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Haftpflichtversicherung vergleich

Alles rund um die Private Haftpflichtversicherung

Sie sind auf der Suche nach einem zuverlässigen Haftpflichtversicherung Vergleich? Dann sind Sie bei uns fündig geworden – denn in unserem Ratgeber erfahren Sie alles rund um diesen Versicherungsschutz. Dazu informieren wir Sie zunächst, in welchen Fällen eine Privathaftpflichtversicherung greift, für wen ein solcher Schutz sinnvoll ist, und für welche Deckungssumme Sie sich entscheiden sollten. Auch haben wir die Vor- und Nachteile einer Selbstbeteiligung, sowie die verschiedenen Arten von Haftpflichtversicherungen für Sie zusammengestellt. Zudem zeigen wir Ihnen, welche Zusatzleistungen sinnvoll sind und geben Ihnen zuletzt wertvolle Tipps für den Versicherungswechsel an die Hand, damit Sie schnell zu Ihrer Wunschversicherung finden.


Haftpflichtversicherung Vergleich - Alles rund um den Versicherungsschutz

Was bedeutet Haftpflicht?

Die Haftpflicht – auch Schadensersatzpflicht – wird vom Gesetzgeber im BGB § 823 wie folgt definiert:

Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.

Haftpflicht bedeutet also, Sie müssen jenen Schaden dem Sie einem anderen Menschen zufügen, ersetzen – egal, ob nun körperlich, materiell oder auch finanziell.

Haftpflichtversicherungen im Vergleich

Mit unserem Haftpflichtversicherungs-Vergleich können Sie jetzt auf einfachem Wege die besten Haftpflichtversicherungen für Ihre individuellen Anforderungen ermitteln. Nutzen Sie jetzt unseren Vergleich - er steht Ihnen rund um die Uhr und völlig kostenlos zur Verfügung.

Wozu dient eine Privathaftpflichtversicherung?

Grundsätzlich bietet eine Privathaftpflichtversicherung ihren Nutzern Schutz für eine Reihe von Sach- und Personenschäden an. Im Folgenden haben wir für Sie zusammengefasst, um welche Schäden es sich hierbei in der Regel handelt.

Sachschäden

Beschädigen oder zerstören Sie den Besitz eines anderen, wird dies als Sachschaden bezeichnet.

Beispiel 1: 

Sie gehen in Ihrer Mittagspause mit Kollegen im nahegelegenen Restaurant essen. Wie Sie nach Ihrem Getränk greifen, stoßen Sie versehentlich das Glas eines Kollegen um (unglücklicher Weise gefüllt mit Traubensaft). Der Inhalt ergießt sich direkt auf sein teures, weißes Hemd.

Dem Kollegen ist natürlich klar, dass es sich um ein nicht beabsichtigtes Missgeschick handelt. Das Hemd hat er aber erst letzte Woche für 80,- € gekauft. Er möchte daher, dass Sie ihm dieses ersetzen.

Ihr Kollege darf von Ihnen verlangen, dass Sie für seinen Sachschaden aufkommen. Sie haben ihn verursacht – wenn auch nicht mit Absicht. Daher müssen Sie die 80,- € für ein neues Hemd bezahlen.

Beispiel 2:

Sie gehen zu Fuß zum nahegelegenen Bäcker. Ihre Aufmerksamkeit wird kurz anderweitig beansprucht — oder vielleicht versinken Sie nur einen Moment in Ihren Gedanken. Sie überqueren die Straße, ohne ausreichend auf den Verkehr zu achten. Der heranfahrende Pkw-Fahrer sieht Sie zwar noch rechtzeitig und weicht Ihnen aus, rammt dadurch aber ein am Straßenrand geparktes Fahrzeug. Keiner ist verletzt, doch die beiden Autos haben deutliche Beulen.

Für die beschädigten Fahrzeuge sind Sie haftbar, da Sie als Fußgänger den Unfall verursacht haben. Sie müssen für die Reparatur beider Pkws aufkommen. Der Blechschaden kostet Sie über 3000,- €. 

Personenschäden

Wird Ihretwegen eine andere Person verletzt, bezeichnet man sowohl die akute Verletzung, als auch langfristige gesundheitliche Folgen, als Personenschäden. 

Beispiel 3:

Während des Einkaufes im Supermarkt stolpern Sie und fallen hin. Dabei streifen Sie ein kleines Mädchen, das in Ihrer Nähe stand. Auch dieses fällt zu Boden.

Sie sind nochmal mit einem Schrecken davongekommen, aber das Mädchen ist unglücklich gegen das Regal gefallen und hat sich den Arm gebrochen.

Zunächst kommt in diesem Fall die Krankenversicherung des Kindes für die Arzt- und Behandlungskosten des gebrochenen Arms auf. Diese fordert dann aber die entstandenen Kosten von Ihnen ein, da die Verletzung durch Ihr Verschulden entstand. Die Krankenkasse nimmt Sie somit in Regress und Sie müssen die Behandlung aus eigener Tasche zahlen: Knapp 3500,- € fallen für Sie an.

Beispiel 4:

Sie sind mit dem Fahrrad unterwegs und übersehen beim Abbiegen das Schild “Vorfahrt gewähren”. Dadurch nehmen Sie einem heranfahrenden Lkw die Vorfahrt. Er weicht Ihnen aus und kollidiert dabei mit dem Motorradfahrer des Gegenverkehrs. 

Dieser wird nicht nur frontal gerammt, sondern auch noch gegen die Fahrbahnbegrenzung geschleudert. Er überlebt zwar, ist aber für den Rest seines Lebens querschnittsgelähmt.

Wieder geht die Krankenversicherung des Geschädigten in Vorleistung und nimmt Sie anschließend in Regress. Sie müssen Schadensersatz leisten. Auf Sie kommen nicht nur die Sachschäden an LKW und Motorrad zu, sondern auch die Personenschäden des Motorradfahrers: OP-Kosten, lebenslange ärztliche Behandlungen, Rechnungen für Rollstuhl und Treppenlift. 

Die sofortigen Schadensersatzansprüche belaufen sich bereits auf knapp 65.000 €. Außerdem müssen Sie auch für alle zukünftig nötigen Folgebehandlungen aufkommen — auf unbegrenzte Zeit.

Vermögensschäden

Verliert jemand durch Ihr Verschulden einen Teil seines Vermögens, sind Sie auch dafür haftpflichtig. Man unterscheidet dabei zwischen echten und unechten Vermögensschäden: Der unechte ist die Folge eines vorangegangenen Sach- oder Personenschadens. Ein echter dagegen – auch reiner Vermögensschaden genannt – entsteht ohne einen zusätzlichen Schaden an Gegenständen oder Personen.

Beispiel eines unechten Vermögensschadens:

Der verunfallte Motorradfahrer aus Beispiel 4 kann aufgrund seiner Verletzungen seinen Beruf als Gerüstbauer nicht länger ausüben. Zwar findet er eine andere Arbeitsstelle, verdient aber monatlich 400,- € weniger. Als Folge des Personenschadens entsteht ihm also ein unechter Vermögensschaden.

Auch hierfür sind Sie haftbar. Für die Gehaltsdifferenz kann er Sie zur Rechenschaft ziehen. Das sind beispielsweise bei einer verbleibenden Berufszeit von 25 Jahren zusätzlich 120.000 € Schadensersatz.

Beispiel eines echten Vermögensschadens:

Sie sind für Ihren Arzttermin spät dran und bemerken daher nicht, dass Ihr geparktes Auto die Ausfahrt eines Bauunternehmens teilweise blockiert. Kurz darauf müssen die Arbeiter zu Ihrem nächsten Auftrag fahren – doch die benötigten Fahrzeuge können wegen Ihres Pkws nicht aus dem Betriebsgelände fahren. Die Firma muss zwei Stunden warten, bis Sie zurückkommen und Ihr Missgeschick bemerken. Das Unternehmen verliert den Gewinn von zwei Stunden Arbeit.

Obwohl keine Sache beschädigt wurde und keine Person zu Schaden kam, entsteht der Firma reiner Vermögensschaden. Sie konnte einen Teil Ihrer Maschinen nicht verwenden und musste Angestellte bezahlen, die die geplante Arbeit aber nicht verrichten konnten. 

Sie verlangt von Ihnen, für den Verlust in Höhe von 800 € aufzukommen. Auch hierfür sind Sie schadensersatzpflichtig.

Abwehr unberechtigter Ansprüche: Passive Rechtsschutzfunktion der privaten Haftpflichtversicherung

Eine Haftpflichtversicherung hat neben der Funktion, berechtigte Schadensersatzansprüche zu begleichen, noch eine weitere: Sie wehrt unberechtigte Ansprüche ab. Das wird auch als passive Rechtsschutzfunktion bezeichnet.

Beispiel Abwehr unberechtigter Ansprüche:

Sie sind zu Besuch bei einem Bekannten. Im Flur stolpern Sie und suchen nach Halt. Sie greifen reflexartig zu der kleinen Kommode neben Ihnen und reißen diese mit um. Der darauf abgelegt Laptop fällt zu Boden und lässt sich nicht mehr einschalten.

Obwohl der Laptop schon deutliche Gebrauchsspuren hat – und auch nicht wie das neueste Modell wirkt – verlangt Ihr Bekannter von Ihnen Schadensersatz in Höhe von 2000,- €. So viel hat der PC vor 8 Jahren bei der Anschaffung gekostet.

Sie müssen zwar für den entstandenen Sachschaden aufkommen, dieser entspricht aber nicht dem Neupreis des Gegenstands. Der Computer hat inzwischen an Wert verloren und ist längst keine 2000,- € mehr wert. Ihre Privathaftpflichtversicherung ermittelt den Zeitwert des Laptops und zahlt Ihrem Bekannten Schadensersatz in Höhe von 300,- €. Damit haben Sie Ihre Haftpflicht erfüllt. 

Klagt Ihr Bekannter auf höheren Schadensersatz, dann vertritt Sie Ihre private Haftpflichtversicherung vor Gericht und kommt für die Kosten des Rechtsstreits auf.

Für wen ist die private Haftpflichtversicherung sinnvoll?

Kurz und knapp: für jeden! Schadensersatzansprüche können von einigen Euros bis hin zu siebenstelligen Summen reichen. In jedem Fall haften Sie für Ihr Verschulden – wenn nötig auch Ihr Leben lang. 

Schädigen Sie Ihr Gegenüber beim Führen eines Fahrzeugs, leistet die Kfz-Versicherung – diese Art der Haftpflichtversicherung ist sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Verursachen Sie allerdings als Fußgänger oder Radfahrer einen Verkehrsunfall, lassen versehentlich das Handy eines Freundes fallen oder verlieren Ihren Schlüssel für die Mietwohnung, kann ebenfalls ein erheblicher Schaden entstehen. 

Hierfür bietet Ihnen die private Haftpflichtversicherung einen Versicherungsschutz. Daneben gibt es noch weitere Haftpflichtversicherungen, die Ihnen für verschiedene Risiken Schutz vor Schadensersatzansprüchen bieten.

Braucht jedes Familienmitglied eine eigene Haftpflichtversicherung?

Die Antwort auf diese Frage kommt ganz auf den von Ihnen gewählten Versicherungsschutz an. Während es spezielle Tarife für Alleinstehende gibt, versichern andere Verträge gleich ganze Haushalte. In der Regel ist eine Haftpflichtversicherung für die ganze Familie deutlich preisgünstiger, als jedes Familienmitglied einzeln zu versichern. Grundsätzlich können Sie in Ihrer Privathaftpflichtversicherung folgende Personen mitversichern:

  • Im gleichen Haushalt lebende Ehegatten, Lebenspartner oder Lebensgefährten
  • im gleichen Haushalt lebende, unverheiratete Kinder unter 18 Jahren
  • unverheiratete Kinder ab 18 Jahren bis zum Schulabschluss, sowie bis zum Abschluss einer direkt anschließenden Berufsausbildung oder eines direkt anschließenden Studiums
  • im gleichen Haushalt lebende, alleinstehende Eltern oder Großeltern

Stief-, Adoptiv-, und Pflegekinder werden hierbei leiblichen Kindern gleichgestellt.

Haben Sie Familienmitglieder, auf die diese Punkte zutreffen? Dann sollten Sie beim Vergleich der verschiedenen Tarife darauf achten, dass der Versicherungsschutz auch die jeweilige Personengruppen miteinschließt. 

Welche Deckungssumme ist sinnvoll?

Wie wichtig der Schutz gegen Schadensersatzansprüche ist, steht wie bereits beschrieben außer Frage. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit kann für Sie den finanziellen Ruin bedeuten, wenn Sie nicht ausreichend versichert sind. Doch welche Versicherungssumme muss eine gute Privathaftpflichtversicherung mindestens vorweisen können, um angemessenen Schutz zu bieten?

Die meisten Tarife bieten eine Deckungssumme zwischen 5 Mio. Euro und 50 Mio. Euro an. Auf den ersten Blick scheint eine solch hohe Absicherung unnötig – aber gerade bei Unfällen im Straßenverkehr kann die Summe der Personenschäden, Sachschäden und Vermögensschäden zusammen schnell ins Unvorstellbare ansteigen.  Dann reicht oftmals selbst eine Summe von 5 Mio. Euro nicht mehr als Schadensersatzleistung aus.

Daher sollten Sie unter den Tarifen nicht nur den günstigsten wählen, sondern auch die Höhe der Deckungssumme prüfen. Meist unterscheidet sich der Preis nur geringfügig, selbst bei zehnmal so hoher Absicherung. Für einen ausreichenden Schutz empfehlen wir Ihnen, sich für einen Anbieter mit mindestens 20 Mio. € Versicherungssumme zu entscheiden. 

Sollte in der privaten Haftpflichtversicherung eine Selbstbeteiligung vereinbart werden?

Haben Sie in Ihrem Vertrag eine Selbstbeteiligung vereinbart, so müssen Sie Schäden bis zu dieser Summe selbst begleichen. Übersteigt der Schaden die Summe, übernimmt die Versicherung die höheren Schadensersatzansprüche – Ihre Selbstbeteiligung müssen Sie aber auch in diesem Fall bezahlen.

Selbstbeteiligungen sind vor allem in den Kfz-Kaskoversicherungen sehr verbreitet. Ist der Versicherungsnehmer bereit, bei jedem Vollkaskoschaden 500,- € selbst zu bezahlen, kann dies den Beitrag erheblich vermindern. 

Die Privathaftpflichtversicherung ist aber ein verhältnismäßig günstiger Vertrag, wodurch die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung meist nur geringfügige Auswirkungen auf den Preis hat. Daher sollten Sie beim Wechsel das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht aus den Augen verlieren: Entscheiden Sie sich nur für eine Selbstbeteiligung, wenn es Ihren Beitrag erheblich reduziert!

Denn im Schadensfall bezahlen Sie sonst immer auch aus eigener Tasche – und haben schnell ein Vielfaches der Preisdifferenz ausgegeben.

Verschiedene Arten von Haftpflichtversicherungen

Die private Haftpflichtversicherung ist die Grundlage Ihres Schutzes gegen Schadensersatzansprüche. Sie haftet für von Ihnen verursachte Schäden – allerdings ist dieser Schutz eingeschränkt. Für hohe Risikofaktoren benötigen Sie oft eine zusätzliche Haftpflichtversicherung, oder aber die ausdrückliche Mitversicherung dieser Leistung. 

Welche Gefahren Sie explizit in Ihre Versicherung einschließen müssen, um abgesichert zu sein – oder wofür Sie sogar einen eigenständigen Vertrag brauchen – erfahren Sie in unserem Versicherungsvergleich:

Kfz-Haftpflichtversicherung

In Deutschland muss jedes für den Straßenverkehr zugelassene Fahrzeug haftpflichtversichert sein. Eine Kfz-Haftpflichtversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben und lässt sich nicht in die Privathaftpflichtversicherung integrieren.

Tierhalterhaftpflichtversicherung

Tierbesitzer haften automatisch für Schäden, die das eigene Tier verursacht hat. Ob der Schaden unvermeidlich war, das spielt dabei keine Rolle: Der Besitzer eines Tieres haftet im Rahmen der Gefährdungshaftung für jeden durch sein Tier entstandenen Schaden.

Halter von Katzen und Tieren in Käfigen, Aquarien und Terrarien sind über Ihre private Haftpflichtversicherung bereits ausreichend abgesichert. Hunde- oder Pferdebesitzer benötigen aber zusätzlichen Versicherungsschutz: entweder durch eine ausdrückliche Leistungserweiterung der Privathaftpflichtversicherung oder durch Abschluss einer separaten Tierhalterhaftpflichtversicherung.

Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung

Auch der Besitz eines Grundstücks oder einer Immobilie bringt zusätzliche Risiken für Schadensersatzansprüche mit sich: Kommt auf Ihrem Grund und Boden ein anderer zu Schaden, weil Sie Ihrer Verkehrssicherungspflicht nicht ausreichend nachgekommen sind, sind Sie haftpflichtig. 

Ob ein nicht ausreichend gestreuter Eingang, eine defekte Lampe im Treppenbereich oder ein unbebautes Grundstück, dessen angrenzender Gehweg durch nasses Laub rutschig wird – Ihre Versicherung leistet nur Schadensersatz, wenn eine Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung abgeschlossen oder die Leistung in der privaten Haftpflichtversicherung vereinbart wurde.

Vermieten Sie Ihre Immobilien oder Grundstücke, muss dies ebenfalls explizit im Leistungskatalog inbegriffen sein – sonst sind mit der Vermietung zusammenhängende Schäden ausgeschlossen.

Bauherren-Haftpflichtversicherung

Werden auf Ihrem Grundstück Baumaßnahmen durchgeführt, benötigen Sie für deren Dauer sogar noch umfangreicheren Schutz. Der Abschluss einer Bauherrenhaftpflicht ist unbedingt notwendig, soweit diese nicht bereits Bestandteil Ihrer Privathaftpflichtversicherung ist.

Berufshaftpflichtversicherung und Vermögensschadenhaftpflichtversicherung

Selbstständige und Freiberufler benötigen ebenfalls eine separate Absicherung, um vor beruflich entstandenen Schadensersatzansprüchen geschützt zu sein. Handelt es sich nur um eine selbstständige Nebentätigkeit, ist eine Mitversicherung in der privaten Haftpflichtversicherung möglich. Sind Sie aber hauptberuflicher Unternehmer, benötigen Sie auch für diesen Schutz einen separaten Versicherungsvertrag.

Planen oder programmieren Sie dabei als Freelancer, oder gehen einer beratenden Tätigkeit nach, sollten Sie zusätzlich eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abschließen. Sie kommt für reine Vermögensschäden auf, die Sie durch Ihre Arbeit verursachen. Diese sind in der Berufshaftpflichtversicherung meist ausgeschlossen.

Welche zusätzlichen Leistungen sind sinnvoll?

Neben Risiken, für die eigenständige Haftpflichtversicherungen angeboten werden, gibt es auch noch zusätzliche Gefahren, die Sie nur durch einen Leistungszusatz in Ihrer privaten Haftpflichtversicherung versichern können:

Grobe Fahrlässigkeit

Grob fahrlässig handelt laut Definition, wer seine Sorgfaltspflicht in hohem Maße verletzt. Verursachen Sie einen Schaden durch Unachtsamkeit hohen Ausmaßes übernimmt der Versicherer in diesem Fall nur einen Teil der Schadensersatzleistung. Für den Rest müssen Sie selbst aufkommen, da Sie grob fahrlässig gehandelt haben.

Doch wann beginnt diese ausgeprägte Unachtsamkeit? Leider lässt sich diese Frage nicht pauschal beantworten, sondern hängt von der jeweiligen Situation ab. Das macht eine Leistungseinschränkung bei grober Fahrlässigkeit für Sie zu einem nicht abschätzbaren Risikofaktor. 

Momente der Unachtsamkeit – sogar einer Unachtsamkeit in großem Maße – kennen Sie aber mit Sicherheit aus Ihrem Alltag. Dass die eigene Konzentration im Laufe des Tages nicht nur Höhepunkte, sondern auch Tiefpunkte erreicht, ist nur menschlich. 

Diese Tiefpunkte können Ihnen aber im Schadensfall teuer zu stehen kommen. Beim Vergleich einer privaten Haftpflichtversicherung sollten Sie daher auf jeden Fall einen Tarif wählen, bei dem ausdrücklich auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit verzichtet wird.

Forderungsausfalldeckung

Die Forderungsausfalldeckung schützt Sie nicht vor Schadensersatzansprüchen – Sie hilft Ihnen, im Schadensfall selbst eine angemessene Ersatzleistung zu erhalten. Werden Sie von einem anderen geschädigt, so muss er für diesen Schaden aufkommen.

Was passiert aber, wenn der Schädiger zahlungsunfähig ist? Wenn sein Vermögen und sein Einkommen nicht ausreichen, um Sie angemessen zu ersetzen? Wenn er keine private Haftpflichtversicherung besitzt? Wer erstattet Ihnen in diesem Fall Ihren Schaden?

Haben Sie in Ihrer Privathaftpflichtversicherung den Leistungszusatz der Forderungsausfalldeckung vereinbart, springt hier Ihre eigene Versicherung ein. Ohne diesen Zusatzbaustein müssen Sie die Kosten selbst tragen. Das macht auch die Forderungsausfalldeckung zu einem äußerst wichtigen Kriterium bei Ihrem Versicherungsvergleich.

Weltweite Deckung

In einem Großteil der Haftpflichtversicherungen ist eine europaweite Deckung vereinbart. Missgeschicke und Unfälle kennen leider keine Landesgrenzen – weswegen Sie Angebote mit weltweiter Deckung auf jeden Fall bevorzugen sollten. Selbst wenn Sie nur selten außerhalb Europas verreisen, erhöht diese Zusatzleistung den Beitrag meistens kaum – und bleibt daher rentabel.

Gefälligkeitsschäden

Von einem Gefälligkeitsschaden spricht man, wenn der von Ihnen verursachte Schaden entstanden ist, weil Sie jemandem unentgeltlich und aus freien Stücken heraus geholfen haben. Helfen Sie zum Beispiel einem Freund bei seinem Umzug und verursachen hierbei einen Schaden, sind Sie laut Gesetz nicht zum Schadensersatz verpflichtet.

Auf die Freundschaft wirkt es sich dagegen wohl kaum positiv aus, wenn Ihr Freund auf seinem Schaden sitzen bleibt. Daher sind bei vielen Privathaftpflichtversicherungen auch Gefälligkeitsschäden im Schutz enthalten. Der Schaden wird reguliert, obwohl Sie rechtlich nicht haftpflichtig sind.

Schäden an geliehenen und gemieteten Sachen

In der Vergangenheit war Schadensersatz an geliehenen oder gemieteten Gegenständen bei der privaten Haftpflichtversicherung meistens ausgeschlossen. Inzwischen ist diese Leistung aber bei vielen Versicherungen integriert. Vor Vertragsschluss sollten Sie daher auch diesen Punkt überprüfen.

Als Wohnungsmieter sollten Sie außerdem auf den Einschluss von Mietsachschäden achten. Das sind Schäden an einem ganz besonderen, gemieteten Gegenstand: ihrem Zuhause. Ein Sprung im Waschbecken oder ein Fleck im fest verlegten Teppich sind schnell passiert. Achten Sie daher darauf, dass auch diese Schäden von Ihrer Haftpflichtversicherung abgedeckt sind.

Ein Sonderfall unter den Mietsachschäden sind Allmählichkeitsschäden. Sie entstehen nicht innerhalb eines kurzen Moments, sondern innerhalb eines längeren Zeitraums – beispielsweise durch Feuchtigkeit oder Staub. Beschädigen Sie eine Rohrleitung, während Sie ein Loch in Ihre Wand bohren, bemerken Sie dies im ersten Moment oft gar nicht. Erheblicher Schaden kommt vor allem dadurch zustande, dass Wasser ungesehen austritt und ins Mauerwerk vordringt. Diese schleichende Beschädigung wäre ein Allmählichkeitsschaden, der bei einer guten Privathaftpflichtversicherung inbegriffen sein sollte.

Schlüsselverlust

Der Verlust eines Schlüssels kann weitreichende Folgen haben: Der Austausch eines Sicherheitsschlosses kostet durchschnittlich etwa 300,- €. Gehört der verlorene Schlüssel zu einer Schließanlage, die in diesem Fall komplett ersetzt werden müsste, beträgt der Schaden ein Vielfaches.

Durch Schlüsselverlust entstehende Schadensersatzansprüche können Sie durch einen entsprechenden Leistungseinschluss in Ihrer privaten Haftpflichtversicherung absichern. Beachten Sie dabei, dass berufliche Schlüssel nur als mitversichert gelten, wenn auch dies ausdrücklich vereinbart wurde.

Deliktunfähige Kinder

Ist Ihr Kind eine der mitversicherten Personen in Ihrem Tarif, genießt es ebenfalls Versicherungsschutz. Kinder unter 6 Jahren sind allerdings nicht deliktfähig – im Straßenverkehr werden sie das sogar erst mit 10 Jahren. Das bedeutet, bis zu diesem Alter kann Ihr Kind nicht zum Schadensersatz verpflichtet werden. Somit wäre auch eine Haftpflichtversicherung nicht in der Leistungspflicht.

Zerkratzt nun Ihr noch deliktsfähiges Kind des Nachbars Neuwagen oder lässt das Smartphone von einem Ihrer Freunde fallen, hat der Geschädigte keinen Anspruch auf Schadensersatz. Zwar ist Ihr Kind nicht haftpflichtig, aber die bisher gute Beziehung zwischen Ihnen und dem Gegenüber trägt sicher ebenfalls bleibende Schäden. Achten Sie daher als Eltern unbedingt auf den Leistungseinschluss von Schäden durch deliktunfähige Kinder – damit Ihre private Haftpflichtversicherung den Schaden trotzdem reguliert.

Gut zu wissen: Kann Ihr deliktunfähiges Kind den Schaden nur verursachen, weil Sie Ihre Aufsichtspflicht verletzt haben, springt die Privathaftpflichtversicherung auch ohne diesen Zusatzbaustein ein – denn letztlich sind Sie in diesem Fall haftpflichtig, und nicht Ihr Kind.

Internetnutzung / Datenaustausch

In der vernetzten Welt wird dieser Leistungszusatz zunehmend wichtiger: Schäden, die Sie durch den Austausch von Daten oder die Nutzung des Internets verursachen. 

Jeder Besitzer eines PCs ist wohl schon einmal mit einem Computervirus in Berührung gekommen. Diese können nicht nur elektronische Geräte gänzlich unbrauchbar machen, sondern auch unbemerkt sensible Daten ausspionieren. 

Übertragen Sie den Virus versehentlich auf andere Computer – beispielsweise per E-Mail oder durch den Anschluss eines USB-Sticks – kann er auch in dem anderen System beträchtlichen Schaden anrichten. Für diesen sind Sie schadensersatzpflichtig. 

Durch eine private Haftpflichtversicherung mit dem Leistungseinschluss von Schäden durch Internetnutzung und Datenaustausch kommt Ihr Versicherer für diese Schäden auf.

Ehrenamt

Üben Sie in Ihrer Freizeit ein Ehrenamt aus, ist diese Tätigkeit nicht zwangsläufig durch Ihre Privathaftpflichtversicherung abgesichert. Viele Anbieter haben Ihre Leistungen aber bereits um diesen Zusatz erweitert. Beim Vergleich sollten Sie dieses Kriterium überprüfen, falls Sie ehrenamtlich tätig sind.

Öltank

Besitzen Sie einen Öltank, kann dieser bei Defekt erhebliche Umweltschäden verursachen. Diese werden von der privaten Haftpflichtversicherung nur übernommen, wenn dieser Punkt explizit vereinbart wurde.

Photovoltaik

Auch Besitzer einer Photovoltaikanlage müssen auf einen ausdrücklichen Leistungszusatz achten. Ohne diesen wird bei Schäden, die durch Ihre Solaranlage entstehen, nicht geleistet.

Spezielle Hobbys

Bei manchen Sportarten und bei der Ausübung mancher Freizeitaktivität ist die Zahl der Schadensfälle besonders hoch. Daher sind diese Beschäftigungen bei manchen Tarifen von der Leistung ausgeschlossen. Sie sollten daher den Leistungskatalog eingehend überprüfen, wenn Sie einem der folgen Hobbys nachgehen:

  • Fahrrad fahren
  • Reiten
  • Surfen
  • Drohnen steuern
  • Jagen (auch allein der Besitz einer Waffe muss ausdrücklich mitversichert sein!)
  • Motorboot fahren
  • Ruderboot fahren

Wann leistet die Privathaftpflicht nicht?

Vorsatz

Haben Sie einen Schaden absichtlich verursacht, haften Sie ausschließlich mit Ihrem eigenen Vermögen. Es besteht kein Versicherungsschutz.

Eigenschäden

Ist der Geschädigte einer Ihrer Angehörigen, mit dem Sie in häuslicher Gemeinschaft leben, ist der Versicherungsschutz ebenfalls ausgeschlossen.

Nicht versicherte Risiken und Zusatzleistungen

Wir haben Ihnen bereits gezeigt, welche Haftpflichtversicherungen es gibt, wer die jeweilige Absicherung benötigt, und welche Zusatzbausteine für Sie wichtig sein könnten. Wurde eine der Leistungen nicht ausdrücklich in Ihrem Vertrag vereinbart, so wird diese auch nicht im Schadensfall wirksam.

Haben Sie beispielsweise einen Schaden in Ihrer Mietwohnung verursacht, aber in Ihrem Vertrag nicht den Schadensersatz an geliehenen und gemieteten Gegenständen eingeschlossen, kommt Ihre Versicherung nicht für den Schaden auf.

Ebenso verhält es sich mit Risiken, die eine separate Haftpflichtversicherung benötigen. Somit unterliegt auch das Führen eines Fahrzeugs nicht dem Versicherungsschutz der Privathaftpflichtversicherung – es wird eine Kfz-Haftpflichtversicherung benötigt.

Wann kann ich meine bestehende Versicherung wechseln?

Kündigung zum Ablauf

Private Haftpflichtversicherungen haben meist eine Mindestlaufzeit von einem Jahr und verlängern sich anschließend jeweils wieder um ein Jahr. Manche Verträge laufen aber auch erstmals nach 3 Jahren ab. Andere wiederum sind täglich kündbar – genaue Informationen dazu finden Sie in Ihrer Versicherungspolice.

Ähnlich verhält es sich auch mit der Kündigungsfrist: Für gewöhnlich beträgt sie drei Monate vor Vertragsablauf, doch inzwischen gibt es auch Anbieter, bei denen Ihre Kündigung schon am nächsten Tag wirksam wird. Auch diese Angaben finden Sie auf Ihrem Versicherungsschein.

Im Zweifelsfall besteht für Sie immer die Möglichkeit, die Kündigung zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu erwirken. Bitten Sie dabei um eine Kündigungsbestätigung mit Angabe des Ablaufdatums, erfahren Sie diese Daten direkt vom Versicherer. 

Sonderkündigungsrecht im Schadensfall

Nach einem Schadensfall haben Sie immer ein Sonderkündigungsrecht. Dabei ist es unwichtig, ob Ihre Versicherung den Schaden reguliert oder abgelehnt hat.

Sonderkündigungsrecht bei Tariferhöhung

Erhöht Ihr Anbieter den Beitrag, ohne dass Ihre Leistungen verbessert werden, steht Ihnen ebenfalls ein Sonderkündigungsrecht zu.

Der Versicherer ist sogar dazu verpflichtet, Sie auf dieses Recht hinzuweisen. Es lohnt sich also, Ihre Beitragsrechnung genau zu prüfen.

Fazit

Die private Haftpflichtversicherung ist eine umfangreiche Absicherung, auf die niemand verzichten sollte!

Nicht nur die Preise, sondern auch die Leistungen der einzelnen Tarife schwanken sehr stark. Auf manche der Leistungen können Sie eventuell verzichten, andere sind für Sie von höchster Wichtigkeit.

Bei uns vergleichen Sie die Haftpflichtversicherungen aller Anbieter auf einen Blick: Sie finden nicht nur einfach und schnell die Tarife, die Ihnen den passenden Versicherungsschutz bieten – Sie können sogar gleich den günstigsten darunter auswählen und online abschließen.

Starten Sie deswegen jetzt unseren Versicherungsvergleich und lassen Sie sich schon morgen umfangreich vor allen Schadensersatzansprüchen schützen!