Reisetipps Shanghai

Highlights Shanghai

Region: Shanghai

Xintiandi

In dem Trendviertel gibt es exklusive Geschäfte mit modernen asiatischen Designerwaren. Vieles ist abgekupfert, manches originär kreativ wie bei Simply Life (Madang Lu 159, Unit 101) oder in der Shanghai Trio Boutique (Taicang Lu 181, Unit 5, Bldg. 1). M 1 Huangpi Road South

Grand Theatre

Konzerte, Opern und Ballett: In dem Paradebau geben weltberühmte Ensembles Gastspiele. Renmin Dadao 300 | Tel. 63728701 | www.shgtheatre.com | M 1, M 2 People's Square

Grand Hyatt

Das Jin Mao Building ist an Eleganz nicht zu übertreffen. Das zweithöchste Hotel der Welt befriedigt höchste Ansprüche: 555 noble Suiten und luxuriöse Zimmer gruppieren sich um ein 115 m hohes Atrium. Century Avenue (Shiji Dadao) 88 | Tel. 50491234 | Fax 50491111 | www.shanghai.grand.hyatt.com | M 2 Lujiazui

Region: Weitere Ziele

Longhua-Tempel

Die wohl schönste Tempelanlage in Shanghai. Vor dem Haupttor steht eine anmutige Pagode aus dem Jahr 977. Der vermutlich im 3. Jh. n. Chr. gegründete Tempel, der im 15. und 19. Jh. neu aufgebaut und 2003 renoviert wurde, war während der Kulturrevolution geschlossen. Keine der ursprünglichen Statuen hat die Zerstörungswut der Roten Garden überlebt. Trotzdem hat der „Tempel der Drachenblume“ seinen ruhigen Charme bewahrt. Heute beherbergt er über 80 Mönche, deren monotone Gesänge zum Klang der Fischmaultrommel die Luft erfüllen. Steigen Sie für 50 Yuan auf den Glockenturm von 1764 und schlagen Sie die Glocke, das wird Sie nach buddhistischem Glauben von Ihren Sorgen befreien.

Wer zur Mittagszeit eintrifft, kann sich im rechten Seitenflügel mit einer guten Nudelsuppe stärken oder das vegetarische Restaurant Peony im angrenzenden Longhua-Hotel besuchen.

Der Märtyrerpark mit dem Memorial Museum (Park tgl. 6-16.30 Uhr, Museum tgl. 9-15.15 Uhr | Eintritt zusammen 5 Yuan, nur Märtyrerpark 1 Yuan) nebenan bietet das ideologische Kontrastprogramm zum Tempel. Skulpturen im Stil des sozialistischen Realismus und eine futuristische Mausoleumspyramide erinnern an die Opfer des Massakers von 1927. Die Truppen Chiang Kai-sheks richteten mit Unterstützung der Geschäfts- und Unterwelt Shanghais ein Massaker an, dem schätzungsweise 5000 streikende Arbeiter und Kommunisten zum Opfer fielen. Daraufhin floh die Kommunistische Partei aus der Stadt und begann, die Macht nicht über die Mobilisierung des Industrieproletariats, sondern durch die Unterstützung der Bauern zu erobern - was schließlich auch gelang. Longhua-Tempel tgl. 7-16.30 Uhr | Eintritt 10 Yuan | Longhua Lu 2853 | M 1 Shanghai Indoor Stadium plus Taxi

Region: Chinesische Altstadt

Yu Yuan

Shanghais bedeutendste klassisch-chinesische Sehenswürdigkeit. Den „Garten der Zufriedenheit“ legte sich ein hoher Beamter ab 1559 als Ruhesitz an. Die heutigen Gebäude entstanden jedoch erst im 18. und 19. Jh., als der verwilderte Garten von Kaufleuten erworben wurde und Kaufmannsgilden hier ihre Versammlungs- und Wohnräume einrichteten. Sie liebten es volkstümlich: Alle figürlichen Darstellungen, die Sie sehen (darunter die berühmte Drachenmauer), sind typisch für den Zeitgeschmack der Kaufleute und für einen Literatengarten an sich unpassend. Dessen grundsätzlicher Charakter wird dadurch aber nicht tangiert. Beachten Sie das Gegeneinander von Felsen und Wasser, das Spiel von Unregelmäßigkeit und Symmetrie, den Formenreichtum der Fenster und die durch Wandelgänge, Mauern, Hallen und Pavillons erzeugte kleinteilige Gliederung, die auf engem Raum eine Fülle abwechslungsreicher Szenerien schafft.

Das Gartenerlebnis beginnt schon vor dem Tor: mit dem Weg über die Zickzackbrücke am Teehaus Huxinting vorbei. Der Eingang führt in den westlichsten Gartenteil mit der Drei-Ähren-Halle, einst ein Versammlungssaal. Hinter der folgenden Halle stehen Sie vor der berühmtesten Szenerie des Gartens. Hier erhebt sich jenseits eines Goldkarpfen- und Seerosenteiches ein künstliches Felsgebirge aus gelben Steinen - das einzige Originalelement aus dem 16. Jh. Der Flussblickpavillon auf seinem Gipfel trug seinen Namen damals zu Recht.

Gehen Sie am Teich vorbei, dann rechts, so kommen Sie zum berühmten doppelten Wandelgang. Ein weiteres Schaustück sehen Sie, wenn Sie an den östlichen Gartenteichen entlang bzw. auf Brückchen über sie hinweg nach Süden gehen: Den Hof südlich vor einer dort auf hohem Sockel stehenden Halle zieren drei Steine, deren mittlerer mit dem Namen „Jadepreziose“ einer der berühmtesten Gartensteine Chinas ist. Er ist löchrig wie ein riesiger Schwamm. Noch weiter nach Süden gelangen Sie zum „Inneren Garten“, der einst zum benachbarten Stadtgotttempel gehörte. Dort blieb eine schön verzierte Theaterbühne erhalten.

Das schönste Erlebnis verschafft Ihnen übrigens Regenwetter. Erstens ist dann das Gedränge geringer, und zweitens wird der Garten dann auch hörbar: im charakteristischen „Plopp“, mit dem die Tropfen auf die Blätter der eigens deswegen angepflanzten Bananenstauden fallen. Nach dem Besuch ist eine Rast im Teehaus angesagt. Tgl. 8.30-17.30 Uhr (Einlass bis 17 Uhr) | Eintritt 30 Yuan | im Nordosten der Altstadt

Region: Rund um den Volksplatz

Jadebuddhatempel

Sehr alt ist es nicht, Shanghais meistbesuchtes Buddhaheiligtum, aber gut erhalten, voll religiösen Lebens und reich ausgestattet mit Bildwerken. Zwei davon - die schönsten - gaben ihm den Namen und stehen gleichzeitig am Anfang seiner Gründungsgeschichte: Ein chinesischer Mönch brachte die Jadebuddhas um 1880 aus Birma (dem heutigen Myanmar) mit, dazu Geldmittel, die Auslandschinesen für den Bau eines Tempels gespendet hatten. Jener erste Tempel verfiel bald, der heutige entstand an neuer Stelle in den Jahren 1918-28.

Gegenüber einer prächtigen Geistermauer steht die Eingangshalle direkt an der Straße. In der Kulturrevolution über die Türflügel geklebte Mao-Bildnisse verhinderten damals die Zerstörung des Tempels: Die Rotgardisten hätten Mao beim Eindringen zerreißen müssen. In der Mitte der Halle (nur von hinten zu betreten) sitzt der lachende Dickbauchbuddha, an den Seiten drohen die furchterregenden Himmelskönige allem Bösen und mahnen Läuterung an. Ihre Attribute sind Schlange und Schirm (Westseite) bzw. Pipa (chinesische Laute) und Schwert (Ostseite). Auf der Rückseite des Buddha wacht Weituo, der Hüter der Lehre, über das Tempelinnere.

Jenseits eines Hofes mit Weihrauchgefäß folgt die Haupthalle, deren Dach verziert ist mit Darstellungen von Ausreise und Heimkehr des Indienpilgers Xuanzang (7. Jh.). Innen sitzen die Drei Kostbaren Buddhas, von links: der Medizinbuddha, Shakyamuni (Gautama) und der Erlöserbuddha Amitabha. An den Seiten reihen sich 20 sogenannte Devas, Schutzgötter. Auf der Rückseite sieht man die Barmherzigkeitsgöttin Guanyin auf der Riesenschildkröte übers Meer fahren; oben ist Gautama Buddha bei seiner Meditation unter dem Bodhi-Baum zu erkennen, unten neben der Guanyin sind die 18 heiligen Mönche (Luohan) dargestellt.

Im Obergeschoss der folgenden Halle sitzt in einem Schrein der größere der zwei birmanischen Jadebuddhas, eine überaus liebliche Darstellung des Shakyamuni. Der kleinere, ein liegender Buddha, ist gemeinsam mit einem neueren und größeren, ebenfalls liegenden Buddha aus Singapur im Erdgeschoss des westlich benachbarten Gebäudes ausgestellt. Beide zeigen Buddha Gautama beim Eintritt in das Nirvana. Beachten Sie auch eine andere Preziose: eine elegant geschwungene, hölzerne Guanyin-Figur, eine ca. 400 Jahre alte Antiquität, die zu Unrecht im Schatten der Jadebuddhas steht. Gehen Sie Richtung Ausgang, so finden Sie in der Seitenhalle des ersten Hofes noch einen etwa ebenso alten, großen Bronzebuddha.

Wollen Sie lebendige Religiosität erleben, dann kommen Sie am Vollmond- oder am Neumondtag: der 1. und der 15. des Mondmonats sind traditionelle Daten für religiöse Feiern und Opfer an die Götter, die Buddhas und Bodhisattvas. Tgl. 8-17 Uhr | Eintritt 20 Yuan | Anyuan Lu 170

Shanghai Museum

Chinas derzeit bestes Museum für klassische chinesische Kunst, ein echtes Glanzlicht. Es vereint lauter Vorteile: wunderbare Exponate, hervorragende Präsentation und eine informative Audioführung, die sogar auf Deutsch erhältlich ist. Das Museum wurde 1952 gegründet, das heutige Gebäude eröffnete 1996. Ein Muss sind die Abteilungen für frühchinesische Bronzen (1. Etage), für Keramik und Porzellan (2. Etage) und für Jadeobjekte (4. Etage).

Die Porzellan- und die Jadeabteilung enthalten nicht nur erstklassige Stücke - magisch faszinierend: Jadeobjekte des Altertums -, sondern führen auch den Stil- und Geschmackswandel im Laufe der Jahrtausende vor Augen. Danach wäre die 3. Etage mit Tuschebildern und Kalligrafien an der Reihe. Zu sehen sind ferner Skulpturen (meist Grabbeigaben und buddhistische Kunst, 1. Etage), Siegel (3. Etage) sowie Kunst der „nationalen Minderheiten“, Möbel und Münzen (4. Etage). Auf der 2. Etage finden zudem Sonderausstellungen statt.

Rasten können Sie in einem Teeraum auf der 1. Etage. Eine besondere Freude ist der reich bestückte Museumsshop mit hervorragenden Repliken und der besten Kunstbuchabteilung ganz Chinas. Tgl. 9-17 Uhr (Einlass bis 16 Uhr) | Eintritt 20 Yuan | Audioführung 40 Yuan (unter Hinterlegung eines Passes oder von 400 Yuan) | Renmin Dadao 201 | www.shanghaimuseum.net | M 1, M 2 People's Square

Region: Pudong

Jin Mao Building

Das Juwel unter den Glas- und Stahlpalästen spielt mit der Formensprache einer chinesischen Pagode. Elegant und luftig gegliedert, beherbergt es auf 88 Stockwerken neben Büros auch das derzeit höchstgelegene Hotel der Welt. Im 56. Stock öffnet sich das Gebäude innen zu einem schwungvoll in die Höhe steigenden Atrium. Der 421 m hohe, zurzeit zweithöchste Turm Chinas wurde von dem amerikanischen Team Skidmore, Owing & Merrill entworfen und gilt als herausragendes Beispiel einer gelungenen Symbiose westlicher und östlicher Architektur. Statt 70 Yuan für die Aussichtsplattform im 88. Stock auszugeben, können Sie sich auch einen Kaffee im Grand Café im 54. Stock oder einen Drink in der Bar Cloud 9 (Mo-Fr 18-1 Uhr, Sa, So 12-1 Uhr) im 87. Stock genehmigen. Century Avenue (Shiji Dadao) 88 | M 2 Lujiazui

Oriental Pearl Tower

Das kitschig-schöne Wahrzeichen der Stadt: rosarot wie die erhoffte Zukunft und abends kunterbunt illuminiert. Die Perlen symbolisieren Reinheit - ein frommer Wunsch im korruptionsgeplagten China. Von der Aussichtsplattform der 468 m hohen „Perle des Orients“ hat man bei klarer Sicht einen überwältigenden Blick auf die Metropole, im Sockel des Fernsehturms ist die Geschichte der Stadt dargestellt. Tgl. 8.30 bis 21.30 Uhr | Eintritt 120 Yuan (bis zur Spitze) | Century Avenue (Shiji Dadao) 1 | M 2 Lujiazui