Reisetipps Norditalien

Highlights Norditalien

Region: Toskanische Küste

Pisa

Kaum ein Monument ist so berühmt wie der Schiefe Turm von Pisa (103000 Ew.), den man seit ein paar Jahren wieder besteigen darf (tgl. 9 bis 17, im Sommer bis 20.30 Uhr | Anmeldung nur über Internet: www.opapisa.it). Seine Neigung begann schon bald nach dem Bau 1173 auf von Wasseradern durchzogenem Grund. Er steht auf dem Campo dei Miracoli, ebenso der prächtige romanische Dom (1063-1118), das Baptisterium und der mit Skulpturen und Fresken ausgestattete Camposanto (Friedhof).

Region: Triest (Trieste)

Cividale del Friuli

Auf den Spuren der langobardischen Besiedlung des Friaul gelangt man 70 km nordwestlich nach Cividale del Friuli. Höhepunkt der Langobardenkultur in Cividale del Friuli ist der Tempietto Longobardo überm Natisonefluss; außerdem zwei Museen: Museo Archeologico (Mo 9-14, Di-So 8.30-19.30 Uhr) und Museo Cristiano (Mo-Sa 9.30-12 und tgl. 15-18 Uhr | im Seitenflügel der Basilika)

Region: Parma

Mantua/Mantova

Die häufig in Nebel getauchte Stadt (62000 Ew.) gut 60 km nordöstlich lappt als Halbinsel in die Seenlandschaft des Mincio (Bootsfahrten ab der Brücke San Giorgio). Ihr Kern aus drei aufeinanderfolgenden Plätzen mit Kirchen und Palästen aus Mittelalter und Renaissance spiegelt ihre Rolle als einstige Bischofsstadt und Residenz des ehrgeizigen Fürstengeschlechts der Gonzaga wider. Höhepunkte sind im mächtigen Palazzo Ducale und im Castello San Giorgio das mit flämischen Wand-teppichen (nach Entwürfen Raffaels) ausgestattete Appartamento degli Arazzi und das Hochzeitszimmer, die Camera degli Sposi mit den Fresken (1474) des Andrea Mantegna (Piazza Sordello | geführte Besuche Di-So 8.30-19 Uhr | in der Hochsaison mgl. voranmelden: Tel. 0412411897). Am südlichen Stadtrand liegt das Lustschloss der Gonzaga, der Palazzo del Tè (Mo 13-18, Di-So 9-18 Uhr).

Eine Website mit schönen Bed-&-Breakfast-Unterkünften im Zentrum und in der Umgebung: www.mantovabedandbreakfast.it. Ein Restauranttipp in der Altstadt: Antica Osteria Fragoletta (Mo geschl. | Piazza Arche 5 a | Tel. 0376323300 | €).

Ein sehenswerter Zwischenstopp auf halber Strecke ist das Renaissancestädtchen Sabbioneta, der Traumentwurf des Gonzaga-Fürsten Vespasian.

Region: Bologna

Ferrara

In flacher, grüner Landschaft liegt 45 km nordöstlich Ferrara (138000 Ew.), eine der schönsten Städte Norditaliens, ehemals Sitz der Fürstenfamilie Este (13.-16. Jh.). An die rechte Flanke der romanisch-gotischen Kathedrale mit prächtigem Innenraum baute man im 15. Jh. Ladengeschäfte und Handwerksstätten, die Loggia dei Merciai. Außerdem sehenswert: der Renaissancepalast Schifanoia, das von Wassergräben umspülte Castello Estense und der berühmte Palazzo dei Diamanti (1492-1567), heute Sitz ausgezeichneter Kunstausstellungen. In Kastellnähe Mittagstisch mit cappellacci, den mit Kürbis gefüllten Teigtaschen: La Borsa del Vino (So-Abend und Mo geschl. | Tel. 0532243363 | €); im gleichen Palazzo Gourmetküche im Don Giovanni (mittags geschl. | €€€). Viele Hotels residieren in schönen Palästen, z.B. das Principessa Leonora (22 Zi. | Via Mascheraio 39 | Tel. 0532206020 | Fax 0532242707 | www.principessaleonora.it | €€€).

Region: Mailand (Milano)

Pavia

Die rustikale Kirche San Michele stammt aus der Zeit, als Pavia (35 km südlich, 87000 Ew.) Herrschaftssitz der Langobarden war (6.-8. Jh.). Wertvolle Steinmetzarbeiten zieren die lombardisch-romanische Kirche San Pietro in Ciel d'Oro. Im eindrucksvollen Castello Visconteo, Herrschaftssitz der Fürsten Visconti im 14. Jh., eine sehenswerte Gemäldesammlung (Feb.-Nov. Di-So 10 bis 18, Dez./Jan. Di-So 9-13.30 Uhr). Über den Fluss Ticino (Tessin), zu dem die Stadt sich hinunterneigt, führt eine überdachte Brücke aus dem 14. Jh. (nach Kriegszerstörung wieder aufgebaut).

Eine der großen Attraktionen in Norditalien ist die Certosa di Pavia aus dem 15. Jh., 10 km nördlich an der Staatsstraße nach Mailand. Berühmt ist ihre Fassade in lombardischer Renaissance, im Innern ist sie kostbar ausgestattet, dazu Kreuzgänge, Mönchszellen und Friedhöfe (Di-So 9-11.30 und 14.30-18, Winter bis 16.30 Uhr | www.certosadipavia.com). Bei der Klosteranlage isst man sehr gut in der Locanda Vecchia Pavia - Il Mulino (Mi-Mittag und Mo geschl. | Tel. 0382925894 | €€€).

Region: Florenz (Firenze)

Dom mit Baptisterium

Künstlerische Höhepunkte des Baptisteriums, der 1059 geweihten, achteckigen Taufkirche, sind die bronzenen Eingangsportale. Mit dem Bau des gewaltigen Doms begann man 1296, die 25000 t schwere Kuppel setzte 1420-1434 Filippo Brunelleschi auf, Wegbereiter der Renaissanceformsprache. Im Dommuseum u.a. eine Pietà von Michelangelo. Kuppel und Kirchturm (von Giotto erbaut) kann man erklimmen. | Baptisterium Mo-Sa 12-19, So 8.30 bis 14 Uhr; Dom Mo-Mi und Fr 10 bis 17, Do 10-15.30, Sa 10-16.45, So 13.30-16.45 Uhr; Kuppel Mo-Fr 8.30-19, Sa 8.30-17.40 Uhr; Campanile tgl. 8.30-19.30 Uhr; Museo dell'Opera del Duomo Mo-Sa 9 bis 19.30, So 9-13.40 Uhr

Galleria degli Uffizi

Die unermesslichen Kunstschätze der Medici in Italiens berühmtestem Museum; nach der Restaurierung nach dem Bombenattentat von 1993 wurden neue Räume eröffnet. | Di-So 8.15-18.50 Uhr | Loggiato degli Uffizi | bei der Piazza della Signoria | in der Hochsaison empfiehlt sich Voranmeldung (kostenpflichtig) Tel. 055294883 | www.uffizi.firenze.it

Region: Siena

Piazza del Campo

Manche halten ihn für den schönsten Platz der Welt, im Schnittpunkt der drei Hügel, auf denen sich das braune Häusermeer der Stadt ausbreitet. Auf der muschelförmigen Piazza veranstalten die Sienesen am 2. Juli und am 16. August ein mörderisches Pferderennen, den Palio, bei dem die einzelnen Stadtviertel (contrade) gegeneinander antreten. Von der Torre del Mangia des Palazzo Pubblico (13./14. Jh.) am unteren Ende des Platzes hat man einen herrlichen Blick. | Tgl. 10 Uhr-ca. 1 Std. vor Sonnenuntergang

Region: Marken (Marche)

Urbino

Diese Stadt (16000 Ew.) auf ihren beiden Hügelkuppen erscheint wie ein architektonisches Gesamtkunstwerk (gefährdet, kürzlich sackten Teile der Außenmauern ab). Das Kunstwollen ihres Fürsten Federigo da Montefeltro versammelte die besten Künstler im Palazzo Ducale (Galleria Nazionale delle Marche | Mo 8.30-14, Di-So 8.30-19 Uhr): Piero della Francesca („Die Geißelung“), Paolo Uccello, Tizian, Luca Signorelli, Botticelli sowie Raffael (Sohn der Stadt) und sein berühmtes Frauenbildnis „Die Stumme“. Im Palazzo befindet sich auch das über und über mit Intarsien ausgeschlagene studiolo des Fürsten. Heute beleben die Studenten der renommierten Universität die Stadt.

Region: Riviera di Levante

Cinque Terre

Einst Piratennester, haben sich diese fünf idyllischen Fischerdörfer an der von Weinterrassen überzogenen Felsenküste nordwestlich von La Spezia zu einem der attraktivsten Küstenflecken ganz Italiens gemausert: Monterosso mit einem richtigen Sandstrand, Vernazza, das größte Dorf, Corniglia, Manarola und Riomaggiore. An den Wochenenden, zu Ostern und im Sommer werden die autofreien Dörfer (ideal per Bahn zu erreichen) vom Besucherstrom überschwemmt. Das gilt auch für die Wanderwege, vor allem für den Küstenweg Nr. 2, den man nur mit einer Art Kurtaxe, der 5-Terre-Card, benutzen darf; man erwirbt sie an einer der Informationsstellen in den Bahnhöfen der fünf Dörfer. Die Cinque Terre stehen unter strengem Naturschutz, als Parco Nazionale versucht man die gefährdete Berglandschaft zu retten.

Einen tollen Ausblick auf das Meer und die Weinberge des berühmten Dessertweins Sciacchetrà hat man von der Terrasse des guten Restaurants Il Ciliegio (im Sommer Mo, im Winter Mo-Fr geschl. | Tel. 0187817829 | €€) oberhalb von Monterosso im Ortsteil Beo. Es gibt eine Reihe Hotels und viele Privatzimmer und Ferienwohnungen. Infos im Internet: www.parconazionale5terre.it, www.cinqueterre.it, www.aptcinqueterre.sp.it

Region: Ravenna

Mosaiken

Hauptsehenswürdigkeit in Ravenna sind die frühchristlichen Mosaikarbeiten: blaugolden im Mausoleo di Galla Placidia, kostbar ausgelegt das Baptisterium des Bischofs Neon. Im grandiosen Sakralbau Sant'Appolinare Nuovo (6. Jh.) finden sie sich ebenso wie in der achteckigen Basilika San Vitale (547 geweiht) und in der 5 km südlich in Classe gelegenen Basilika Sant'Appolinare. Die Mosaiklegekunst wird nach wie vor gepflegt, mit Werkstätten, Berufsschulen und Kursen: www.mosaico.ravenna.it | www.sisamravenna.it