Die TV-Gebühreneinzugszentrale will einen radikalen Imagewandel vollziehen. Man will weg vom "GEZ-Fahnder" - und droht mit teuren, juristischen Bandagen.

Die Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (GEZ)

Es darf nicht mehr "GEZ-Gebühr" heißen. (Foto: dpa)

Die Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (GEZ) will offenbar nicht länger der von Fernsehkonsumenten geschmähte Geldeintreiber sein. Stattdessen soll ein Imagewandel vollzogen werden.

Nach Ansicht der GEZ sollen deswegen die gesetzlichen Rundfunkgebühren der öffentlich-rechtlichen Sender nicht "GEZ-Gebühren“ genannt werden.

Wie GEZ-Sprecher Willi Rees am Freitag in Köln sagte, sei dieser Begriff falsch, da es sich ja nicht um eine Gebühr für die Zentrale handle. Er bestätigte, dass die GEZ dem Berliner Internet-Portal akademie.de eine Abmahnung geschickt habe, in der es unter anderem darum gehe, dass das Portal nicht mehr dieses Wort verwenden solle.

"Tendenziös"

Rees betonte aber, die Abmahnung wende sich vor allem dagegen, dass akademie.de "tendenziös" gegen die GEZ sei. Das Portal hatte die Abmahnung am Donnerstag öffentlich gemacht.

Akademie.de nennt auf seiner Website als Grund für die Abmahnung, dass es die "gesetzliche Rundfunkgebühr" sei, wie im Volksmund üblich, als "GEZ-Gebühr" bezeichnet habe.

Sollten sie sich als Betreiber nicht an die offizielle Sprachregelung halten, drohe die GEZ rechtliche Schritte an, schreibt akademie.de weiter. Über eine "strafbewehrte Unterlassungserklärung" solle das Portal für jede weitere öffentliche Verwendung eines Verbotswortes 5.100 Euro an die GEZ bezahlen.

Akademie.de verspricht praxisnahe Ratschläge für Kleinunternehmer, darunter auch zum Thema "GEZ-Gebühren" - auf etwa 80 Internetseiten. Das war der GEZ wohl zuviel. Die Abmahnung sei am 9. August erfolgt.

Die GEZ ist eine Gemeinschaftseinrichtung der ARD-Landesrundfunkanstalten, des Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) und des Deutschlandradio. Ihre Aufgabe besteht darin, die gesetzlichen Rundfunkgebühren einzuziehen.

Der Anbieter des Webportals hat nach eigener Aussage bereits alle entsprechenden Seiten gelöscht.

(sueddeutsche.de)

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Leserkommentare (94)



18.09.2007 14:56:47

habe_nix: Image?

Von welchem Image Redet Herr Rees denn da?????

An alle anderen Die sich so schön über Die GEZ ausgemährt haben denen kann ich auch noch was dazu Sagen :

Die GEZ ist Heute nur noch eine "Grosse ABM_assnahme" fÜr Gescheiterte Verwaltungsangestellte des Öff. Dienstes. Denn so viel Durchgedrehtes GEquassel wie das von Herrn Rees lässt nur diesen einen Schluss zu.

Zitat eines Klugen Mannes:

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

oder Das hier:

Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muß man vor allem erstmal ein Schaf sein.

oder das:

Die Nichtzusammenarbeit mit dem Schlechten gehört ebenso zu unseren Pflichten wie die Zusammenarbeit mit dem Guten.

Alles an Sie Gerichtet Herr Rees


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