Reisetipps Slowenien

Bloss nicht! Slowenien

Nur deutsche Ortsnamen verwenden

Den meisten wird es egal sein, ob Sie Maribor oder Marburg sagen - aber es gibt auch Slowenen, die ehemals deutsche wie auch italienische Ortsbezeichnungen als Relikt einer Epoche betrachten, in der ihr Land unter Fremdherrschaft stand und in der das Slowenische unterdrückt wurde. Betrachten Sie es einfach als Gebot der Höflichkeit, es auch einmal mit den für Nicht-Slawen schwierigen Zungenbrechern wie Ljubljana oder Kranjska Gora zu versuchen!

Ohne Licht fahren!

Um die Zahl der Unfälle zu senken, haben slowenische Verkehrspolitiker drastische Maßnahmen ergriffen. Auch tagsüber müssen alle Autofahrer mit Abblendlicht fahren, beim Zurücksetzen ist stets die Warnblinkanlage einzuschalten, und der Blinker bleibt während des gesamten Überholvorganges in Betrieb. Jede Verletzung dieser Verkehrsregeln wird von der Polizei mit hohen Geldbußen bedacht. Auch Touristen sind nicht vor Strafe gefeit.

Schlecht gerüstet in die Berge gehen

Sie sollten sich nicht täuschen lassen! Auch wenn mancher Slowene in Sandalen und kurzen Hosen, „zünftig“ ausgerüstet mit einem Handtuch gegen den Regen und mit einem Weinschlauch gegen den Durst, seine höchsten Berge erklettert, sollten Sie es ihm nicht nachmachen. Denn die slowenischen Alpen haben es in sich; sie sind schroff, sehr steil und außerordentlich wetterlaunisch. Zu einer Bergtour mit kalkulierbarem Risiko gehört zwingend die entsprechende Ausrüstung, ausreichend Trinkwasser und, wenn es in höhere Lagen geht, auch Helm, Karabiner mit Sicherungsleinen, unter Umständen sogar Steigeisen. Informieren Sie sich unbedingt bei den Alpen- bzw. Touristenvereinen vor Ort, wie die Wetterprognosen für die geplante Route sind.

Die slowenische Identität missachten

Die meisten Slowenen beherrschen den Spruch inzwischen in mehreren Sprachen: „Slowenien ist nicht die Slowakei, auch nicht Slawonien. Und Jugoslawien - das war einmal!“ Slowenien ist seit über einem Jahrzehnt unabhängig und hat es einfach satt, immer noch mit anderen Teilen des slawischen Europa verwechselt zu werden. Ebenso überdrüssig sind die Slowenen der irrigen Vorstellung, ihre gastfreundliche, friedliche Heimat sei ein Krisengebiet wie beispielsweise der Kosovo.

Selbst gebrannten Schnaps trinken

Nicht jeder Selbstbrenner ist wirklich ein Kenner der Materie, und der Selbstgebrannte schmeckt häufig ziemlich heftig nach Sprit. Sie können als Gast dem heimischen Schnaps nicht immer entkommen; aber konsumieren Sie ihn zurückhaltend - der Kopf wird's Ihnen am nächsten Morgen danken!