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Wohngebäudeversicherung Vergleich

Wohngebäudeversicherung im Überblick

Sie sind auf der Suche nach einem Wohngebäudeversicherung Vergleich? Wir bieten Ihnen ein unabhängiges, kostenloses und stets verfügbares Vergleichsportal, mit dem Sie in kürzester Zeit zu Ihrer Wunschversicherung finden. Dabei gehen wir in unserem Ratgeber darauf ein, für welche Personengruppen eine Wohngebäudeversicherung besonders sinnvoll ist, gegen welche Gefahren der Versicherungsschutz absichert, und auf welche Services Sie bei Ihrer Auswahl achten sollten. Auch informieren wir Sie darüber, welche Leistungen ausgeschlossen sind, mit welchen Kosten Sie rechnen sollten, und wie Sie Ihren Versicherungspartner wechseln. So finden Sie mit unserem Ratgeber schnell eine individuell abgestimmte Wohngebäudeversicherung, mit der Sie sich rundum wohl fühlen.


Wohngebäudeversicherung Vergleich - was gibt es zu beachten?

Wohngebäudeversicherungen erfreuen sich in den letzten Jahren an zunehmender Beliebtheit. Jedoch sollten sich Verbraucher darüber im Klaren sein, dass beim Abschluss einer solchen Versicherung einiges zu beachten ist. Worauf es ankommt, und auf welche Dinge Sie bei einem Versicherungsvergleich besonderen Wert legen sollten, zeigen wir Ihnen in unserem Wohngebäudeversicherungsvergleich.

Wer braucht eine Wohngebäudeversicherung?

Obwohl die Wohngebäudeversicherung keine Pflichtversicherung ist, können wir doch nur jedem Eigentümer einer Immobilie dringend zu dieser Absicherung raten - denn Ihr Haus ist ein äußerst wertvoller Besitz, den Sie unbedingt ausreichend schützen sollten.

Wer sein Eigenheim finanziert, hat zumeist keine andere Wahl: Finanzdienstleister sehen die Notwendigkeit einer Gebäudeversicherung ebenfalls eindeutig gegeben – und stellen Darlehen daher für gewöhnlich nur zur Verfügung, wenn Sie Ihre Immobilie umfassend versichern.

Wir helfen Ihnen dabei, den für Ihr Wohngebäude individuell passenden Versicherungsschutz zu finden. Nebenbei sehen Sie durch unseren Versicherungsvergleich auf einen Blick, welcher Anbieter Ihnen den besten Preis bietet – und können so jedes Jahr bis zu 300€ sparen.

Gegen welche Gefahren schützen Gebäudeversicherungen?

Während früher jede Immobilienversicherung nur Schutz vor einer Gefahr geboten hat – beispielsweise die Feuerversicherung nur vor Brandschäden –, ist heute die sogenannte verbundene Wohngebäudeversicherung die Norm. Sie schützt das versicherte Gebäude dabei vor allen im Vertrag inkludierten Gefahren.

Der erste Schritt zum individuell passenden Versicherungsschutz ist daher zunächst die Entscheidung, gegen welche Gefahren Sie sich versichern möchten. Die vier Grundgefahren sind Feuer, Leitungswasser, sowie Sturm und Hagel. Wir raten in jedem Fall zur Absicherung dieser Grundbausteine. Zusätzlich optimieren können Sie den Schutz Ihrer Immobilie durch den Einschluss von Elementarschäden und Glasbruch.

Wir verschaffen Ihnen im Folgenden zunächst einen Überblick, was die einzelnen Gefahren versichern.

Feuer und Blitzschlag

Versicherungen mit diesem Baustein schützen Ihre Immobilie vor Brandschäden. 

Übernommen werden im Schadensfall die Reparaturkosten für durch Feuer beschädigte Gebäudebestandteile, sowie der Abbruch und Wiederaufbau bei komplett niedergebrannten Häusern. 

Zum Versicherungsschutz gehören – soweit vom Anbieter mitversichert – ebenfalls:

  • Schäden durch Ex- und Implosion,
  • der Aufprall von Fahrzeugen und Luftfahrzeugen,
  • Sengschäden, beispielsweise durch einen Kurzschluss,
  • Schäden durch Rauch und Ruß,
  • Nutzwärmeschäden, etwa durch Ihren Kamin verursacht,
  • Überspannungsschäden, die durch Blitzschlag Ihre Elektrogeräte – wie zum Beispiel Ihre Heizungsanlage – beschädigen können.

Bei der Auswahl des passenden Tarifs sollten Sie den Einschluss dieser Leistungen noch einmal separat überprüfen.

Leitungswasser

Für Schäden durch Rohrbruch und den anschließenden Austritt von Leitungswasser bietet dieser Baustein die nötige Absicherung.

Welche Rohrleitungen im Versicherungsschutz enthalten sind – und welche Zusatzleistungen außerdem erbracht werden – ist dabei tarifabhängig. Folgende Leistungen sind optional und sollten daher beim Versicherungsvergleich beachtet werden:

Ableitungsrohre auf dem Grundstück

Im Grundschutz enthalten sind nur Wasserzuleitungsrohre innerhalb Ihres versicherten Grundstücks. Doch auch bei Defekten an Ableitungsrohren kann Wasser austreten und Ihr Gebäude beschädigen - daher sollten Sie für eine umfassende Absicherung auf den Einschluss dieser Leistung nicht verzichten. 

Ableitungsrohre außerhalb des Grundstücks

Die Ableitungsrohre Ihrer Wasserversorgung enden meist nicht auf Ihrem Grundstück, sondern gehen über dieses hinaus. Nach einem Rohrbruch sind trotzdem Sie für die Wiederinstandsetzung verantwortlich. Sind Ableitungsrohre außerhalb Ihres Grundstücks nicht explizit Teil Ihrer Wohngebäudeversicherung, müssen Sie für diese Kosten jedoch selbst aufkommen.

Zuleitungsrohre außerhalb des Grundstücks

Ebenso verhält es sich mit Zuleitungsrohren, die zwar Ihrer Wasserversorgung dienen, sich aber nicht innerhalb Ihrer Grundstücksgrenzen befinden. Im Schadensfall können Sie von Ihrem Versicherer nur dann Leistungen erwarten, wenn diese Rohrleitungen in Ihrem Tarif ausdrücklich mitversichert sind.

Fremde Zuleitungsrohre auf dem Grundstück

Doch auch bei Zuleitungsrohren auf Ihrem Grundstück greift der Versicherungsschutz nicht uneingeschränkt: Wird Ihre Immobilie infolge eines Rohrbruchs beschädigt, so ist dies im Grundschutz nicht enthalten, wenn das Zuleitungsrohr nicht Ihrer eigenen Wasserversorgung dient. Verläuft es nur durch Ihr Grundstück, versorgt aber ein anderes Haus, ist es nicht automatisch mitversichert. Möchten Sie auch in solchen Fällen abgesichert sein, entscheiden Sie sich für einen Tarif, der fremde Zuleitungsrohre auf Ihrem Grundstück ebenfalls als versichertes Risiko anerkennt.

Beseitigung von Rohrverstopfungen

Nicht nur durch Rohrbruch können Leitungswasserschäden auftreten, sondern bereits die Blockierung des Zu- oder Abflusses kann teuer werden. Die Beseitigung von Rohrverstopfungen sollte daher Bestandteil einer umfassenden Absicherung für Ihre Immobilie sein.

Mehrverbrauch infolge eines Rohrbruchs

Ein Rohrbruch kann an Ihrem Haus enormen Schaden anrichten. Doch nicht nur die Instandsetzung der beschädigten Gebäudebestandteile verursacht Ihnen Kosten. Das ausgetretene Leitungswasser erhöht außerdem Ihren Verbrauch. Möchten Sie auch für diesen Mehrverbrauch Leistungen aus Ihrer Wohngebäudeversicherung erhalten, achten Sie auf den Einschluss dieser Zusatzklausel.

Regenabflussrohre innerhalb des Gebäudes und unterirdisch verlegt

Nicht nur der Verlauf der Rohrleitungen, und welcher Versorgung sie dienen, hat Einfluss darauf, ob Ihr Tarif für entstandene Schäden aufkommt. Neben Zu- und Ableitungsrohren können Sie auch unter- und innerhalb Ihrer Immobilie verlaufende Regenabflussrohre mitversichern. Sind solche Rohrleitungen in Ihr Gebäude integriert, sollten Sie beim Wohngebäudeversicherungsvergleich auf diese Zusatzleistungen Wert legen.

Beschädigung durch Wasserbetten und Aquarien

Auch beim Besitz von Wasserbetten und Aquarien lohnt sich der Vergleich: Durch Beschädigung kann hier ebenfalls Wasser austreten. Verursachte Schäden werden vom Versicherer jedoch nur übernommen, wenn Sie auf den Einschluss dieses Punktes achten.

Sturm und Hagel

Die dritte versicherbare Gefahr bietet Ihnen zum einen Schutz vor finanziellen Folgen durch Hagelschäden, zum anderen versichert sie Ihre Immobilie gegen Sturmschäden.

Bei der Gegenüberstellung der verschiedenen Versicherungen sollten Sie dabei auf die vorausgesetzte Windstärke achten. Während manche Tarife unabhängig von dieser Stärke Leistungen erbringen, springen andere nur ein, wenn eine vereinbarte Mindestwindstärke vorliegt.

Weiterhin gibt es Unterschiede bei der Mitversicherung von Kosten durch umgestürzte Bäume: Sowohl die Beseitigung, als auch die Wiederaufforstung wird nur dann übernommen, wenn dies auch ausdrücklich vereinbart ist.

Zusatzbaustein Elementarschäden – Schutz vor Starkregen, Überschwemmungen, Erdbeben und anderen Naturgefahren

Zusätzlich zu den Grundgefahren Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel können Sie Ihre Gebäudeversicherung durch Einschluss einer Elementarschadenversicherung ergänzen. 

Die Berechnung der Beiträge ist dabei abhängig von der sogenannten ZÜRS-Zone, in der sich Ihre Immobilie befindet. ZÜRS steht dabei für das Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen und ordnet Ihr Gebäude in eine von vier Kategorien ein – von Zone 1 mit geringer Gefahr dieser Naturgewalten, bis Zone 4 mit sehr hoher Gefährdung. 

Folgende Ereignisse gelten dabei als hervorgerufen durch Naturgewalten, und sind somit durch die Elementarschadenversicherung abgesichert:

  • Überschwemmung durch Starkregen und Rückstau,
  • Überschwemmung durch Hochwasser,
  • Schneedruck und Lawinen,
  • Erdrutsche, -senkungen und -beben, und
  • Vulkanausbrüche.

Entscheiden Sie sich für den Einschluss von Elementarschäden, wird für diesen Versicherungsschutz häufig eine separate Selbstbeteiligung hinterlegt, sowie eine Wartezeit für Schutz vor diesen Gefahren.

Zusatzbaustein Glasbruch

Zusätzlich zu den bereits genannten Gefahren können Sie Ihre Wohngebäudeversicherung erweitern und sich gegen Schäden durch Glasbruch versichern. Hier gibt es wiederum von Tarif zu Tarif gravierende Unterschiede. Neben der Versicherung von Bruch an Glasplatten und -scheiben der Gebäude- und Mobiliarverglasung, kann auch der Bruch folgender Bestandteile versichert sein:

  • Kunststoffscheiben und -platten,
  • Lichtkuppeln aus Kunststoff oder Glas,
  • Glasbausteine als Teil anderer Gebäudebestandteile,
  • Wertsteigerung durch die künstlerische Bearbeitung der versicherten Elemente, und
  • Photovoltaikanlagen.

Der Einschluss der versicherten Gefahr “Glasbruch” eignet sich sehr gut für Eigentümer von Gebäuden, die Elemente wie Glaskuppeln oder Wintergärten enthalten, sowie für Besitzer von Photovoltaikanlagen. Aber auch für andere Immobilien bringt die Glasversicherung Vorteile: Mit diesem Premium-Schutz werden nämlich Ihre Fenster durch die Wohngebäudeversicherung abgesichert.

Welche Zusatzleistungen sollte eine Gebäudeversicherung außerdem beinhalten?

Neben den versicherten Gefahren sollten Sie beim Abschluss Ihrer Wohngebäudeversicherung außerdem auf den Einschluss der folgenden Zusatzleistungen achten.

Leistungen bei grober Fahrlässigkeit

Unter Schäden aufgrund von grob fahrlässigem Handeln versteht man eine Beschädigung, die durch die nötige Sorgfalt hätte verhindert werden können.

Tragen Sie also an der Entstehung eines Schadens Mitschuld – durch einen Moment der Unaufmerksamkeit oder eine unüberlegte Handlung –,  kann der Versicherer seine Leistung verweigern.

Mit Sicherheit haben Sie schon einmal die Aussage Irren ist menschlich gehört – denn Unachtsamkeiten und Fehlentscheidungen sind fester Bestandteil unseres Lebens, vor denen niemand komplett geschützt ist. Was aber, wenn durch eine kurze Ablenkung oder Kurzschlussreaktion Ihr Gebäude massiven Schaden davonträgt? Ob Sie das Haus verlassen, während Ihre Waschmaschine läuft, oder das Essen auf dem Herd kurz in Vergessenheit gerät, da Sie durch einen unerwarteten Anruf abgelenkt werden – nur eine Versicherung, die auch in diesem Fall leistet, bietet Ihnen ausreichende Absicherung im Schadensfall

Unterversicherungsverzicht

Eine Unterversicherung entsteht, wenn der Wert Ihres Gebäudes die vereinbarte Versicherungssumme übersteigt. Dies kann passieren, wenn Sie versehentlich die Angaben zu Ihrer Immobilie nicht korrekt ausfüllen, oder vergessen, einen An- oder Umbau rechtzeitig anzuzeigen. Der anfangs errechnete Versicherungswert deckt somit nicht die tatsächlichen Kosten im Schadensfall.

Wird dies bei der Regulierung festgestellt, kann der Versicherer Ihre Leistung anteilig kürzen. Beträgt die vereinbarte Versicherungssumme beispielsweise nur noch 70% des Gebäudewerts, so leistet Ihre Versicherung ebenfalls nur für 70% des Schadens.

Ist in Ihrem Vertrag ein sogenannter Unterversicherungsverzicht vereinbart, verzichtet der Anbieter auf eine solche Kürzung der Zahlung. Inzwischen ist dieser Baustein in nahezu jeden Tarif integriert und gehört somit zum Standard. Gebäudeversicherungen, die diese Mehrkosten nicht decken, bieten Ihnen daher nur eine minderwertige Absicherung – wir raten von solchen Verträgen deshalb in jedem Fall ab.

GaragenCarports und weitere Nebengebäude

Häufig finden sich auf dem versicherten Grundstück neben dem eigentlichen Wohngebäude noch weitere, kleinere Immobilien. In welchem Umfang auch GaragenCarports, Schuppen, Gartenhäuser und weitere Nebengebäude Schutz genießen, ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium beim Vergleich der Gebäudeversicherung. 

Während manche Anbieter auf die namentliche Nennung zusätzlicher Gebäude bestehen, um im Schadensfall zu leisten, versichern andere Ihre Nebengebäude bis zu einer bestimmten Größe automatisch mit. Manchmal dagegen ist der Einschluss von weiteren Immobilien in einen Tarif gar nicht möglich.

Befinden sich auf Ihrem Grundstück ein oder mehrere Nebengebäude, die Sie ebenfalls absichern möchten, hilft Ihnen auch dabei unser Versicherungsvergleich. Wir zeigen Ihnen auf einen Blick, mit welchem Vertrag Sie den passenden Versicherungsschutz erhalten, und ob die genaue Angabe zusätzlicher Gebäude nötig ist.

Schäden an Fußbodenheizung, Solaranlagen, Klima- und Wärmepumpen

Auch Besitzer von Klima- und Wärmepumpen, Solaranlagen und Fußbodenheizungen sollten die Leistungen der verschiedenen Tarife genau abwägen: Schäden an diesen speziellen Gebäudebestandteilen sind nur im Versicherungsschutz enthalten, wenn dies ausdrücklich aus den Bedingungen hervorgeht.

Mitversicherung von Aufräum-, Abbruch-, Transport- und Schutzkosten

Werden durch einen Versicherungsfall Aufräumarbeiten oder gar der Abbruch der Immobilie nötig, so sollten auch diese Kosten von Ihrer Wohngebäudeversicherung übernommen werden. Ebenso verhält es sich mit Aufwendungen, die für den Schutz Ihrer Einrichtung notwendig sind. Müssen Ihre Möbel aus dem Haus transportiert und anderweitig untergebracht werden, bis der Schaden behoben wurde, springt auch dafür der Versicherer ein, soweit dies zum Leistungsspektrum gehört.

Welche Leistungen sind ausgeschlossen?

Sind die genannten Zusatzleistungen nicht ausdrücklich in Ihrer Wohngebäudeversicherung mitversichert, gelten Sie automatisch als von der Leistung ausgeschlossen. Dies betrifft sowohl den Einschluss weiterer Gebäudebestandteile, als auch die vereinbarten versicherten Gefahren.

Außerdem sind in der Gebäudeversicherung Schäden durch Kriege und kriegsähnliche Ereignisse, sowie durch Kernenergie und Strahlung nicht versicherbar.

Wie bei jeder anderen Versicherung besteht ebenfalls der Ausschluss von vorsätzlich herbeigeführten Schäden: Wer sein Gebäude absichtlich beschädigt, erhält keinerlei finanzielle Unterstützung von seinem Versicherer.

Wohngebäude- und Hausratversicherung – Wo liegt der Unterschied?

Die versicherten Gefahren von Wohngebäude- und Hausratversicherung klingen nahezu identisch, und auch die möglichen Zusatzleistungen scheinen gleich. Werden also wirklich beide Absicherungen benötigt? Müssen gewünschte Zusatzbausteine doppelt versichert werden? Welchen Schutz benötigen Sie als Eigentümer der selbst genutzten Immobilie, welchen als Vermieter – und welche Versicherung schützt Ihr Eigentum als Mieter? Wir liefern Ihnen die Antworten!

Die Ereignisse, für die Versicherungsschutz im Schadensfall besteht, sind tatsächlich nahezu identisch in Hausrat- und Gebäudeversicherung. Der Unterschied liegt nicht darin, wie eine Sache beschädigt wurde, sondern darin, was beschädigt wurde.

Handelt es sich um ein fest mit dem Gebäude verbundenes Element – eine Wand, die Heizanlagen, fest verlegten Teppichboden – leistet die Gebäudeversicherung. Bewegliche Gegenstände zur Einrichtung oder zum Gebrauch – Möbel, Kleidung, Elektrogeräte – werden als Hausrat bezeichnet und sind mit der gleichnamigen Versicherung geschützt.

Natürlich gibt es Überschneidungen der beiden Gruppen, bei denen die zuständige Versicherung nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist: passgenau eingebrachte Einbaumöbel, mit dem Gebäude fest verbundene Gegenstände wie Markisen oder Antennen. In diesem Fall kann die Differenzierung schwieriger werden.

Als Vermieter oder Mieter lässt sich das Problem schnell lösen: Die Eigentumsverhältnisse geben Aufschluss über die zuständige Versicherung. Hat der Mieter eine Satellitenschüssel anbringen lassen, die unter seiner Verantwortung steht und zu seinem Besitz zählt, ersetzt sie im Schadensfall seine Hausratversicherung. Wurde die Satellitenschüssel durch den Vermieter aufgestellt, und wird dem Mieter nur zur Verfügung gestellt, gilt sie als Teil des Wohngebäudes und ist somit im Schutz der Gebäudeversicherung enthalten.

Lohnt sich ein Kombiprodukt?

Daher wird für ein gemietetes Objekt auch keine Wohngebäudeversicherung benötigt – der Eigentümer ist für den Schutz der Immobilie verantwortlich. Wer sein Haus vermietet, kann dagegen auf eine Hausratversicherung für dieses Gebäude verzichten – sofern er die Wohnung nicht möbliert zur Verfügung stellt.

Als Eigentümer eines selbst genutzten Wohngebäudes sind für umfassenden Versicherungsschutz beide Verträge nötig. Dabei müssen die Ihnen wichtigen Zusatzleistungen auch in beide Versicherungen eingeschlossen werden, um sowohl das Gebäude, als auch Ihren Hausrat zu schützen.

Dadurch kann sich hier der Abschluss eines Kombiprodukts lohnen, mit dem Sie oftmals außerdem einen Rabatt auf beide Verträge erhalten. In jedem Fall ist es sinnvoll, Wohngebäude- und Hausratversicherung für eine Immobilie bei demselben Anbieter abzuschließen. Sonst laufen Sie Gefahr, dass beide Versicherer die Zuständigkeit für Gegenstände wie Einbaumöbel oder Antennen im Zweifelsfall beim Konkurrenten sehen – und Sie auf Ihre Leistung warten müssen, bis die Zuordnung eindeutig geklärt ist.

Wie hoch ist die Versicherungssumme?

Wie viel eine Immobilie wert ist, ist oft schwer einzuschätzen. Wie rechnet man den Neubauwert eines 50 Jahre alten Gebäudes in heutige Verhältnisse um? Und wie bestimmt man eine Versicherungssumme, wenn man den Neupreis seines Hauses gar nicht kennt?

Aufgrund dieser Schwierigkeiten und den starken Schwankungen der Baupreise über so viele Jahre hinweg, orientieren nahezu alle Versicherer an dem sogenannten gleitenden Neuwert

Was ist der gleitende Neuwert?

Der gleitende Neuwert ist eine vereinbarte Versicherungssumme, die sich jedes Jahr selbstständig an die Veränderungen der Baupreise anpasst.

Damit dieser variable Versicherungswert nicht nur stimmig, sondern auch bei allen Versicherern vergleichbar ist, hat sich eine allgemeingültige Umrechnung etabliert. 

Grundlage für die jährliche Berechnung ist der sogenannte Wert 1914 – dieser gibt an, wie viel der Bau dieses Gebäudes zu üblichen Preisen im Jahre 1914 gekostet hätte. Um die aktuelle Versicherungssumme zu berechnen, wird der Wert 1914 mit dem derzeit gültigen Baupreisindex multipliziert. Dieser wird jedes Jahr vom Statistischen Bundesamt festgelegt und den Versicherern zur Verfügung gestellt.

Hat Ihre Immobilie beispielsweise einen Wert 1914 von 25.000 Mark und Sie möchten Ihre Versicherungssumme im Jahr 2021 berechnen, in dem der Baupreisindex 1568,3 beträgt, so sieht die Rechnung wie folgt aus:

(25.000 x 1568,3) / 100 = 392.075 

Der gleitende Neuwert Ihres Hauses beträgt in diesem Fall im Jahre 2021 392.075 €. Das entspricht dann Ihrer Versicherungssumme.

Sind Baupreisindex und der gleitende Neuwertfaktor identisch?

Nein! Mit dem gleitenden Neuwertfaktor passen Versicherungsunternehmen Ihren jährlichen Beitrag entsprechend zur neuen Versicherungssumme an. Er hängt zwar vom Baupreisindex ab, ist aber eine separate Berechnungsgröße.

Wie berechnet sich der Wert 1914?

Sind Ihnen sowohl das Baujahr, als auch der Neubauwert Ihrer Immobilie bekannt, so lässt sich auch der Wert 1914 daraus berechnen. In unserem Wohngebäudeversicherungsvergleich reicht daher die Eingabe dieser Faktoren. Wir berechnen den Wert 1914 automatisch für Sie.

Haben Sie bereits eine Wohngebäudeversicherung, für die der Wert 1914 bei Abschluss ermittelt wurde, können Sie uns auch diesen in unserem Vergleichsrechner angeben, und wir zeigen Ihnen umgehend die passenden Tarife aller Anbieter.

Doch auch, wenn Sie sich bei diesen Angaben nicht sicher sind, stellt das kein Problem dar. Wir führen Sie Step-by-Step durch die relevanten Fragen zu Ihrem Gebäude – und ermitteln so den Wert 1914. 

Welche Faktoren beeinflussen den Versicherungswert?

Folgende Punkte sind nötig, um den Wert 1914 anhand der Gebäudemerkmale zu berechnen:

Baujahr und Sanierungen

Das Baujahr Ihres Gebäudes hat Auswirkungen auf dessen Wert. Auch Sanierungen der Immobilie oder einzelner Bestandteile beeinflussen den gleitenden Neuwert

Gebäudeart und Stockwerke

Die Werte von Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäusern unterscheiden sich voneinander. Ob das Gebäude freistehend ist oder Teil eines Komplexes, spielt ebenfalls eine wichtige Rolle - genauso wie die Anzahl der Stockwerke.

Bauartklasse

Haben Sie ein Massiv- oder Fertighaus? Welches Material wurde beim Bau verwendet? Diese Faktoren bestimmen die Bauartklasse Ihrer Immobilie. Auch diese wird in unserem Vergleichsrechner automatisch aufgrund Ihrer Angaben ermittelt.

Art des Daches und Ausbau

Bei der Berechnung wird zwischen Flach- und Spitzdach unterschieden. Ob der Dachboden als Wohnraum genutzt werden kann oder nicht, beeinflusst den Wert ebenfalls.

Unterkellerung und Ausbau

Ein weiterer Faktor ist, ob das Gebäude unterkellert ist, und wie sich die Beschaffenheit dieser Kellerräume gestaltet.

Wohnfläche

Die zugrunde liegende Wohnfläche ist essenziell zur Ermittlung des Versicherungswertes. Reine Nutzflächen dürfen Sie dabei außer Acht lassen – beispielsweise Heizungsräume und Abstellkammern. Auch Treppenhaus, Balkon und Garage gehören nicht zur Wohnfläche, sowie nicht ausgebaute Räume von Dachboden und Keller.

Hochwertige Einbauten

Haben Sie außergewöhnlich hochwertige Einbauten, sollte der Versicherungswert diese mit umfassen. Beispiele hierfür sind großflächige Verlegung von wertvollem Parkettboden, Wärmepumpen- und Solaranlagen, mehrfach isolierte Verglasung, oder die Installation einer Fußbodenheizung.

Anzeige von An- und Umbauten

Ändert sich an den gemachten Angaben durch An- oder Umbau des Gebäudes etwas, sollten Sie dies Ihrem Versicherer umgehend anzeigen, damit auch Ihre Versicherungssumme daran angepasst wird. 

Versicherung von Neubauten – Ab wann wird die Gebäudeversicherung benötigt?

Auch wenn Sie gerade erst mit der Planung Ihres Eigenheims starten, sollten Sie sich bereits Gedanken über den passenden Versicherungsschutz machen. Eine Feuerrohbauversicherung bietet schon ab Baubeginn Schutz vor Brandschäden und ist für eine Baufinanzierung meist obligatorisch.

Vergleichen Sie bereits in der Planungsphase Ihre Gebäudeversicherung – damit genießen Sie ab Fertigstellung vollständigen Versicherungsschutz. Außerdem können Sie sich die Kosten für die Versicherung des Rohbaus sparen – achten Sie bei Ihrem Vergleich stattdessen darauf, dass eine beitragsfreie Feuerrohbauversicherung Bestandteil des Vertrages ist.

Kündigung der Wohngebäudeversicherung

Wohngebäudeversicherungen haben meistens eine Laufzeit von einem Jahr. Eine ordentliche Kündigung ist immer zum Ablauf möglich – das für gewöhnlich mit einer Frist von 3 Monaten.

Manche Versicherer gewähren bei Abschluss einen sogenannten Dauerrabatt für eine Mindestlaufzeit von 3 Jahren. Eine Kündigung ist damit erstmals 3 Jahre nach Vertragsschluss möglich. Andere Anbieter werben mit Tarifen, die täglich zum Monatsende kündbar sind.

Genaue Informationen zu Ihrem ordentlichen Kündigungsrecht finden Sie in Ihrer Versicherungspolice. Wer hier nicht lang suchen möchte, der kann auch eine Kündigung zum nächstmöglichen Zeitpunkt aussprechen. Bitten Sie dabei zusätzlich um die Angabe des Enddatums in Form einer Kündigungsbestätigung. Somit erhalten Sie das Datum, zu dem Ihre neue Gebäudeversicherung beginnen sollte, schwarz auf weiß.

Nach Abschluss eines Schadensfalls, sowie bei einer Beitragserhöhung durch den Versicherer, steht Ihnen außerdem ein außerordentliches Kündigungsrecht zu. Auf dieses muss Ihr Anbieter Sie sogar hinweisen – das aufmerksame Lesen Ihrer Beitragsrechnung und des Abschlussberichts der Schadenregulierung lohnt sich daher immer.

Wenn Sie eine außerordentliche Kündigung aussprechen, empfehlen wir Ihnen, dies explizit im Kündigungsschreiben mitzuteilen. Andernfalls akzeptieren manche Versicherungsunternehmen die Vertragsbeendigung nicht, sondern verweisen auf die Bedingungen des ordentlichen Kündigungsrechts.

Was passiert mit der Wohngebäudeversicherung, wenn ich das Haus verkaufe?

In diesem Fall ist eine Kündigung nicht nötig – Ihre Immobilienversicherung geht zunächst automatisch auf den neuen Eigentümer über.

Sie haben ein Wohngebäude gekauft, und möchten die bisherige Versicherung nicht weiterführen? Auch in diesem Fall steht Ihnen ein außerordentliches Kündigungsrecht zu. Ab der Änderung des Grundbucheintrags haben Sie einen Monat lang Zeit, davon Gebrauch zu machen - und können die Zeit nutzen, um mit unserem Versicherungsvergleich einen besseren Vertrag zu finden. 

Fazit

Nur wenige Hausbesitzer haben ein noch wertvolleres Eigentum als Ihre Immobilie. Damit steht außer Frage, dass dieser Besitz auch umfassend geschützt werden sollte.

Den richtigen Versicherungsschutz zu finden, kann ohne Vorkenntnisse aber schwierig sein: Die Ermittlung des passenden Versicherungswertes scheint verwirrend, und von welchen Leistungen und Zusatzbausteinen Sie wirklich profitieren, ist oft schwer einzuschätzen.

Gegen diese Problematik schaffen wir Abhilfe. In unserem Wohngebäudeversicherungsvergleich ermitteln wir für Sie die richtige Versicherungssumme. Anschließend stellen wir Ihnen die optionalen Leistungen vor – und wer sie wirklich braucht. Haben Sie den perfekten Versicherungsschutz für Ihre Immobilie gefunden, zeigen wir Ihnen, wer ihn zum günstigsten Preis anbietet.

Statt langer Recherchen und dem Einholen dutzender Angebote verschiedener Versicherer, finden Sie so mit unserem Vergleichsrechner in nur 15 Minuten eine individuell abgestimmte Wohngebäudeversicherung.