Reisetipps Kärnten

Ausflüge & Touren Kärnten

Kultur in Unterkärnten

Eine Tagestour (rund 85 km) durch Unterkärnten, die ganz im Zeichen der Kultur steht: von steinzeitlichen Siedlungsresten in Griffen über frühchristliche Kultstätten auf dem Hemmaberg bis zu den Geburts- und Wirkungsorten Kärntner Künstler und Literaten unserer Tage.

Die Tour beginnt in Griffen. In der Tropfsteinhöhle im Burgberg von Griffen sind die ältesten Siedlungsreste Kärntens gefunden worden. Vom Ortszentrum geht es weiter zum Stift Griffen einige Kilometer Richtung Westen. Dieses malerische Gemäuer war und ist ein Fluchtpunkt des 1942 in Griffen geborenen Schriftstellers Peter Handke.

Vom Stift führt die Route zunächst zurück zum Ort Griffen, dann weiter Richtung Süden nach Ruden. Über die Lippitzbachbrücke geht es weiter nach Bleiburg. Der Ort ist berühmt wegen des jahrhundertealten Bleiburger Wiesenmarktes im Herbst und bekannt auch als Geburtsort einer Reihe bedeutender Künstler: Der Tanztheaterguru Johann Kresnik stammt ebenso aus Bleiburg wie die Pop-Art-Künstlerin Kiki Kogelnik. Nach ihren Entwürfen wurde am Hauptplatz ein imposanter Stierbrunnen geschaffen. Gleich neben dem Brunnen befindet sich das Werner-Berg-Museum, eine sehenswerte Bildersammlung des in den 1930er-Jahren aus Deutschland eingewanderten Künstlers, der zum Chronisten des Kärntner Unterlandes und seiner Menschen wurde.

Von Bleiburg führt der Weg nun in südwestlicher Richtung nach Globasnitz. Hier zweigt eine enge Straße auf den Hemmaberg ab, die Sie unbedingt hinauffahren sollten. Vom Parkplatz Hemmaberg sind es nur ein paar Minuten auf den Gipfel des Berges. Hier lag in frühchristlicher Zeit die größte Wallfahrtsstätte des Alpenraumes. Seit Jahren arbeiten Archäologen und legen Stück für Stück die Fundamente der frühchristlichen Kirchen und Pilgerhäuser frei.

Nach dem Rundgang am Berg geht es wieder ins Tal. Auf Nebenstraßen führt der Weg über Sittersdorf, Wildenstein und St. Margareten im Rosental nach Ferlach. Das sehenswerte Museum zur Geschichte der weltberühmten Ferlacher Büchsenmacher (Büchsenmacher- und Jagdmuseum | Sponheimerplatz 1 | Mai-Okt. tgl. 10-18 Uhr, Nov.-April Di-Fr 14-18 Uhr) sollten Sie hier nicht auslassen. Von Ferlach sind Sie in rund 20 Minuten in Klagenfurt.

Über die Nockalm zum Weissensee und nach Villach

Ein unvergesslicher Tag mit dem Motorrad: Auf anspruchsvollen, weil kurvigen Straßen geht es rund 350 km lang durch herrliche Natur.

Feldkirchen ist der Ausgangspunkt für den Trip. Die Fahrt führt zunächst nach Nordwesten, über eine kurvenreiche Strecke gelangt man nach Ebene Reichenau. Von hier geht es auf der mautpflichtigen Nockalmstraße (7 Euro, Pkw 13 Euro) direkt durch den Nationalpark Nockberge. Die reizvolle, unberührte Natur lädt zu kleinen Pausen ein. Besonders empfehlenswert ist das Karlbad ungefähr auf halber Strecke der Nockalmstraße: Hier gibt es die klassische Kärntner Brettljause ohne jeden Schnickschnack in gediegener Qualität (Anmeldung für Bäder beim Bad Kleinkirchheimer Tourismusmarketing | Dorfstraße 3 | Bad Kleinkirchheim | Tel. 04240/8212). Die Nockalmstraße endet in Innerkrems.

Ab Krems geht es dann entlang der Lieser Richtung Spittal an der Drau. Ein wichtiger Zwischenstopp für Motorfreaks ist Gmünd mit seinem Porsche-Museum.

Von Spittal fährt man zunächst westwärts auf der Bundesstraße Richtung Drautal. So richtig kurvig wird es, wenn man in Greifenburg Richtung Weißensee abbiegt. Zum gleichnamigen See ist es von dieser Straße, die weiter ins Gailtal führt, nur ein kleiner Abstecher, und zwar ein lohnender: Das Ufer des Weißensees ist nahezu unverbaut, ein herrlicher Fleck für eine Pause. Nach einer Rast geht es weiter Richtung Hermagor im Gailtal. Die Straße ist eng und kurvig. Von Hermagor führt dann wieder eine für Motorräder reizvolle Strecke nach Villach.

Auf dem Drauradweg durch das ganze Land

In vier bis sieben Tagen erlaubt es der knapp 250 km lange Drauradweg, Kärnten von Osttirol bis zur slowenischen Grenze zu durchqueren.

Neben dem Hauptfluss Kärntens, der Drau, verläuft der Drauradweg stetig flussabwärts. Der Start erfolgt in Sillian in Osttirol. Die erste Zwischenstation ist auf jeden Fall Lienz, die Hauptstadt Osttirols, eine prächtige Alpenstadt. Viele Sehenswürdigkeiten, der lebendige Hauptplatz und zahlreiche Restaurants laden zu einer Pause, vielleicht auch schon zur ersten Übernachtung.

Einige Kilometer nach Lienz überradelt man die Grenze zu Kärnten. Durch prachtvolle Aulandschaft geht es vorbei an den Orten Oberdrauburg, Irschen, Dellach, Berg und Greifenburg. Das nächste Etappenziel ist Spittal an der Drau. Sanft schlängelt sich die Drau dann talabwärts Richtung Villach.

Von Villach führt die Route südlich des Wörthersees durch das Rosental, ein viel besungenes und für seinen landschaftlichen Reiz gerühmtes Tal. Rosegg ist ein guter Ort für eine Pause. Zum einen gibt es mitten im Ort die ausgezeichnete Pizzeria Casa Barbara (Rosegg 88 | Tel. 04274/3226 | Küche öffnet von Mo-Sa erst um 17 Uhr, So und feiertags ab 11 Uhr | €). Zum anderen bietet sich das Schloss Rosegg mit seinem Tierpark und seinem kleinen Wachsfigurenkabinett für einen Besuch an. 2007 wurde in und um Rosegg auch ein Landart-Weg angelegt, an dem junge Künstler mit Holz, Geäst und Steinen mehrere künstlerische Verweilorte geschaffen haben. Mit der Keltenwelt Frög gibt es hier so viel zu sehen, dass sich Rosegg als Übernachtungsstation anbietet.

Ferlach, der nächste größere Ort auf der Strecke, lädt ebenfalls zu einem Besuch. Empfehlenswert ist direkt an der Drau das Restaurant im Gasthof Auf der Huabn.

Der Drauradweg führt mittlerweile bis zur slowenischen Grenze nach Lavamünd und wird im Nachbarland weiter ausgebaut. Besonderen Nervenkitzel bietet die Hängebrücke Santa Lucia bei Ruden, über die Radfahrer ihr Gefährt allerdings schieben müssen.