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Reiseführer Madeira - Porto Santo:Bloss nicht

Auf Portugiesisch heißt das viel höflicher: por favor, não!

Oben ohne

Wie alle Südländer legen die Madeirer großen Wert auf korrekte Kleidung. Nackte Männeroberkörper sind außer am Strand ein absolutes Tabu, auch durch knappe Freizeitkleidung bei Frauen zeigen sich sowohl viele Dorf- als auch Stadtbewohner irritiert. Unbedeckte weibliche Brüste werden allenfalls am Hotelpool akzeptiert; in öffentlichen Badeanstalten und am Strand erregen sie heftigen Anstoß.

„Gracias“ sagen

Portugiesen verstehen in der Regel sehr gut spanisch, wissen, dass „Gracias“ (Danke) vielen Deutschen schnell und gern über die Lippen kommt. Doch umso mehr freuen sie sich über ein mutiges „Obrigado!“ oder „Obrigada!“. Auch wenn das historisch schwierige Verhältnis zu den Spaniern heute entspannter ist, werden sie ungern als solche behandelt oder angeredet.

Stöckelschuhe einpacken

Madeira ist kein Pflaster für Highheels. Steile Anstiege und Kopfsteinpflaster machen selbst in Funchal den Bummel zu einem sportlichen Akt. Geben Sie also Sneakers den Vorzug vor Sandalen oder Pumps. Und bei Wanderausflügen sollten Sie unbedingt knöchelhohe Stiefel mit gutem Sohlenprofil tragen. Die Wege sind mitunter sehr schmal und ausgesetzt, selten gepflegt oder gar gesichert, oft besteht Rutschgefahr.

Distanzen unterschätzen

In Kilometern gemessen weist Madeira keine großen Entfernungen auf. Doch immer wieder müssen Schluchten und Berge überwunden werden. Zwar nimmt die Zahl der Tunnel ständig weiter zu, aber vielerorts gilt es noch, sich auf schmalen, steilen, kurvigen Sträßchen zum Ziel zu winden. Nebel, Wegsperrungen, Felsbrocken (es kommt gerade nach Regentagen immer wieder zu Steinschlag!) oder behäbige Baufahrzeuge stellen oft weitere Hindernisse dar. Planen Sie deshalb reichlich Zeit für ihre Ausflugsfahrten ein.

Achtlos mit Feuer umgehen

In den Sommermonaten trocknet die Vegetation selbst auf der sonst reichlich feuchten Insel oft stark aus. Eine achtlos weggeworfene brennende Zigarette oder ein unsachgemäßes Grillfeuer können dann eine Brandkatastrophe auslösen. Vor allem im dünn besiedelten Westen Madeiras lodern fast jedes Jahr großflächige Brände, mitunter noch kräftig angefacht durch starken Wind.

Anreißern nachgeben

Die Auswahl ist groß an Restaurants in Funchal, vor allem in der Altstadt. Aber seriöse Unternehmen haben es nicht nötig, aggressive Werber, die mit der Speisekarte fuchteln, auf die Straße zu stellen. Lehnen Sie freundlich, aber bestimmt ab.

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Sara Lier reist seit Jahren regelmäßig nach Madeira und freut sich jedes Mal aufs Neue über die üppige Natur und die herzlichen Menschen, die fast nichts aus der Ruhe bringt. Als Studienreiseleiterin darf sie ihren Gästen die Schönheiten der Insel zeigen und genießt dabei selbst ganz nebenbei diese Perle des Atlantiks – auf ausgedehnten Wanderungen, bei einem rustikalen Essen oder in der Unterwasserwelt.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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