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Mietkaution Vergleich

Mietkaution anlegen

In unserem Mietkaution Vergleich erfahren Sie, was Mieter bei dem Hinterlegen einer Kaution beachten müssen. Mit unserem Überblick über den Zweck, die Höhe, sowie Fälligkeit einer solchen Kaution vermitteln wir Mietern wichtiges Hintergrundwissen. Auch zeigen wir Ihnen, welche rechtlichen Ansprüche Sie als Mieter bezüglich der Hinterlegung der Mietkaution haben. Sie suchen nach Alternativen zur klassischen Mietkaution? Auch hier ist unser Vergleich mit umfassenden Informationen zu Mietkautionsbürgschaft und -versicherung behilflich. Zuletzt informieren wir Sie zudem über die möglichen Verwendungszwecke der Mietkaution seitens des Vermieters, sowie über die Kautionsrückerstattung. So sind Sie garantiert bestens informiert und können beruhigt Ihre Mietkaution hinterlegen.


Mietkaution Vergleich - Was Mieter beachten müssen

Das Zahlen einer Mietkaution gehört heute zum Mieteralltag dazu. Was Sie zur Mietkaution wissen müssen, wie Sie sie zahlen können und was es sonst noch zu beachten gibt, erfahren Sie hier.

Was ist eine Mietkaution, und welchem Zweck dient sie?

Auch wenn die Mietkaution nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, wird sie heute von der Mehrzahl von Vermietern genutzt und zählt in ganz Europa mittlerweile zur Norm.

Eine Mietkaution bietet dem Vermieter Sicherheit gegenüber fahrlässigem Verhalten durch den Mieter, das zu Schäden am Mietobjekt oder Mietausfall führt.

Hinterlegt man eine Mietkaution für ein gemietetes Objekt, so stellt man dem Vermieter einen gewissen Geldbetrag zur Verfügung, der für ausstehende Kosten, wie Mietausfälle und Reparaturen, genutzt werden kann.

Wie auch die Bonitätsprüfung des Mieters, zählt die Mietkaution deshalb zu einer Reihe von Maßnahmen, die heute üblicherweise von Vermietern ergriffen werden, um vor finanziellen Verlusten bei der Vermietung eines Objekts zu schützen. Aus diesem Grund wird die Mietkaution auch “Mietsicherheit” genannt.

Heutzutage ist es beinahe unmöglich, beim Mieten einer Wohnung, eines Hauses oder Grundstücks keine Kaution zu bezahlen. Deshalb ist es wichtig, dass man als Mieter gut darüber informiert ist, was es bei der Mietkaution zu beachten gibt, wie sie funktioniert und wie man sie bei Ende des Mietvertrages wieder ausgezahlt bekommt.

Dem Mietvertrag können Mieter üblicherweise alle Details zum fälligen Kautionsbetrag, akzeptierten Zahlungsweisen und anderen Konditionen entnehmen. Um Ihnen bei Angelegenheiten rund um die Mietkaution zu helfen, haben wir hier für Sie die wichtigsten Informationen zur Mietkaution zusammengestellt.

Wie hoch ist eine Mietkaution?

Die Summe der Mietkaution darf drei Monatskaltmieten nicht übersteigen. Tut sie dies doch, können Mieter dagegen Einspruch einlegen.

Nebenkosten dürfen in diesen Betrag nicht mit eingerechnet werden, selbst wenn sie in der Miete inklusive sind. In letzterem Fall muss der Mieter die Nebenkosten aus der Summe der Mietkaution herausrechnen, um den Betrag von drei Kaltmieten zu ermitteln.

Eine Ausnahme aus dieser Regelung bildet Wohnraum für Angehörige des öffentlichen Dienstes, der mit Wohnungsfürsorgemitteln gefördert ist.

Wichtig zu wissen: die Höhe der Mietkaution bleibt auch in dem Fall gleich, dass im Verlauf des Mietverhältnisses eine Mieterhöhung vorgenommen wird.

Miteigentum, das für eine Gewerbenutzung bestimmt ist, ist von dem Limit der Mietkautionshöhe jedoch ausgenommen - die Höhe der Mietkaution kann hier frei verhandelt werden.

Wann ist die Mietkaution fällig?

Zwar ist das Erheben einer Mietkaution dem Vermieter freigestellt. Ist eine solche Kaution allerdings erst einmal im Mietvertrag festgesetzt, so ist der Mieter durch den Gesetzgeber auch dazu verpflichtet, eine Zahlung der Mietkaution vorzunehmen.

Die erste Rate der Mietkaution ist, sofern nicht anders festgelegt, direkt bei Einzug fällig.

Eine Nicht-Zahlung der Kaution durch den Mieter ist allerdings auch kein Grund für eine fristlose Kündigung - zahlt der Mieter nicht fristgerecht, muss der Vermieter den ausstehenden Betrag vielmehr mit Mahnungen geltend machen.

Arten der Mietkaution

Mietern bleiben eine Reihe an Möglichkeiten, die Mietkaution zu begleichen.

Gerade bei überlaufenen Wohnungsmärkten, wie zum Beispiel in Großstädten, sollten sich Mietinteressenten jedoch darüber im Klaren sein, dass Vermieter die Qual der Wahl zwischen Mietern haben. Erhofft man sich Chancen auf einen Mietvertrag, ist man daher oft wohl oder übel gezwungen, sich auf die vom Vermieter bevorzugte Art der Kaution einzulassen.

Die wohl beliebtesten Arten der Mietkaution haben wir hier für Sie nachfolgend mit ihren Vor- und Nachteilen zusammengestellt.

Barkaution

Die Barkaution ist die wohl meist genutzte Art der Mietkaution. Sie ist vor allem bei Vermietern sehr beliebt, da sie ein fast nicht vorhandenes Risiko für Zahlungsausfälle hat.

Bei dieser Art der Kaution bleiben dem Mieter nach Einzug maximal drei Monate Zeit, den Gesamtbetrag der Mietkaution zu begleichen. Die Zahlung erfolgt entweder sofort in nur einem Betrag, oder über drei Monate in gleichbleibenden Raten verteilt.

Wo bewahrt der Vermieter die Barkaution auf?

Auch wenn es viele anders annehmen - die Mietkaution gehört auch nach ihrer Übergabe an den Vermieter weiterhin dem Mieter.

In dem Fall, dass der Mieter während seiner Mietzeit keine Schäden am Objekt hinterlässt, ist die Mietkaution ihr oder ihm nach Auszug vollständig, und sogar zuzüglich Zinsen wieder zurückzuüberweisen.

Bei der Aufbewahrung der Mietkaution unterliegt der Vermieter gewissen Auflagen. Diese sollen sicherstellen, dass der Kautionsbetrag separat vom sonstigen Vermögen des Vermieters aufbewahrt wird und somit wieder vollständig an den Mieter ausgezahlt werden kann.

Mietkautionskonto

Die wohl weitverbreitetste Art, eine Mietkaution aufzubewahren, ist ein Mietkautionskonto, auch Kautionskonto genannt.

Dieses wird vom Vermieter auf den Namen des Mieters oder der Mieterin eingerichtet, hat aber Treuhandcharakter und ist somit separat von seinem oder ihrem persönlichen Vermögen. Gläubiger des Vermieters können somit auch nicht auf die Kaution zugreifen.

Mietkautionssparbuch

Als Alternative zum Mietkautionskonto kann die Kaution auch durch den Mieter auf ein Mietkautionssparbuch eingezahlt werden. Dieses ist mit einem Sperrvermerk ausgestattet - und im Falle einer Pfändung geht das eingelagerte Geld an den Vermieter oder die Vermieterin zurück.

Weitere Möglichkeiten zur Aufbewahrung der Mietkaution

Bis zur Mietrechtsreform in 2001 waren ein Mietkautionskonto und ein Mietkautionssparbuch mit drei Monaten Kündigungsfrist die einzigen Optionen, die Vermietern zur Einlagerung der Kaution blieben.

Seit der Mietrechtsreform ist dies jedoch anders - sind sich beide Mietparteien einig, kann die Mietkaution auch anderweitig angelegt werden, wie zum Beispiel in Wertpapieren. Auch hier stehen alle Gewinne dem Mieter zu.

Auf Anfrage des Mieters ist der Vermieter gesetzlich verpflichtet, mitzuteilen, wo und zu welchem Zinssatz die Kaution eingelagert ist. Letzteres ist dadurch begründet, dass alle Zinsen, die mit der Mietkaution gewonnen werden, dem Mieter zustehen.

Ein Gewinn durch Zinsen an der Mietkaution ist jedoch relativ selten geworden - denn durch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank fallen bei einem Sparbuch heute nur noch sehr selten Zinsen an.

Mietkautionsbürgschaft

Eine Alternative zur Barkaution ist die Mietkautionsbürgschaft. Sie wird auch Mietbürgschaft, Mietaval oder Kautionsbürgschaft genannt. Mietbürgschaften sind besonders beliebt bei Mietern, denen das Ersparte fehlt, die Mietkaution in maximal drei Raten zu bezahlen.

Bei einer Mietkautionsbürgschaft tritt eine Person oder ein Finanzinstitut als Bürge dafür ein, im Schadensfall für etwaige Kosten aufzukommen.

Relativ häufig genutzt ist diese Variante von jungen Menschen, die ihre Eltern als Mietkautionsbürgen einsetzen - denn andernfalls möchten nur wenige Personen eine derart hohe finanzielle Verantwortung eingehen, indem sie die Haftungspflicht für Mietschäden übernehmen.

Bei einer Bankbürgschaft ist es üblich, dass Ihnen laufende Gebühren berechnet werden. Zudem ist es nicht unüblich, dass eine Sperreinlage in Kautionshöhe erhoben wird - geschieht dies nicht, wird Ihre Kreditwürdigkeit standardmäßig um den Kautionsbetrag reduziert.

Dieser relativ hohe finanzielle Aufwand beim Mietaval macht eine Mietkautionsbürgschaft mit Banken uninteressant für viele Mieter und Mieterinnen.

Fehlt Ihnen jedoch das Ersparte, um die Mietkaution bar zu begleichen, können Sie eine Mietkautionsbürgschaft auch nur für eine Weile abschließen - solange, bis Sie den nötigen Betrag gespart haben. Dabei ist es Ihr Recht, von einer Mietkautionsbürgschaft auf eine Barkaution zu wechseln, wann immer Sie möchten.

Sind Sie daran interessiert, eine Mietkautionsbürgschaft abzuschließen, müssen Sie dies schon vor Beginn des Mietverhältnisses tun. Ihnen wird dann eine Bürgschaftsurkunde ausgestellt, die Sie dem Vermieter vorzeigen müssen.

Allerdings muss Ihr Vermieter solche Bürgschaften nicht akzeptieren - dies bleibt allein ihr oder ihm überlassen.

Besonders wenig beliebt bei Vermietern sind Mietkautionsbürgschaften von Privatpersonen. Dies ist dadurch bedingt, dass es für Vermieter nur schwierig einzuschätzen ist, ob diese Personen im Schadensfall auch wirklich zahlen können.

Mietkautionsversicherung

Eine Mietkautionsversicherung können Sie mit verschiedenen Laufzeiten abschließen. Hier lohnt sich ein Vergleich von verschiedenen Konditionen und von mehr als einem Anbieter - denn so können Sie herausfinden, welche Laufzeit sich für Sie finanziell am meisten rechnet.

Die maximalen Haftungsbeträge für Privatpersonen liegen bei den meisten Versicherungen bei 6000 Euro. Dies entspricht Mietobjekten mit einer Monatsmiete von 2000 Euro.

Für Ihre Versicherung zahlen Sie monatliche oder jährliche Kosten, die vom Mietkautionsbetrag abhängen.

Die Kosten ähneln denen einer Mietkautionsbürgschaft bei einer Bank - häufig lassen sich bei Versicherungen jedoch auch Angebote finden, die unterm Strich deutlich günstiger sind.

Die Durchschnittsversicherungssumme pro Jahr beträgt etwa 4% der Mietkautionssumme - das kann sich schnell läppern und sollte in jedem Fall gut überlegt sein!

Wie auch die Mietkautionsbürgschaft, muss die Mietkautionsversicherung vor dem Beginn des Mietverhältnisses beantragt werden. Jedoch kann der Vertragsabschluss für eine Mietkautionsversicherung unabhängig vom Mietobjekt erfolgen.

Ihre Versicherung stellt Ihnen bei Vertragsabschluss eine Bescheinigung aus, die Sie beim Vermieter vorzeigen können. Bei Abschluss des Mietvertrages wird dann zusätzlich ein Versicherungsschein ausgestellt, in den der Vermieter als Begünstigter im Schadensfall eingetragen wird.

Im Schadensfall wendet sich der Vermieter bei dieser Variante üblicherweise direkt an die Versicherungsgesellschaft

Bonitätsprüfungen für Mietkautionsbürgschaften und Mietkautionsversicherungen

Sowohl bei Mietkautionsbürgschaften, als auch bei Mietkautionsversicherungen werden häufig relativ hohe Anforderungen an die Bonität des Mieters gestellt - und nur bei einer solchen guten Bonität erhalten Mieter eine Zusage zum Versicherungs- oder Bürgschaftsabschluss.

Um die Bonität von Mietern festzustellen, bedienen sich Banken und Versicherungen Dienstleistern, die über die Bonität von Privatpersonen Auskunft geben.

Ein solcher Dienstleister ist zum Beispiel die SCHUFA. Diese teilt Privatpersonen eine bestimmte Punktzahl zu, die die Kreditwürdigkeit beurteilt. Versicherungen und Banken nehmen standardmäßig eine Abfrage dieser Kreditwürdigkeit vor, bevor sie in einen Vertrag mit Privatpersonen einwilligen.

Hatte man in der Vergangenheit Probleme mit dem Begleichen von Rechnungen, kann man leicht einen SCHUFA-Eintrag bekommen, der mit einem negativen Credit-Score einhergeht. Solch ein “negativer SCHUFA” kann hierdurch schnell zu Problemen mit Versicherungen und Bürgen führen - denn Voraussetzung für Vertragsabschluss ist oft eine sehr gute Kreditwürdigkeit.

Jedoch nehmen nicht alle Anbieter solch eine SCHUFA-Abfrage vor. Der Mietbürgschaftsanbieter Kautel, zum Beispiel, nutzt statt SCHUFA Infoscore. Im Prinzip ähnelt Infoscore der SCHUFA - jedoch hat nicht jede Person mit einem negativen SCHUFA-Eintrag auch einen negativen Infoscore-Eintrag.

Generell kann eine zu schlechte Bonität zur Folge haben, dass Ihr Antrag auf eine Mietkautionsversicherung oder eine Mietkautionsbürgschaft abgelehnt wird. Ist dies der Fall und reicht Ihr Erspartes nicht, die Mietkaution zu bezahlen, bleibt neben der Hilfe von Verwandten und Freunden oft nur die Aufnahme eines Kredits ohne vorherige SCHUFA-Abfrage.

Für die Aufnahme eines solchen Kredits müssen Sie volljährig sein, über eine deutsche Bankverbindung, sowie einen deutschen Wohnsitz verfügen, und einen Nachweis über regelmäßiges Einkommen haben.

Mieterschutz bei Mietkautionsversicherungen und Mietkautionsbürgschaften

Beim Abschluss einer Mietkautionsbürgschaft oder einer Mietkautionsversicherung haben Sie oft die Option auf Mieterschutz. Mieterschutz in diesem Zusammenhang bedeutet, dass die Bank oder Versicherung bei einer Forderung durch den Vermieter prüft, ob diese auch rechtens ist.

Dabei nimmt die Versicherung oder Bank Kontakt zum Mieter auf und lässt diesem 14 Tage Zeit, zu der Geldforderung des Vermieters Stellung zu nehmen, oder den Schaden zu beheben.

Ist die Versicherung oder Bank jedoch mit dem Vermieter oder der Vermieterin einer Meinung, dass der Schaden durch den Mieter übernommen werden muss, tritt sie in Zahlung - und dies zu Lasten des Mieters.

Dabei zahlt die Bank oder Versicherung maximal bis zur Höhe der Versicherungssumme - sollte der Schaden höher sein, bleibt der Vermieter zunächst einmal auf den Kosten sitzen.

Beantragung einer Mietkautionsbürgschaft oder Mietkautionsversicherung

Eine Mietkautionsversicherung oder Mietkautionsbürgschaft können sie entweder online oder in einer Filiale beantragen.

Zwar bevorzugen manche Mieter den Komfort einer Filiale - jedoch sind Konditionen online oft günstiger, und es ist einfacher, zwischen den Angeboten verschiedener Anbieter zu vergleichen.

Alternativen zu den oben genannten Möglichkeiten

Barkaution, Mietkautionsbürgschaft und Mietkautionsversicherung sind die drei gängigsten Möglichkeiten, eine Mietkaution zu hinterlegen.

Jedoch akzeptieren manche Vermieter anstelle der oben genannten Möglichkeiten auch das Hinterlegen anders gearteter Sicherheiten.

Solche Sicherheiten können zum Beispiel ein Wertpapierdepot sein, ein Bausparvertrag oder eine Tagesanleihe. Zudem gibt es spezielle Mietkautionsdepots, die mit relativ sicheren Fondsanteilen bestückt werden, und die speziell für den Einsatz als Mietkaution entworfen sind.

Zu beachten ist, dass bei manchen Sicherheiten Dritte, wie zum Beispiel eine Bank, einwilligen müssen, dass die Sicherheit als Mietkaution hinterlegt werden kann. Bei einem Bausparvertrag zum Beispiel muss die zuständige Bank einwilligen, im Falle eines Schadens am Mietobjekt einen Teilbetrag an den Vermieter auszuzahlen.

Auch muss der Vermieter einwilligen, dass solche Sicherheiten als Mietkaution zulässig sind. War dies in der Vergangenheit üblich, tun dies heute längst nicht alle Vermieter - immerhin sind solche Arten der Mietkaution mit deutlich mehr Risiko behaftet als zum Beispiel eine Barkaution. Jedoch will kaum ein Vermieter gerne im Schadensfall auf potentiellen Kosten sitzen bleiben.

Neben den finanziellen Risiken beim Wertpapierhandel ist auch zu beachten, dass solch eine Anlage mit einigen Kosten und Steuern einhergehen kann.

Zu welchen Zwecken darf der Vermieter die Mietkaution verwenden?

Eine Mietkaution kann man auch als Dauerschuldverhältnis betrachten. Der Kautionsbetrag gehört zwar theoretisch weiter dem Vermieter. Jedoch ist der Mieter dem Vermieter im Schadensfall die zum Ausgleich benötigten Summe schuldig - um diese Schuld zu begleichen, wird dann die Mietkaution verwendet.

Tritt ein Schadensfall ein, und ist dieser durch den Mieter verschuldet, kann der Vermieter auf die Kaution zugreifen, und diese dafür nutzen, den Schaden auszugleichen. Solche Schadensfälle sind üblicherweise zum Beispiel:

  • ausstehende Mietzahlungen
  • Schäden am Mietobjekt

Etwaige Schadensfälle müssen dabei auf jeden Fall durch fahrlässiges oder mutwilliges Verhalten des Mieters verschuldet sein - das heißt in der Praxis, dass für die Reparatur von Nutzschäden nicht die Mietkaution verwendet werden darf.

Ist ihr Kühlschrank zum Beispiel verschleißt, Sie sind aber pfleglich mit ihm umgegangen, muss der Vermieter aus eigenen Mitteln für Reparatur oder Ersatz sorgen.

Bei preisgebundenem Mieteigentum dürfen Vermieter die Mietkaution nur für sogenannte “Schönheitsreparaturen” und mutwillige oder fahrlässige Schäden einsetzen und nicht, zum Beispiel, für Prozesskosten im Falle einer Auseinandersetzung.

Generell hat der Vermieter oder die Vermieterin das Recht, zu entscheiden, wie die Kaution für Ansprüche aus dem Mietverhältnis eingesetzt wird. Das heißt zum Beispiel, dass der Vermieter berechtigt ist, über die Auswahl eines beauftragten Dienstleisters zu entscheiden.

Wofür darf die Mietkaution nicht verwendet werden?

Leider kommt es nicht selten vor, dass es Streit zwischen Vermieter und Mieter darüber gibt, wofür die Mietkaution verwendet werden darf. Bei einigen Zwecken versuchen Vermieter relativ häufig, die Kaution zur verwenden, sind dabei aber im Unrecht. Dabei ist eigentlich ganz klar geregelt, welche Ausgaben mit der Mietkaution beglichen werden dürfen.

Es gibt eine Reihe von Kostenpunkten, für die die Mietkaution nicht verwendet werden darf. Dabei macht es einen Unterscheid, in welcher Art von Mietobjekt man wohnt. Preisgebundenes Mieteigentum unterliegt zum Beispiel anderen Auflagen als nicht preisgebundenes Mieteigentum. In welcher Art von Objekt Sie wohnen können Sie in der Regel dem Mietvertrag entnehmen.

Forderungen, die nicht aus dem Mietverhältnis mit Ihnen stammen, dürfen zum Beispiel nicht mit der von Ihnen gezahlten Kaution beglichen werden.

Bei preisgebundenem Mieteigentum, das heutzutage relativ weit verbreitet ist, dürfen ausstehende Nebenkosten nicht mit der Kaution bezahlt werden. Vermieter versuchen dennoch relativ oft, genau dies zu tun. Dem sollte man jedoch als Mieter ganz klar widersprechen.

Eine zuverlässige Anlaufstelle bei Problemen rund um die Mietkaution ist die für Sie zuständige Verbraucherstelle. Solche Stellen sind aus öffentlichen Mitteln finanziert und üblicherweise für Sie kostenlos. Sollte eine Verbraucherstelle keine Hilfe sein, können Sie sich auch an einen Rechtsanwalt wenden.

Wann wird mir die Mietkaution zurückerstattet?

Eigentlich ist die Rückerstattung der Mietkaution vom Vermieter an den Mieter klar geregelt - in der Praxis zeigt sich jedoch, dass dabei häufig Probleme auftreten. Es kommt regelmäßig vor, dass sich Mietparteien dabei sogar vor Gericht streiten.

Sind bei Beendigung des Mietverhältnisses am Mietobjekt keine Schäden durch fahrlässiges oder mutwilliges Verhalten Ihrerseits entstanden, muss der Vermieter die gesamte Kautionssumme inklusive eventuell angefallener Zinsen an Sie zurückzahlen.

Als Referenz für entstandene Schäden dient standardmäßig das Abnahmeprotokoll, das sowohl vom Vermieter oder Verwalter, als auch vom Mieter unterschrieben ist.

Leider kommt es manchmal vor, dass sich Vermieter für die Rückzahlung der Mietkaution einiges an Zeit lassen - und das, obwohl die Kaution eigentlich bis spätestens drei Monate nach Ende des Mietverhältnisses an den Mieter zurückzuzahlen ist. Ist dies der Fall, mahnen Sie die Rückzahlung am besten schriftlich an.

Wichtig ist es auch zu beachten, dass Mietern einiges an Spielraum bleibt, was die Rückzahlung der Kaution in voller Höhe angeht.

Vor allem sollten Sie darauf achten, sorgsam mit dem von Ihnen gemieteten Objekt umzugehen, und möglichst keine Schäden zu hinterlassen.