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Reiseführer Indien:Events, Feste & mehr

Die Termine für Indiens volkstümliche Feste wechseln von Jahr zu Jahr, zudem finden sie oft in mehreren Orten an verschiedenen Tagen statt. Nicht nur religiöse Feste werden nach dem Mondkalender festgesetzt, der unterschiedlich angewendet wird. Genaue Daten, die oft erst kurz vorher feststehen, gibt das Indische Fremdenverkehrsamt (www.india-tourism.com oder www.incredibleindia.org). Fast alle Feste haben religiösen Hintergrund. Sie werden bunt, lustig und laut mit Feuerwerk und geschmückten Elefanten gefeiert. Nur wenige offizielle Feste, darunter der Republic Day (26. Jan.), Independence Day (15. Aug.) und der Geburtstag Mahatma Gandhis (2. Okt., Gandhi Jayanti), haben feste Daten.

Feste und Veranstaltungen

Januar

Pongal (Makar Sankranti) - Das Erntefest wird in ganz Indien, vor allem in Tamil Nadu, Karnataka und Andhra Pradesh, drei Tage lang gefeiert. Frisch geernteter Reis wird mit Zucker, Milch und dal aufgekocht. Auch das geschmückte Vieh darf kosten.

Februar/März

Desert Fair Festival, Jaisalmer - Dreitägiges Wüstenfest mit Kamelpolo, Akrobaten und Schwerttanz, ganz umsonst

Vasant Panchami - Frühlingsfest mit Gesang und Tanz, vor allem in Ostindien.

Shivrati - Zur Erinnerung an Shivas kosmischen Tanz, mit nächtelanger Musik und Gesängen, prächtig in Mumbai und Khajuraho

Holi - Indiens buntestes Fest: Zur Frühlingsfeier bespritzt man einander freundschaftlich mit gefärbtem Wasser (vor allem in Nordindien)

April

Gangaur Festival - Fest der Frauen. Zu Ehren Parvatis, der Begleiterin Shivas, beten unverheiratete Mädchen, dass sie den Richtigen finden, Verheiratete fasten für eine gute Ehe. Das Fest beginnt am Tag nach Holi und dauert 18 Tage, gefeiert wird in ganz Rajasthan. Die Gauri-Prozession in Jaipur ist prächtig

Juli/August

Teej - In Rajasthan werden Schaukeln an Bäumen befestigt, auf denen sich junge Frauen schwingen. Das soll den Monsun anlocken. Auch Elefantenprozessionen

August/September

Onam - Farbenprächtiges Kerala-Fest mit Schlangenbootrennen, Elefantenprozessionen und Tanz

Ganesh Chaturthi - Gefeiert wird in ganz Indien, besonders aber in Maharashtra, mit Feuerwerk und Ganesh-Lehmstatuen, die in einem Gewässer versenkt werden

Jammashtami - Krishnas Geburtstag, gefeiert wird vielerorts, besonders in Agra, Mumbai, Mathura und in Vrindaban

September/Oktober

Dussehra/Durga Puja - Knallbunte Götter- und Dämonenstatuen aus Pappmaché werden am Ende des neun- bis zehntägigen Festes verbrannt oder im Wasser versenkt. Vor allem in Bengalen wird die mächtige Durga in vielen Gestalten als Siegesgöttin verehrt

Oktober/November

Muharram - Vor allem in Hyderabad und Lucknow gedenken die Schiiten mit Umzügen und geschmückten Nachbildungen des Grabmals des gewaltsamen Todes Hussains, des Enkels Mohammeds

November/Dezember

Deepawali (Diwali) - Mehrtägiges Familien- und Lichterfest zu Ehren Ramas, der aus dem Exil heimkehrte, außerdem Hindu-Neujahr. Schwestern malen Brüdern ein tikka (Zeichen der Verehrung) auf die Stirn

Pushkar Fair - Riesiger Kamel- und Rindermarkt in Pushkar/Rajasthan, Kamelrennen

Id-ul-Fitr - Für Muslime das Fest zum Ende des Fastenmonats Ramadan.

Nanak Jayanti - Geburtsfest des Gründers der Sikh-Religion Guru Nanak. Die Sikhs feiern mit Umzügen und der Darbietung ihres heiligen Buches Granth Sahib sowie vielstündigen Rezitationen.

Christmas - 25. Dez.: Weihnachtsbäume, vor allem in Mumbai, Goa, Tamil Nadu und Kerala.

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Eine staubige Piste voller Schlaglöcher diente als Landebahn, als Michael Neumann-Adrian 1966 das Dorf Khajuraho besuchte. Gemeinsam mit Ehefrau Edda veröffentlichte er viele Bücher zu Indien. Der Journalist Gabriel A. Neumann studierte Hindi und die Geschichte des Subkontinents und schreibt heute gemeinsam mit seinen Eltern über Südasien.

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Quelle: www.marcopolo.de

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