Reisetipps Slowenien

Szene Slowenien

Jasna und Andrej Pečjak

Die slowenischen Sportprofis lieben die Action in der freien Natur. Ihre Leidenschaft sind Freeclimbing und Eisklettern. Jasna ist dabei so erfolgreich, dass sie schon zahlreiche internationale Preise gewonnen hat. Wenn die beiden nicht sportlich unterwegs sind, sind sie auf der Suche nach den neuesten Trends ihres Landes. Entspannung findet das Paar beim Bummel durch Ljubljana oder in einer der Thermen.

Frauenpower

Die neue Mode: frisch, frech und lässig

Die jungen Designerinnen sind im Kommen! Doch trotz des Erfolgs bleiben sie auf dem Boden und driften nicht ins Glamour-Universum ab. Urška Draž (Studio Draž | Gornji trg 9 | Liubljana | www.drazdraz.com) zum Beispiel ist mit ihren phantasievollen Wickel-Strickkreationen längst über Sloweniens Grenzen hinaus bekannt, arbeitet aber nach wie vor in ihrem Laden in der Altstadt von Ljubljana. Auch Tanja Devetak hat sich etabliert. Die Designerin liebt abstrakte Muster und geometrische Schnitte und schneidert wie ihre Nachbarin am liebsten im eigenen Laden, der damit Atelier und Boutique in einem ist (Studio Devetka | Gornji trg 1). Nicht weit entfernt von den beiden Shootingstars zeigt Matjaž Vlah die schrillsten Schuhe der Stadt - Markenzeichen: weiche Naturmaterialien und eine überlange Spitze (Butanoga | Levstikov trg 8 | www.butanoga.org). Grande Dame der slowenischen Modeszene ist Almira Sadar mit eleganten Schnitten für die Geschäftsfrau (Studio Sadar | Tavčarjeva ulica 6 | www.almirasadar.com).

Zukunftsarchitektur

Berghütten mal anders

Das Wort Hüttenzauber bekommt in Slowenien eine neue Bedeutung: vorbei die Zeit der karierten Bettdecken und gedrechselten Holzmöbel. Design und minimalistischer Style bringen sowohl Berge als auch die Augen von Wanderern und Skifahrern zum Leuchten. Celjska koča im Hinterland von Celje nennt sich zwar bescheiden Berghütte, doch Materialien, Größe und Form erinnern eher an ein modernes Schulungszentrum (Celjska koča | Pečovnik 31 | Celje | www.celjska-koca.si). Luxus und Style in der scheinbar unberührten Berglandschaft bieten auch die Chalets Nebesa bei Kobarid (Livek 39 | www.nebesa.si). Und seit Kurzem thront der von Miha Kajzelj konzipierte, futuristische Bivouac 2 wie ein Alubunker auf dem 1965 m hohen Sattel Kotovo Sedlo über Kranjska Gora.

Lounge & Sound

Die neuen Chillout-Hotspots

Wirtshäuser sind out, die Szene chillt in ausgesprochen stylishen Locations! Legendär ist die Terrasse Mystica im obersten Stock des Portorožer Hotels Riviera. Entspannen in tiefen Korbsesseln mit Blick aufs Meer und sanft perlender Musik nach einem heißen Tag am Strand kommt eben an (Obala 33 | www.lifeclass.net). Mediterran ist auch die Sommerterrasse des Samsara (Maribor | Loška ul. 13 | www.samsara.si). Abends bei Fackelschein und sich sanft im Wind wiegenden Palmen im Samsara gesehen zu werden ist in Maribor der letzte Schrei. Ganz in Weiß und total reduziert macht das Minimal in Ljubljana den Namen zum Programm. Das Publikum ist relaxed (Mestni trg 4). Gleich gegenüber im Café Galerija fläzt sich junges Künstlervolk entspannt zwischen Seidenkissen und lauscht den DJs von HouseFM (Mestni trg 5 | www.cafe-galerija.com).

Abenteuer pur

Klettern de luxe

Klettern und Freeclimbing haben in dem Land mit den hohen, steilen Bergen Hochkonjunktur. Dabei ist die legendäre, 1500 m hohe Triglav-Nordwand eher etwas für Traditionalisten, cooler sind die Karstfelsen über dem Dörfchen Osp und am Črni Kal unweit der Adriaküste. Oben kleben die Sportler wie Spinnen in der Kalksteinwand, unten im Camp von Familie Vovk trifft sich die Szene (Osp 20 | Tel. 040/840888). Noch mehr Adrenalin ist beim Eisklettern garantiert, z.B. auf den bis zu 120 m hohen Fällen im Tamar-Tal bei Kranjska Gora. Aktuelle News zu Kletterkonditionen und Ice-Climbing-Competitions gibt's unter www.ad-pecjak.si.

Ganz tief unten

Höhlenforschung für alle

Bei weit über 8000 registrierten Höhlen ist es kein Wunder, dass diese Vielfalt Hobbyforscher auf den Plan bringt. So enthusiastisch, wie die Slowenen bislang ihre Berge erklommen haben, wenden sie sich nun den unterirdischen Systemen zu. Zentraler Anlaufpunkt ist die Höhlenvereinigung Jamarska zveza in Ljubljana (Lepi pot 6 | www.jamarska-zveza.si). Interessierte dürfen in einigen Höhlen mit auf Forschungstour gehen, so z.B. in der 6 km langen Höhle Dimnice bei Koper (SPEGU | Premančan 28 | Ankaran | Tel. 05/6526036) oder in der Höhle Snežna jama am Berg Raduha (Jamarski klub Črni Galeb | Prebold, p.p.51 | Handy Tel. 041/424091), die mit ihrer Halle aus Eisstalaktiten jeden begeistert.

Karibik-Feeling

Exotik hält in den Spas der Region Einzug

Die slowenischen Heilbäder glänzen in neuem Licht und verbreiten mittlerweile fast karibisches Flair. Pool- und Saunalandschaft gehören nun zum Standard, und die Spas setzen auf Exotik. Das Wellness Center Balnea (Zdraviliški trg 7 | Dolenjske Toplice | www.terme-krka.si) lockt mit Zen-Raum und japanischem Schwitzbad. Traditionelle Thai-Massagen sorgen im Wai Thai-Center in Portorož für Entspannung (Hotel Riviera | Obala 33). Weitere Spa-Hotspots: das Thermalium in der Terme 3000 (Kranjčeva ulica 12 | Moravske Toplice | www.terme3000.si) und die Terme Ptuj (Pot v Toplice | Ptuj | www.terme-ptuj.si).

Hallen-Kult(ur)

Alte Räume neu genutzt

Leerstehende Fabrikhallen sind die ideale Location für Clubs, abgefahrene Events und Performances: In Tovarna Rog wurden früher Fahrräder montiert, seit Kurzem wohnt hier ein buntes Künstlervolk, außerdem werden Livekonzerte und Jam-Sessions veranstaltet (Trubarjeva 72 | Ljubljana | http://tovarna.org). In Maribor hat sich die Szene in einer Backfabrik festgesetzt: Multimediale Projekte, Konzerte, Kneipen und ein ambitioniertes Kulturprogramm funktionieren hier neben- und miteinander (Ob Železnici 8 | www.pekarna.org). Rein kommerziell ist hingegen das Anliegen von Ambasada Gavioli in Izolas Industriezone: Sie will die größte, beste und heißeste Disko an der Küste Sloweniens sein und ist es auch (www.ambasada-gavioli.com).

Weinelite

Revival der edlen Tropfen

Slowenische Weine konkurrieren nun international. Warum? Eine neue Generation innovativer Winzer macht die einheimischen, edlen Tropfen wieder salonfähig. Aleš Kristančič wird schon als Kultwinzer gehandelt, denn er verkauft unter dem Label Movia z.B. einen exzellenten Pinot Noir (Weingut Movia, Vinothek in Ljubljana: Mestni trg 4 | www.movia.si). Noch ein Geheimtipp im slowenischen Istrien sind Vater und Sohn Pucer, die für ihren Malvazija 2005 jede Menge Preise eingeheimst haben (Nova Vas 60). Ebenfalls Vater und Sohn stehen hinter dem Weingut Čotar, dessen Weine auf der Karsthochebene erzeugt werden. Die beiden haben eine autochthone slowenische Rebe wiederbelebt. Der kräftige Rotwein, Vitovsk genannt, ist inzwischen aus den Regalen der Vinotheken nicht mehr wegzudenken (Gorjansko 18 | Komen | www.cotar.si).