Reisetipps Mosel

Ausflüge & Touren Mosel

Mit Rad und Boot durchs Trierer Tal

Auf einer wenig anstrengenden Radtour lernen Sie das Trierer Land von seinen schönsten Seiten kennen. Den Abschluss bildet eine Schiffsfahrt zurück nach Trier. Die etwa 20 km lange Tour dauert (ohne Bootsfahrt) ca. 2 Std. und ist geeignet für Familien mit Kindern.

Der Startpunkt liegt am Zurlaubener Moselufer in Trier, unterhalb der Kaiser-Wilhelm-Brücke. Auf dem Moseluferweg mit Blick auf die gegenüberliegenden Sandsteinfelsen geht es flussabwärts. Hinter dem NH-Hotel-Hochhaus fahren Sie über den Verteilerkreis in die Loebstraße, dann folgen Sie den Wegweisern des Moselradweges nach Ruwer. Durch diesen Trierer Stadtteil gelangen Sie nach Kenn - das erste Winzerdorf unterhalb der Stadt Trier, das als Tor zur Römischen Weinstraße gilt. Als vor Jahren der Dorfplatz gepflastert wurde, fand man den Keller einer römischen Villa. Heute gehört dieser Keller zum Heimatmuseum (Ostern bis Okt. So 14-16 Uhr).

Durch Obstwiesen und Weinberge radeln Sie weiter nach Schweich. Nachdem Sie die Moselbrücke überquert haben, fahren Sie hinunter zum alten Fährturm mit einer gemütlichen Gaststätte, die sich für eine Rast anbietet (tgl. | Tel. 06502/91300 | www.kreusch.de | €). Anschließend geht es auf dem anderen Moselufer zurück in Richtung Trier - folgen Sie wieder den Wegweisern des Moselradwegs. Bald kommt bei Ehrang die Mündung des Eifelflüsschens Kyll. Am Trierer Hafen vorbei, radeln Sie nach Pfalzel mit den Bastionen der einstigen Burg in Pfalzel. Hier gab es einmal ein Benediktinerinnenkloster, das der Kirchenfürst Poppo 1027 wegen Zügellosigkeit in ein Kanonikerstift umwandelte. Im ehemaligen Stiftsgebäude lädt heute die Klosterschenke mit gutbürgerlicher Küche ein (Klosterstraße 10 | Tel. 0651/968440 | www.hotel-klosterschenke.de | €€). Dort können Sie sich stärken, bis das Schiff am Moselufer in Richtung Trier-Zurlauben abfährt (April-Okt. tgl. 13, 15.30 und 18 Uhr | Fahrpreis 4 Euro, Rad 2 Euro | www.kolb-mosel.de). Vorbei an den roten Steilfelsen von Biewer und Pallien, geht es zum Ausgangsort zurück. Auskunft: Tourist-Information Trier | An der Porta Nigra | Tel. 0651/978080 | Fax 9780876 | www.trier.de

Von Burg Arras zur Marienburg

Ausgangspunkt für die schönste Moselwanderung ist das Winzerdörfchen Alf. Die aussichtsreiche Wanderung dauert schätzungsweise 3 Std.

Sie starten vom Waldparkplatz oberhalb von Alf (zu erreichen über die Straße Auf der Hill, die neben dem Mosel-Hotel Bellevue den Berg hinaufführt). Halten Sie sich an die Beschilderung „Waldsee/Burg Arras“, und folgen Sie dem Weg durch dichten Eichenwald. An der Dünwaldhütte öffnet sich der Blick in die Täler von Alfbach und Mosel. Von der Hütte aus gehen Sie rechts auf einem schmalen Pfad steil hinunter und stoßen auf einen Waldweg, dem Sie nach links folgen. Schon bald erblicken Sie auf einem steilen Felsgrat die Burg Arras. Wenn Sie die Auffahrt zur Burg erreicht haben, steht Ihnen noch ein kurzer, steiler Aufstieg bevor. Aber der hervorragende Ausblick entschädigt für alle Mühen.

Die Geschichte der Burg Arras reicht bis ins 4. Jh. zurück, als die Römer hier ihre Provinzgrenze sicherten. Im pfälzischen Erbfolgekrieg wurde sie zerstört und gelangte später in Privatbesitz. Die heutige Besitzerfamilie Keuthen hat die Burg umfassend renoviert und wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht (Mo-Fr 10-18 Uhr, Sa und So 9-18 Uhr | Eintritt 4 Euro | www.burg-arras.de).

Neben dem Burgrestaurant lohnen die ausgedehnten Sammlungen der Burg Arras einen Besuch. Im Rittersaal sind Waffen aus dem Dreißigjährigen Krieg zu sehen, weitere Räume zeigen historische Grafiken und kostbare Bücher. Über die Tigerfelle im Treppenhaus dürfen Sie sich nicht wundern: Das sind Staatsgeschenke asiatischer und afrikanischer Herrscher an den ehemaligen Bundespräsidenten Heinrich Lübke (1894 bis 1972). Weil dessen Ehefrau Wilhelmine Lübke die Tante von Maria Keuthen war, kann der Nachlass des Exbundespräsidenten auf Burg Arras besichtigt werden.

Danach geht es wieder den gleichen Weg hinunter. An der Wegekreuzung folgen Sie dem Schild Leofelsen steil nach oben. Benannt ist dieser Felsen nach König Leopold III. von Belgien, der hier in Kindertagen mit dem späteren Kaiser Wilhelm II. unterwegs war. Von einem kleinen Ausguck bietet sich ein herrlicher Ausblick über das Moselland zwischen Arras und Zell.

Nun folgen Sie den Treppenstufen hinab und weiter dem Waldweg nach links in Richtung Marienburg/Prinzenkopf. An der Kreuzung bei der Schutzhütte halten Sie sich an den Weg, der oberhalb der Weinberge auf die bald sichtbare Marienburg führt. Schauen Sie hinab - der Blick auf den Zeller Hamm und auf den regen Betrieb der Pündericher Fähre ist wunderschön. Vorbei am Ehrenfriedhof, erreichen Sie den Aussichtsturm auf dem Prinzenkopf. Weiter geht's, bis Sie sich im Gartencafé der Marienburg (Mai-Okt. Mi-Mo | Tel. 06542/936866 | €) eine Erfrischung gönnen können. Die Burg wurde 1145 als Augustinerinnen-Chorfrauen-Konvent gegründet und dient dem Bistum Trier heute als Jugendburg und Bildungsstätte.

Der Weg zurück führt wieder zum Ehrenfriedhof. Hier biegen Sie nach rechts hinunter ab in Richtung Alf. Vorbei am Haus Waldfrieden, das der Winzer Ulrich Stein zu einem Kulturtreff ausgebaut hat, gelangen Sie zurück an den Waldparkplatz.

Auskunft: Tourist-Information Zeller Land | Balduinstraße 44 | 56856 Zell | Tel. 06542/96220 | Fax 962229 | www.zellerland.de

Radtour rund um Ediger-Eller

Gemütliche Radtour unterhalb des steilsten Weinbergs der Welt und entlang der beiden schönsten Moselschleifen des Cochemer Krampen. Die Wegstrecke beträgt ca. 16 km.

Starten Sie am Moselufer bei Ediger-Eller auf dem Moselradweg flussaufwärts in Richtung Bremm. Vor sich sehen Sie das mächtige Halbrund des Bremmer Calmont, des steilsten Weinbergs der Welt. Die Winzer müssen hier über alpine Bergsteigerqualitäten verfügen. Gegenüber am anderen Ufer erhebt sich die Ruine des Klosters Stuben, die Sie später noch von Nahem sehen können. Durch Bremm hindurch erreichen Sie die Moselbrücke, die nach Neef führt. Hier lohnt ein Besuch des Ofen- und Puppenmuseums (Juni-Okt. tgl. | Neugartenstraße 6 | Eintritt 2,50 Euro). Für die Weiterfahrt halten Sie sich an den Moseluferweg, auf dem es nun flussabwärts geht. Achtung: Der Weg ist nicht asphaltiert.

In einer sanften Flussschleife, umgeben von Rebstöcken, taucht die Klosterruine Stuben auf. Sie zeigt, wie mächtig im 12. Jh. das Augustinerinnen-Stift war. Allerdings führten die adeligen Damen einen so lockeren Lebensstil, dass das Kloster 1788 aufgehoben wurde und seither verfällt. Unterhalb der Ruine, am Moselstrand, können Sie ein Sonnenbad nehmen - die Stelle ist bei Einheimischen beliebt.

Weiter geht es, immer an der Moselschleife entlang, durch das Naturschutzgebiet Taubengrün, nach Senheim. Besonders sehenswert ist der Skulpturenpark. Eine Rast einlegen können Sie im Hotel Schützen, das Wildgerichte anbietet (Di-So | Brunnenstraße 13 | Tel. 02673/4306 | www.schuetzen-stock.de | €). Von Senheim fahren Sie über die Moselbrücke hinüber nach Senhals und dann wieder flussaufwärts auf dem Moselradweg durch Nehren zurück zum Ausgangspunkt in Ediger-Eller. Einkehrmöglichkeiten gibt es in allen Orten entlang des Weges. Auskunft: Verkehrsamt Ferienland Cochem | Endertplatz 1 | Tel. 02671/60040 | Fax 600444 | www.cochem.de

Auf den Spuren des Apollofalters

Die Landschaft der Terrassenmosel und die Welt des seltenen Apollofalters erleben Sie auf einer aussichtsreichen Wanderung durch die manchmal etwas steilen Weinberge bei Valwig. Die Tour dauert etwa 3 Std.

Ausgangspunkt ist die Informationstafel des Apolloweges am Parkplatz Moselweinstraße im Winzerdorf Valwig. Von hier folgen Sie einfach den Wegweisern des Apolloweges. Zunächst geht es durch das Dorf, vorbei an der neuromanischen Pfarrkirche St. Martin, und über den steilen Kreuzweg hinein in die Weinberge. Die wärmespeichernden Schieferböden und die Trockenmauern sind das Revier seltener Tierarten wie Moselapollofalter, Mauereidechse, Schlingnatter und Zippammer (ein Singvogel).

Über die Weinberge geht es zur Schönen Aussicht mit weitem Blick über das Moseltal. Danach wandern Sie weiter nach Valwigerberg mit der Wallfahrtskirche St. Maria und Maria Magdalena, einem Zeugnis moselländisch-katholischer Kultur. Erholen Sie sich im Café-Restaurant Landgasthaus Kaster (Fr-Mi | Eichenweg 2 | Tel. 02671/8681 | www.landgasthaus-kaster.de | €), das Bauernschinken aus der eigenen Räucherkammer anbietet. Von hier aus geht es durch den Wald wieder hinunter in die Weinberge und zurück nach Valwig. Dort können Sie sich im Fischrestaurant Fritz (tgl. | Moselweinstraße 16 | Tel. 02671/7475 | www.hotel-fritz.de | €-€€) stärken. www.apolloweg-valwig.de

Von der Mosel zur Burg Eltz

Ausgangspunkt für diese Wanderung ist das Winzerdorf Moselkern. Der Ort ist mit der Regionalbahn erreichbar. Ohne allzu große Steigungen kommen Sie in eineinhalb Stunden zur Burg Eltz. Zurück geht es über Müden an der Mosel entlang. Die Wanderung dauert insgesamt (ohne Aufenthalt) ca. 3 Std.

In Moselkern mündet der aus der Eifel kommende Elzbach in die Mosel - hier beginnt auch die Wanderung. Die Mündung liegt am Ortsausgang moselaufwärts. Folgen Sie zunächst der Straße Elztal, bis rechts ein Wanderweg abzweigt. Auf diesem kommen Sie am Bach entlang zum Hotel-Restaurant Ringelsteiner Mühle (tgl. | Tel. 02672/910200 | www.ringelsteiner-muehle.de | €) mit gutbürgerlicher Küche und Backwaren aus eigener Konditorei. Von dort folgen Sie den Schildern „Burg Eltz“. Bald taucht die Burg auf, und Sie gelangen über eine Brücke zu einer Treppe, die Sie zum Burgtor führt. Hier können Sie sich Zeit lassen für eine Besichtigung der Burg Eltz und einen Besuch der Burggaststätte.

Danach folgen Sie kurz dem Weg nach Wierschem, den Sie 100 m weiter nach links verlassen und dann den Moselhöhenweg (Markierung M) einschlagen. Bald überqueren Sie wieder den Elzbach. Der Weg führt etwas steil hinauf durch den Wald, am Forsthaus Rotherhof vorbei bis zur Landstraße Müden/Möntenich. Diesem Sträßchen folgen Sie nach links bis zur Siedlung Müdenerberg.

An der Kapelle geht es abwärts (Markierung 5, 6) über die Stationen eines Kreuzweges hinunter nach Müden, zunächst noch durch Wald, später durch Weinberge. Nehmen Sie sich in Müden, einem Fährgassendorf mit romanischer Kirche, Zeit zur Besichtigung. Um nach Moselkern zurückzukehren, folgen Sie der Hauptstraße und biegen rechts ab in den Moselkerner Weg. Er mündet in einen Wirtschaftsweg, der Sie zwischen Weinbergen zum Ausgangspunkt zurückbringt. Auskunft: Tourist-Information Treis-Karden | Hauptstraße 27 | Tel. 02672/6137 | Fax 6153 | www.treis-karden.de