Reisetipps Gran Canaria

Highlights Gran Canaria

Region: Las Palmas

Mercado

Der Altstadtmarkt ist das Herz der Vegueta. Dicht an dicht stehen die Stände in der weitläufigen Halle, Besucher drängen und schieben an ihnen vorbei. Es gibt Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Käse und Wurst in großer Auswahl. Nirgends ist die Ware frischer. Mo-Sa 6-14 Uhr | Calle Mendizábal

Montesdeoca

Das Edelrestaurant liegt in einem antiken Stadtpalais und ist wegen seiner Atmosphäre und der exzellenten Küche wohl die Nummer eins in Las Palmas. So geschl. | Calle Montesdeoca 10 | Tel. 928333466 | €€€

Casa de Colón

Das „Kolumbushaus“ ist ein prächtiger Kolonialbau, dessen älteste Bauelemente aus dem 17. Jh. stammen. Hier residierten einst die spanischen Statthalter. Typisch kanarisch sind die überdachten Holzbalkone und Erker aus Kanarischer Kiefer. Besonders markant auch die celosía-Fensterläden, die Klimaanlagen des Mittelalters. Das Gitterwerk aus feinen Holzstreben lässt Luft durch, aber weder Sonne noch Hitze. Das Museum zeigt Zeugnisse der spanischen conquista, Exponate aus präkolumbischer Zeit und von den Reisen des Kolumbus. Mo-Fr 9-19, Sa-So 9-15 Uhr | Eintritt frei | Calle Colón 1

Museo Canario

Das Museum für kanarische Geschichte enthält die größte Sammlung altkanarischer Funde des Archipels. Darunter ist das Idol von Tara, eine weibliche bauchige Tonfigur, die wohl Fruchtbarkeit symbolisieren soll. Auch eine Nachbildung der Cueva pintada aus Gáldar wird gezeigt, dazu Szenen aus dem Alltagsleben. Außerdem zu sehen: Totenköpfe, Skelette und mehrere gut erhaltene Mumien. Mo-Fr 10-20, Sa-So 10-14 Uhr | Eintritt 3 Euro | Calle Doctor Verneau 2 | www.elmuseocanario.com

Playa de las Canteras

Schon vor 100 Jahren flanierten Badegäste an der Playa de las Canteras über den feinen, weißen Sand der weiten Bucht von Las Palmas. Hier herrscht das urbane Flair aller großen Stadtstrände dieser Welt. Exakt 3200 m pudriger Sand säumen unterhalb einer breiten Promenade mehrere kleine Buchten, die schließlich in einem breiten Bogen auslaufen. Ein Riff schützt die Bucht vor der starken Brandung. Nur am südlichen Ende sind die Wellen so hoch, dass sie auch zum Surfen reichen. Las Canteras wird oft mit Rio de Janeiros Stränden verglichen und hat tatsächlich auch deren Betriebsamkeit. Das garantieren schon die vielen Cafés, Restaurants, Shops und Imbissbuden, die sich eng aneinander reihen. Es gibt öffentliche Duschen und Toiletten.

Region: Gáldar

Museo y Parque Arqueológico Cueva Pintada

Das neue Museum bietet erstmals Zugang zur berühmten „Bemalten Höhle“, deren farbige geometrische Wandmalereien das stärkste Zeugnis der Ureinwohner sind. Neben der Höhle gibt es ein Museum; zu sehen sind ein typisches Gehöft jener Zeit und Reste eines Dorfes. Di-Sa 9.30-18, So 11-18 Uhr, geführte Touren auf Deutsch: Di-So 15 Uhr | Eintritt 6 Euro | Calle Audiencia 2 | www.cuevapintada.org

Region: Der Süden

Palmitos Park

Von den Waldbränden 2007 heimgesucht, wird der Park erst Anfang 2008 wieder eröffnet. Hier können Sie mit Ihren Kindern nicht nur die vielfältige kanarische Flora bestaunen. Vielerlei exotische Vögel leben in Dutzenden Volieren, vor allem Papageien, aber auch Flamingos, Tukane, Eulen, Kolibris; toll ist die Greifvogel-Show. Auch Brillenkaimane sind zu sehen. Im Talgrund leben Weißhandgibbons auf einer Affeninsel. Es gibt ein Schmetterlings-, ein Orchideenhaus und ein großes Aquarium mit vielen tropischen Fischen. Tiershows sorgen für Unterhaltung, Cafeterias fürs leibliche Wohl. Öffnungszeiten und Eintrittspreise waren bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt | Barranco de Palmitos | 10 km nördlich von Maspalomas | Zubringerbus einfache Fahrt 1,60 Euro | Tel. 928140276 | www.palmitospark.es

Region: Maspalomas

Dunas de Maspalomas

Die Dünen von Maspalomas sind eines der großartigsten Naturphänomene Gran Canarias. 1,5 km weit stoßen sie an ihrer breitesten Stelle ins Landesinnere vor; 418 ha Sand, durchsetzt mit einer eigenen Flora, die seit 1987 unter Naturschutz steht. Die Dünen bestehen vor allem aus von der Brandung zerriebenem, angespültem Korallen- und Muschelkalk. Im Westen werden die Dunas vom Charco de Maspalomas begrenzt, einem Brack- und Süßwassertümpel, in dem u.a. Reiher, Enten, Moorhühner und Regenpfeifer Station machen (gute Infotafel auf der Promenade). Seit er geschützt ist, sind viele der durch den Bauboom vertriebenen Tiere zurückgekehrt und brüten im Schilf und in den Binsen am Ufer. Fische haben sich angesiedelt, Algen und Gräser zeigen an, dass das Wasser sauberer geworden ist.

Region: Cruz de Tejeda

Pico de las Nieves

Mit 1949 m über dem Meeresspiegel ist die „Schneespitze“ Gran Canarias höchster Berg. Tatsächlich schneit es hier alle paar Jahre im Winter. Einzigartig ist die Fernsicht von der Straße über weite Teile der Insel. An klaren Tagen scheint Teneriffas Teide zum Greifen nah: Mit dem Fernglas erkennt man von einem anderen Punkt aus sogar die kleine Schwester Gomera. Auf der gegenüberliegenden Seite der Bergkuppe, dem Pozo de las Nieves (bei den Antennen), erspähen Sie den Südzipfel Fuerteventuras. Auf den Berggipfel selbst kann man nicht steigen. Er ist Teil einer militärischen Horchanlage und gesichertes Sperrgebiet. 8 km

Region: Tejeda

Roque Nublo

Wie der Faustkeil eines Riesen ragt das bekannteste Wahrzeichen Gran Canarias in den Himmel: der 1813 m hohe „Wolkenfels“, ebenfalls ein Basaltblock, der 80 m hoch auf einem Tafelberg steht. Auch er war den Urkanariern heilig. Vom Parkplatz aus (Anfahrt über Ayacata) erreichen Sie ihn auf einem gewundenen Pfad in etwa 30 Minuten.

Zwei Plateaus eröffnen grandiose Fernsichten über weite Teile der Insel und bis nach Teneriffa. Achten Sie auch auf die beiden steinernen Begleiter des Roque Nublo, Fraile und Rana! Je nachdem, wo man sich befindet, erkennt man mit ein wenig Fantasie tatsächlich die Profile eines Mönchs (spanisch fraile) und eines Froschs (spanisch rana) in den Felsen.

Wenn Sie der Straße weiter bergauf folgen, erreichen Sie nach wenigen Minuten einen der beliebtesten Picknickplätze der Canarios in den Llanos de la Pez. Die Grillplätze und Tische sind an den Wochenenden voll besetzt, Einheimische kommen mit ihren Familien gerne zum Ausspannen hierher: eine gute Gelegenheit, sich unters Volk zu mischen. Ein paar Meter weiter liegen für diese Breitengrade ungewöhnliche Birnen- und Apfelbaumplantagen. 14 km

Region: Santa María de Guía

Cenobio de Valerón

Der Cenobio de Valerón ist das eindrucksvollste Höhlenensemble der Ureinwohner Gran Canarias. 298 Nischen und Kammern haben sie hier in mühevoller Arbeit aus dem weichen Tuffstein gekratzt. Wie Schwalbennester kleben die Höhlen in einer Art Kuppel, die nach Norden hin offen ist. Bis heute rätselt man, ob es sich bei ihnen um Zellen eines Klosters (spanisch cenobio) für Mädchen handelte, die hier mit kultischen Exerzitien auf die Ehe vorbereitet wurden, oder um einfache Getreidespeicher. Am schönsten ist der Besuch am frühen Vormittag. Di-So 10-17 Uhr | Eintritt 2,50 Euro | GC 291 | Abfahrt Guía/Moya, links durch den Tunnel, beim Kreisverkehr Richtung Cuesta de Silva, 5 km

Region: Puerto Rico

Schiffsexkursionen

Die Linienschiffe der Líneas Salmón und die Glasbodenboote der Líneas Blue Bird verbinden Puerto Rico regelmäßig mit Arguineguín (20 Min.) und Puerto de Mogán (30 Min.). Bei den Bootsfahrten haben Sie die seltene Gelegenheit, Gran Canaria vom Wasser aus kennenzulernen (tgl. 10-16.30 Uhr | Hin- und Rückfahrt 10 Euro | Puerto Escala bzw. Puerto Base). Windjammerfahrten und Katamaranexkursionen dauern rund einen halben Tag.