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Reiseführer Russland:Bloß nicht

Worauf Sie achten und was Sie meiden sollten

Veronika Wengert

Ohne Registrierung unterwegs sein

In Hotels werden Sie automatisch bei der Meldebehörde registriert und bekommen einen Stempel auf Ihre Migrationskarte. Sind Sie privat untergebracht, müssen Sie sich innerhalb von drei Tagen bei der Meldebehörde darum bemühen. Vor allem in Moskau sind Ausweiskontrollen auf der Straße häufig. Bei der Ausreise am Flughafen kommt es selten zu Schwierigkeiten, strenger sind die Kontrollen an der russisch-estnischen Grenze. Meist kann das Problem mit der Zahlung einer kleineren Geldstrafe geklärt werden - die jedoch oft im Ermessen des Beamten liegt.

Zebrastreifen und Ampeln blind vertrauen

Am gefährlichsten für Touristen in Moskau und St. Petersburg ist der Straßenverkehr. Seien Sie vorsichtig, selbst wenn die Ampel grün zeigt. Nutzen Sie lieber Unterführungen. Autofahrer in den Metropolen sind leider oft extrem rücksichtslos gegenüber Passanten.

Überteuerte Taxis am Flughafen nehmen

Die meisten Touristen kommen vermutlich an einem Moskauer Flughafen an. Dort werden sie bei der Ankunft von Taxifahrern umringt, die nicht selten Wucherpreise von bis zu 100 Euro verlangen - angemessen sind 40-60 Euro ab Moskau-Scheremetjewo. Verhandeln Sie vorher oder benutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel. Ab Moskau-Domodjedowo bringt Sie eine Expressbahn für 4,50 Euro ins Zentrum (im Stundentakt). Ab Moskau-Scheremetjewo II verkehrt Bus 851 zur Metrostation Retschnoj Woksal.

Leicht bekleidet in die Kirche

Auch wenn es noch so heiß ist: Achten Sie beim Besuch von Kirchen und Klöstern darauf, dass Schultern und Knie bedeckt sind. Shorts sind verpönt, die Gläubigen könnten Anstoß daran nehmen. Frauen werden meist dazu angehalten, ein Kopftuch zu tragen.

Alles fotografieren

Meiden Sie es, Brücken, Bahnhöfe, Militär- oder Grenzanlagen zu fotografieren. Oder tun Sie es zumindest nicht offen - es ist verboten ohne Genehmigung. Und nicht alle Verbote sind ausdrücklich angezeigt! Es wurden schon Ausländer stundenlang verhört, weil sie Bahnhöfe oder Fabriken fotografiert hatten.

In Moskau Auto fahren

In Moskau ist das Fahren mit einem Mietwagen oder dem eigenen Fahrzeug nicht zu empfehlen. Der Fahrstil der meisten Moskauer ist lebensgefährlich, und außerdem droht der Metropole ständig der Verkehrskollaps. Wenn sich auf der mehrspurigen Moskauer Ringautobahn MKAD Stoßstange an Stoßstange reiht, kann es passieren, dass stundenlang gar nichts mehr geht. Statistisch steht jeder Autofahrer 12 Stunden pro Monat im Stau!

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Spannend ist das unvorhersehbare Moment - Russland ist ein Land, in dem viel improvisiert wird. Und faszinierend ist die Weite des Landes.

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Quelle: www.marcopolo.de

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