das nach dem Kastell benannte feine Panoramarestaurant. Besuchen Sie auf jeden Fall auch die Aussichtsplattform. Zu erreichen über die Küstenstraße Richtung Costa Teguise | Museum tgl. 11-21 Uhr | Eintritt frei

El Charco de San Ginés

Der Hafen im Zentrum Arrecifes ist ein gutes Beispiel für gelungene Sanierung. Auf dem seichten Wasser dümpeln bunte Fischerboote, die zusammen mit dem auffallenden Blauweiß der Häuser an der Promenade einen hübschen Gesamteindruck ergeben. Vor wenigen Jahren entsprach der Charco noch genau seiner spanischen Bedeutung: Die Pfütze (charco) war ein ziemlich heruntergekommener, schmutziger Brackwasserteich, in dem Unrat, rostige Boote und Gerätschaften der Fischer vergammelten. Die Stadtverwaltung schaffte es, den kleinen Naturhafen zu säubern und herzurichten. Die Promenade um das flache Hafenbecken wurde ausgebaut, die sie umgebenden Häuser umfassend saniert. Heute ist der Charco tagsüber ein beschaulicher Boulevard, wo Kinder auf den Hafenmauern balancieren und ältere Semester sich zum Schwätzchen auf einer der vielen Bänke treffen. Abends öffnen Bars ihre Tore und stellen bei warmem Wetter Tische und Stühle hinaus.

Iglesia de San Ginés

Die Hauptkirche der Stadt erhebt sich in dem ruhigen, verwinkelten Viertel zwischen El Charco de San Ginés und der Calle León y Castillo. Die dreischiffige, weiße Basilika macht sich gut an der kleinen, baumbestandenen Plaza de las Palmas. Im kühlen Innern schaffen die schöne Holzdecke im Mudéjarstil, die schwarzen Säulen aus Lavastein und die steinernen Rundbögen, die den Dachstuhl tragen, ein warmes Ambiente. Keine festen Öffnungszeiten

Parque Municipal

Die lang gestreckte Promenade ist eine Oase der Ruhe. Umgeben von Palmen und exotischen Pflanzen geht der Blick aufs Meer. Es gibt einen schönen Spielplatz und eine Skatinganlage. An der nördlichen Seite des Parque Municipal halten die Busse aus Playa Blanca, Puerto del Carmen und Costa Teguise. Diese Bushaltestelle empfiehlt sich, weil von hier der Fußweg ins Stadtzentrum viel kürzer ist als vom zentralen Busbahnhof aus.

Pescadería Municipal

Auf dem kleinen städtischen Fischmarkt wird fangfrischer Fisch zum Kauf angeboten. Mo-Sa 8-13 Uhr | Ecke Calle Liebre/Avda Vargas

Region: Teguise

Castillo Santa Bárbara

Schon aus der Ferne ist die kleine, aber wuchtige Festungsanlage auf dem Vulkan Guanapay außerhalb von Teguise zu erkennen. Man erreicht sie über eine Teerstraße, die von der Landstraße Richtung Haría am Ortsende nach rechts abzweigt. Die Festung wurde im 16. Jh. zum Schutz vor Piratenüberfällen erbaut, bis zu tausend Menschen fanden in ihren Mauern Zuflucht.

Der Weg ins Innere führt über eine freistehende Steintreppe mit Zugbrücke. Santa Bárbara wurde in den 70er- und 80er-Jahren aufwändig restauriert. Seit 1991 ist hier das Kanarische Auswanderermuseum (Mo-Fr 10-16 | Sa, So 10-15 Uhr | Eintritt 3 Euro) untergebracht. Es veranschaulicht das Schicksal der Emigranten im 19. und frühen 20. Jh. Vom Dach aus bietet sich ein herrlicher Blick über die Nordhälfte der Insel.

La Cilla

Diese einstige Zehntscheune, erbaut im 17. Jh., nahm früher das Steuergetreide auf, das Lanzarote dem Bischof auf Gran Canaria abzuliefern hatte. Mo-Fr 8-14, Do auch 17.30 bis 19.30 Uhr

Convento San Francisco

Die ehemalige Klosterkirche, die - typisch für die Gotteshäuser auf den Kanaren - unterschiedlich lange Kirchenschiffe aufweist, birgt eine interessante Ausstellung mit sakraler Holzschnitzerei. Ebenfalls sehenswert: die kunstvoll geschnitzte Holzdecke im Mudéjarstil. Sporadisch geöffnet, am ehesten So | Eintritt 2 Euro

Convento de Santo Domingo

In der Kirche des ehemaligen Dominikanerklosters (gegründet 1726) finden heute wechselnde Ausstellungen moderner kanarischer Kunst statt - ein interessanter Kontrast zu dem alten Kirchenschiff. So-Fr 10-14 Uhr | Eintritt 1,50 Euro

Gran Mareta

Diese einst größte Zisterne Lanzarotes speicherte das Regenwasser, das den Guanapay herabströmte. Später versandete sie, wurde mit Inbetriebnahme der Meerwasserentsalzungsanlagen überflüssig und schließlich zubetoniert. Heute dient der weite Platz hinter der Pfarrkirche für Veranstaltungen und bietet den Ständen des großen Sonntagsmarkts Raum.

Iglesia de Nuestra Señora de Guadalupe

Die ursprünglich im 15. Jh. erbaute und 1680 nach der Zerstörung durch Piraten neu errichtete Pfarrkirche an der Plaza de la Constitución ist der sowohl in Spanien als auch in Südamerika verehrten Jungfrau von Guadalupe geweiht. Die imposante Fassade mit dem mächtigen Turm aus Naturstein trägt wesentlich zur schönen Stimmung auf der Plaza bei. Nach einem Brand im Jahr 1909 erfolgte eine Restaurierung, deren neugotischer Stil nach heutiger Auffassung das Kircheninnere nicht gerade verschönerte.

Palacio Marqués de Herrera y Rojas

Der äußerlich unscheinbare Palast (1455) hat einen schönen, überdachten Innenhof und im Vorraum eine Ausstellung der örtlichen Handwerksschule. Der Eintritt ist kostenlos, es können nicht alle Räume besichtigt werden. Mo-Fr 8-15 Uhr | Calle José Betancort

Palacio de Spínola

Das wertvollste Schmuckstück des alten Teguise ist der Palast der Spínolas an der Plaza, erbaut zwischen 1730 und 1780 von dem Adligen und Politker José Feo Peraza. Die gesamte Einrichtung blieb hervorragend erhalten. Beeindruckend ist vor allem der verschwenderische Einsatz edler Hölzer an den wuchtigen Portalen und den massiven, versiegelten Holzböden. Hübsch sind auch der Patio mit dem Brunnen und der überhängenden Bougainvillea sowie das Esszimmer, das stets so gastlich eingedeckt ist, als erwarte man hier wichtigen Besuch. Im hinteren Teil des Palacio befindet sich die Küche mit einem offenen Kamin und der gut 2 m breiten Esse, daran angrenzend gibt es einen weiteren Innenhof, den Palmen und ein alter Feigenbaum beschatten. Mo-Fr 9-15, So 10-14 Uhr | Eintritt 3 Euro

Plaza de la Constitución

Der zentrale Platz Teguises mit Palmen und Lorbeerbäumen - zwischen dem ehemaligen Kornspeicher La Cilla und der Kirche, von deren Vorplatz aus zwei steinerne Löwen zum Palacio de Spínola (18. Jh.) hinüberstarren - versammelt die schönsten Beispiele kolonialer Architektur.

Region: Parque Nacional de Timanfaya

Ruta de los Volcanes

Höhepunkt im Nationalpark ist die 45 Minuten dauernde Fahrt auf der 14 km langen Vulkanroute, die nur in den vom Islote de Hilario aus verkehrenden Bussen möglich ist. Tief hinein geht es in die surreale Welt dutzender, wie Meteoriteneinschläge wirkender Krater in allen Größen: von spitzen hornitos (Öfchen) bis zu calderas (Kesseln) von mehreren 100 m Durchmesser. Es folgen eingestürzte Lavatunnel und gewaltige Aschehänge. Abfahrt alle 30 Minuten, letzter Bus um 17 Uhr | Die Tour ist im Eintrittspreis zum Nationalpark inbegriffen.

Region: Playa Blanca

Castillo de las Coloradas

Auch an der Südküste wurden die Fischerdörfer immer wieder von Piraten überfallen. Schon der Inselheld Béthencourt soll hier einst ein Fort errichtet haben. Das jetzige Kastell wurde 1769 erbaut. Es hat seinen Namen nach den bunten (coloradas) Felsen dieses Küstenabschnitts. Leider ist der wuchtige Rundturm nicht zu besichtigen. Die Aussicht von der Punta del Águila auf die farbige Steilküste bis zu den nahen Papagayo-Stränden, über den Yachthafen Marina Rubicón und bei klarem Wetter bis Fuerteventura ist den Ausflug aber allemal wert.