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Reiseführer Seychellen:Mit Kindern unterwegs

Ein endloser Sandkasten, Tiere zum Streicheln, Tee- und Kokosnussernte - hier gilt: Naturpark statt Vergnügungspark

Die Seychellen sind ein kinderfreundliches Land. Wenn man hier mit dem Nachwuchs unterwegs ist, kommt es häufiger vor, dass man von Einheimischen angesprochen wird. Ältere Menschen tätscheln Kindern gerne den Kopf. All dies ist nur ein Ausdruck der positiven Einstellung, die man hier den Kleinen gegenüber hat. Es wird nie vorkommen, dass Ihnen ein Einheimischer einen strafenden Blick zuwirft, nur weil sich Ihr Kind eben wie ein Kind benimmt, also ausgelassen spielt oder lärmt.

Gefahr droht Kindern von der steil am Himmel stehenden Äquatorsonne. Bei diesem Einfallswinkel bietet auch die üppige Vegetation kaum Schatten. Wenn man hier die nötige Vorsorge getroffen hat (eine Kopfbedeckung und das T-Shirt auch beim Baden anlassen!), werden die endlosen Sandstrände zum ungetrübten Vergnügen. Der helle Sand ist feinkörnig und überwiegend sehr sauber. An vielen Stellen sind die Strände außerdem so flach, dass Kinder leicht ins Meer gelangen können. Dabei sollte man aber die Wellen beobachten und Warnhinweise (Schilder) sehr ernstnehmen. Wichtig sind Badesandalen mit griffiger Sohle. An einigen Stränden gibt es scharfkantige oder spitze Korallen, die üble Verletzungen hervorrufen können.

Bei der Wahl der Unterkunft ist zu beachten, dass einige Hotels auf Grund ihrer exponierten Lage (z. B. das Sunset Beach Hotel auf Mahé, das auf einer Klippe liegt) für einen Urlaub mit Kindern nicht geeignet sind. Solche Hotels schreiben deshalb auch ein Mindestalter für ihre Gäste vor. Auf der anderen Seite bieten einige große Hotels spezielle Unterhaltungsprogramme für ihre kleinsten Gäste sowie einen Babysitterservice für Fälle, in denen die Eltern einmal nicht gestört werden möchten. Einige Hotels bieten Familiensuiten an. Ein Kinderbett für Kleinkinder können die meisten Hotels zur Verfügung stellen. In vielen Hotels findet auch ein Extrabett für ein älteres Kind Platz im Zimmer. Wenn die Kinder ein eigenes Zimmer benötigen, findet man in den großen Hotels fast immer Nachbarzimmer mit Verbindungstür. Auf solche Angebote weisen aber auch die Reiseveranstalter in den Katalogen hin.

Vor allem bei den Hotels der gehobenen Kategorien gibt es Angebote, die sich an den Nachwuchs richten; z. B. im Lémuria Resort, in dem mittlerweile so viele Kinder mit von der Partie sind, dass zum Kinderbereich mit Spielplatz auch ein Angebot für ältere Kinder und Jugendliche erarbeitet wurde. Es gibt sogar Spas mit Programmen für Kinder und Jugendliche. Wie wär's z. B.mit einem Yogakurs oder einer Schokoladenmassage?

Auf Mahé lohnt es sich, mit Kindern den Botanischen Garten zu besuchen. Älteren Kindern kann man auf einem Spaziergang durch den Jardin du Roi zeigen und erklären, woher die Gewürze stammen, die wohl auch die meisten Eltern nur in verarbeiteter Form aus der Küche kennen. Gleiches gilt für die Teefabrik auf Mahé, wo man Anbau, Ernte und Verarbeitung von Tee miterleben kann, sowie für L'Union Estate auf La Digue, wo die Verarbeitung der Kokosnuss im Mittelpunkt steht. Wer auf Praslin wohnt, sollte eine Tagestour per Schiff nach Cousin und Curieuse, den beiden Nachbarinseln, buchen. Begegnungen mit Riesenschildkröten und allerlei exotischen Vögeln sind dabei garantiert. Die Schildkröten haben auch nichts dagegen, wenn man sie berührt oder streichelt.

Auch wenn für die Teilnahme an Tauchkursen ein Mindestalter von 12 Jahren vorgeschrieben ist, muss Kindern die Unterwasserwelt nicht verwehrt bleiben. Ab 8 Jahren können sie einen Bubblemaker-Kurs machen, in dem sie den Gebrauch von Schnorchel und Brille erlernen. Ab 12 Jahren besteht die Möglichkeit, das Junior PADI Open Water Diver Certificate zu erwerben. Nicht vergessen darf man das Tauchtauglichkeitszeugnis, das man vor der Abreise bei einem Sportarzt für seine Kinder besorgt haben muss.

Auf Mahé und anderen Inseln werden Fahrten mit Glasbodenbooten angeboten. Ohne nasse Füße zu bekommen, kann man Korallen, Fische und andere Meeresbewohner aus der Nähe beobachten.

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Im Arbeitszimmer des vielgereisten Journalisten, der seit fast 30 Jahren Reportagen, Artikel und Bücher über ferne Länder verfasst, hängt ein Siebdruck von Sir Michael Adams, dem berühmtesten Künstler des landschaftlich so reizvollen Inselstaats im Indischen Ozean: "Wenn ich gestresst bin, schaue ich ein paar Minuten auf dieses Bild und werde ganz ruhig …"

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Quelle: www.marcopolo.de

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