Reisetipps Rom

Sehenswertes Rom

Vom Kolosseum bis zum „Mund der Wahrheit“

Rom ist eine lebendige Metropole mit unzähligen Kunstschätzen aus drei Jahrtausenden

Auch ein Genie wie Goethe war so von „Kirche und Palast, Ruinen und Säulen“ überwältigt, dass es dem Dichter in Rom - für kurze Zeit - die Sprache verschlug.

Kein Wunder. Denn die Sehenswürdigkeiten Roms sind so unübersehbar wie unüberschaubar. Schließlich hat die Ewige Stadt in 3000 Jahren so viele Kunstschätze angehäuft, dass bis heute kein Computer sie katalogisieren konnte. In Rom gibt es mehr Kirchen, als das Jahr Tage hat, eine prächtiger und kunstvoller als die andere. Der Papst ist Titular der vier Patriarchalsbasiliken: San Giovanni in Laterano, der Mutterkirche der Katholiken, San Pietro in Vaticano, also St. Peter, Santa Maria Maggiore und San Paolo fuori le Mura. Die meisten Pilger hängen noch den Besuch von San Lorenzo, Santa Croce in Gerusalemme und San Sebastiano an, und damit ist die Runde der sieben Wallfahrtskirchen komplett.

Über das himmlische sollten Sie auch das irdische und vor allem das unterirdische Rom nicht vergessen. Ständig finden die Archäologen Aufregendes wie die 2000 Jahre alte römische Villa unter dem hypermodernen Auditorium Parco della Musica; auch der Bau der neuen U-Bahnlinie an der Piazza Venezia wird sich durch Grabungen um Jahre verzögern. Doch es gibt auch gute Nachrichten: Zum Heiligen Jahr 2000 wurde dem vorher so maroden Denkmalschutz von den Politikern oberste Priorität eingeräumt. Seither sind die ewigen Schilder „chiuso per restauro“ (wegen Restaurierung geschlossen) selten geworden. Die marmornen Schönheiten der Antike residieren standesgemäß im Palazzo Altemps und im Palazzo Massimo. Die Musei Capitolini, die ältesten der Welt, sind stilvoll restauriert. Und manche ihrer Kunstschätze, die nur vorübergehend ins alte E-Werk Montemartini in der Via Ostiense umgezogen waren, dürfen wegen des Erfolgs in ihrem ungewöhnlichen Provisorium bleiben. Rom erstrahlt in altem Glanz.

Arco di Costantino

Der reliefgeschmückte Konstantinbogen wurde nach Kaiser Konstantins Sieg an der Milvischen Brücke (312n. Chr.) neben dem Kolosseum errichtet. Etwas übertrieben, wenn man bedenkt, dass Konstantin kein Land erobert, keinen Krieg gewonnen, sondern nur seinen Gegner Maxentius besiegt hat. | Piazza del Colosseo | Metro B Colosseo

Bocca della Verità

Der „Mund der Wahrheit“ ist eine mannshohe, skurrile Marmorfratze links im Atrium von Santa Maria in Cosmedin. Das linke Auge hängt Tränen triefend herunter, nur der Mund ist sauber geschabt, weil alle Besucher ihre Hand in das Maul des Ungeheuers legen. Eifersüchtige Ehegatten pflegen ihre bessere Hälfte hierher zu schicken. Sagt er/sie nicht die Wahrheit, schnappt der antike Lügendetektor angeblich zu. | Piazza Bocca della Verità | Bus 63, 30, 160, 170, 628

Campidoglio

Wo einst die Tempel Jupiters und Junos standen, gestaltete Michelangelo im Jahr 1536 den trapezförmigen Kapitolsplatz, der vom Palazzo dei Senatori, dem Palazzo dei Conservatori und dem Palazzo Nuovo gerahmt wird. Den Sockel, auf dem Kaiser Marc Aurel seit 1538 mit erhobener Hand grüßte, schmückt heute eine Kopie. Vor Umweltschäden bewahrt steht das originale Reiterstandbild aus dem 2. Jh. in den Musei Capitolini hinter Glas. | Piazza del Campidoglio | Bus 119, 160, 630

Circo Massimo

Vor 2000 Jahren wurden hier todesmutige Gladiatoren oder waghalsige Wagenlenker beim Rennen angefeuert, nun finden Openair-Konzerte statt. Um die große Rennbahn der Antike (massimo=groß) hatten bis zu 300000 Menschen Platz. Heute sind es nur einige zehntausend Konzertfans, aber auch von außerhalb des Rennplatzes hören Sie Eros Ramazottis schmelzendes Italo-Timbre prächtig. | Via del Circo Massimo | Metro B Circo Massimo | Tram 3

Colosseo

Gerne hätten die Italiener die schönste aller klassischen Arenen, das Kolosseum, dem Fußball geweiht, aber nur die zarten Ballerinen des Bolschoitheaters durften bisher hier ihre „Heldenspiele“ tanzen. Kaiser Vespasian begann den Bau 72 n. Chr., sein Sohn Titus weihte ihn nach nur achtjähriger Bauzeit mit hunderttägigen Festspielen ein. Unzählige Tiere und Gladiatoren wurden geopfert. Sehr lebendig sind allerdings noch die Legionäre, mit denen Sie hier gegen Entgelt für ein Foto posieren können. | Tgl. 9 Uhr bis eine Stunde vor Sonnenuntergang | Eintritt 9 Euro (auch für den Palatin gültig), bei Ausstellungen 2 Euro mehr | Piazza del Colosseo | Metro B Colosseo

Domus Aurea

Kaiser Nero (54-68 n. Chr.), der gern mit Feuer zündelte und Christen kreuzigen ließ, baute sich mit dem „Goldenen Haus“ den teuersten und größten Palast der antiken Welt - nur sehr wenige Reste sind hiervon übrig. | Voranmeldung obligatorisch: Tel. 0639967700 oder www.pierreci.it | Eintritt 5 Euro | Viale Domus Aurea | Metro B Colosseo

Foro di Augusto

Das Augustusforum wird vom Tempel des rächenden römischen Kriegsgottes Mars beherrscht und soll an die Schlacht von Philippi (42v. Chr.) erinnern, in der Antonius und Octavian (der spätere Kaiser Augustus) die Mörder Caesars endgültig vernichteten. Friedenskaiser Augustus (27 v. Chr.-14 n. Chr.) ließ über 80 Tempel bauen oder verschönern. Es heißt, er habe ein Rom aus Ziegelsteinen vorgefunden und eines aus Marmor hinterlassen. Guter Blick von der Via dei Fori Imperiali. | Piazzetta del Grillo | Bus 85, 87

Foro di Cesare

Caesar ließ das Forum Julium, wie das Caesarsforum eigentlich heißt, auf eigene Kosten bauen. Man erkennt noch die Ladenzeilen, die Reste der Basilica Argentaria, wo sich Bank und Börse befanden, und die drei verbliebenen Säulen des Venustempels. Eines Tages, so erzählt Sueton, empfing der Konsul den Senat sitzend auf dem Podest des Venustempels. Mit dieser Anmaßung - nur Götter durften sitzen - wollte sich Caesar Jupiter gleich machen. Das war kurz vor seiner Ermordung 44 v. Chr. | Via dei Fori Imperiali | Bus 85, 87, 117, 175

Foro Romano

Von den Kaiserforen wurde nicht nur Rom, sondern das ganze Römische Reich regiert. Das Forum Romanum, ursprünglich als Vestaheiligtum gedacht, entwickelte sich vom Viehmarkt zur politischen Arena. Hier sprach Cicero seine Brandreden gegen Catilina und der alte Cato sein ceterum censeo: „Karthago muss vernichtet werden.“ Heute dürfen auch gewöhnliche Sterbliche wieder an lauen Abenden zwischen Triumphbögen und Säulen promenieren: Roma sotto le stelle (Rom unter Sternen) heißen die nächtlichen Führungen (auf italienisch und englisch | Juni-Mitte Sept. | Termine bei den Infopavillons oder in Tageszeitungen wie „La Repubblica“).

Einige Höhepunkte: Es geht vom Eingang an der Via dei Fori Imperiali vorbei an der Basilica Aemilia, dem Tempio di Faustina, am Tempio di Caesare und Arco di Augusto über die Via Sacra zur Rostra, der Rednertribüne; rechts davon der Lapis Niger, der Schwarze Stein über dem Grab von Romulus, die Curia des Senats, der Arco di Settimo Severo; linker Hand der Tempio di Saturno und die Basilica Julia, die Gerichtshalle, von Caesar kurz vor seiner Ermordung gebaut; rechteckiger Tempio di Castore e Polluce und der kreisrunde Tempio di Vesta, wo die Vestalinnen, Jungfrauen aus den vornehmsten Familien, das Heilige Feuer hüteten; die Via Sacra entlang, vorbei am Haus der Vestalinnen und dem Tempio di Romolo, den Maxentius für seinen früh verstorbenen Sohn baute, und die von Konstantin umgestaltete Basilica di Massenzio.

Beim Arco di Tito führt der Weg hoch auf den Palatin, wo viele reiche Römer und auch Cicero und Catull ihre Villen besaßen. Durch die schönen Farnesischen Gärten des 16. Jhs. können Sie wieder zum Forum hinabsteigen. | Tgl. 9 Uhr bis eine Stunde vor Sonnenuntergang | Largo Romolo e Remo | Via di S. Gregorio 30 | Piazza S. Maria Nova (Titusbogen) | Eintritt frei | Via dei Fori Imperiali; Eintritt Palatin und Colosseo 9 Euro | Bus 85, 87, 117, 175

Foro di Traiano/Mercati Traiani

Die 38 m hohe Trajansäule (113 n. Chr.), Schmuckstück des spätesten und prächtigsten Kaiserforums, erstrahlt nach fast zehnjähriger Restaurierung wieder perlweiß. Sie können den 200 m langen Bilderfries vom Krieg Kaiser Trajans gegen die Daker von unten bewundern. Vor der Säule die Reste der Basilica Ulpia, die Nischen der Bibliothek und die Trajanischen Marktstraßen. | Di-So 9 Uhr bis eine Stunde vor Sonnenuntergang | Eintritt 6,20 Euro (guter Blick auch von außen möglich) | Via 4 di Novembre/Via dei Fori Imperiali | Bus 40, 64, 70, 117, 170

Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele II

An der Piazza Venezia fällt ein schneeweißer Marmorklotz ins Auge, das Nationaldenkmal für Viktor Emanuel II., den ersten König nach Erlangung der italienischen Einheit 1870. Jetzt ist das Denkmal, das die Römer despektierlich als Schreibmaschine, Hochzeitstorte oder gar als Klappergebiss bezeichnen, auch von innen begehbar. Von der Cafeteria auf dem Dach haben Sie einen herrlichen Blick (und im Eingangsgebäude ein ordentliches öffentliches WC). | Tgl. 9.30-19 Uhr | Eintritt gratis | Piazza Venezia | Bus 85, 87, 119

Musei Capitolini

Die Kapitolinischen Museen sind die ersten öffentlichen Schausammlungen der Welt, eingerichtet 1471 von Papst Sixtus IV. auf dem Kapitol. Die beiden von Michelangelo gestalteten Gebäude Palazzo Nuovo und Palazzo dei Conservatori beherbergen einzigartige Antiken wie die „Kapitolinische Venus“, den „Sterbenden Gallier“ und zahlreiche Kaiser- und Philosophenbüsten. Das Prunkstück aber ist der echte Kaiser Marc Aurel. Das edle Reiterstandbild steht seit 2005 unterm Glasdach im Giardino Romano, einem Innenhof des Palazzo dei Conservatori. Des Kaisers Kopie befindet sich weiterhin auf dem Kapitolsplatz.

Gönnen Sie sich einen Pause in der Cafeteria auf dem Dachgarten (auch für Nicht-Museumsbesucher) - der Blick ist einmalig! | Di-So 9-20 Uhr | Eintritt 6,20 Euro, mit Centrale Montemartini 9,90 Euro (7 Tage gültig), letzter So im Monat frei, 1,5-stündige Führung (ital./engl. 3 Euro) | Piazza del Campidoglio | Bus 95, 117, 119, 160, 170, 638

Palatino

Auf dem romantischen grünen Hügel wurde der Grundstein des römischen Weltreichs gelegt; hier auf dem Palatin lag die Hütte des Hirten Faustulus, der Remus und Romulus aufgezogen haben soll. Hier empfing Romulus das fragwürdige Zeichen der Vogelschau, wonach er und nicht sein Bruder Remus Herrscher von Rom werden sollte. Seit Augustus residierten hier die Imperatoren, wovon die Ruinen der Kaiservillen wie die Casa di Livia, der Frau des Augustus, die Domus Augustana und die Domus Flavia im Pinienhain Zeugnis geben. | Tgl. 9 Uhr bis eine Stunde vor Sonnenuntergang | Eintritt 9 Euro (auch für Kolosseum gültig) | Piazza del Colosseo | Metro B Colosseo

Palazzo Massimo alle Terme

Die antiken Skulpturen im Erdgeschoss zeigen vortrefflich den römischen Alltag. Dagegen präsentieren der märchenhafte türkisfarbene Speisesaal Kaiserin Livias und die zarten Fresken der Gemächer kontrastreich den Stil der antiken Upper Class. | Di-So 9-19.45 Uhr | Eintritt 7,50 Euro | Largo di Villa Peretti 1 | Metro A, B Termini

San Clemente

Schon die Mosaiken in der Apsis der Basilika aus dem 12. Jh. sind ein Kleinod, doch das Beste liegt im Gewölbe: die Unterkirche aus dem 4. Jh. mit Fresken von Papst Clemens (88 bis 97 n. Chr.) und darunter ein Mithräum mit Altar und Opferstein. | Mo-Sa 9-12.30 und 15.30-18 Uhr | Via di S. Giovanni in Laterano | Metro B Colosseo | Bus 117

San Giovanni in Laterano

Die bei einem Bombenanschlag 1993 schwer beschädigte erste Basilika der Christenheit wurde in kürzester Zeit wieder restauriert. Bis zum Exil der Päpste in Avignon (1305-77) war die Basilika - eine Schenkung von Kaiser Konstantin an Papst Silvester (314-335) - auch Sitz des Pontifikats. Barockbaumeister Domenico Fontana und Francesco Borromini bauten die fünfschiffige Säulenbasilika behutsam um. Nach außen sieht man nur die Fassade, denn die Kirche ist von Lateranspalast, Kreuzgang und Baptisterium umgeben. Gegenüber liegt die Heilige Treppe (Scala Santa), auf der Christus im Haus des Pilatus emporgestiegen sein soll, und die die heilige Helena im 5. Jh. von Jerusalem nach Rom brachte. Die Kapelle Sancta Sanctorum von 1590 am Ende ist die Privatkapelle der Päpste. | Tgl. 7-19 Uhr, Baptisterium tgl. 9-13 Uhr | Piazza S. Giovanni in Laterano | Metro A S. Giovanni | Bus 117 | Tram/Bus 3

San Pietro in Vincoli

Die Ketten, mit denen Petrus im Mamertinischen Kerker festgeschmiedet gewesen sein soll, liegen als kostbare Reliquie unter dem Hochaltar. Die meisten Besucher kommen allerdings, um Michelangelos kraftvoll-majestätisch gestalteten „Moses“ (1516) zu sehen. | Mo-Sa 7-12.30 und 15.30-19, So 8.45-11.45 Uhr | Piazza S. Pietro in Vincoli | Bus 117

Santa Maria in Cosmedin

Papst Adrian I. schenkte die Kirche im 8. Jh. der griechisch-byzantinischen Gemeinde, die wegen der Verfolgungen im Osten nach Rom kam. Der Name (cosmedin, griechisch: Ornament) stammt von den reichen Goldmosaiken, die die Cosmaten, eine berühmte Künstlerfamilie, im 12. Jh. ausführten. In der Sakristei befindet sich die Ikone der Teotokos, der Muttergottes, und das Mosaik Johannes' VII., im Atrium die Bocca della Verità. | Tgl. 9-13 und 15-18 Uhr | Piazza Bocca della Verità | Bus 30, 170

Santa Maria Maggiore

Jedes Mal am Abend des 5. August wird auf dem Esquilin mit Blüten, Papierschnitzeln oder Laserstrahlen eine weiße Illusion erzeugt, um an die Gründungslegende zu erinnern. In dieser Nacht soll im Jahr 352 die Gottesmutter Papst Liberius aufgetragen haben, an der Stelle, wo er am Morgen Schnee fände, eine Kirche zu bauen. Die Kassettendecke der Patriarchalsbasilika ist mit Gold überzogen, das die Spanier den Indianern im eben entdeckten Amerika geraubt hatten. | Tgl. 7-19 Uhr | Piazza S. Maria Maggiore | Bus 70, 71, 75

Santa Prassede

Wenige Schritte von der großen Kirche S. Maria Maggiore entfernt liegt die kleine Basilika S. Prassede mit herausragenden byzantinischen Mosaiken des 9. Jhs. am Triumphbogen und in der Apsis. Pressede wurde der Legende nach von Petrus zum Christentum bekehrt. Und ein „Paradiesgärtlein“ sei, so die Pilgerführer im Mittelalter, die golden erleuchtete Cappella di S. Zenone im rechten Seitenschiff. | Tgl. 7.30-12 und 16.30-18.30 Uhr | Via S. Prassede | Bus 70, 71, 75

Stazione Termini

Wenn Sie mit dem Zug ankommen, werfen Sie einmal einen Blick nach oben in eine der schönsten Bahnhofshallen Europas. Der lichtdurchflutete Vorbau, der wie eine Welle aus Glas und Marmor zur Piazza dei Cinquecento hinfließt, wurde 1950 nach Plänen von Luigi Nervi gebaut. | Metro A, B Termini

Terme di Diocleziano

Gegenüber der Stazione Termini liegen die größten römischen Badeanstalten, die heute Teil der Antikensammlung Museo Nazionale Romano sind. Kaiser Diokletian weihte den Fitnesstempel mit sagenhaften 2400 Wasserbecken im Jahr 306 n. Chr. ein. Im Barock wurden die Badruinen durch ein von Michelangelo entworfenes Kartäuserkloster und die Kirche Santa Maria degli Angeli überbaut. Im Kreuzgang des Chiostro di Michelangelo vermitteln Ihnen Tausende von Inschriften ein Bild der Antike. | Eintritt frei | Metro A, B Termini, Piazza dei Cinquecento

Villa Celimontana

Der Caeliushügel über dem Kolosseum ist eine wahre archäologische Fundgrube. Oberhalb der Via Claudia liegen die Reste des Claudiustempels. Mitten durch den Park zieht sich das Aquädukt der Flavier, um die verfallene Villa der Società Geografica liegen Marmorskulpturen, Säulen, und, halb versteckt, ein Obelisk herum. Für Kinder gibt es einen Spielplatz unter Pinien. | Via Claudia | Bus 81, 117 | Tram 3

Campo de' Fiori

Er ist der teuerste Markt Roms, aber viele Römerinnen schwören auf ihr „Blumenfeld“ im Herzen der Stadt, wo es viel Grünzeug, Gemüse und sogar Kleidung, aber nur wenige Blumen gibt. Der Name stammt von einer blumigen Rinderweide, die sich hier im Mittelalter befand. Zwischen Corso Vittorio Emanuele und der edlen Piazza Farnese gelegen, von hohen, restaurierten Palästen umgeben, ist er besonders abends, wenn hier die Wirte ihre Tische eindecken, ein romantischer Essplatz. | Bus 40, 63, 64, 116

Crypta Balbi

Ein vorchristliches Mithräum - der Mithraskult war unter Legionären verbreitet - und die Reste des Teatro di Balbo aus der römischen Kaiserzeit (13 v. Chr.) wurden im Gewölbe eines mittelalterlichen Stadthauses frei gelegt. Vorzüglicher Querschnitt durch die römische Architekturgeschichte von der Antike bis zur Frührenaissance. | Di-So 9-19.45 Uhr | Eintritt 4,20 Euro | Via delle Botteghe Oscure 31 | Bus 40, 46, 62, 64, 70 | Tram 8

Fontana dei Quattro Fiumi

Gianlorenzo Berninis Vierströmebrunnen ist das Prunkstück der Piazza Navona. Auf der Felsengrotte - von einem Obelisken gekrönt - sitzen die Götter der vier großen Flüsse Donau, Nil, Ganges und Rio de la Plata. Letzterer nimmt eine so abwehrende Haltung ein, als befürchtete er den Einsturz der Kirche Sant' Agnese gegenüber, ein Werk von Berninis Konkurrenten Francesco Borromini. So sagen die Römer. Nur, die Kirche wurde erst zwei Jahre nach dem Brunnen, erbaut. | Piazza Navona | Bus 30, 70, 81, 87, 116, 492

Fontana delle Tartarughe

Taddeo Landini schuf diesen beliebten Schildkrötenbrunnen der Spätrenaissance, bei dem vier schlanke Jünglinge kokett die Brunnenschale tragen. Die bronzenen Schildkröten, die die Knaben zum Trinken an den oberen Beckenrand heben, soll Gianlorenzo Bernini bei der Restaurierung 1658 eingearbeitet haben. | Piazza Mattei | Bus 40, 62

Galleria Doria Pamphili

Die Rokokofassade des Palazzo Doria Pamphili an der Via del Corso wirkt düster und abgasgeschwärzt. Doch die goldverzierte, mit Fresken ausgemalte Galerie, wo an seidentapezierten Wänden die Tizian- und Velazquez-Gemälde gleich dreifach übereinander hängen, ist eine der bedeutendsten Privatsammlungen Roms. | Fr-Mi 10-17 Uhr | Eintritt 8 Euro | Piazza del Collegio Romano 2 | Corso | www.doriapamphilj.it | Bus 62, 63, 117, 119

Galleria Spada

Der Palast von 1540 ist selbst ein Meisterwerk des italienischen Manierismus. Aber lassen Sie sich zusätzlich von der perspektivischen Spielerei im Innenhof verwirren, die Francesco Borromini für Kardinal Bernardino Spada, entworfen hat. Die Marsstatue erscheint groß und unendlich weit entfernt, dabei ist der Durchgang nur 9 m lang und die Statue 1 m hoch. Eine optische Täuschung - die Kolonnaden verkleinern sich nach hinten.

Im Obergeschoss des Palasts befindet sich eine gute Gemäldesammlung des 17. und 18. Jhs. mit Werken von Annibale Carracci, Tizian, Guido Reni, Domenichino und Caravaggio. | Di-So 9-19.30, im Winter bis 14 Uhr | Eintritt 5 Euro | Piazza Capo di Ferro 3 | www.galleriaborghese.it | Bus 62, 64, 116

Getto

Das Ghetto, auch Villagio dei Ebrei genannt, liegt zwischen Tiberufer, dem Teatro di Marcello und dem Portico d'Ottavia. Die ersten Juden ließen sich hier schon im 2. Jh. v. Chr. nieder und zählen damit zu den echten romani romani, den ältesten Bürgern der Kapitale. Das römische Recht gewährte ihnen Jahrhunderte Gleichstellung und religiöse Freiheit, erst der missionarische Eifer der Christen machte sie zur gedemütigten Minderheit. Im Mittelalter, aber auch im Barock litten sie unter engstirnigen Päpsten, die sie in der Via del Corso als Volksbelustigung mit Pferden um die Wette laufen ließen. Papst Paul IV. zog 1555 eine Mauer ums Ghetto und ließ die Tore nachts verschließen. Erst die Republik von 1870 beendete die Kasernierung. Der schlimmste Moment des Ghettos aber war der 16. Oktober 1943, als die Gestapo 2091 römische Juden am Portico d'Ottavia auf Lastwagen lud und in KZs deportierte. Keiner von ihnen kehrte je zurück. Heute leben noch etwa 400 jüdische Familien hier.

Il Gesù

Ignatius von Loyola, der spanische Gründer der „Gesellschaft Jesu“, veranlasste 1568 den Barockbau der Jesuitenhauptkirche. Die Idee des Architekten Vignola, über dem Schnittpunkt von Haupt- und Querschiff einer Art frühchristlicher Hallenkirche eine Kuppel zu setzen, fand eifrige Nachahmer. | Piazza del Gesù | Bus 40, 62, 63, 64, 70, 87

Museo di Roma

Zugegeben, die Stadt ist sowieso ein Archäologiepark der letzten 3000 Jahre, warum noch ein Museo di Roma der letzten vier oder fünf Jahrhunderte? Aber der nach einer Ewigkeit restaurierte Palazzo Braschi beherbergt wunderbare Kollektionen aus Renaissance und Barock: Fresken und Gemälde aus römischen Palästen, Stiche, Terrakotten, Gewänder, Kutschen, Fotos von ca. 1850 bis 1915 und spezifische Ausstellungen. | Di-So 9-19 Uhr | Eintritt 9 Euro | Via di San Pantaleo | museodiroma@commune.roma.it | Bus 30, 40, 62, 64, 70, 116, 492

Palazzo Altemps

Aphrodite, Apoll, Hermes und Ares: Die göttlichen antiken Skulpturen der einzigartigen Ludovisisammlung haben im prunkvoll restaurierten und mit Fresken geschmückten Palazzo Altemps gleich hinter der Piazza Navona Einzug gehalten. | Di-So 9 bis 19.30 Uhr | Eintritt 5 Euro | Piazza S. Appollinare 46 | Bus 70, 81, 116, 492

Palazzo Borghese

Die Römer nennen den Stadtpalast der römischen Adelsfamilie Borghese - nicht zu verwechseln mit der Villa Borghese (Park) und der Galleria Borghese (Museum) - wegen seiner kuriosen Form Cembalo, denn die kurze Fassade mit den zwei Säulenbalkons zum Tiberufer gleicht einer Tastatur. Kardinal Camillo Borghese, später Papst Paul V. (1605-21), schenkte den Palast seinen Brüdern. Auch wenn das Gebäude heute Behörde ist, schauen Sie trotzdem in den barocken Innenhof mit seinen 96 Säulen, den Rundbögen und klassischen Statuen. | Piazza Borghese | Via Ripetta | Bus 81

Palazzo della Cancelleria

Der große Stadtpalast wurde durch 60000 Scudi (etwa 700000 Euro) finanziert, die 1483 Kardinal Raffaele Riario einem Kollegen beim Glücksspiel abknöpfte. Die jungen Herren waren Papstneffen und nebenbei aus reichen Familien. Seit 1870 befindet sich hier die Apostolische Kanzlei mit der Sacra Romana Rota, dem Päpstlichen Ehegericht. | Piazza della Cancelleria | Bus 40, 62, 64, 116

Palazzo Farnese

Im eleganten Palazzo Farnese nahe dem Campo de' Fiori residiert die französische Botschaft. Leider dürfen Sie nicht einmal einen Blick in den von Michelangelo 1546 gestalteten Innenhof werfen. „Sischerheit“, sagt der französische Posten. Wenn Sie unbedingt die schöne Galerie mit den berühmten Fresken von Annibale Carracci (1597-1604) sehen wollen, müssen Sie vier Wochen vorher einen schriftlichen Antrag beim Kulturattaché der französischen Botschaft stellen. | Piazza Farnese | Bus 116

Palazzo Madama

Papst Clemens VII. (1523-34) von Medici brachte das politische Kunststück fertig, seinen unehelichen Sohn Alessandro mit der unehelichen Tochter Karls V., Margarethe von Parma, zu verheiraten. „Madama“, wie die Römer sie liebevoll nannten, lebte nur ein Jahr in diesem Renaissancepalast, da wurde ihr Gemahl ermordet. Seit 1871 residiert hier der italienische Senat. | Corso di Rinascimento | Bus 70, 81, 87, 492

Palazzo Montecitorio

Seit Gründung der Republik 1871 tagt die italienische Abgeordnetenkammer in dem eleganten Palast nach Berninis Plänen. Gleich nebenan an der Piazza Colonna liegt der Palazzo Chigi, der Sitz des Ministerpräsidenten. | Piazza Montecitorio | Bus 81, 117, 119

Palazzo Ruspoli

Im Renaissancepalast werden Antikenausstellungen gezeigt. | So-Fr 10 bis 20, Sa 10-22 Uhr | Eintritt 6 Euro | Via del Corso 418 | www.palazzoruspoli.it | Metro A: Spagna

Palazzo Venezia

Der trutzige Palast, den der venezianische Papsts Paul II., 1451 bauen ließ, gehörte 200 Jahre der Republik Venedig, fiel dann den Habsburgern zu und wurde schließlich Regierungssitz von Benito Mussolini. Heute ist hier ein Kunstgewerbemuseum untergebracht. | Piazza Venezia | Bus 40, 63, 64, 117, 119

Pantheon

Ein Zylinder mit einer Kuppel drauf - so einfach-genial ist die Konstruktion des Pantheons, das Marcus Agrippa, Schwiegersohn von Augustus, 27v. Chr. den Göttern bauen ließ. Genial sind auch die Lichteffekte an Sonnentagen. Wieso liegt der antike Tempel, umgebaut von Kaiser Hadrian, verschandelt im Barock und als Grabmal für das italienische Königshaus entfremdet, so klein und wohl proportioniert zu Füßen der Touristen, obwohl doch in klassischen Zeiten fünf Stufen hinaufführten? Rom hat im Laufe der Zeit 6 m Schutt aufgetürmt, unter dem die antiken Bauten versanken. | Mo-Sa 9 bis 19.30, So 9-18 Uhr | Eintritt frei | Piazza della Rotonda | Bus 116

Piazza Colonna

Nicht nur die Säule des Trajan, auch die etwas kleinere Marc-Aurel-Säule auf der Piazza Colonna glänzt frisch restauriert. Zu Ehren Marc Aurels nach seinem Sieg über die Markomannen 176n. Chr. errichtet, sind die umlaufenden Friese eine wunderbare Sittengeschichte des Altertums - auch zur Anschauung für die heutigen Politiker, denn rechter Hand liegt der Palazzo Chigi, Sitz des Ministerpräsidenten, und dahinter, auf der Piazza di Montecitorio, tagt das Parlament. Bei Demonstrationen können die Politiker durch einen unterirdischen Gang zwischen den beiden Häusern entfliehen. | Bus 63, 116, 119

Piazza Navona

Die barocke Arena ist noch heute der beliebteste Treffpunkt aller Römer. Eine herrschaftliche Bühne für arme Darsteller und reiche Selbstdarsteller, mäßige Maler und fliegende Händler, prominente Flaneure und Promenadenmischungen. Das Prunkstück der Piazza, die Fontana dei Quattro Fiumi, stammt von Bernini, der Neptunbrunnen im Norden von Giacomo della Porta. | Bus 40, 64, 70, 81, 116, 492

Sant'Agostino

Hinter der ausgewogenen Renaissancefassade, aus Blöcken des Kolosseums gebaut, warten ergreifende Kunstwerke, darunter die „Madonna del Parto“ von Jacopo Sansovino (1521). Und von der dritten Säule im Hauptschiff steigt Raffaels „Prophet Jesaja“ gen Himmel. In der ersten Kapelle links hängt die herausragende „Madonna der Pilger“ von Caravaggio (1605). | Tgl. 7.45-11 und 16-19.30 Uhr | Piazza S. Agostino | Bus 70, 81, 116, 492

San Luigi dei Francesi

Die Nationalkirche der Franzosen, dem hl. Ludwig geweiht, wurde 1518 begonnen, doch erst 1589 von Giacomo della Porta beendet. In der fünften Kapelle links hängen drei Bilder von Caravaggio. | Tgl. 8.30-12.30, Fr-Mi auch 15.30-19 Uhr | Piazza S. Luigi dei Francesi (hinterm Palazzo Madama) | Bus 70, 81, 87, 116, 492

Sant'Ignazio

Die geometrische Barockfassade ist ein Kontrapunkt zu den angrenzenden verschnörkelten Rokokohäusern. Im Innern der Jesuitenkirche, die dem Ordensgründer Ignatius von Loyola gewidmet ist, gelang Andrea Pozzo 1685 ein malerisches Kunststück. Die hohe Kuppel nämlich, die man von der Mitte des Hauptschiffs zu sehen glaubt, ist reine Illusion. | Tgl. 7.30-12.30 und 15-19 Uhr | Piazza S. Ignazio | Bus 62, 116, 117, 119

Santa Maria della Pace

Allein die Fassade ist einzigartig. Der kunstsinnige Papst Sixtus IV. hatte 1482 die Marienkirche bei der Piazza Navona zu einem barocken Kleinod gestalten lassen. Leider ist die Friedenskirche (pace=Frieden), wo Rafael in der Cappella Chigi seine berühmten Sybillen malte, in den letzten Jahren fast immer verschlossen. Der angrenzende Kreuzgang von Donato Bramante beherbergt seit zehn Jahren das Kulturzentrum Chiostro del Bramante mit einem Café im ersten Stock. | Arco della Pace 5 | Kirche: Via della Pace | Di-So 10-19.30 Uhr | Tel. 0668809098 | Bus 30, 40, 62, 64, 70, 116, 492

Santa Maria sopra Minerva

Die einzige gotische Kirche Roms, 1280 auf Resten des Minervatempels gebaut. Links vom Altar steht der kraftvolle Christus von Michelangelo (1521), der das Kreuz und die Marterwerkzeuge packt; das bronzene Lendentuch wurde ihm später aufgeschweißt. Berühmt sind die Fresken der Capella Caraffa zur Vita Thomas von Aquins von Filippo Lippi (1492) im rechten Querschiff.

Vor der Dominikanerkirche steht ein kleiner Elefant von Bernini mit einer viel zu großen Satteldecke: der „Floh von Minerva“. | Tgl. 7-18 Uhr | Piazza della Minerva | Bus 117, 119

Teatro Marcello

Erst seit kurzem ist das Teatro Marcello ein Archäologiepark und damit Tag und Nacht geöffnet. In den Ruinen des antiken Theaters, das von Julius Cäsar begonnen und von Augustus fertig gestellt wurde, finden heute klassische Konzerte statt. | Via del Teatro di Marcello 44 | Bus 30, 44, 63, 81, 95, 160, 170, 781

Via Giulia

Sie ist noch immer eine romantische Straße mit blühenden Zweigen, die über alten Gemäuern hängen, mit Brunnen und Torbögen. Der Renaissancepapst Julius II. ließ seinen Baumeistern freie Hand bei der Gestaltung der herrschaftlichen Zeile. Viele Paläste gehörten den Medici und anderen Florentinern. Im Haus Nr. 85 lebte Hofmaler Raffael mit seiner jeweiligen Geliebten, in Nr. 66 Baumeister Antonio Sangallo. Und die Nr. 93 war der Palast des späteren Papsts Paul III. | Bus 116

Ara Pacis Augustae

Eine ultramoderne Stahl-Glaskonstruktion über dem 2000 Jahre alten Friedensaltar des Kaiser Augustus' - am Projekt des US-Stararchitekten Richard Meier hagelte es Kritik wie einst an der Glaspyramide des Pariser Louvre. Doch nach zehn Jahren Pannen, Possen und Protesten hat die Ara Pacis nun endlich ein neues Zuhause. | Di-So 9-19 Uhr | Eintritt 6,50 Euro | Via di Ripetta | Bus 70, 81, 117

Casa de Chirico

Als ob er jeden Moment zurückkommt! Nach dem Tod des surrealistischen Malers Giorgio de Chirico wurde seine bohemehafte Wohnung zum Museum umgewandelt. | Mo-Fr 10-13 Uhr, nur nach Anmeldung | Tel. 066796546 | Eintritt 5 Euro | Piazza di Spagna 31 | Metro A: Spagna | Bus 117

Casa di Goethe

„O, wie fühl ich in Rom mich so froh! Gedenk ich der Zeiten, da mich ein graulicher Tag hinten im Norden umfing“, sprach der Aussteiger aus Weimar, der 1786/87 gute 15 Monate in Rom weilte. Der prominente Dichter genoss sein Römerleben unter dem Pseudonym Filippo Möller. Seit zehn Jahren ist die Wohnung, die der Geheimrat mit seinem Malerfreund Heinrich W. Tischbein teilte, Museum und Kulturforum. | Di-So 10-18 Uhr | Eintritt 4 Euro | Via del Corso 18 | www.casadigoethe.it | Bus 117, 119

Fontana del Tritone

Hoch oben auf der Muschelschale, gehalten von vier grazilen Delphinen, sitzt der Tritone und bläst eine Fontäne aus seinem Muschelhorn. Gianlorenzo Bernini schuf 1637 diesen wie auch den zweiten Brunnen der Piazza, die Fontana delle Api von 1644. Dort, an der Ecke Via Veneto/Via Basilio, sprudelt das Wasser aus drei Bienen, den Wappentieren der Barberini - einer Familie, aus der viele kunstsinnige Päpste stammen. | Piazza Barberini | Metro A Barberini

Fontana dell'Acqua Felice

Grimmig schaut der marmorne Moses aus dem Dreierbogen, wo die Quelle sprudelt, besänftigend dagegen die vier schwarzen Löwen zu seinen Füßen. Besonders nachts wirkt der 1588 von Domenico Fontana geschaffene Brunnen sehr suggestiv. | Piazza S. Bernardo | Bus 60, 61

Fontana della Barcaccia

Pietro Bernini, Vater des berühmteren Gianlorenzo, ließ am Fuß der Spanischen Treppe 1629 einen Brunnen in Form einer Barkasse bauen, der an einen hier gestrandeten Kahn erinnert. | Piazza di Spagna | Metro A Spagna

Fontana di Trevi

Roms beliebteste Wasserorgel steht auf einem kleinen Platz, umgeben von sechsstöckigen Palazzi. Mit dem Bau schufen sich die Barockpäpste 1750 ein letztes großes Denkmal, denn ihre Macht im Kirchenstaat schwand dahin. Meeresgott Ozeanus braust mit zwei Pferden durch einen Triumphbogen heran. Nicht nur Touristen werfen eine Münze in das Becken, um irgendwann nach Rom zurückzukommen. | Piazza di Trevi | Bus 62, 63, 81, 85, 95, 116, 119, 492

Galleria Borghese

Wunder gibt es, aber die dauern in Rom etwas länger: Nach siebzehnjähriger Restaurierung wurde das barocke Lustschlösschen des Kardinals Scipione Borghese, der nicht nur ein Förderer des jungen Gianlorenzo Bernini, sondern einer der größten Kunstmäzene der Welt war, wieder eröffnet. Im Erdgeschoss sehen Sie Berninis Skulpturen „Daphne und Apoll“, „David“, der „Raub der Proserpina“ und die strahlende Nacktheit der „Paolina Borghese“, Schwester Napoleons, von Antonio Canova. Im ersten Stock hängt die berühmte Gemäldesammlung des Kardinals, darunter Werke von Lucas Cranach d. Ä., Tizian, Paul Veronese, Raffael, Peter Paul Rubens und Caravaggio. | Di-So 9-19 Uhr nur mit Vorbestellung (ital. und engl.) Tel. 06328101 oder www.ticketeria.it | | Fax 0632651329 | Eintritt 6,50 Euro plus 2 Euro Buchungsgebühr | Piazza Scipione Borghese 5 | www.galleriaborghese.it | Bus 52, 53, 116, 490, 495

Galleria Nazionale d'Arte Antica a Palazzo Barberini

So manch ein Tizian oder Tintoretto muss im Keller bleiben, weil in den barocken Sälen die Herren Offiziere tafeln. Das italienische Heer hat nämlich einen Großteil des Palazzo Barberini als Offizierskasino besetzt. In der Museumshälfte können Sie jedoch Meisterwerke wie die „Fornarina“ von Raffael, „Narziss an der Quelle“ von Caravaggio oder „Heinrich VIII.“ von Hans Holbein sehen. Für die Besichtigung der Säle des 18. Jhs. bitte vorbuchen: Tel. 064824184 oder www.ticketeria.it. | Di-So 9 bis 19 Uhr | Eintritt 5 Euro | Via Quattro Fontane 13 | www.galleriaborghese.it | Bus 62, 63, 116

Galleria Nazionale d'Arte Moderna

Ein Überblick der Kunst des 19./20. Jhs. mit Werken u.a. von Giorgio de Chirico, Gustav Klimt, Vincent van Gogh und Henry Moore. Gut bestückter, witziger Museumsshop: Libreria Gnam. | Di-So 9-19.30 Uhr | Eintritt 8,30 Euro | Viale delle Belle Arti 131 | www.gnam.arti.beniculturali.it | Tram 3, 19

Mausoleo di Augusto

Das runde Augustusmausoleum, 27v. Chr. gebaut, war nicht nur für Augustus, sondern für die ganze Familie Giulio-Claudia, der auch Caesar angehörte, bestimmt. Die res gestae, der Rechenschaftsbericht des Friedenskaisers Augustus am Eingang, ging verloren, aber eine Abschrift ist erhalten. | Keine Innenbesichtigung | Piazza Augusto Imperatore | Bus 70, 81, 117, 492, 628

Museo Nazionale Etrusco di Villa Giulia

Die Sommerfrische, die sich Papst Julius III. 1550-55 bauen ließ, beherbergt seit 1889 etruskische Funde aus den Nekropolen in Latium, Umbrien und vor allem der Toskana: Gläser, Schmuck, Grabbeigaben und Sarkophage. Im Garten die Rekonstruktion eines Tempels aus Alatri. | Di-So 8.30 bis 19.30 Uhr | Eintritt 4 Euro | Piazzale di Villa Giulia 9 | Tram/Bus 3

Museo dei Padri Cappuccini

An der Via Veneto können Sie einen makabren, aber sehr ökonomischen Totenkult betrachten. Schädel auf Schädel, Knöchlein auf Knöchlein, so haben die Kapuziner etwa 4000 Ordensbrüder in früheren Jahrhunderten in Grabkammern unter Santa Maria della Concezione bestattet. | Fr-Mi 9-12 und 15-18 Uhr | Eintritt frei | Via Veneto 27 | Bus 58, 63, 116

Palazzo del Quirinale

Eine Sommerresidenz, die bequemer, luftiger und moderner sein sollte als der Vatikan, wünschte sich einst Papst Gregor XIII. (1572-85). Nach der italienischen Einigung war der Renaissancepalast Sitz der italienischen Könige, heute spaziert der Staatspräsident durch die schönen Barockgärten. Einige Repräsentationssäle und die Barockgärten sind sonntags für Besucher geöffnet. | So 8.30-12 Uhr, Juli/Aug. geschl. | Eintritt frei | www.quirinale.it | Piazza del Quirinale | Bus 64, 70, 117, 170

Piazza del Popolo

Die große Renaissancepiazza war Empfangsraum für alle, die über die Via Cassia oder die Via Flaminia kamen. Als Königin Christina von Schweden 1655 ante portas stand, hatte Bernini gerade das Renaissance-Tor von Michelangelo umgebaut. Giuseppe Valadier schuf 1830 die klassizistischen Treppen und Galerien zum Pincio hinauf. | Metro A Flaminio | Bus 117

Pincio

Es gibt wohl kein römisches Liebespaar und keinen Touristen, der nicht einmal den Sonnenuntergang vom Pincio aus genossen hat. Unter Ihnen liegt die Piazza del Popolo mit den Zwillingskirchen Santa Maria dei Miracoli und Santa Maria in Montesanto, die von oben interessanter als von innen aussehen. Und in der Ferne ist der grüne Streifen des Tiberufers und die Kuppel von San Pietro auszumachen. | Metro A Spagna oder Flaminio

Porta Pia

Das Stadttor, ein Spätwerk Michelangelos, kennt in Italien jedes Kind, denn hier schlugen die italienischen Einheitstruppen am 20. September 1870 eine Bresche in die Mauer und eroberten das päpstliche Rom: Es war die Geburtsstunde der italienischen Republik, während der Papst sich grollend in den Vatikan zurückzog. | Piazza Porta Pia | Bus 60, 61, 62, 84, 90, 490, 495

San Carlo

Nur einige Schritte von Berninis Kirche Sant'Andrea al Quirinale hat sein Konkurrent Borromini bereits 1638 ein barockes Schmuckstück mit einer ovalen Kuppel begonnen, an dem er bis zu seinem Tod 1657 arbeitete. Die konkav und konvex geschwungene Fassade mit dem Engelsmedaillon ist ein Meisterwerk des Architekten. | Mo-Fr 10-13 und 15-17, Sa 10-13, So 10.30-13 Uhr | Via del Quirinale/Via delle Quattro Fontane | Bus 40, 64, 70, 117

Sant'Andrea al Quirinale

Die beliebte Hochzeitskirche, ein barockes Spätwerk von Gianlorenzo Bernini, erbaut 1658-70, wirkt mit ihrem ungewöhnlichen, da querovalen Grundriss wie ein Salon in Altrosa, Gold und Weiß. | Mi-Mo 9-12 und 16-19 Uhr | Via del Quirinale | Bus 64, 65, 117

Santa Maria del Popolo

Gleich hinter der Porta del Popolo liegt die Augustinerkirche, in der schon Martin Luther 1510 mit seinen Ordensbrüdern die Messe zelebrierte. Im Innern erwartet die Besucher ein Kunstrausch: Die Fresken im Chor und in der Cappella Rovere schuf Pinturicchio; in der Cappella Cerasi, links vom Altar, hängen die „Bekehrung des Paulus“ und die „Kreuzigung Petri“ von Caravaggio; die Cappella Chigi, zweite von rechts, hat Raffael im Auftrag einer Bankiersfamilie ausgeschmückt; im Chor zwei Grabmäler von Andrea Sansovino; die Marmorfiguren des Hochaltars, der die „Madonna del Popolo“ trägt, sind von Bernini und Lorenzetto. | Mo-Sa 7-12 und 16-19, So 8-13.30 und 16.30-19.30 Uhr | Piazza del Popolo | Metro A Flaminio

Scalinata Trinità dei Monti

Die beschwingten Balustraden der Spanischen Treppe unter der französischen Kirche Trinità dei Monti sind das Ergebnis eines jahrzehntelangen Streits zwischen den Päpsten und der französischen Krone. Die Franzosen finanzierten den Aufgang zu ihrer Nationalkirche, der Sonnenkönig Ludwig XIV. hätte sich am liebsten selbst auf der Piazza di Spagna ein Denkmal gesetzt. Aber die Päpste brachten schließlich ihre Version durch und ließen 1723 die elegante Treppenanlage von Alessandro Specchi und Francesco de Sanctis schaffen. Früher war sie von der internationalen Jugendszene beherrscht, doch heute ist Essen, Trinken, Kiffen und Gitarrespielen verboten, Flirten jedoch erlaubt. | Metro A Spagna | Bus 116

Scuderie Papali

Wo früher die Rösser in den päpstlichen Stallungen schnaubten, können Sie nun interessante Wechselausstellungen sehen. | Öffnungzeiten und Eintritte richten sich nach der jeweiligen Ausstellung | Via XXIV Maggio 16 | Bus 60, 64, 70, 71, 117, 170

Via Condotti

Zwischen dem lauten Corso und der Spanischen Treppe befindet sich Roms teuerste und eleganteste Geschäftsstraße. Auch die parallel liegenden Via Borgognona und Via Vittoria bieten das Feinste vom Feinen der Modebranche. Wenn Sie Ihren Blick mehr auf die flanierenden Römer neben Ihnen werfen, steuern Sie an den sündhaft teuren Versuchungen in den Boutiquen gut vorbei. | Bus 117

Via del Corso

Am schmalen Corso, der im Mittelalter Via Lata, „breite Straße“, hieß, bauten die Adeligen ihre Paläste. Statt von Kutschen wird sie heute trotz Innenstadtsperrung massenhaft von Bussen, Taxen und Regierungslimousinen beherrscht. Nur zur Piazza del Popolo hin ist sie verkehrsberuhigt. Junge Mode hat sich in den Geschäften ausgebreitet. So ist der alte Corso für die jungen Römer zur Flanierstraße geworden. | Bus 62, 63, 117, 119

Villa Borghese

In Roms zweitgrößtem Park lässt es sich gut nach dem Kunstgenuss in der Galleria Borghese erholen, etwa beim Inlineskaten, Fahrrad- und Rikschafahren, oder Sie verfolgen im Mai das Reitturnier auf der Piazza di Siena. Der im nördlichen Teil liegende frühere Zoo ist nun ein Biopark mit vielen einheimischen Tieren vom Frosch bis zur römischen Wölfin (April-Okt. tgl. 9.30-19 | sonst 9.30-17 Uhr | Eintritt 8,50 Euro). | Via Pinciana | Bus 52, 53, 116, 490, 495 | Tram 19, 3

Camposanto Teutonico

Sie erreichen diese urdeutsche Gedenkstätte durch den Eingang hinter der linken Kolonnade von San Pietro. Beim Zauberwort „Camposanto Teutonico“ lassen die Schweizergarden Sie ungehindert passieren. Auf dem kleinen Friedhof vor dem Collegio Teutonico ruhen Künstler wie Stefan Andres, der Archäologe Ludwig Curtius und so mancher deutsche Pilger, der Rom besuchte und nie wieder verließ. | Mo-Sa 7-12 Uhr | Piazza S. Pietro | Bus 40, 64

Castel Sant'Angelo

Die Engelsburg, die Fluchtburg der Päpste, wurde auf dem zylinderförmigen Mausoleum Kaiser Hadrians (117-138 n. Chr.) gebaut. Ihren Namen verdankt sie einer Legende: Weihnachten 590, auf dem Höhepunkt einer Pestwelle, erschien Papst Gregor I. der Erzengel Michael, der sein Schwert in die Scheide steckte. Damit, o Wunder, war die Pest gebannt. Seit 1281 ist die Burg durch einen überdachten Gang mit dem Vatikan verbunden. Hinter den kolossalen Mauern verbergen sich die Prunkräume der Päpste, Magazine und wenig engelhafte Folterkeller für die Ketzer. Von der Zinne hat man einen herrlichen Ausblick. | Di-So 9-19 Uhr | Eintritt 8 Euro | Bus 23, 40, 62

Galleria Nazionale Villa Farnesina

Als Raffael das Fresko „Amor und Psyche“ malte, soll ihm die Geliebte des Hausherrn, Bankier Chigi, Modell gestanden haben. Auch der restaurierte Renaissancebau der Villa Farnesina, den Agostino Chigi 1508 von Baldassare Peruzzi bauen ließ, sowie die frühen Perspektivfresken Peruzzis sind sehenswert. | Mo-Sa 9-13 Uhr | Eintritt 4,10 Euro | Via della Lungara 230 | Bus 23, 280

Gianicolo

Kein Hochhaus und kein Fernsehturm verstellen Ihnen den schönen Blick vom Gianicolo - geweiht dem doppelgesichtigen Gott Janus - auf die Kuppeln, Kirchen und Paläste Roms. Hier steht auch der italienische Freiheitsheld Giuseppe Garibaldi, der 1849 auf dieser Anhöhe gegen die französischen Truppen kämpfte. | Bus 75, 115, 870

Giardini Vaticani

Die Vatikanischen Gärten nehmen einen großen Teil des Vatikanstaats ein. In ihnen befinden sich neben einigen Zweckbauten auch die Casina, das Sommerhaus Pius IV. von 1561, die päpstliche Akadamie der Wissenschaften sowie der Radiosender des Vatikans (zweistündige Einzelführungen Di, Do und Sa 10 Uhr nur mit Anmeldung im Ufficio Visite Guidate | linke Kolonne Petersplatz | Tel. 0669884676 | Preis 12 Euro | visiteguidate.musei@scv.va).

Der Besuch der Necropoli di Santa Rosa, einer altrömischen Totenstadt, die erst kürzlich unter dem Vatikanparkplatz entdeckt wurde, ist nur in Gruppen nach schriftliche Anmeldung beim Ufficio Visite Speciali der Vatikanischen Museen möglich (Fr/Sa | Eintritt 5 Euro | Tel. 0669884947 | Fax 0669881573 | visitespeciali.musei@scv.va).

Musei Vaticani/Vatikanische Museen

Sie sind die größten Museen der Welt, beherbergen Kunstwerke in über 1400 Räumen. Hier gibt es alles: ägyptische Mumien, edle griechische Plastiken, römische Mosaiken, Sarkophage, Manuskripte, unzählige Gemälde, das berühmteste aller Geheimarchive, ethnologische Raritäten der Missionare, die Reisewagen inklusive Mercedes 600 der Päpste und natürlich die Sixtinische Kapelle, die Stanzen von Raffael und die Laokoongruppe. Die Biblioteca Apostolica besitzt 60000 wertvolle Handschriften, 7000 Inkunabeln und rund 800000 Drucke. Im 20. Jh. wurden die Museen noch um die Völkerkundliche Sammlung aus den Missionsländern und die Collezione d'Arte Religiosa Moderna, die Papst Paul VI. 1973 anlegen ließ, erweitert. Sie enthält Werke von Marc Chagall, Paul Klee, Wassily Kandinsky, Otto Dix und Giorgio de Chirico.

Der einzigartige Kunstparcours durch die 14 Museen mit 50000 Objekten ist 7 km lang. Um diesen kulturellen Marathon auch zu genießen, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Sie kommen an mehreren Tagen, oder Sie haben Mut zur Lücke und wählen einen der kürzeren Rundgänge, der aber wie alle anderen zum Schluss zu Raffaels Stanzen und durch die Sixtinische Kapelle führt. Alle Wege sind Einbahnstraßen, um die 2 Mio. Besucher im Jahr ohne größere Staus hindurchzuschleusen. | März-Okt. Mo-Sa 8.45-15.45, letzter Einlass 14.20 Uhr, Nov.-Feb. Mo-Sa 8.45-13.45, letzter Einlass 12.20 Uhr | Eintritt 12 Euro, letzter So im Monat 9-13.45 Uhr gratis | www.vatican.va | www.christusrex.org | Eingang: Viale Vaticano (10 Minuten zu Fuß vom Petersplatz) | Metro A Cipro-Musei Vaticani | Bus 32, 81, 98

Appartamento Borgia

Pinturicchio malte die Gemächer (1492-95) des Borgiapapsts Alexander VI. aus. Hier soll Cesare Borgia, Sohn des Papsts, seinen Schwager, Alfonso d'Aragon, im Jahr 1500 ermordet haben.

Cappella Sistina

„Es ist wie die erste Reise zum Mond“, hatte der Chefrestaurator der Sixtinischen Kapelle, Fabrizio Mancinelli, prophezeit, „danach wird die Kunstwelt verändert sein.“ Tatsächlich kam bei der Restaurierung des künstlerischen Heiligtums in den 1990er-Jahren ein ganz neuer Michelangelo zum Vorschein. Nachdem Schichten von Kerzenruß und Staub entfernt waren, erstrahlten alle Figuren der Schöpfungsgeschichte an der Decke der päpstlichen Hauskapelle in lindgrünen, helllila oder orangefarbenen Gewändern. Der größte Renaissancemaler - auch Il Divino, der „Göttliche“, genannt - entpuppte sich als Manierist in Pop-Art-Farben. Die Kunstwelt stand Kopf.

1508-12 hatte Michelangelo Buonarroti (1475-1564) die Decke mit ihrer Gesamtlänge von 41 m ganz allein in Freskotechnik ausgeführt, nicht liegend, wie die Legende besagt, sondern über Kopf, mit einem Kerzenlicht am Hut. Fast 30 Jahre später, als nunmehr 60-Jähriger, beauftragte ihn Papst Paul III. noch mit dem „Jüngsten Gericht“ an der Stirnseite der Kapelle. Doch schon damals war dessen Enthüllung Weihnachten 1541 ein Skandal: Zum Vorschein kam ein nackter Christus, der mit einer machtvollen Geste einen Wirbel von ebenfalls nackten Heiligen, Auserwählten, Auferstandenen und Verdammten um sich zieht, ein grandioser Schlussakt Michelangelos. Dann stand die Gegenreformation vor der Tür - Glück für uns, dass die frommen Reformatoren das Werk nicht gleich wieder zerstörten. Allerdings musste Michelangelos Schüler Daniele de Volterra den Nackten einige Tücher um die edlen Teile malen.

Bei der Restaurierung des „Jüngsten Gerichts“ 453 Jahre später gab es endlich mal keinen Skandal, nur Applaus. Der Vatikan hatte sich nämlich bei der delikaten Frage um die Lendentücher mit einem geschickten „Jein“ aus der Affäre gezogen. Immerhin 17 der 40 auferzwungenen Lendenschurze durften die Restauratoren abwaschen. Eine späte Genugtuung für Michelangelo, Il Divino.

Museo Chiaramonti

Im Auftrag von Papst Pius VII., Barnaba Chiaramonti (1800-25), richtete der Bildhauer Antonio Canova Anfang des 19. Jhs. diesen Gang mit rund 1000 Skulpturen der Antike ein: ein Defilee vorbei an Statuen und Köpfen von Augustus, Caesar, Titus, Trajan, Demosthenes, Athene und der Skulptur des hingelagerten „Nil mit seinen 16 Kindern“, Personifikation des Stroms und seiner Mündungsarme.

Museo Gregoriano Egizio

Das päpstliche ägyptische Museum zeigt Mumien und Statuen, die in Ägypten im Laufe des 19. und 20. Jhs. ausgegraben wurden oder aus der Villa Hadrian in Tivoli - Kaiser Hadrian (117-138 n. Chr.) war ein großer Ägyptenliebhaber - herbeigeschafft wurden.

Museo Pio Clementino

1506 schickte Papst Julius II. seinen Hofbildhauer Michelangelo persönlich ins Goldene Haus, um die im Schutt gefundene Laokoongruppe (2. Jh. v. Chr.) zu begutachten: Grundstein für die umfangreichste Antikensammlung der Welt mit erlesenen griechischen und römischen Originalen. Im Cortile del Belvedere (Belvederehof) stehen der „Apoll von Belvedere“ (4. Jh. v. Chr.) und die 1506 aufgefundene „Laokoongruppe“ (2. Jh. v. Chr.). Schon Michelangelo rühmte den „Torso von Belvedere“ im Atrio del Torso in höchsten Tönen. Eine weitere Berühmtheit ist die römische Kopie der „Venus von Praxiteles“ (4. Jh. v. Chr.).

Pinacoteca

Gezeigt werden in chronologischer Abfolge Gemälde vom Mittelalter bis zum späten 19. Jh., 18 Säle mit Werken von Giotto, Fra Beato Angelico, Filippo Lippi, Lukas Cranach, Perugino, Raffael, Leonardo da Vinci, Pietro da Cortona, Tizian, Paolo Veronese, Caravaggio und Anthonis van Dyck.

Stanze e Logge di Raffaello

Vier Säle ließ sich Papst Julius II. von Raffael ausmalen, die so genannten Stanzen, und die dazugehörigen Loggien sind ein Höhepunkt der italienischen Renaissancemalerei. Raffaels Fresko der „Schule von Athen“ - in dessen Mittelpunkt die Philosophen Plato und Aristoteles vor imposanter Renaissancearchitektur stehen - und sein dramatischer „Borgobrand“ leuchten in frisch restaurierten Farben. Die zwölf Arkaden der Loggien malte Raffael mit antikisierenden Groteskenbändern und Szenen aus dem Alten Testament aus, nur ein einziges Fresko entstammt dem Neuen Testament.

Piazza San Pietro

Der 1667 vollendete Petersplatz ist ein Meisterwerk - auch der optischen Illusionen. Denn der kreisförmig anmutende Platz ist in Wirklichkeit eine Ellipse und das flach wirkende Rechteck vor dem Dom ein 4 m ansteigendes Trapez. Von den kleinen Marmorplatten links und rechts des Brunnens betrachtet, verschmelzen die vier Säulenreihen zu einer einzigen Kolonne. Die halbkreisförmigen Kolonnadenkränze, mit 140 Heiligen bestückt, wirken wie einladende Arme. So erreichte Barockbaumeister Gianlorenzo Bernini sein Ziel: Michelangelos perfekte Kuppel, die hinter der missproportionierten Domfassade von Carlo Maderno fast verschwand, rückte wieder in den Mittelpunkt. Bernini war sich dessen bewusst, denn er versprach: „Über mich sollt ihr nur von großartigen Werken erzählen“. | Bus 46, 64, 98

San Pietro

Der Petersdom ist ein einziger Superlativ. Die Kirche bedeckt zweieinhalbmal die Fläche des Kölner Doms, misst 211 m Länge, 186 m an ihrer breitesten Stelle und 132 m Höhe. Das Gotteshaus kann 60000 Menschen aufnehmen. 1506 beauftragte Papst Julius II. Donato Bramante mit dem Bau einer dreischiffigen Kathedrale an Stelle der antiken Basilika, die Konstantin über dem Grab Petri errichtet hatte. In der 120-jährigen Baugeschichte brachten die besten Baumeister Italiens viele einander widersprechende Modelle ein: Bramante plante als Grundriss ein griechisches Kreuz mit einer mächtigen Kuppel, das auf Wunsch nachfolgender Päpste in ein langschenkliges Kreuz verwandelt wurde. Das Langhaus war noch nicht fertig, als Michelangelo 1546 Bramantes Ideen wieder aufnahm und eine große Kuppel nach dem Vorbild des Florentiner Doms begann. Papst Paul V. schwebte wiederum das längste Langhaus der Christenheit vor. Er beauftragte Carlo Maderno mit dem Anbau und der Fassade, die dann aber die Sicht auf die Kuppel einschränkte.

Im Kircheninnern gleich rechts stehen Sie vor der Heiligen Pforte, die nur in heiligen Jahren geöffnet wird. Michelangelos „Pietà“, erste Seitenkapelle rechts, steht - seit ihr 1972 ein Geistesgestörter die Nase abschlug - hinter schusssicherem Glas. Am Pfeiler des heiligen Longinius glänzt der Fuß der Bronzestatue St. Peters, ganz blank von den vielen Küssen der Pilger. Eine Marmortreppe vor dem Papstaltar führt zum Grab Petri und der letzten Ruhestätte von Johannes Paul II., darüber wölbt sich der schwere Bronzebaldachin von Bernini. Wegen des großen Zulaufs befindet sich der eigentliche Eingang zu den Papstgräbern und den Vatikanischen Grotten jetzt im rechten Seitenschiff.

In der Apsis finden Sie zwei weitere Werke Berninis: den Kathedraaltar, der den „Heiligen Stuhl“ enthält, und das Grab des Barberini-Papsts Urbans VIII. Links im Langschiff liegt der Eingang zur Sakristei und zum Vatikanschatz.

Rechts vom Petersdom befindet sich der Aufzug zum Dach, gefolgt von 320 steilen Stufen hinauf zur Kuppel, von der Sie einen herrlichen Blick über Rom genießen können. | Kirche tgl. 7-19, im Winter bis 18 Uhr, Sakristei 9-18, im Winter bis 14.30 Uhr, Dach und Kuppel 9-18 Uhr | Eintritt 2,50 Euro | Eintritt 5 Euro, Sicherheitskontrollen unter rechten Kolonnen (bitte unbedingt dezente Kleidung: bedeckte Schultern und lange Hosen!), mit Lift 7 Euro | Bus 40, 62, 64 | Metro A Ottaviano

Via della Conciliazione

Früher standen Pilger nach dem Marsch durch die kleinen Gässchen des Borgo Pio plötzlich vor dem ehrwürdigen Petersplatz. 1937 schlug Benito Mussolini eine breite Schneise durch das Borgo und erfüllte mit der repräsentativen Zufahrtsstraße vom Tiber den Päpsten einen alten Wunsch. Die „Straße der Versöhnung“ erinnert an den Abschluss der Lateranverträge 1929, die den Frieden zwischen Papst und italienischem Einheitsstaat besiegelten. | Bus 23, 40, 62

Villa Doria Pamphili

Roms größter Park wurde 1960 durch die eilig zu den Olympischen Spielen gebaute Verbindungsstraße, die Via Olimpia, zerschnitten. Dort, wo Caesar für Kleopatra eine Villa bauen ließ, errichtete sich 1644 Camillo Pamphili, der Neffe von Papst Innozenz X., im Palladiostil sein Lustschloss. Heute wird es für offizielle Anlässe genutzt. | Eingänge: Via di S. Pancrazio, Via Aurelia Antica, Via Vitelia | Bus 44, 870

Cimitero Protestante

Der romantische Friedhof hinter der Cestiuspyramide stand auch Anglikanern offen. Hier liegen John Keats und Percy Shelley, Goethes Sohn August, Antonio Gramsci und Henriette Hertz, Gründerin der kunsthistorischen Biblioteca Hertziana. | Do-Di 9-13 und 16-18 Uhr | Via Caio Cestio | Metro B Piramide | Bus 60, 75, 118, 715 | Tram/Bus 3

Isola Tiberina

Die wie ein Kahn geformte Tiberinsel war schon in der Antike dem Heilgott Asklepios geweiht. Auf den Resten des Tempels ließ Kaiser Otto III. um das Jahr 1000 die Kirche San Bartolomeo errichten. Das geistliche Hospital Fatebenefratelli bewahrt die medizinische Tradition bis heute. | Ponte Fabrizio, Ponte Cestio | Bus 23, 30, 81, 63, 271, 280 | Tram 8

Monte Testaccio

Der 39 m hohe Hügel Testaccio besteht tatsächlich ganz aus jahrtausendealten Scherben. Hier lagen nämlich die Großmarkthallen des alten Roms. Und da die Händler in Amphoren, nicht in Tüten verkauften, entstand diese Ökohalde der Geschichte. Bei ein- bis zweiwöchiger Voranmeldung macht das Denkmalschutzamt eine kleine Führung. | Via Galvani/Via Zabaglia | Tel. Anmeldung (ital. und engl): 0667102075 | Fax 066892115 | Metro B Piramide | Bus 60, 95, 673

Piazza dei Cavallieri di Malta

Ein Platz für Romantiker und Schlüssellochgucker. Der Architekt und Kunstdrucker Giovanni B. Piranesi schuf 1766 den Sitz des Malteserordens und den von Palmen und Zypressen umsäumten Platz auf dem höchsten Punkt des Aventin, wo sich seit eh und je Liebespärchen treffen. Schauen Sie einmal durch das eisenbeschlagene Schlüsselloch der grünen Holzpforte Nr. 4, das Buco di Roma, - und Sie erblicken in der Ferne Sankt Peter. | Metro B Circo Massimo | Bus 23, 30, 60, 75, 118 | 175 Tram

Piramide di Cestio

In der Antike war Ägypten so groß in Mode wie Italien heute. Und so ließ sich der Prätor und Volkstribun Caius Cestius 11 v. Chr. wie ein kleiner Pharao in einem spitzkegeligen Luxusgrab bestatten. | Piazza Ostiense | Metro B Piramide | Tram 3

Ponti del Tevere/Tiberbrücken

Ein Tiberspaziergang unter den grünen Platanen lohnt nur am Sonntag, wenn der Verkehr so spärlich dahinfließt wie der Fluss im Sommer. Unter den 21 Tiberbrücken sind vier ganz besondere: Ponte Fabrizio und Ponte Cestio sind die ältesten Brücken Roms und führen auf die Tiberinsel. Bus 23, 63, 280

Auf dem Ponte Milvio schlug Kaiser Konstantin 312 n. Chr. seinen ärgsten Feind und Widersacher Maxentius. Karl der Große, Martin Luther, Friedrich II. und Christina von Schweden zogen schon über den historischen Steg, den die Römer Ponte Molle, marode Brücke, nennen. | Bus 32, 280

Die schönste Brücke Roms, der Ponte S. Angelo, ist nur für Fußgänger und führt direkt vom historischen Zentrum zur Engelsburg. So können Sie die zehn Barockengel Berninis, die unterm wallenden Faltenwurf sehr kokett Bein zeigen, in Ruhe betrachten. | Bus 64

San Pietro in Montorio

Nach einer Legende soll Petrus in dieser Kirche gekreuzigt worden sein, doch die meisten Besucher zieht es zum zierlichen Tempietto von Bramante im Innenhof des angrenzenden Franziskanerklosters, ein Meisterwerk der Hochrenaissance in Kleinformat. In diesem Zentralbau mit seinen umlaufenden Säulen ist schon manche diskrete Hochzeit, versteckt vor der Öffentlichkeit, gefeiert worden. | Piazza San Pietro | in Montorio 2 | Bus 44, 115, 125

Santa Cecilia

Die kleine Kirche mit dem romanischen Turm ist der Heiligen Cäcilie gewidmet. Die junge Märtyrerin soll während der ganzen dreitägigen Folter durch die kaiserlichen Legionäre fröhlich gesungen haben, weshalb sie als Schutzheilige der Musik gilt. Unter dem Altar liegt die Marmorstatue der kleinen, fast zerbrechlich wirkenden Heiligen, die 1600 von Stefano Maderna geschaffen wurde. Im Kreuzgang sehen Sie die Fresken von Pietro Cavallinis Jüngstem Gericht aus dem 13. Jh. (nur Di/Do 10-12 Uhr | Eintritt 2,50 Euro). Von der Krypta aus gelangt man in das römische Wohnhaus, wo Cäcilie mit ihrem Mann Valerianus gelebt haben soll. | Basilika und römisches Wohnhaus: tgl. 10-12 und 14-17.30 Uhr | Wohnhaus: Eintritt 2 Euro | Piazza S. Cecilia 22 | Tram 8

Santa Maria in Trastevere

Hinter dem achteckigen Brunnen erhebt sich die Fassade der ältesten Marienkirche Roms aus dem 3. Jh. In der Sonne glänzt das Goldmosaik „Maria mit zehn heiligen Frauen“ (12. Jh.). Die schönsten Mosaiken schmücken die Apsis: Jesus überlebensgroß mit Maria und Heiligen. | Tgl. 9-20 Uhr | Piazza S. Maria | Trastevere | Bus H | Tram 8

Tevere/Tiber

Bis zu Goethes Zeiten war der Tiber voll schiffbar, in den 1920er-Jahren entstanden Kanuclubs und Badeanstalten. Heutzutage können Sie sich im Liegestuhl am künstlichen Strand sonnen oder - bei ausreichendem Wasserstand - den Papst mit dem Tiberschiff Acquabus besuchen (Haltestelle Engelsbrücke). Die Linienschiffe fahren acht Haltestellen von der Tiberinsel über die Engelsbrücke bis zum Stadion am Ponte Duca d'Aosta an. | Tgl. 7.30-14 und 16-20 Uhr alle 30 Min. | 1 Euro pro Fahrt, Tageskarte 2,30 Euro, kleine Kreuzfahrt 10 Euro | Abendessen an Bord 43 Euro (ab Engelsbrücke). Achtung: Fahrplan variiert kurzfristig und richtet sich nach dem Wasserstand | Vorbestellung Tel. 066789361 | www.batellidiroma.it

Campo Verano

Eine protzige Totenstadt mit vielen Marmorhäusern und Gipsengeln, die vor allem an Allerheiligen, wenn die Römer zu ihren Angehörigen wandeln und ihnen Blumen und Wein kredenzen, höchst lebendig wirkt. Eine bizarre Mischung aus Pomp, Picknick und Totengedenken. | Tgl. 9-18 Uhr | Piazzale S. Lorenzo fuori le Mura | Tram/Bus19, 3

Centrale Montemartini

Eine strahlend weiße Venus, die Aphrodite von Knidos, römische Kaiser, Feldherren und Philosophen im E-Werk zwischen verrußten Maschinen? Die reizvolle Unterbringung der Helden und Götter sollten Sie sich nicht entgehen lassen. | Di-So 9.30-19 Uhr | Eintritt 4,20 Euro | Kombiticket mit Musei Capitolini 8,30 Euro | Via Ostiense 106 | Metro B Piramide oder Garbatella | Bus 702, 716 | Tram/Bus 3

Dives in Misericordia

Ein Muss für wahre Architekturfans: Richard Meiers neuer Kirchenbau aus Glas und Beton im Tor Tre Teste. | Tgl. 7.30-12.30 und 15.30-19.30 Uhr | Stazione Termini Bus 14 bis Togliatti/Abele, dann Bus 556 | Via Tovaglieri | www.diopadremisericordioso.it

EUR - Esposizione Universale di Roma

Für die Weltausstellung 1942, die wegen des Zweiten Weltkriegs nicht stattfand, ließ Benito Mussolini auf halbem Weg zwischen Rom und Ostia ein geradezu futuristisches Viertel bauen, die Esposizione Universale di Roma. Schon von weitem sehen Sie den quaderförmigen Palazzo della Civiltà del Lavoro mit seinen 216 Fensternischen. Die Kuppel des Palazzo dei Congressi gehört zu den ästhetischen Beispielen faschistischer Architektur, ebenso wie das Museo della Civiltà Romana, welches zwar kein einziges Original, aber zahlreiche exzellente Kopien besitzt. | Metro B EUR Marconi, dann Bus 30, 170

Katakomben

Da nach dem Zwölftafelgesetz die Toten nicht innerhalb der Stadtmauern bestattet werden durften, boten sich die Tuffsteinhügel entlang den Ausfallstraßen als Gräber an - teils kilometerlange Stollen mit Wandnischen und Grabkammern. An der Via Appia Antica liegt beim Friedhof des heiligen Sebastian ein Talkessel, catacumba (griechisch: bei der Senkung) genannt. Der Name setzte sich für alle unterirdischen Totenstädte durch. | Achtung: Jan./Feb. oft geschl.

Domitilla: Mi-Mo 8.30-12 und 14.30-17.30 Uhr | Eintritt 5 Euro | Via delle Sette Chiese 283/Via Ardeatina | Bus 716 von Piazza Venezia | Archeobus von Stazione Termini (Piazza Cinquecento) 10-17 Uhr stündlich | Fahrpreis 8 Euro

Priscilla: Di-So 8.30-12 und 14.30-17.30 Uhr | Eintritt 5 Euro | Via Salaria 430 | Bus 63, 92, 235, 310, 630

Sant'Agnese fuori le Mura: Mo-Sa 9-12, Di-So 16-18 Uhr | Eintritt 5 Euro | Via Nomentana 349 | Bus 36, 60, 90

San Callisto: Do-Di 8.30-12 und 14.30-17 Uhr | Eintritt 5 Euro | Via Appia Antica 110 | Bus 716 von Piazza Venezia | Archeobus von Stazione Termini (Piazza Cinquecento) tgl. 10-17 Uhr stündlich | Fahrpreis 8 Euro

San Sebastiano: Mo-Sa 8.30-12 und 14.30-17.30 Uhr | Eintritt 4 Euro | Via Appia Antica 136 | Bus 716 von Piazza Venezia | Archeobus von Stazione Termini (Piazza Cinquecento) tgl. 10-17 Uhr stündlich | Fahrpreis 8 Euro

Macro Museo

Kunst des 20. Jhs. und Ausstellungen zeitgenössischer Werke in der Fabrikhalle der früheren Bierbrauerei Peroni, dazu diverse Veranstaltungen, auch in der Filiale am Testaccio, dem einstigen Schlachthof. | Di-So 9-19 Uhr | Eintritt 5,20 Euro | Via Reggio Emilia 54 | www.macro.roma.museum | Bus 63, 630

Mura Aureliane/Porta San Sebstiano

Noch heute ist der 19 km lange antike Mauerring um Rom, die Aurelianische Mauer, fast vollständig erhalten. Kaiser Aurelian ließ sie 271 n. Chr. aus Angst vor einem Überfall der Goten in großer Eile bauen: 8 m hoch, 18 Haupttore, 381 Wachtürme und 116 Bedürfnisanstalten. | Museo delle Mura Di-So 9-19 Uhr | Eintritt 2,60 Euro | Via Porta S. Sebastiano 18 | Bus 218 | Archeobus von Stazione Termini (Piazza Cinquecento) | Fahrpreis 8 Euro

Museo della Civiltà Romana

Das einzige Museum, das kein Original, aber viele erstklassige Kopien besitzt, darunter ein 40 m² großes Rommodell aus konstantinischer Zeit. | Di-So 9-14, So 9-13 Uhr | Eintritt 6,20 Euro | www.comune.roma.it | Piazza Giovanni Agnelli (EUR) | Metro B EUR Fermi | Bus 30, 170, 791

San Paolo fuori le Mura

Bei dem Brand von 1823 wurde die außerhalb der Stadtmauern gelegene Patriarchalsbasilika bis auf die Mosaike des Triumphbogens und das Ziborium über dem Altar zerstört. Die neoklassizistische Kirche samt angrenzendem Kreuzgang (14. Jh.) ist Ziel vieler Pilger. | Tgl. 7-18 Uhr | Via Ostiense 190 | Metro B S. Paolo | Bus 23, 128, 271, 60, 707, 761, 765, 766

Terme di Caracalla

Die Goten zerstörten 537 n. Chr. die luxuriösen Caracallathermen, die 300 Jahre zuvor Kaiser Caracalla erbaute, und in denen sich 1500 Badende gleichzeitig verlustieren konnten. Im Sommer finden hier Aufführungen des Teatro dell'Opera statt. | Di-So 9 Uhr bis eine Stunde vor Sonnenuntergang | Eintritt 6 Euro | Via delle Terme di Caracalla | Metro B Circo Massimo | Bus 118, 160, 714