Reisetipps Kos

Insider Tipps Kos MARCO POLO Autor Klaus Bötig im Interview

Klaus Bötig lebt in Bremen und verbringt jährlich etwa sechs Monate auf Recherchereisen durch Griechenland, Zypern und Malta.

Was verbindet Sie mit Kos?

Auf Kos war ich 1974 zum ersten Mal. Damals gab es hier noch so gut wie keinen Tourismus. 1985 kehrte ich dann erstmals nach Kos zurück: die touristische Erschließung der Insel hatte begonnen. Zuerst mochte ich sie überhaupt nicht - heute bin ich Ehrenbürger der Insel. Seit 1985 besuche ich Kos jährlich mindestens einmal.

Was reizt Sie an dieser Insel?

Kos ist nach Kreta, Rhodos und Korfu Griechenlands bedeutendstes Touristenziel. Erstaunlicherweise gibt es noch immer viele fast menschenleere Sandstrände und einige wenige Dörfer abseits der Küsten, die nicht vom Fremdenverkehr geprägt sind. Hinter der geschäftigen Fassade zeigen die Koer viel Menschlichkeit, gute Freunde findet man hier leicht.

Wie kommen Sie an Ihre Infos?

In Griechenland verbringe ich alljährlich fünf bis sechs Monate, übers Jahr verteilt. Jeder Tag in Griechenland ist vom Aufstehen bis zum Schlafengehen ein Arbeitstag - anders würde mir das Leben gar keinen Spaß machen. Kos und seine Nachbarinseln kenne ich nicht nur als Momentaufnahme, sondern in seiner Entwicklung über die letzten Jahrzehnte hinweg. Ich kenne dort viele Menschen vom Bauern bis zum Politiker, da bekomme ich auch viele Insider-Informationen. Griechische Freunde rufen mich regelmäßig an und berichten mir vom Dorfklatsch, auch in Internet-Communities finde ich Infos aus erster Hand.

Wo und wie leben Sie genau?

Ich lebe meist in, ziemlich für und überwiegend von Griechenland. Außer Reiseführern schreibe ich auch für Fachzeitschriften und Magazine, Tageszeitungen und Bordjournale - und blogge bei www.germanblogs.de im Reiseblog sowie bei www.artestravel.de. Das alles als Freiberufler - mein Leben lang. Ich bin ein leidenschaftlicher Reisender und unendlich neugierig.

Mögen Sie die griechische Küche?

In Griechenland ja, in Deutschland nein. Auf Kos schätze ich vor allem die eher ländlichen Tavernen abseits der Küste. Besonders gern esse ich bei den koischen Moslems im Dorf Plataní: da sind zumindest manche Gerichte leicht scharf. Klasse finde ich - obwohl leidenschaftlicher Fleischesser - auch die vielen vegetarischen Angebote: zum Beispiel die gebratenen Zucchini- und Auberginenscheiben oder die kleinen Tomatenfrikadellen. Auch frischer Fisch ist lecker - nur leider recht teuer.