Erstmals untersucht die polnische Staatsanwaltschaft, ob die CIA Geheimgefängnisse im Land unterhalten hat - eine Untersuchung mit politischer Sprengkraft.
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Die polnische Staatsanwaltschaft geht nun offiziell dem Vorwurf nach, die CIA
habe im Land Geheimgefängnisse unterhalten. Ein Sprecher von Ministerpräsident Donald Tusk sagte, die Justizbehörden untersuchten, ob der US-Geheimdienst Al-Kaida-Verdächtige in Polen festgehalten und möglicherweise gefoltert habe.
Bisher hatten alle politischen Parteien des Landes Spekulationen über die umstrittene Praxis der CIA heruntergespielt.
Medien hatten zuvor gemeldet, der polnische Geheimdienst habe einen Bericht über die Existenz einer CIA-Basis vorgelegt. Tusks Sprecher sagte, er wisse nichts von einem solchen Bericht.
Die Staatsanwaltschaft ermittle aber wegen des Verdachts, dass die CIA zwischen 2002 und 2005 Geheimgefängnisse in Polen betrieben habe. Falls sich die Vorwürfe bestätigten, hätte das nicht nur innenpolitische Konsequenzen, sondern müsste auch eine ernsthafte Rolle auf der internationalen Bühne spielen, sagte der Sprecher.
Seit 2005 kamen Untersuchungen des Europarats und Europäischen Parlaments zu dem Ergebnis, dass CIA-Gefängnisse in Polen und Rumänien existierten.
(Retuers/bica)

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