Reisetipps Amsterdam

Bloss nicht! Amsterdam

Sofort Deutsch sprechen

Die Holländer mögen es gar nicht, wenn man voraussetzt, dass sie alle Deutsch sprechen. Solch eine Haltung empfinden sie als arrogant und großtuerisch. Bei jungen Leuten ist Deutsch keine sonderlich beliebte Fremdsprache, und ältere Niederländer haben oft noch unangenehme Erinnerungen an die Besatzungszeit. Probieren Sie es deshalb zunächst auf Englisch. Wenn der Gesprächspartner mag, wechselt er oft von alleine ins Deutsche. Im Zweifelsfall hilft vorneweg die freundliche Frage: „Sprechen Sie Deutsch?“. Und wie überall im Ausland gilt: Wörtchen wie „danke“, „bitte“ und „hallo“ in der Landessprache können Türen öffnen.

Blindlings im Verkehr herumlaufen

Viele Besucher halten Amsterdam für eine Art großes Freilichtmuseum und schlendern deshalb im Grachtenring mitten auf der Straße herum. Dadurch werden sie zum Ärgernis für niederländische Auto- und Radfahrer, die im Verkehr beinahe südländisches Temperament an den Tag legen. Die Folge ist, dass man im besten Fall wild angehupt oder -geklingelt, im schlechtesten Fall fast über den Haufen gefahren wird. Vor allem auf Radfahrer, die in oft unglaublichem Tempo um die Ecken geschossen kommen, sollten Sie beim Bummeln in der Grachtenstadt immer Acht geben. Sie dürfen so ziemlich alles, auch gegen die Einbahnstraße und nebeneinander fahren! Offizielle Radwege erkennt man übrigens am roten Asphalt.

Mit dem Auto ins Zentrum fahren

Die Innenstadt von Amsterdam ist eng, voller Baustellen und ständig von Autos verstopft. Vor allem an den Grachten staut sich der Verkehr oft hinter haltenden Lieferwagen; auf größeren Straßen wimmelt es von unachtsamen Radfahrern. Parkplätze sind rar und überall kostenpflichtig. Da der Stadtkern ohnehin klein ist und sich bequem zu Fuß, per Fahrrad oder mit der Straßenbahn erkunden lässt, spricht alles dafür, sich diesen Stress und die erheblichen Parkkosten zu ersparen.

Sich Drogen andrehen lassen

In Amsterdam ist vieles erlaubt, aber längst nicht alles. Geduldet werden ausschließlich weiche Drogen wie Haschisch und Marihuana. Und die dürfen nur in staatlich lizenzierten Coffeeshops verkauft werden dürfen. Der Kauf und Verkauf auf der Straße ist verboten. Wer es dennoch riskiert, macht sich nicht nur strafbar, sondern wird oft auch noch in der nächsten dunklen Seitengasse um die Brieftasche erleichtert. Auf die Ein- und Ausfuhr von Opiaten steht in den Niederlanden eine Gefängnisstrafe von bis zu zwölf Jahren, auf den Besitz und Verkauf von weniger als 30 g weicher Drogen ein Monat Gefängnis.