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Reiseführer Madeira - Porto Santo:Praktische Hinweise

Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Madeira-Reise

Anreise

Pauschalarrangements mit Flug und Unterkunft sind die einfachste und meist auch preiswerteste Variante. Ein reiner Charterflug kostet im Sommer 300–400 Euro. Zu ähnlichen Preisen bietet TAP Portugal mehrmals täglich eine Linienverbindung, allerdings mit Umsteigen in Lissabon. Von Lissabon fliegt die TAP im Sommer auch mehrmals wöchentlich direkt nach Porto Santo. Sonst verkehren von Madeira bis zu fünfmal täglich Maschinen der SATA (Flugdauer ca. 20 Minuten). Madeiras Flughafen 0 291520700 liegt in Santa Catarina bei Santa Cruz, etwa 20 km vom Zentrum Funchals entfernt. Verbunden mit der City ist er durch die Buslinien 20, 53, 78, 113, 208 (die Haltestelle liegt etwa 100 m rechts der Ankunftshalle) sowie durch den Aerobus (er hält direkt vor der Ankunftshalle), der bis ins Hotelviertel von Funchal fährt.

Kreuzfahrtschiffe legen häufig in Madeira an. Die spanische Reederei Armas www.navieraarmas.com bietet einmal wöchentlich eine Autofährverbindung von Teneriffa über Funchal nach Portimão (Algarve) und zurück an. Täglich verbindet die Fähre Lobo Marinho 0 291210300 www.portosantoline.pt Passage ca. 2 Stunden | Hin- und Rückfahrt ab 42,10 Euro in der Nebensaison Funchal mit der Schwesterinsel Porto Santo.

Auskunft

Tourismusbehörde – Turismo de Portugal

info@visitportugal.com www.visitportugal.com

Posto de Turismo

291211900 www.turismomadeira.pt

  • Tourismusinformation Funchal: Avenida Arriaga 16 291211902
  • Tourismusinformation Flughafen: Ankunftshalle 291524933

Câmara Municipal de Porto Santo

Rua Dr. Nuno Silvestre Teixeira Edifício de Serviços Públicos 291980640 www.cm-portosanto.pt

Auto

Die Höchstgeschwindigkeit auf Madeira liegt in allen Orten bei 50 km/h, auf Landstraßen bei 90 km/h und auf der via rápida, Madeiras „Autobahn“, herrscht eigentlich ein Tempolimit von 100 km/h. Trotzdem treten die Einheimischen gern mal kräftiger aufs Gaspedal. Auch die Promillegrenze von 0,5 und die Gurtpflicht nehmen nicht alle Autofahrer auf der Insel ernst. Es besteht Warnwestenpflicht. Die Hauptstraßen Madeiras und Porto Santos sind asphaltiert und weitgehend in gutem Zustand; viele verlaufen inzwischen in Tunnels. Die Parkplätze im Zentrum von Funchal sind rar und gebührenpflichtig.

Camping

Campen außerhalb des offiziellen Campingplatzes ist auf Madeira lediglich mit einem Berechtigungsschein der Forstbehörde Direcção Regional de Florestas 0 291740060 www.sra.pt/drf möglich. Die lokalen Forsthäuser weisen den Campern dann entsprechende Standorte zu. Madeiras Campingplatz liegt bei Ribeira da Janela, auf Porto Santo gibt es ein Zeltterrain in der Nähe des Hauptorts Vila Baleira.

Diplomatische Vertretungen

  • Für Deutschland: Honorarkonsulat Largo do Phelps 6 Funchal 0 291220338 Mo–Fr 10–12.30 Uhr .
  • Für Österreich: Honorarkonsulat Rua Imperatriz Dona Amélia 4 Funchal Edifício Princesa | Loja 4 0 291206100 hkonsulatfunchal@hotmail.com Mo–Fr 9–12.30 Uhr .
  • Die Schweiz ist auf Madeira konsularisch nicht vertreten, in Notfällen hilft das deutsche Konsulat.

Einreise

Für EU-Bürger und Schweizer genügen Personalausweis oder Reisepass.

Elektrizität

Adapter für Steckdosen sind in Portugal in der Regel nicht notwendig. Das Stromnetz führt 220 Volt Wechselstrom.

Geld & Preise

Auch auf dem Land gibt es inzwischen fast überall Geldautomaten. Die Summe pro Abhebung ist jedoch auf 200 Euro begrenzt, d. h. wer 400 Euro ziehen möchte, zahlt zwei Mal Gebühr. In größeren Hotels, Restaurants und Geschäften können Sie mit EC- und Kreditkarte zahlen. Das Preisniveau entspricht ungefähr dem deutschen. Grundnahrungsmittel wie Brot sind staatlich subventioniert und günstiger, andere Produkte wie z. B. Kosmetika und Hygieneartikel sind teurer. Außerhalb der Touristenzonen lebt man generell preiswerter.

Gesundheit

Viele Hotels vermitteln in Notfällen den jeweiligen Hotelarzt. Grundsätzlich ist eine medizinische Konsultation sofort zu bezahlen. Die Rechnung kann man bei der Krankenkasse in Deutschland einreichen.

Es empfiehlt sich immer der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung (schon ab 6 Euro/Jahr). Mit der EHIC (European Health Insurance Card, blaue Auslandskrankenkassenkarte) wird man in den staatlichen Krankenhäusern, Ambulanzen und Gesundheitszentren problemlos behandelt, z. B. im Centro de Saúde Rua das Hortas 67 0 291208700 Mo–Fr 8–20 Uhr in Funchal.

Unweit der Hotelzone von Funchal liegt das staatliche Hospital Cruz de Carvalho Avenida Luís de Camões 0 291705600 . Facharzthilfe rund um die Uhr bietet die kleine, private Clinica da Sé Rua das Murças 42 0 291207676 , in der englisch gesprochen wird. Dort praktiziert auch der deutschsprachige Zahnarzt Dr. António Cardoso. In Caniço de Baixo hat sich der perfekt Deutsch sprechende Internist Dr. Pierre Curado niedergelassen ( Rua Bartolomeu Perestrelo 42 Casa A–1–A 291932218 ). Jeder größere Inselort hat ein Gesundheitszentrum (centro de saúde), auch Porto Santo: Centro de Saúde Porto Santo Rua Dr. José Diamantino Lima 0 291980060 .

Es gibt – zumindest in den größeren Ortschaften – genügend Apotheken (farmácias, postos de medicamentos). Eine davon ist immer geöffnet; an jeder Apothekentür hängt der aktuelle Dienstplan aus.

Klima & Reisezeit

Es herrscht ganzjährig ein mildes Klima auf Madeira, selbst im Januar und Februar liegen die Tagestemperaturen an der Küste im Süden nur ausnahmsweise unter 15 Grad. Die wärmsten Monate sind Juli, August und September, trotzdem klettert das Thermometer in diesen Monaten selten über 25 Grad. Vor allem im Winter und Frühling müssen auch mal Regenschauer in Kauf genommen werden.

Das Wetter auf Madeira kann sehr wechselhaft sein, vor allem zur gleichen Zeit an verschiedenen Orten. Die in den Hotels ausgehängten Wettervorhersagen (z.B. www.madeira-center.de/Klima.htm ) sind nur als Richtwert zu nehmen. Webcams (z.B. www.madeirawebcams.com ) sind hilfreicher. Weht ein Passatwind aus Nordost, ist es in den Bergen und an der Nordseite oft bewölkt, insgesamt aber stabil. Der Südostwind (leste) aus der Sahara bringt sonniges, warmes Wetter für den Großteil der Insel. Westwinde verursachen unbeständiges und regnerisches Wetter, da sie abwechselnd Warm- und Kaltluftfronten mit sich bringen.

Medien

Viele Hotels bieten deutschen TV-Empfang an. Die Deutsche Welle hören Sie auf 15 275 oder 17 869 kHz. Internationale Tageszeitungen gibt es am Kiosk, die deutschsprachige Monatszeitung in Madeira liegt kostenlos in vielen Hotels aus oder ist online unter www.inmadeira.de zu lesen.

Mietwagen

An den Flughäfen von Madeira und Porto Santo sind (inter)nationale Mietwagenfirmen vertreten. Ebenso in beiden Hauptstädten. Regionale Anbieter locken oft mit Sonderangeboten, es lohnt aber auf jeden Fall der Preisvergleich mit deutschen Offerten. Leihwagenkunden müssen mindestens 21 Jahre alt sein. Die Fahrzeugpreise liegen zwischen 30 und 70 Euro pro Tag, bei unbegrenzten Kilometern. In der Regel kommen auf diese Preise noch 13 Prozent Steuer pro Tag. Die Zustellung zu einem Hotel in Funchal ist meist frei, für Flughafenanmietung und -abholung wird eine Gebühr (ca. 15 Euro) erhoben.

Notruf

  • Notruf/Ambulanz : 0 112
  • SANAS Meeresnotruf : 0 291230112
  • Bergrettung (Protecção Civil) : 0 291700112
  • Pannenhilfe : 0 800290290

Öffentliche Verkehrsmittel

Per Bus erreichen Sie fast jeden Ort auf Madeira und auch die meisten Sehenswürdigkeiten.

In Funchals Zentrum verkehrt ein kleiner elektrischer Bus (Linha Eco) – gratis. Bustickets können generell beim Fahrer gekauft werden, deutlich günstiger jedoch an den Kiosken der einzelnen Gesellschaften. Für Funchal empfehlen sich die elektronischen „Giros“ für 1 Euro/Fahrt (plus einmalig 0,50 Euro für das Ticket selbst), die man vor Fahrtbeginn an einem Automaten aufladen muss, oder der 7-Tage-Pass (17 Euro) für alle Linien im Stadtgebiet. Die Nachtbusse kann man nur mit einem Einheitsticket (1,80 Euro) nutzen.

Madeira hat kein einheitliches Busnetz, verschiedene Busagenturen sind für die einzelnen Regionen zuständig. In der Region Funchal verkehren die Horários do Funchal ( www.horariosdofunchal.pt , mit Busfahrplan für die Region Funchal), für die Verbindung mit Caniço sorgt EACL ( www.eacl.pt ), Rodoeste fährt in den Westen der Insel ( www.rodoeste.pt ) und SAM in den Ostteil ( www.sam.pt ). Eine Art zentraler Busbahnhof befindet sich am Rand der Altstadt Funchals: zwischen Seilbahnstation und Praça da Autonomia fahren ein Großteil der Buslinien ab. Andere halten entlang der Avenida do Mar, so auch viele private Hotel-Shuttlebusse und der Flughafenbus (aerobus), der vom Flughafen in 20–30 Minuten bis in die Hotelzone fährt (5 Euro). TAP-Ticketbesitzer fahren umsonst in die City.

Öffnungszeiten

Touristenbüros, kleinere Geschäfte und öffentliche Einrichtungen (z. B. Museen) haben in der Regel Mo–Fr 9–12.30 und 14.30–18 Uhr geöffnet, Sa 9–13 Uhr. Bankzeiten sind Mo–Fr meist 9–15 Uhr. Supermärkte und Einkaufszentren sind Mo–So durchgehend bis 22 Uhr offen.

Wenn nicht anders angegeben, sind die aufgeführten Restaurants täglich 12–15 und ab 18 Uhr geöffnet (in der Regel bis ca. 23 Uhr). Abendliches Shopping ist in den Einkaufszentren (z. B. Madeira Shopping oder Forum Madeira ) möglich, dort schließen die Geschäfte um 23 Uhr, am Wochenende hat man sogar bis Mitternacht Zeit für den Einkaufsbummel.

Post

Ein rot-weißes Schild mit Reiter und den Buchstaben CTT kennzeichnet die Poststationen. Geöffnet sind sie meist Mo–Fr 9–12.30 Uhr und 14–17.30 Uhr. Die Hauptpost von Funchal ( Av. Zarco ) ist Mo–Fr 9–20 Uhr und Sa 9–13 Uhr geöffnet. Briefmarken (selos) werden außer in der Post auch in lizenzierten Bars und Zeitungsläden bzw. Kiosken verkauft.

Postkarten sowie Briefe bis 20 g innerhalb Europas sind mit 0,68 Euro freizumachen.

Sprache

Auf Madeira wird Portugiesisch gesprochen, allerdings mit einem inseltypischen Dialekt, der von den Festlandsportugiesen gleich erkannt und manchmal belächelt wird. Urlauber kommen in den meisten Fällen gut mit Englisch zurecht, denn die starke englische Präsenz auf der Insel seit dem 19. Jh. hat ihre Spuren hinterlassen. In Hotels, Restaurants und Agenturen finden sich darüber hinaus oftmals Angestellte, die an der Tourismusschule Deutsch gelernt haben. Nicht gern gehört, aber in der Regel gut verstanden wird auf Madeira Spanisch. Wer die Weltsprache Portugiesisch (die weltweit immerhin von etwa 210 Mio. Menschen gesprochen wird) auf Madeira erlernen möchte, kann z. B. einen individuellen Privatkurs bei Catherine Teixeira Stickells buchen ( www.survivalportuguese.info ).

Taxi

Taxis fahren innerhalb von Funchal mit Taxameter. Die Gebührenordnung wird immer mitgeführt. Der Mindestpreis beträgt 2 Euro. Der zentrale Taxiruf für Funchal ist 291764476 , alternativ bestellt die Hotelrezeption auch gern das Taxi. Bei Touren über die Insel ist ein Wagenpreis zwischen 50 und 100 Euro zu zahlen. Die Fahrt vom/zum Flughafen kostet je nach Ort 20–30 Euro. Überlandfahrten richten sich, auch wenn nicht mit Taxameter gefahren wird, nach der Festpreisliste.

Telefon & Handy

Am preisgünstigsten führen Sie Auslandsgespräche von der Hauptpost. In Funchal und in den größeren Orten gibt es Münz- und Kartentelefone für Gespräche auch ins Ausland (internacionais). Telefonkarten sind z. B. bei der Post, an Kiosken und in Tabakläden erhältlich.

Ausländische Mobiltelefone funktionieren überall auf Madeira und Porto Santo, sie wählen sich problemlos in das portugiesische Netz ein (v. a. Vodafone und TMN). Die Roaminggebühren innerhalb Europas sinken allmählich, am günstigsten ist dennoch das Verschicken von SMS. Bei längeren Aufenthalten in Portugal lohnt sich der Kauf einer portugiesischen Prepaidkarte (meist mit Startguthaben).

Vorwahlen: nach Deutschland 0049, nach Österreich 0043, in die Schweiz 0041. Von Deutschland nach Madeira/Porto Santo 00 351.

Trinkgeld

In Restaurants ist es üblich, aufzurunden oder 5–10 Prozent Trinkgeld zu geben. Dazu lässt man im Restaurant oder Café am Ende einfach das entsprechende Trinkgeld auf dem kleinen Rechnungsteller liegen. Es ist nicht üblich, dem Kellner bereits beim Bezahlen einen aufgerundeten Betrag zu nennen. Taxifahrer, Zimmermädchen, Portier, Kofferträger, Tour Guide und Schuhputzer freuen sich ebenfalls über einen kleinen Zusatz zum meist kargen Verdienst.

Unterkunft

Rund 31 000 Gästebetten gibt es zurzeit auf Madeira, das Gros in Funchal und Caniço, die meisten Vier- und Fünf-Sterne-Häuser (nach portugiesischem Verständnis). Darüber hinaus gibt es Aparthotels von einfach bis komfortabel, estalagens (einfachere Hotels) und albergarias sowie Pensionen (pensão, residencial) und die Landunterkünfte des turismo de habitação (TH) bzw. turismo rural (TR). Mitunter sind dies ehemalige Herrensitze (quintas) – allerdings nutzen auch Hotels die begehrte Bezeichnung. Infos zu Unterkünften z. B. www.madeirarural.com oder www.madeira-club.de

Wasser

Das Leitungswasser ist hygienisch einwandfrei, schmeckt jedoch leicht gechlort und wird oft chemisch behandelt. Zum Zähneputzen ist es unbedenklich, doch es empfiehlt sich, Trinkwasser (auch als 5-l-Kanister erhältlich) im Supermarkt zu kaufen.

Zeit

Auf dem Archipel gilt Greenwicher Zeit (WEZ = MEZ  – 1 Std.). Daher ist es immer eine Stunde früher als in Deutschland.

Zoll

EU-Bürger können Waren zum persönlichen Gebrauch zollfrei ein- und ausführen. Gewisse Obergrenzen sind zu beachten, z. B. 800 Zigaretten, 10 l Spirituosen pro Person (ab 17 J.). Für Schweizer gelten als Freimenge z. B. 200 Zigaretten, 2 l Wein, 1 l Spirituosen. www.zoll.de

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Sara Lier reist seit Jahren regelmäßig nach Madeira und freut sich jedes Mal aufs Neue über die üppige Natur und die herzlichen Menschen, die fast nichts aus der Ruhe bringt. Als Studienreiseleiterin darf sie ihren Gästen die Schönheiten der Insel zeigen und genießt dabei selbst ganz nebenbei diese Perle des Atlantiks – auf ausgedehnten Wanderungen, bei einem rustikalen Essen oder in der Unterwasserwelt.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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