Reisetipps Madeira
Sehenswertes Madeira
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Region: Ribeira Brava
Altstadt
Der historische Stadtkern liegt um die verkehrsberuhigte Rua do Visconde. Kleine Geschäfte bieten hier alles Alltagsnotwendige feil und haben mitunter sogar einen Schanktresen integriert. In einer schönen Gartenanlage mit hohen alten Bäumen versteckt sich die Câmara Municipal (Rathaus) - eine rosé getünchte Quinta aus dem späten 18. Jh.
Igreja de São Bento
Auffälligstes Merkmal der Pfarrkirche ist die Turmspitze mit weiß-blauem Kachelmuster und dem Kugelsymbol (Armillarsphäre) der portugiesischen Entdecker. Bereits um 1440 wurde der Grundstein gelegt; das Gotteshaus zählt somit zu den ältesten der Insel. Während der Barockzeit erhielt es allerdings ein völlig neues Gesicht. Original erhalten sind das von Portugals König Manuel I. gestiftete Taufbecken in der Kapelle rechts vom Eingang sowie die manuelinische Kanzel.
Museu Etnográfico da Madeira
Untergebracht ist das Volkskundemuseum in einem Herrenhaus des 15. Jhs., das ursprünglich dem Kloster Santa Clara gehörte. In stilvollem Rahmen werden alte Handwerke dokumentiert, Transportmethoden, Anbau- und Erntetechniken auf der Insel. In einem kleinen Souvenirshop können Sie hübsche, im Museum hergestellte Webarbeiten kaufen. Ein Teil des Museums dient als Galerie mit Wechselausstellungen zeitgenössischer Kunst. Mo geschl. | Eintritt 2,50 Euro | Rua São Francisco 24
Region: Machico
Banda d'Álem
Am östlichen Ufer des Ribeira da Machico beginnt das historische Fischerviertel. Um den von hohen indischen Lorbeerbäumen beschatteten Hauptplatz Largo dos Milagres mit dem unscheinbaren gleichnamigen Kirchlein entstanden Cafés und Geschäfte, doch Fischerei gehört noch immer zum Alltag. Wo einst eine kleine Werft war, auf der Holzboote gezimmert wurden, erstreckt sich zwar nun der neue Yachthafen, aber vom Kai an seiner Ostflanke laufen wie ehedem die Fischerboote aus.
Capela dos Milagres
João Zarco, so heißt es, gab um 1425 den Auftrag zum Bau der „Kapelle der Wunder“ - als erster Kirche Madeiras überhaupt. Die heutige Capela dos Milagres stammt allerdings von 1810. Die Vorgängerbauten fielen - bis auf Giebelwappen und Spitzbogenportal - einer Brand- und einer Flutkatastrophe zum Opfer. Seeleute fanden aber wunderbarerweise die vom Hochwasser ins Meer geschwemmte Christusstatue wieder. Ein Gemälde links des Altars schildert diese Begebenheit.
Festungen
Mit drei Forts versuchten die Bewohner Machicos im 18. Jh. ihre leicht zugängliche Bucht vor Piratenüberfällen zu schützen. Zwei sind erhalten: das restaurierte Forte de São João Baptista im Osten und das dreieckige Forte de Nossa Senhora do Amparo. Nur einen Steinwurf entfernt von Letzterem zieht sich die neue, fast 2 km lange Uferpromenade entlang, zwischen dem modernen Komplex des multifunktionalen Forum Machico und der Mündung des Machico-Flusses.
Nossa Senhora da Conceição
Die Stadtkirche wurde bereits im 15. Jh. errichtet. Das Seitenportal mit drei Marmorsäulen stiftete König Manuel I. Auch das Hauptportal trägt noch Verzierungen aus manuelinischer Zeit: fratzenhafte Gesichter, die das Böse und das Gute symbolisieren. Im Innern wurde das Gotteshaus während der Barockzeit kräftig umgestaltet, original erhalten sind nur die beiden Seitenkapellen. Eine von ihnen trägt das Wappen der Familie Teixeira. Auf dem Platz vor der Kirche steht die Statue von Tristão Vaz Teixeira, der von Machico aus den Ostteil Madeiras regierte.
Schräg gegenüber erhebt sich das Anfang des 20. Jhs. erbaute Rathaus. Es zeigt beide Stadtwappen: das historische, 1499 angeblich von König Manuel I. verliehene in Gestalt einer Armillarsphäre, eines alten astronomischen Geräts, und das Mitte des 20. Jhs. gewählte mit Bewässerungskanal und zwei Zuckerrohrpflanzen.
Region: Calheta
Capela dos Reis Magos
Die Dreikönigskapelle im Ortsteil Lombo dos Reis von Estreito da Calheta, dem Oberdorf, ist eines der wenigen noch nahezu unverfälscht erhaltenen Bauwerke aus manuelinischer Zeit. Leider ist die Kapelle meist verschlossen.
Casa das Mudas - Centro de Artes
In dem architektonisch kühnen Kunstzentrum werden nicht nur Ausstellungen jeglicher Art gezeigt, sondern auch regelmäßig internationale Kinofilme (meist Sa 17 u. 21 Uhr | 3 Euro). Das Restaurant mit Panoramaterrasse (Tel. 291827316 | €€) serviert zeitgenössisch interpretierte lokale und portugiesische Speisen. Di-So 10-19 Uhr | Eintritt 5 Euro | Vale dos Amores | Sítio da Vargem | Tel. 291822808
Igreja do Espírito Santo
Im 15. Jh. begonnen, wurde die Pfarrkirche mehrfach verändert. Aus den Anfängen stammen noch die Verzierungen am Portal. Sehenswert sind auch die im Mudéjar-Stil geschnitzte Decke und der Tabernakel aus Ebenholz und Silber im Seitenschiff.
Sociedade dos Engenhos da Calheta
Hinter dem komplizierten Namen verbirgt sich eine der wenigen noch intakten Zuckerrohrmühlen der Insel. Regelmäßig wird hier im Frühjahr mit historischen Gerätschaften Zuckerrohrschnaps (aguardente) gebrannt und mel de cana, Zuckerrohrhonig, hergestellt. Mit Probierstube (Verkostung 0,50 Euro) und Shop. Besichtigung ganzjährig Mo-Fr 8-20, Sa u. So 10-20 Uhr | Eintritt frei | Vila Calheta
Region: São Vicente
Capela de São Vicente
In den Felsen, der direkt in der Flussmündung des Ribeira de São Vicente steht, baute man 1692 eine winzige Kapelle, die dem hl. Vinzenz geweiht ist. Das markante Heiligtum ist auch auf einer portugiesischen Briefmarke wiedergegeben.
Grutas de São Vicente
Am Ortsausgang in Richtung Encumeada-Pass veranschaulichen die Grutas de São Vicente die geologische Vergangenheit Madeiras. Auf ca. 700 m Länge wurde hier ein vor 400000 Jahren - beim letzten Vulkanausbruch auf der Insel - entstandenes, Mitte des vorigen Jahrhunderts erstmals erforschtes Lavatunnelsystem für Besucher erschlossen. Hinzugekommen ist inzwischen ein modernes Centro do Vulcanismo, ein Pavillon, in dem Besucher u. a. eine virtuelle Reise ins geologische Herz Madeiras erleben und sich über den Vulkanismus auf der ganzen Welt informieren können (Führungen port./engl. tgl. 10-18 Uhr | Eintritt Grotte u. Pavillon 8 Euro | Sítio do pé do Passo | www.grutasecentrodovulcanismo.com). Zum Gelände gehört auch ein Pflanzenpark mit nahezu allen endemischen Küstengewächsen Madeiras (Eintritt frei).
Igreja de São Vicente
Altarraum und Seitenaltäre der Kirche aus dem 17. Jh. sind mit den typischen Goldschnitzereien (talha dourada) des portugiesischen Barocks ausgestattet. Die Wände ziert ein schöner Azulejo-Fries, und auf dem Deckengemälde im Hauptschiff sieht man den hl. Vinzenz, wie er den nach ihm benannten Ort segnet.
Region: Funchal
Avenida Arriaga
Kathedrale und Praça do Infante mit dem Denkmal von Heinrich dem Seefahrer bilden die Endpunkte der von Jakaranda-Bäumen überschatteten Flaniermeile der City. An ihrem Saum liegen das Anfang des 20. Jhs. erbaute Teatro Municipal, die ehemalige Handelskammer mit ihren traditionsreichen Azulejo-Bildern und der kleine Jardim Municipal, dessen erste Gewächse bereits um 1880 aus Paris und Porto eingeführt wurden. Ursprünglich standen an Stelle der mächtigen Stadtparkbäume die Ruinen eines Franziskanerklosters. Reste der dazugehörigen Nebengebäude finden sich noch innerhalb der Adegas de São Francisco, des Sitzes der Madeira Wine Company. Führungen Mo-Fr 10.30 u. 15.30, Sa 11 Uhr | Eintritt 4,50 Euro | Av. Arriaga 28 | www.madeirawinecompany.com
Avenida do Mar
Die „Straße des Meers“ ist zugleich Hauptverkehrsader und Flaniermeile. Zahlreiche Bushaltestellen liegen an ihrem Saum, an der Atlantikseite zieht sich die breite, begrünte Hafenpromenade entlang. Tags wie abends ist sie mit ihren Cafés und Restaurants auch bei den Einheimischen eine beliebte Adresse zum Bummeln. Große Kreuzfahrtschiffe liegen an der Mole, Yachten schaukeln auf den Wellen, darunter auch die berühmte, zum Lokal umgebaute „Vagrant“ der Beatles. Gegenüber, auf der Stadtseite, ragt die Fortaleza de São Lourenço auf und etwas weiter östlich die Alfândega Velha, das alte Zollamt, heute Sitz des Inselparlaments.
Casa Museu Frederico de Freitas
Die Villa aus dem 17. Jh. beherbergt wertvolle Möbel, alte Azulejos, religiöse und chinesische Kunst. Auch sammelte ihr früherer Besitzer gezeichnete und gemalte Ansichten seiner Heimat Madeira. Mo geschl. | Eintritt 2 Euro | Calçada de Santa Clara
Convento de Santa Clara
In dem Ende des 15. Jhs. für den Klarissinnenorden errichteten Klosterbau ist heute ein Kindergarten untergebracht. Die Wände der Klosterkirche sind ganz mit Azulejos aus dem frühen 17. Jh. bedeckt. In der Kirche befinden sich die Grabstätten der beiden Töchter João Zarcos sowie angeblich die von Zarco selbst. Eintritt 2 Euro | Calçada de Santa Clara
Fortaleza do pico
Die Anfang des 17. Jhs. erbaute Festung barg später die Seetelegrafenstation Funchal. Heute von der Seestreitmacht genutzt, bietet die Fortaleza einen der besten Ausblicke auf Madeiras Hauptstadt.
Fortaleza de São Lourenço
Das Fort, erbaut an der Stelle eines Wehrturms aus dem 16. Jh., gehörte zum Festungsgürtel, der Funchal vom 17. bis ins 19. Jh. umgab. Inzwischen dient es der Regierung als Residenz des Ministers der Republik sowie des Militärkommandanten. An bestimmten Tagen ist der Zutritt jedoch erlaubt (Di, Do), es gibt auch Führungen (Mi 10, Fr 15, Sa 10 und 11 Uhr). Zwischen Av. Arriaga und Av. do Mar, Eingang Av. de Zarco
Forte de São Tiago
Mit dem Bau der Festung am Ostrand der Bucht wurde 1614 begonnen, im 18. Jh. kamen weitere Gebäudeteile hinzu. Über Treppengänge gelangt man auf die Dachplattform, von der sich ein schöner Rundblick bietet. In den Obergeschossen wurde das Museu de Arte Contemporânea (Museum zeitgenössischer Kunst) eingerichtet. Dort können Sie Werke portugiesischer Künstler von den 60er-Jahren bis heute betrachten. Eintritt 3 Euro | Rua Portão de São Tiago
Igreja do Soccoro/Igreja de São Tiago
Einem Gelübde folgend, errichteten die Bewohner Funchals nach der Pestepidemie Anfang des 16. Jhs. an dieser Stelle eine Wallfahrtskapelle. Zwei Jahrhunderte später wurde dann die heutige „Kirche des Beistands“ gebaut. Sie besitzt die stilreinste Barockfassade aller Kirchen Madeiras. Rua de Santa Maria
Kathedrale Sé
Im Auftrag König Manuels I. zwischen 1485 und 1514 erbaut, ist die Hauptkirche Funchals eines der wenigen erhaltenen manuelinischen Gebäude der Stadt. Ihr Name leitet sich ab von sede do bispo, Sitz des Bischofs. Bekrönt von einer Turmspitze aus vielfarbigen Kachelschindeln zeigt sie eine schlichte Natursteinfassade, in der das majestätische Portal im gotischen Stil den Blickfang bildet. Die Apsisseite gibt sich verspielter: mit schraubenartig gedrechselten Türmchen und einer verschnörkelten Brüstung. Im düsteren Inneren besticht vor allem die aus dem 16. Jh. stammende Holzdecke mit ihren Elfenbeinintarsien. Rua da Sé
Madeira Story Center
Interaktives Museum, das seine Besucher auf eine virtuelle Reise zu den Anfängen Madeiras schickt und sie teilhaben lässt an den wichtigsten historischen Ereignissen des Archipels. Eintritt 10 Euro | Rua Don Carlos I 27-29 | www.storycentre.com
Mercado dos Lavradores
Erst 1941 errichtet, allerdings mit deutlichen Reminiszenzen an den Stil des Art déco, zeigt der „Markt der Arbeiter“ vor allem im Eingangsbereich schöne, großformatige Azulejo-Bilder. Die eigentliche Attraktion ist jedoch die Fülle der Produkte. So mancher Verkäufer verhält sich jedoch aufdringlich und verlangt nach dem Probebissen vom ahnungslosen Touristen Fantasiepreise für seine Ware. Im Erdgeschoss liegen um den Innenhof Metzgereien, Wein- und Korbwarenläden sowie der Stand einer Schuhfabrik, in der typische Folklorestiefel und auch Sandalen hergestellt werden. Aus dem Hof führen einige Stufen hinab zur Fischhalle. Mo-Do 8-19, Fr 7-20, Sa 7-14 Uhr | Rua Brigadeiro Oudinot
Museu de Arte Sacra
Das Museum für Kirchenkunst im ehemaligen Bischofspalais birgt eine bedeutende Sammlung flämischer Gemälde aus dem 16.-18. Jh., Heiligenbilder aus derselben Epoche sowie Kirchenschmuck. So/Mo geschl. | Eintritt 3 Euro | Rua do Bispo 21
Museu do Vinho
Die kleine Sammlung umfasst Illustrationen, FotoFgrafien und Gerätschaften zum Weinbau auf Madeira. Sa geschl. | Eintritt frei | Rua 5 de Outubro 78
Museu Municipal do Funchal
Ausgestopfte Säugetiere und Vögel veranschaulichen im Naturhistorischen Museum die Fauna Madeiras. Weitere Exponate widmen sich der Flora und Geologie der Insel. Das Aquarium gibt Einblicke in die Meereswelt. Mo geschl. | Eintritt 2 Euro | Rua da Mouraria 31
Núcleo Museológico da Cidade Do Açúcar - CMF
Das Zuckermuseum im ehemaligen Haus des flämischen Zuckerbarons João Esmeraldo erzählt anhand von Stichen, Gemälden und Dokumenten von der Zuckerherstellung auf Madeira und ihren kulturellen wie künstlerischen Folgen. Sa/So geschl. | Eintritt 1,80 Euro | Praça Colombo 5
Núcleo Museológico do I.v.b.A.M
Ausstellung wertvoller Stickereiarbeiten - darunter Wandteppiche und Gobelins - aus Madeira. In einigen Räumen des Stickereimuseums werden diese Arbeiten zusammen mit typischem Mobiliar und Trachten gezeigt. Sa/So geschl. | Eintritt 2 Euro | Rua Visconde de Anadia 44
Parque de Santa Catarina
Hoch über dem Hafenbecken erstreckt sich das weite Hangareal mit exotischen Bäumen, Blumenbeeten und drei markanten Gebäuden. Der Stadt am nächsten steht die barocke Capela de Santa Catarina, der Nachfolgebau jener Kapelle, die die Frau des Inselentdeckers João Zarco an dieser Stelle errichten ließ. Nördlich des Teichs schimmert durch die dichte Pflanzenpracht das roséfarbene Gemäuer der Quinta Vigia. Das historische Herrenhaus aus dem 17. Jh., das ursprünglich den Namen Quinta das Angústias trug, dient dem Präsidenten der Regionalregierung als Amtssitz und Gästehaus. Die Quinta kann nicht von innen besichtigt werden, ihr schöner Park ist aber zugänglich. Eine Statue erinnert daran, dass die österreichische Kaiserin Elisabeth (Sisi) 1860/61 hier logierte. Ein paar Schritte weiter in Richtung Hotelzone reckt sich aus dem Wiesengrün das Kasino. Oscar Niemeyer, Architekt des modernen Brasília, schuf es in Gestalt einer Dornenkrone aus nacktem Beton. Gleich nebenan sehen Sie ein weiteres von ihm entworfenes Gebäude: den geschwungenen Stelzenbau des einstigen Casino Palace Hotels. Av. do Infante
Photographia Museu Vicentes
Im restaurierten ehemaligen Atelier von Vicente Gomes da Silva, des ersten Profifotografen Portugals, erzählen Kameras und ein Fotoarchiv, das von der Fotografenfamilie Vicente zusammengetragen wurde, Fotografiegeschichte. So geschl. | Eintritt 2 Euro | Rua Carreira 43
Praça do Município
Den schwarz-weiß gepflasterten Platz säumen drei der wichtigsten historischen Gebäude Funchals. An der Stirnseite steht die ehemalige Stadtresidenz des einst reichsten Manns der Insel, Graf João José Carvalhal. Seit Ende des 19. Jhs. ist Funchals Rathaus in dem Barockpalast mit seinem prachtvollen, mit Azulejos geschmückten Innenhof untergebracht. Die gesamte Westseite des Platzes dominiert das frühere Jesuitenkolleg, heute die Universität Madeiras, mit der integrierten Igreja do Colégio. Gegenüber dem Gotteshaus liegt der historische Bischofspalast, mittlerweile Sitz des Museums für religiöse Kunst.
Quinta das Cruzes
Angeblich hatte bereits João Zarco hier eine Residenz. Das heutige Herrenhaus stammt allerdings aus dem 18. Jh. Als Museum macht es jetzt anschaulich, in welchem Stil die reichen Bürger Madeiras einst lebten. Manchmal finden hier auch klassische Konzerte statt. Umgeben ist die Quinta von einem archäologischen Park. Mo geschl. | Eintritt 3 Euro, Garten frei | Museu das Quinta das Cruzes | Calçada do Pico 1
Santa-Maria-Viertel/Zona Velha
Zwischen den Ufern des João Gomes-Flusses und der Festung São Tiago lag die Keimzelle Funchals. Die namengebende Kirche Santa Maria do Calhau ist nicht mehr erhalten. Am Ostrand des Altstadtviertels steht aber noch die Capela do Corpo Santo, eine von Fischern erbaute Wallfahrtskapelle aus manuelinischer Zeit. Trotz Restaurierung und Nachbildung der historischen Architektur weht noch ein Hauch des ursprünglichen Geistes durch die Gassen. In den Abendstunden geht es ziemlich rund, denn viele Kneipen, Restaurants und Bars (mit zum Teil sehr aufdringlichen Schleppern vor der Tür) zogen in die alten Fischerhäuser ein. Über ihre Dächer schwebt die moderne Kabinenseilbahn von der Talstation im Promenadenpark hinauf nach Monte (tgl. 10-18 Uhr | 10 bzw. 14,50 Euro (Hin- und Rückfahrt).
Region: Vila Baleira
Câmara Municipal
Das von zwei Drachenbäumen gesäumte Rathaus ist ein schönes Beispiel für die portugiesische Architektur der Renaissance. Erbaut im 16. Jh., wurde es allerdings später mehrfach verändert. Der Eingang, über dem Landeswappen und Königskrone prangen, liegt im ersten Stock, zwei Treppenaufgänge führen hinauf. Von ihrem Absatz lässt sich schön die Pflasterung mit schwarz-weißen Bändern und einer Windrose des von Palmen beschatteten Largo do Pelourinho betrachten.
Casa Colombo - Museu do Porto Santo
Das 1989 eröffnete Kolumbus-Museum versammelt Exponate zur Schifffahrt und zur Geschichte Porto Santos, vor allem aber Stücke, die sich um das Leben und Wirken des Entdeckers ranken: Schiffsmodelle, Seekarten, Porträtstiche. Die Sammlung verteilt sich auf zwei Gebäude. Das rückwärtige gilt als Kolumbus' Wohnhaus. Mo geschl. | Eintritt 1 Euro | Travessa da Sacristia 2 u. 4 | www.museucolombo-portosanto.com
Nossa Senhora da Piedade
Meeresblau leuchtet das Azulejo-Medaillon an der weißen Fassade der Pfarrkirche. 1430 begründet, war das Gotteshaus immer wieder Attacken von Piraten ausgesetzt. Daher blieb vom Ursprungsbau nur die Mudejaren-Kapelle an der Südseite erhalten. Ihre heutige Barockgestalt verdankt die Kirche Baumeistern des 17. Jhs. Sie birgt ein Altarbild von Max Römer. Der deutsche Maler besuchte Porto Santo in den 40er-Jahren mehrmals. Rua Cristóvão Colombo