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Reiseführer Stuttgart:Essen & Trinken

Die Stuttgarter Gastronomie glänzt mit einem halben Dutzend Sterne, schwäbischen Leckereien – und ganz viel Multikulti

Zwar neigen die Stuttgarter, nicht nur geschmacklich, zur soliden Bodenständigkeit, aber die internationale kulinarische Vielfalt in der Stadt sucht ihresgleichen – und sie bewegt sich durchaus auf Genussniveau. Die Gastroszene dominieren die Italiener, gefolgt von den Griechen, Spaniern und Türken, aber auch die Gourmets aus nah und fern wissen längst, dass die Dichte an ausgezeichneten Restaurants in und um die Landeshauptstadt herum sehr hoch ist: Rund zwei Dutzend feine Adressen und sieben Sterneköche freuen sich darauf, ihre Gäste zu verwöhnen. Und wer den schnellen Leckerbissen mag, ob im Stehen oder Sitzen, kann mal slow, mal fast und nicht selten in Bioqualität genießen.

Stuttgart ist eine der größten Weinbaugemeinden Deutschlands, in Württemberg hat der Weinbau eine über 1000-jährige Tradition. Die gängigste Rebsorte ist der ausschließlich im Ländle angebaute, rubinrote Trollinger. Mittlerweile gibt es aber eine Liga innovativer Winzer, die mit anderen Sorten Weine von Weltruf erzeugt. Im Herbst hat man die Möglichkeit, die Tropfen stilecht zu probieren. Entweder beim alljährlichen, zehntägigen Weindorf rund ums Rathaus oder in den Besenwirtschaften, in denen die Wengerter (Weingärtner), ihre Erzeugnisse direkt ausschenken.

Schließlich die schwäbische Spezialität, die zwar weit herumgekommen ist, hier im Südwesten aber ihren Ursprung hat: die Brezel. Einen ersten Kontakt können Sie in den kleinen „Brezelkörble“-Buden auf der Königstraße knüpfen (z. B. vor dem Kunstmuseum am Rand des Schlossplatzes). Eine Empfehlung für den besten Brezelbäcker lässt sich aber nur schwer aussprechen, denn den muss jeder für sich selber finden. Auf eines können sich aber alle einigen: Mit Butter schmeckt die Brezel noch besser!

Sonstige Essen & Trinken

Waldheime

Sie sind eine echte Stuttgarter Besonderheit und ein Kind der Arbeiterbewegung: Auch arme Leute samt Nachwuchs sollten im Sommer dem stickigen Stuttgarter Kessel entfliehen und sich in der Sommerfrische am Stadtrand erholen können. 1909 wurde deshalb in Sillenbuch das Clara-Zetkin-Haus Gorch-Fock-Straße 26 0711 471235 www.waldheim-stuttgart.de Mo geschl. U 7, 8, 15 Silberwald das erste der insgesamt fünf Original-Waldheime von Arbeitervereinen eröffnet. Nach wie vor kann man hier oder im Waldheim Heslach Dachswaldweg 180 0711 6872271 www.waldheim-heslach.de Sommer tgl. ab 10 Uhr, Winter Mi geschl., Bus 82 Dachswald im Stuttgarter Süden spielen, feiern, essen und trinken.

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Schon während seines Geografiestudiums in Tübingen hat sich Jens Bey mit Stuttgarts Eigenheiten beschäftigt. Dann übersiedelte der gelernte Journalist in die Landeshauptstadt, wo er heute als freier Redakteur, Lektor und Autor arbeitet – und die Erkundung all der schönen, versteckten Ecken der immer etwas verkannten Metropole zu seiner Passion gemacht hat. Imagepflege inklusive!

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Quelle: www.marcopolo.de