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Reiseführer Kroatische Küste - Istrien:Im Trend

In Istrien und an der Kvarner-Bucht gibt es viel Neues zu entdecken. Das Spannendste auf dieser Seite

Gut geölt

Gelbgoldener Tourismus

Italiens Olivenölbibel Flos Olei listet jedes Jahr mehr istrische Produzenten in ihrem europäischen Öl-Ranking. Konstanter Favorit ist Klaudio Ipša (www.ipsa-maslinovaulja.hr) aus Ipši, der bescheiden und ohne großes Tamtam ein wunderbares Öl aus der heimischen Sorte Istrska bjelica presst. Das beste Bioolivenöl produziert den Testern zufolge Giancarlo Zigante (www.zigantetartufi.com) in Livade. Auch "Oma Jolas" Bioöl (www.omajolas.com) aus der Region Savudrija wird gepriesen. In Slowenien hat 2012 Jenko (www.oljcno-olje.com) aus Bertoki bei Koper das Rennen unter die Top 20 Europas gemacht. Die Öle können Sie direkt bei den Produzenten kaufen oder im Onlineshop bestellen.

Grün vernetzt

Verantwortung übernehmen

Umweltschutz, Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung - für immer mehr Kroaten sind diese Werte inzwischen wichtiger als der schnöde Mammon. Touristische Projektentwickler bekommen dies schmerzhaft zu spüren, vor allem diejenigen, die in Istrien Golfplätze planen. Von über 20 Projekten in der Pipeline konnte in den letzten fünf Jahren lediglich ein einziges verwirklicht werden. Überall dort, wo gebaut werden sollte, machten die Naturschützer seltene Pflanzen oder Tiere aus, deren Schutz Vorrang hatte. Und wo es bereits zu spät scheint, da greifen Initiativen wie das Centar Gerbin (www.centargerbin.org) ein. Es hat sich auf der Insel Cres ganz der Bewahrung traditioneller Wirtschaftsformen und Architektur verschrieben. In Workshops reparieren Freiwillige zum Beispiel Bruchsteinmauern und bauen verlassene Häuser auf. Fisch und Vogel auf grünem Grund sind das Symbol der Initiative Prijatelj okoliša (Freund der Umwelt), die mit diesem Zertifikat Hotels und Campingplätze für ihr ökologisches Wirtschaften auszeichnet.

Das neue Ibiza

Wildes Nachtleben

Statt an den Stränden der Balearen feiert die In-Crowd jetzt an Kroatiens Küste. Coole DJs aus der ganzen Welt werden eingeflogen. Renner in Istrien sind Springbreak-Partys. Das Spring Break Europe (www.springbreakeurope.at), nach dem Vorbild der Studentenpartys an Floridas Stränden, sorgt im Städtchen Rovinj mit drei Tagen Party für mächtig Aufsehen. Auch Pags berühmter Partystrand Zrće (zrce.eu) ist dabei: Der Springbreak Anfang Juni im Aquarius und im Cocomo Club ist so legendär wie das Fresh Island Festival im Juli mit Hip-Hop und RnB! Warum ausgerechnet Vodnjan zur Clubhauptstadt Istriens avancierte - wer weiß? Das Lighthouse (de.lighthouseclub.com) zählt jedenfalls zu den Topclubs der Region, und wenn es den Party People zu heiß wird, bringt ein türkisgrüner Pool Abkühlung.

Kroatisch kreativ

Frischer Wind in der Küche

Fusion cooking, der Mix moderner Elemente mit traditionellen kroatischen Rezepten, ist der heißeste kulinarische Trend Istriens. Den Gipfel istrischer Genüsse zelebriert Danijel Dekić im Restaurant Monte (Montalbano 75 | www.monte.hr) in Rovinj. Da versinkt selbst der gestrenge Gault-Millau-Tester in stummer Verzückung und verleiht ihm drei Hauben. Le Mandrač (Obala F. Supila 10), kühl gestylter Glaskasten im malerischen Hafenbecken von Volosko, ist eins der szenigsten Restaurants im Kvarner; die Meeresfrüchtekreationen machen Lust auf mehr. Einen Schuss Japan an die Adria bringt das ungewöhnlich kleine, dafür umso coolere Restaurant Damir & Ornella (Zidine 5) in Novigrad.

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Die Ethnologin und Reisebuchautorin Daniela Schetar reizten zunächst fremde Kulturen. Doch als sie erstmals wieder in ihre Heimat Istrien zurückkam und den Duft der Macchia einsog, waren sie wieder da: die Begeisterung für die venezianischen Städtchen, die Faszination der kargen Felsrücken der Insel Cres, die Liebe zu Landschaften und Menschen am Schnittpunkt kroatischer, slowenischer und italienischer Kultur.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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