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Reiseführer Oberbayern:Bloss nicht

Auch in Oberbayern gibt es Dinge, die Sie besser meiden

Schlecht ausgerüstet in die Berge

Eine kleine Spritztour mit der Seilbahn auf den Herzogstand und dort dann in Sandalen auf den Gipfel, nichts zu trinken dabei und keinen Wind- oder Sonnenschutz – das kann schlimm enden. Auch wenn der Berg harmlos erscheint und die Wanderung kurz – man sollte stets richtig ausgerüstet sein, d. h. zumindest mit festem Schuhwerk, Windjacke und Wasser. Und keinesfalls die eigene Fitness überschätzen!

Warnungen missachten

Auch wenn sich Ihnen der Sinn einer Unwetter- oder Lawinenwarnung nicht erschließt, weil die Sonne vom blauen Himmel strahlt und sich kein Lüftchen regt, sollten Sie sie ernst nehmen und den Segeltörn abbrechen oder auf die geplante Schneeschuhtour verzichten.

Die Andacht stören

Angesichts der Stuck- und Freskenorgien in den oberbayerischen Kirchen fällt es wirklich schwer, Erstaunen und Begeisterung zu kanalisieren. Dennoch: Vergessen Sie nicht, dass Sie ein Gotteshaus besuchen, in dem andere Menschen beten. Nehmen Sie bei Besichtigung und Fotografieren Rücksicht.

Naturschutz ignorieren

Enzian, Edelweiß und Frauenschuh sind leicht zu erkennen, und einen Steinadlerhorst oder Biberbau werden Sie kaum beschädigen, doch Sie können natürlich nicht alle Pflanzen und Tiere kennen, die auf der Liste der gefährdeten Arten stehen. Deshalb sollten Wanderer, Radfahrer und Tourengeher ihr Verhalten stets nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit ausrichten.

Hauptregel hierbei: nicht vom Weg abweichen. Besonders im Winter wird dabei Wild aufgescheucht, das durch die magere Zeit geschwächt ist. Je nach Region und Jahreszeit gelten die unterschiedlichsten Bestimmungen für den Schutz der Natur. Informieren Sie sich bei den Tourismusinformationen oder auf den Websites von Naturschutzinitiativen.

Starkbier unterschätzen

Bayerisches Bier ist kräftig, und auf das Starkbier trifft das erst recht zu. Die meisten Oberbayern sind an ihr Bier gewöhnt und vertragen es besser als ein „Zugroaster“, der dem flüssigen Brot das erste Mal zuspricht. Es ist durchaus nicht ehrenrührig, sich mit einer einzigen Maß (ein Liter) zu begnügen oder das Bier mit Limo verdünnt als Radler zu genießen.

Kuhweiden überqueren

Es klingt albern angesichts des trägen, friedlichen Viehs auf den Weiden, doch Kollisionen zwischen Kühen und Wanderern häufen sich. Wenn möglich sollte man solche Situationen vermeiden. Und wenn es nicht anders geht, dann die Weide ruhigen Schrittes überqueren und den Kälbchen nicht zu nahe kommen, denn dann könnte die Mutter rot sehen.

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Die in Slowenien geborene Reisejournalistin lebt seit vielen Jahren in Oberbayern und schreibt über ihre Wahlheimat Reisebücher und Artikel. Es ist das Barocke, das sie hier besonders schätzt und das sich in der Küche ebenso manifestiert wie im Dekor von Kirchen und Klöstern. Am glücklichsten aber macht sie der Blick übers Voralpenland auf die Alpenkette – am besten bei Föhn.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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