Reisetipps Venedig

Bloss nicht! Venedig

Oben ohne in der Altstadt

Und wenn es noch so heiß sein mag: Entblößte Oberkörper bei den Herren und Strandkleidung bei den Damen sind in den Gassen des centro storico tabu. Noch viel verpönter ist ein solcher Aufzug im Inneren von Gotteshäusern.

Pasta als Hauptgericht bestellen

In billigen Tavernen oder Touristenfallen sich den Bauch mit einem Teller Pasta vollzuschlagen, zu zahlen und zu gehen mag zur Not angehen. In der gehobeneren Gastronomie jedoch ist dies durch ein ungeschriebenes Gesetz gleichsam untersagt. Hier gelten die Teigwaren, wie in ganz Italien, als primo piatto, dem ein Hauptgang in Form eines Fisch- oder Fleischgerichts zu folgen hat. Für den kleinen Hunger sind deshalb ein Sandwich, ein belegtes panino oder zwei tramezzini an der Bar vorzuziehen.

Falschen Parkwächtern auf den Leim gehen

Rund um die Parkhäuser auf der Insel Tronchetto treiben abusivi, illegale Wächter, ihr Unwesen. Teils mit orangefarbenen Signalwesten, teils mit weißen Hemden, weiß-blauen Kappen und Armbinden quasi offiziös gekleidet, versuchen sie so, ahnungslose Neuankömmlinge zu den Taxibooten eines privaten Shuttledienstes zu lotsen. Die Fahrt nach San Marco kommt so ungleich teurer als im regulären vaporetto. Ein beliebtes Angebot ist auch die freie Überfahrt nach Murano. Nach obligatorischer Besichtigung einer Glasfabrik muss man sich dann freilich - entgegen dem vorherigen Versprechen - selbst um die Rückfahrt kümmern.

Picknick auf der Piazza

Weil immer größere Touristenscharen auf dem und rund um den Markusplatz Rast machten, wurde das Sitzen, Trinken und Essen auf der Piazza, deren Stufen, in den Säulengängen sowie auf der Piazzetta zur Mole hin verboten. Zum Rastplatz, auf dem man offiziell in aller Muße seine Lebensmittel verzehren darf, wurden die 150 m entfernten Giardini ex Reali erklärt.

Schwarzfahren

Die Versuchung mag für manch einen groß sein. Doch Vorsicht! Gelegentlich machen an Bord der vaporetti Kontrolleure ihre Runde. Wer ohne gültiges Ticket erwischt wird, zahlt eine Buße von mindestens 30 Euro.

Tauben füttern

Für Generationen von Reisenden war es ein fotogenes Ritual: das Füttern der Tauben am Markusplatz mit eigens gekauften Maiskörnern. Nun haben die Behörden endgültig genug vom Vogelgewusel und Schmutz. 500 Euro Strafe zahlt, wer beim Füttern erwischt wird. Und den ambulanten Händlern ist der Verkauf der für das Federvieh so nahrhaften Tütchen fortan untersagt.