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Reiseführer Malta:Bloss nicht

Auch auf Malta gibt es Dinge, die Sie meiden sollten

Maltesische Folklore

Eine lebendige maltesische Folklore gibt es nicht. Weil Urlauber aber Folkloreabende aus anderen Mittelmeerländern gewohnt sind, werden sie auch auf Malta veranstaltet. Geboten werden Ihnen dabei vor allem angelsächsische Tanzmusik, ergänzt durch eine maltesische Tanzgruppe in bunten, phantasievollen Kostümen, die eine Art frei erfundenes, volkstümelndes Ballett tanzt. Das kann zwar amüsant sein, ist jedoch auf keinen Fall authentisch.

Exotische Souvenirs kaufen

Maltesische Fischer sind nicht zimperlich, wenn ihnen die vom Aussterben bedrohten Meeresschildkröten ins Netz gehen. Sie lassen sie in der Sonne vertrocknen und verkaufen ihren Panzer auf dem Markt. Der Import von Schildkrötenpanzern in die deutschsprachigen Länder ist aber ebenso verboten wie auch die Einfuhr anderer vom Washingtoner Artenschutzabkommen geschützter Tiere. Also, Hände weg auch von Elfenbein, ausgestopften Fischen und Vögeln.

Feste auf eigene Faust besuchen

Zu allen maltesischen Festen bieten Hotels und Reisebüros organisierte Busausflüge an. Die Teilnahme lohnt, da so die Rückfahrt am Abend gesichert ist. Wenn Sie ein Fest auf eigene Faust besuchen, sollten Sie bedenken, dass Sie nach 21 Uhr nur selten ein Taxi finden und auf keinen Fall einen Linienbus für den Heimweg.

Auto fahren bei Dunkelheit

Maltas Straßen sind schon bei Tag schlecht genug. Bei Dunkelheit jedoch sind sie katastrophal unsicher. Fast immer fehlen an den Straßenrändern Fahrbahnmarkierungen und Begrenzungspfähle, und die Wegweiser sind nur schwer zu erkennen. Auch blenden entgegenkommende Autos entweder nicht ab oder fahren sogar ganz ohne Licht. Große Vorsicht ist also angebracht!

Auf Drogen einlassen

Der Besitz von Haschisch und Drogen wird wie fast überall auch auf Malta und Gozo streng bestraft. Der Tatsache, dass Malta eines der Haupttransitländer für Drogen aus Nordafrika nach Europa ist, begegnet die maltesische Regierung mit drastischen Strafen. Hier reichen schon 3 g Cannabis vollkommen aus, um den Besitzer für sechs Monate hinter Gitter zu bringen; Gnade kennen maltesische Richter auf diesem Gebiet absolut nicht.

Oben ohne baden

In weniger katholischen Ländern wären die vielen Felsvorsprünge und kleinen Buchten, die Malta zu bieten hat, ideale Plätze für ein hüllenloses Bad, doch hier schwimmt man, wie es dem Papst gefällt.

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Der Bremer Reisejournalist Klaus Bötig kennt die Inselrepublik Malta seit 1978. Ihn fasziniert das ländliche Gozo mit seinen stillen Dörfern und prähistorischer Tempelarchitektur ebenso wie das eher städtische Malta. Besonders aber schätzt er die maltesische Küche. Klaus Bötig schreibt, außer über Malta, vor allem über Griechenland, Zypern und norddeutsche Regionen zwischen Ems und Oder.

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Quelle: www.marcopolo.de