Reisetipps Karibik - Große Antillen

Highlights Karibik - Große Antillen

Region: Havanna

Altstadt von Havanna

Die gesamte Altstadt Havannas (Habana Vieja) zählt zum Weltkulturerbe der Unesco. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehört das Castillo de la Real Fuerza (Mo-Sa 8-18 Uhr | Eintritt 1 US$ | La Real Fuerza | Plaza de Armas), das Stadt und Hafen vor Überfällen schützen sollte. Mit seinem Bau wurde 1558 begonnen. Das Castillo beherbergt ein Waffenmuseum und trägt auf einem seiner Türme die Giraldilla - eine Statue der Ehefrau des Gouverneurs Hernando de Soto -, die zum Wahrzeichen der Stadt geworden ist.

Der Palacio de los Capitanes Generales (tgl. 9.30-18.30 Uhr | Eintritt 3 US$ | Tacón 1) diente früher den spanischen Generalkapitänen, den höchsten Repräsentanten der Kolonialmacht auf Kuba, als Regierungssitz. Eine ähnliche Funktion erfüllte er Anfang des 20. Jhs. auch für die US-amerikanische Besatzungsmacht, danach für verschiedene kubanische Präsidenten und die revolutionäre Stadtregierung von Havanna. Heute ist hier das Stadtmuseum untergebracht, das interessante Ausstellungen über die Vergangenheit und Gegenwart der Stadt zeigt. Die Statue im Hof stellt Kolumbus dar.

Der wichtigste Sakralbau der Altstadt ist die Catedral de San Cristóbal de la Habana an der Nordseite der Plaza de la Catedral. Zwar ist sie das Prunkstück des Platzes, ein harmonisches Werk barocker Baukunst, aber die Gebäude an den drei anderen Seiten sind ebenfalls prachtvoll.

Region: Abaco

Hope Town

Das Postkartenstädtchen mit seinem rotweiß gestreiften Leuchtturm liegt nur 15 Minuten Fährfahrt nach Osten von Marsh Harbour entfernt. Bonbonbunte Holzhäuser, umrahmt von tropischen Gärten, prägen das Ortsbild. Das Wyannie Malone Historical Museum (meist Mo-Sa 10 bis 12.30 Uhr | Eintritt frei) an der Gillam Street berichtet von den Pioniertagen. Auf der Ostseite der Insel befindet sich ein kilometerlanger Strand.

Region: Samaná

Los Haïtises

Der Nationalpark liegt ca. 20 km südlich an der Bucht von Samaná und ist nur mit dem Boot zu erreichen, entweder von Samaná aus oder über Sabana de la Mar. Der Park ist ein Karst- und Mangrovengebiet, in dessen Kanälen, Flussmündungen und Buchten Sie eine Vielzahl verschiedener Vögel beobachten können. Doch nicht nur Vogelliebhaber, sondern auch Pflanzenfreunde werden hier ihre Entdeckungen machen.

Region: Ponce

Ruta Panorámica

Die Panoramastraße trägt ihren Namen zu Recht. Sie beginnt im Osten der Insel bei Yabucoa und windet sich auf einer Länge von 265 km über die Höhen und durch die Täler der Cordillera Central bis an die Westküste bei Mayagüez. Von Ponce aus können Sie sie auf verschiedenen Wegen erreichen und dann entweder gen Osten oder Westen fahren. Einmalige landschaftliche Erlebnisse sind Ihnen auf jeden Fall sicher, und Sie bekommen auch einen Einblick in das Alltagsleben der Land- und Bergbevölkerung. Die Ruta ist relativ gut ausgeschildert, aber Sie sollten die Touristenkarte dabeihaben, die auf Puerto Rico überall erhältlich ist. In der Karte ist der genaue Verlauf der Strecke farbig markiert.

Tibes Indian Ceremonial Park

Auf diesem Gelände ca. 10 km nördlich von Ponce liegen neben einer Gräberstätte mehrere bateyes, Plätze, auf denen die Ureinwohner der Insel, die Taino-Indianer, eine Art Fußballspiel aufführten - Ähnliches ist von den Azteken und Mayas des zentralamerikanischen Festlandes bekannt. Halb Sport, halb Gottesdienst, ähnelte das Spiel vermutlich dem spanischen Pelota. Die Anlagen sind relativ gut erhalten. Außerdem gibt es ein nachgebautes Taino-Dorf und ein Museum. Unter einem der bateyes finden sich Zeugnisse vorkolumbischer Menschenopfer: irdene Töpfe und Knochen. Di-So 9-16 Uhr | Eintritt 3 US$ | Tel. 8402255 | westlich von Utuado an der Route 503

Region: San Juan

El Yunque Rain Forest

Der gut 112,5 km² große Nationalpark 95 km östlich von San Juan ist vom Auto aus gesehen nicht sehr beeindruckend. Oder besser gesagt, nur dann beeindruckend, wenn man noch nie einen tropischen Regenwald gesehen hat. Dennoch ist der El Yunque Rain Forest ein Juwel. Seine Schönheit erschließt sich aber nur dann in ihrer ganzen Vielfalt, wenn man sich die Mühe macht, ihn auf einem der Wanderpfade zu erkunden. Caribbean National Forest | Rio Grande PR | tgl. 7.30-18 Uhr | Tel. 8881880 | www.fs.fed.us/r8/caribbean

Region: Karibik

Bootsfahrt auf dem Black River

Den längsten Fluss Jamaikas, den Black River, säumen Mangroven und Schilf auf dem Weg ins Meer. Hier und im umliegenden „Großen Morast“ schwimmen Alligatoren. Der Bootsführer ruft einen Namen, stößt einen lauten Pfiff aus, und plötzlich taucht nahe dem Boot eines der krustenhäutigen Urviecher auf und schielt die Besucher durch zwei gelbe Augenschlitze an. Wer Glück hat, bekommt einen Crocodile Dentist zu Gesicht, einen Grünreiher, der den Alligatoren die Essensreste aus dem offenen Maul pickt. Ca. 15 US$ pro Person | J. Charles Swaby's Black River Safari Tel. 9652513

Region: Santo Domingo

Zona Colonial

Die historische Altstadt von Santo Domingo ist wie die Altstädte von Havanna und San Juan kulturelles Erbe der einstigen Kolonialmacht Spanien.

Zwischen der Plaza España und dem Fluss erhebt sich der Alcazár de Colón (Mo-Sa 9-17 Uhr | Eintritt 1 US$ und ein Trinkgeld für den Führer | Calle Emiliano Tejera/Calle Las Damas), in dem Mitglieder der Kolumbus-Familie gelebt haben. Von der Mitte des 16. Jhs. an wurde der Palast nicht mehr bewohnt. 400 Jahre später wurde er renoviert und in ein Museum umgewandelt. Es vermittelt einen guten Eindruck von den Wohnverhältnissen der frühen Kolonialzeit, wenn auch viele der Möbel und Dekorationsstücke Nachbildungen sind.

Im vorderen Teil der Casa de Bastidas (Di-Sa 8-17, So 9-18 Uhr | Eintritt 2 US$ | Calle Las Damas/Calle El Conde) finden Ausstellungen moderner Kunst statt. Mindestens ebenso attraktiv wie der Gebäudekomplex sind die Gartenanlagen des Innenhofes mit alten Bäumen, unter denen Amphoren dekorativ platziert sind. An der Nordseite des Hofes kann man durch ein Gitter einen Blick in einen Teil des Tunnelsystems werfen, das sich in der Kolonialzeit weit unter der damaligen Stadt hinzog.

Die Catedral de Santa María la Menor (tgl. 9-16 Uhr | Calle Arzobispo Merino) ist nicht nur das beherrschende Bauwerk an der Plaza de Colón, sondern auch die älteste Kathedrale in der Neuen Welt. Schon 1502 wurden hier in einer Kirche - vermutlich nur einer kleinen Hütte - Gottesdienste abgehalten. Sie wurde durch ein stattlicheres Gebäude ersetzt, das Mitte des 16. Jhs. fertiggestellt wurde. Das Innere der gotischen Kathedrale ist in seiner schlichten Größe beeindruckend. In einer Seitenkapelle steht der Sarkophag, in dem bis 1990 die Gebeine des Christoph Kolumbus gelegen haben sollen (die Gelehrten streiten über ihre Echtheit), bevor sie in das im Osten der Stadt liegende Faro a Colón überführt wurden.

Im Panteón Nacional (Di-So 10 bis 17 Uhr | Eintritt frei | Calle Las Damas), einem ehemaligen Jesuitenkloster, richtete der Diktator Trujillo 1955 eine Grabstätte für die dominikanischen Nationalhelden ein. Der riesige Kronleuchter war ein Geschenk des spanischen „Amtskollegen“ Franco.

Barahona und Lago Enriquillo

Im tiefen Südwesten der Insel, nahe der Grenze zu Haiti, liegt die touristisch noch wenig erschlossene Provinz Barahona mit der gleichnamigen Hafenstadt (70000 Ew.). Die Küstenstraße windet sich von Dorf zu Dorf, vorbei an Buchten, kleinen Stränden, Wasserfällen und Palmenhainen. Ca. 100 km weiter westlich kommen Sie an den Lago Enriquillo, einen ca. 200 km² großen See mit interessanter Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks Isla Cabritos. Auf der Insel leben noch etwa 300 Exemplare der bis zu 7 m langen Spitzkrokodile, die man vor allem abends gut beobachten kann. Der Naturpark ist auch Lebensraum für Flamingos und andere seltene Vogelarten sowie für Leguane, Schildkröten und Manatis (Seekühe). Unterkunft in Barahona: Hotel Club Quemaito (14 Zi. | Juan Esteban | Carretera Baharona | Tel./Fax 2230999 | €) mit empfehlenswerter Schweizer Küche.

Region: Kingston

Blue Mountains

Die Blauen Berge liegen nordöstlich der Hauptstadt. Der Peak (Gipfel) dieses landschaftlich faszinierenden Gebirges ist 2256 m hoch. Wenn Sie eine der Plantagen besichtigen möchten, auf denen der berühmte Blue Mountain Coffee angepflanzt wird, fragen Sie sich nach Mavis Bank (ca. 20 km von Kingston) durch - dort zeigt man Interessenten gern die Felder mit den Kaffeesträuchern. Von Kingston aus auf der A 3

Port Royal

Die Halbinsel, die im Süden den Hafen von Kingston gegen das offene Meer schützt, trägt nicht nur den internationalen Flughafen der Stadt, sondern auch ein kleines Fischerdorf mit einem berühmten Namen: Port Royal war die erste englische Hauptstadt der Insel, hier hatten Henry Morgan und andere Piraten ihr Hauptquartier. Die beeindruckende, gut erhaltene Befestigungsanlage Fort Charles beherbergt das Fort Charles Maritime Museum (Mo-Fr 9-17 Uhr | Eintritt 1,50 US$). Außerdem kann man die alten Speicheranlagen besichtigen. Die Straßenpubs in Port Royal servieren den frischsten, besten Fisch der Insel!

Region: Grand Cayman

Reef Grill

Caymanische Küche und Live-Entertainment unter Sternen. Vorzüglich ist die mit Honig-Sojasauce marinierte Brasse in Thai-Currysauce. Auf der Veranda, die von kleinen Palmen umrahmt ist, geht es etwas lässiger zu als in den stilvollen Innenräumen. Der angesagte Treff für Touristen und Insulaner! Royal Palms Beach Club | Tel. 9456358 | €€-€€€

Region: La Romana

Altos de Chavón

Obwohl erst Ende der 1970er-Jahre entstanden, erweckt das Künstlerdorf dennoch auf sehr gelungene Weise den Eindruck einer Siedlung aus der spanischen Kolonialzeit. In den verschiedenen kleinen Gebäuden sind Ateliers und Werkstätten untergebracht sowie Geschäfte, in denen die Werke der Künstler und Kunsthandwerker verkauft werden, außerdem Restaurants und Apartments. Einen guten Buchladen gibt es hier ebenfalls (Stanton's Book Store). Wenn Sie das Dorf besuchen, sollten Sie auch einen Blick auf das große Amphitheater werfen. Das Museo Arqueológico Regional (tgl. 9-20 Uhr | Eintritt frei) bietet interessante Informationen und eine anschauliche Sammlung zum Leben in der Taino-Zeit. Wenige Kilometer östlich der Hotelanlage Casa de Campo | www.altosdechavon.com