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Ausflüge & Touren Frankreich

Eine Rundreise am Ende der Welt

Am nordöstlichen Zipfel des Finistère, das häufig mit dem Spitznamen Ende der Welt tituliert wird, befinden sich an der Küste die sogenannten Abers. Diese kleinen Meereseinmündungen entstanden durch Flüsse, die sich langsam in die Küste fraßen. Die Rundtour entlang dieser bizarren Landschaft ist etwa 200 km lang. Sie können die Fahrt mit dem Auto oder dem Fahrrad machen. Je nach Fahrzeug und Anzahl der Zwischenstopps kann die Tour zwei bis sieben Tage dauern.

Start ist in Brest. Von dort geht es auf der D 788 Richtung Norden ins Landesinnere zur gotischen Kirche in Gouesnou mit ihrem hübschen Renaissancebrunnen und einem sehenswerten Altar. Danach fahren Sie über Plabennec weiter nach Le Folgoët, wo die Basilika einen Stopp wert ist wegen Form und Portalvorbau. Auf der D 28, dann D 32 fahren Sie nun in Richtung Plouguerneau ans Meer. Der Aber Wrac'h ist die erste Mündung auf der Strecke und ein schöner Yachthafen. Neben ihr liegen die Ruinen von Illiz-Koz (tgl. 14-17.30 Uhr | Eintritt 2,50 Euro), einer ehemaligen Abtei, die vom Sand verschluckt wurde. Es lohnt sich, bis an die äußerste Spitze zu fahren und auf die Île Vierge überzusetzen. Deren Leuchtturm, der Phare de l'Île Vierge, ist mit 82,5 m der höchste Leuchtturm Frankreichs und bietet ein tolles Panorama.

Zurück nach Plouguerneau und über die Mündung des Aber Wrac'h geht es nun auf die Panoramastrecke D 113 über Lannilis und weiter zum Aber Benoît nach Tréglonou. In der in einem Gutshaus untergebrachten Crêperie à la Ferme Manoir du Trouzilit (Route de Ploudalmézeau | Tel. 0298040120 | www.manoir-trouzilit.com | Nebensaison Mo-Do geschl. | €) können Sie essen und übernachten.

Auf der D 28 geht es nun weiter Richtung Westen nach Ploudalmézeau. Sie können, kurz bevor Sie diesen Ort erreichen, rechts abbiegen und über St-Pabu einen Abstecher zur Düne Corn-ar-Gazel machen.

Zurück auf der Hauptroute, fahren Sie an kleinen Häfen und den Aussichtspunkten Portsall und Trémazan weiter auf der touristischen Route D 127 zum Aber Ildut nach Lanildut, wo Wanderwege entlang der Küste beginnen. Auf diesem Streckenabschnitt lohnt es sich, immer wieder einmal anzuhalten und die großartige Natur auf sich wirken zu lassen. Besonders eindrucksvoll erleben Sie die Küste, wenn Flut und Westwind meterhohe Wellen gegen die Felsen anbranden lassen. Übernachten in sehr liebevoll eingerichteten Zimmern können Sie im Gästehaus Le Clos d'Ildut (3 Zi. | 13, Route de Mezaccou | Tel. 0298044302 | http://leclosdildut.free.fr | €).

Ein Highlight auf der Strecke in Richtung Süden ist der etwa 5000 Jahre alte Menhir de Kerloas 1 km östlich von Plouarzel, der mit seinen 9,50 m der größte noch stehende Menhir Frankreichs ist. Auf der D 28 führt die Route über Ploumoguer wieder an die Küste zur Pointe de Kermorvan mit einem Highlight ganz anderer Art: Am schönen Sandstrand Plage des Blancs Sablons sollten Sie, wenn das Wetter es zulässt, unbedingt eine Pause einlegen. Auch das Fischerdorf Le Conquet und die Pointe de St-Mathieu mit ihrem Leuchtturm lohnen einen Zwischenstopp. Von dort geht es auf der D 85 über Plougonvelin und, wenn Sie einen weiteren Strand besuchen wollen, Le Trez Hir auf die D 789 und zurück nach Brest.

Entdeckungen im Weinland

Die Route des Vins im Elsass ist sicherlich eine der berühmtesten gastronomischen Reisen Frankreichs. Im Zickzack geht es 180 km von Marlenheim nach Thann, durch Weinberge, hübsche Dörfer, Kapellen, Weinkeller und gute Restaurants. Machbar ist die Strecke in vier Tagen, mit täglichen Etappen von rund 45 km.

Die erste Etappe verläuft von Marlenheim nach Obernai. Einen Stopp lohnt der Ort Wangen mit seinen Sträßchen, hübschen Häusern und der mittelalterlichen Befestigungsanlage Niedertortum. Weiter geht es über Rosheim und Ottrott nach Obernai, einem mittelalterlichen Bilderbuchstädtchen mit hübschem Marktplatz. Gutbürgerlich essen können Sie hier in der Winstub O'Baerenheim (46, rue du Géneral-Gouraud | Tel. 0388955377 | Jan. und Nov. geschl. | €€).

Am nächsten Tag lockt Itterswiller mit seinem Rundgang vins et gastronomie. Über Dambach-la-Ville und Scherwiller endet die zweite Etappe in Châtenois, z.B. im Hotel Beysang (16 Zi. | Tel. 0388583858 | Fax 0388825899 | www.hr-beysang.com | €-€€). Am nächsten Tag fahren Sie über Kinsheim und Bergheim nach Ribeauvillé. Dort genießen Sie schöne Ausblicke über die elsässische Ebene. In Riquewihr gibt es zwei Highlights: die mittelalterliche Altstadt und eines der berühmtesten und schönsten Weingüter des Elsass, das Gut Dopff au Moulin. Die Traditionswinzerfamilie erfand um 1900 den Crémant d'Alsace, ihr Riesling ist berühmt. (2, avenue Jacques Preiss | www.dopff-au-moulin.fr | Tel. 0389490969 | Weinproben: Mo-Fr 8-12 und 14-18 Uhr, am Wochenende ab 9 Uhr).

Wer in Riquewihr übernachtet, sollte außerdem einen Abstecher ins nahe gelegene Kaysersberg machen, zum Rathaus und Geburtshaus von Albert Schweitzer (126, rue Général-de-Gaulle | tgl. 9-12 und 14-18 Uhr). Über Turckheim geht es weiter nach Colmar, wo die Etappe endet. Die letzte Strecke führt über Eguisheim, die Wiege des elsässischen Weinbaus. Wer Zeit hat, kann sich hier auf die Route der fünf Schlösser begeben, die nach der Burg ausgeschildert ist. Die ersten drei Schlösser der Donjons d'Eguisheim (Weckmund, Wahlenbourg, Dagsbourg) erkundet man zu Fuß, danach geht's zum Château du Hohlandsbourg (8, place du Général de Gaulle | Wettolsheim | Eintritt 4,20 Euro | www.chateau-hohlandsbourg.com) mit dem Auto und zuletzt zum Donjon de Pflixbourg. Noch ein weiteres Schloss, die Ruine von Husseren-les-Châteaux liegt auf der Weiterfahrt nach Rouffach, der Königsstadt der Merowinger. Nach Guebwiller lohnt noch ein Stopp an der Basilika Notre-Dame-de-Thierenbach mit ihrem Glockenturm, bevor in Thann die Fahrt endet.

Informationen zu dieser Tour finden Sie unter www.alsace-route-des-vins.com.