bedeckt München 18°

Reiseführer Athen:Erlebnistouren

Städte haben viele Facetten. Wenn Sie Lust haben, diese verschiedenen Gesichter mit all ihren einzigartigen Besonderheiten zu entdecken, wenn Sie jenseits bekannter Pfade geführt oder zu grünen Oasen, ausgewählten Restaurants oder typischen Aktivitäten geleitet werden wollen, dann sind diese maßgeschneiderten Erlebnistouren genau das Richtige für Sie. Machen Sie sich auf den Weg und folgen Sie den Spuren der MARCO POLO Autoren.

Athen perfekt im Überblick

9:00

Vom Omónia-Platz mit seiner unterirdischen Metrostation folgen Sie der Athinás-Straße, auf der zahlreiche Straßenhändler die Bürgersteige säumen. Vorbei am Rathaus erreichen Sie Athens zentralen Markthallen . Rechts werden unter freiem Himmel Obst, Gemüse und importierte Lebensmittel aller Art angeboten, links in über 100 Jahre alten Hallen Fleisch und Fisch, Nüsse, Oliven und Honig. Die Athínas-Straße endet am Monastiráki-Platz, rechts neben der historischen Metrostation. Hier ersteigen Sie zunächst die Dachterrasse des Hotels A for Athens , wo Sie bei einem Freddo Cappuccino oder Freddo Espresso den Rundumblick über die Altstadt auf die Akrópolis genießen. Dann nehmen Sie rechts der Metrostation die Flohmarktgasse Odós Iféstou . Lassen Sie sich Zeit zum Stöbern - vielleicht können Sie ja das ein oder andere Schnäppchen machen -, bevor Sie sich ins antike Athen begeben.

11:30

Die Iféstou-Straße führt Sie zum Eingang der parkähnlich angelegten Agorá , wo Sie gut auf einer Parkbank im Angesicht der Akrópolis verschnaufen können. Bummeln Sie zum Hephaistos-Tempel, schauen Sie in die byzantinische Kirche Ágii Apóstoli mit ihren mittelalterlichen Fresken hinein und verlassen Sie die Agorá dann über ihre obere Pforte. Vorbei am Areopag , den Sie kurz erklimmen sollten, kommen Sie nun zum Eingang der Akrópolis . Für die Besichtigung der Akrópolis benötigen Sie eine gute Stunde. Besonders ausgiebig sollten Sie sich den Párthenon und das Erechtheion ansehen. Danach gehen Sie nach links zur breiten archäologischen Fußgängerpromenade hinab, die Sie beim Odeon des Herodes Atticus erreichen. Wenden Sie sich auch hier wieder nach links.

14:30

Sie kommen nun zum Akrópolis-Museum . Zunächst gönnen Sie sich auf der Terrasse der schicken Museumscafeteria ein leichtes Mittagessen im Anblick des Götterfelsens, dann widmen Sie sich eine Stunde lang den Exponaten und erwerben vielleicht noch ein "antikes" Souvenir im Museumsshop, bevor Sie sich wieder auf den Weg machen: Zunächst statten Sie gleich gegenüber vom Museum dem Diónysos-Theater einen Besuch ab. Gleich neben dem Eingang beginnt die Odós Frasíllou. Folgen Sie ihr ein kurzes Stück und biegen Sie dann nach rechts in die Odós Théspidos ab. Sie überquert die Hauptsouvenirgasse Odós Adrianoú und führt als Odós Kidathinéon wieder leicht bergan weiter. Links liegt nun der Eissalon Latífis , der zu einer Pause bei leckerem Walnusskuchen mit Eis einlädt. Die Odós Kidathinéon gehen Sie nun bis zur Hauptverkehrsstraße Odós Filellinon weiter, auf der Sie nach links zum Síntagma-Platz kommen.

18:30

Am Síntagma-Platz fotografieren Sie die Evzonen, die vor dem Parlamentsgebäude in ihren traditionellen Uniformen Wache halten. Danach bleibt Zeit für etwas Shopping in der Fußgängerzone Odós Ermoú , die Sie an der byzantinischen Kirche Kapnikaréa vorbei wieder zum Monastiráki-Platz führt. Zum griechischen Abendessen in stimmungsvollem Ambiente gehen Sie von dort ins Szeneviertel Psirrí. Folgen Sie zunächst noch der Odós Ermoú, biegen Sie dann rechts erst in die Odós Agías Théklas und dann in die Odós Karaiskáki ab. Sie kommen zur Platía Iróon, von der Sie nach wenigen Schritten auf der Odós Aristofánous die Musiktaverne Páme Psirrí erreichen. Nach Mitternacht machen Sie dann die Clubs im Viertel unsicher.

Ein Tag im Altstadtviertel Pláka

12:00

Die Tour beginnt am stets sehr geschäftigen Monastiráki-Platz , der den Übergang von der Pláka zum Markt- und zum Flohmarktviertel bildet. Nehmen Sie die Straße, die zwischen der über 100 Jahre alten U-Bahn-Station und der kleinen ehemaligen Moschee hindurch direkt auf die vor Ihnen aufragende Akrópolis zuführt. Schon gleich können Sie linker Hand das kleine, einem Garten ähnliche Ausgrabungsgelände der römischen Hadrian-Bibliothek betreten. Nach einem Rundgang wenden Sie sich dann nach links, biegen gleich wieder links ab, werfen noch einmal einen Blick von oben in die Ausgrabungen hinein und gelangen durch die Odós Dexípoou auf die Rückseite des ehemaligen Bibliotheksgebäudes, an der Sie die grüne Platía Agorá erwartet. An der Platía fährt der Trenáki ab, ein Miniaturzug auf Gummirädern. Schauen Sie auf den Fahrplan, um nach einem leichten Mittagessen im Restaurant Ydría direkt an der Platía gegen 14 Uhr mit dem Bähnchen eine 40-minütige Rundfahrt durchs Pláka-Viertel zu unternehmen. Nach dieser Rundfahrt gehen Sie an der Nordwestecke des Platzes die Odós Aiólou hinauf.

15:00

Diese Straße führt Sie direkt auf die Römische Agorá mit dem Turm der Winde. Nach der Besichtigung des Ausgrabungsgeländes nehmen Sie die auf der Ostseite der Agorá beginnende, schmale Gasse Odós Kirrístou. Rechts geht die Treppengasse Odós Mnisikléous ab. An ihr liegen viele griechischeMusiktavernen: Tipp für einen Folkloreabend! Am oberen Ende der Gasse gehen Sie nach rechts und gleich darauf weiter nach links oben. Nach etwa 20 m zweigt nach links ein Fußweg ab, der relativ steil an der kleinen, stets verschlossenen Kapelle Ágios Símeon vorbeiführt. Dieser Pfad bringt Sie zu einem der schönsten und auf jeden Fall stillsten Aussichtspunkt der Stadt direkt vor der hohen Mauer des Akrópolis-Felsens. Hier werden Sie sicherlich gern etwas verweilen und einen Schluck aus Ihrer Wasserflasche nehmen. Sie sind jetzt am oberen Rand des winzigen Stadtviertels Anafiótika, des wohl romantischsten Teils der Pláka. Wenn Sie sich von diesem herrlichen Fleckchen lösen können, gehen Sie ein paar Schritte weiter und nehmen dann die ersten Treppenstufen nach links unten, die Sie durchs Herz von Anafiótika führen. Sie überqueren die Odós Pritanéou und stoßen auf die Odós Lisíou, der Sie nach rechts folgen. Durch die Odós Fléssa geht es dann hinab zur Odós Adrianoú : Die Hadriansstraße ist die Hauptsouvenirgasse der Altstadt. Hier können Sie sich nun etwa eine Stunde dem Shopping widmen. Gehen Sie am besten zuerst nach links bis zur Platía Agorá und dann auf der anderen Schaufensterseite zurück bis zur Odós Kidathinéon.

18:30

Die Odós Kidathinéon gehen Sie nun ein paar Schritte aufwärts nach links, und schon liegt rechter Hand eines der urigsten Weinlokale der Stadt, das Vrettós . Bevor Sie dort auf ein Glas Wein oder einen Mokka einkehren, um die Atmosphäre zu schnuppern, schauen Sie noch 20 m weiter auf die Infotafeln des Cine Paris, um zu sehen, welcher Film wann genau heute Abend läuft. Vom Abendessen in der originellen Taverne Scholarcheion sind Sie jetzt nur 200 m entfernt. Wenden Sie sich vom Vréttos aus nach links, und biegen Sie dann in die zweite Straße nach rechts ein, die Odós Tripodón. An ihr liegt kurz darauf linker Hand die Taverne, in der Ihnen der Kellner die Köstlichkeiten des Hauses auf einem Tablett zur Auswahl serviert.

21:00

Im Dachgartenkino Cine Paris erwartet Sie zum Tagesabschluss ein Kinoerlebnis besonderer Art: Sie sitzen im Freien unterm Sternenhimmel mit Blick auf die Akrópolis, schauen sich einen Film im englischen Original an und können sich an der Bar mit Drinks und Knabbereien versorgen.

Grünes und klassizistisches Athen

10:00

Pünktlich zu jeder vollen Stunde kommt Bewegung in die Evzonen, die vor dem Grabmal des Unbekannten Soldaten am Síntagma-Platz Wache halten. Hier heißt es also: Fotos machen oder ein kurzes Video! Ist das erledigt, gehen Sie auf der Prachtstraße Leofóros El. Venizélos (im Volksmund wie früher noch Panepistimíou genannt) 200 m weiter bis zum Numismatisches Museum , das sich der berühmte Altertumsforscher Heinrich Schliemann einst als seinen Stadtpalast erbauen ließ. Nach einem Rundgang können Sie im kleinen Café im idyllischen Garten des Museums einen Kaffee und vielleicht auch etwas Süßes genießen. Danach gehen Sie 300 m weiter auf dem Panepistimíou-Boulevard und sehen dann rechts die als Athener Trilogie bekannten, sehr fotogenen klassizistischen Gebäude der Akademie, der Universität und der Nationalbibliothek. Für eine kleine Wegzehrung sorgen hier die ambulanten Kouloúri-Verkäufer, bei denen Sie sich einen dieser aromatischen Sesamringe besorgen können. Hinter der Nationalbibliothek biegen Sie rechts in die Odós Ippokrátous ab und dann wieder rechts in die breite Leofóros Akadimías. Ihr folgen Sie bis zur Odós Voukourestíou, die Sie nach links aufwärts führt bis zur Odós Skoufá, der Sie nach rechts folgen. An diesen beiden Straßen können Sie sich die Nase an den glitzernden, schimmernden Schaufenstern besonders exquisiter Juweliergeschäfte und Modeboutiquen platt drücken. Die Odós Skoúfa mündet auf den Kolonáki-Platz (offiziell: Platía Filikís Eterías). Mischen Sie sich unter die Geschäftsleute, Anwälte und edelshoppenden Damen, die im eleganten Péros ihren Espresso oder Freddo Cappuccino genießen.

12:30

Auf der Innenseite des Platzes fährt schräg gegenüber vom Café der Stadtbus der Linie 60 ab, der durch das Edelviertel Kolonáki kurvt. Sie verlassen ihn an der Haltestelle "4H Lykavittós", steigen die Stufen hinauf und stehen an der Talstation der Standseilbahn , die Sie im Fels auf den höchsten Hügel des Athener Stadtgebiets hinaufbringt, den 277 m hohen Likavittós . Vom Gipfel des Felsens aus eröffnet sich ein prächtiger Blick über ganz Athen bis nach Piräus und hin zur Insel Ägina. Haben Sie ihn ausgiebig genossen, gehen Sie zwischen herrlichen Agaven den am Gipfel beginnenden Weg abwärts, der Sie in etwa 15 Minuten über die Platía Dexameni zurück zum Kolonáki-Platz bringt. Überqueren Sie den Platz und gehen Sie die kurze Odós Koumbári abwärts. Wo sie auf den breiten Leofóros Vassilías Sofías mündet, steht rechter Hand das Benáki-Museum . Hier können Sie zunächst einmal im Panorama-Restaurant ein spätes Mittagessen genießen, bevor Sie sich der Besichtigung des Museums widmen. Im Museumsshop finden Sie besonders schöne kleine Geschenke und Souvenirs. Den Kaffee nehmen Sie aber nicht im Museum ein, sondern 150 m weiter die Odós Irod. Attikoú hinab im lauschigen Kaffeehaus O Kípos am Eingang zum Nationalgarten .

17:00

Später bummeln Sie zunächst durch die Parkanlagen der grünen Oase des Nationalgarten und folgen dabei den Wegweisern mit der Aufschrift "Amalías". Diesem Ausgang direkt gegenüber beginnt die Odós Xenofóntos, die auf die Odós Níkis mündet. Auf ihr gehen Sie wenige Meter nach rechts und biegen dann links in die schmale Odós Apóllonos ein. An dieser Straße liegt nach etwa 100 m links das unscheinbare Central . Aber: Fahren Sie mit dem Lift auf den Dachgarten hinauf! Hier können Sie sich mit einem Sundowner im Anblick von Pláka und Akrópolis für den langen Spaziergang belohnen.

Die Häfen von Athen

10:00

An der Tram-Haltestelle Trocaderó beginnt dieser Hafenspaziergang. 200 m entfernt können Sie im Trocaderó-Hafen u.a. den Nachbau einer antiken Trireme, eines sog. Dreiruderers, bestaunen und den wuchtigen Panzerkreuzer "Georgios Averoff" aus dem Jahr 1910 von der Brücke bis in den Maschinenraum hinein erkunden. Danach steigen Sie wieder in die Tram und fahren bis zur Endstation am Karaiskáki-Stadion , dem Stadion des Fußballvereins Olympiakós Piräus. Dort wechseln Sie über eine Fußgängerbrücke die Straßenseite und fahren von der Metrostation Faliró eine Station weit bis zum Metro-Endbahnhof Piréas . Steigen Sie aus der Metro, sind Sie gleich mittendrin im trubeligen Leben der Hafenstadt. Sie überqueren die Küstenstraße auf einer Fußgängerbrücke, wenden sich nach links und kommen so schon nach zwei Minuten zur Platía Karaiskáki mit ihren vielen Schifffahrtsbüros und einigen Cafés. Von hier verkehren die Fähren zu den östlichen Kykladen, nach Mykonos, Síros und Tínos. Und nun schnuppern Sie weiterhin Hafenluft: Vorbei an den kleineren Fähren zu den Inseln im Saronischen Golf gehen Sie weiter zu den Anlegestellen der großen Dodekanes-Fähren. Am gegenüberliegenden Kai auf der anderen Hafenseite warten die besonders großen Kreta-Fähren auf ihre abendlichen Abfahrten, und voraus sehen Sie jetzt das internationale Passagierterminal, an dem Kreuzfahrtschiffe aus aller Welt festmachen. Sie aber biegen von der Uferstraße an der Platía Nikoláou links ab und überqueren auf der Hauptverkehrsstraße Chariláos Trikoúpi die Halbinsel. Dabei kommen Sie am sehenswerten Archäologisches Museum vorbei, dessen besonderer Schatz mehrere antike Bronzestatuen sind. Doch den Besuch heben Sie sich lieber für einen anderen Tag auf - denn heute geht es um Schiffe und Fische! Und nur wenige Meter weiter stehen Sie am Yachthafen Zéa Marína, an dem Sie das interessante Schifffahrtsmuseum besuchen.

14:00

Nun ist endlich Zeit für eine Pause: Kehren Sie zu einem leichten Snack im Café Bouboulínas am südlichen Ende der Zéa Marína ein. So gestärkt geht es weiter, immer am Ufer entlang. Unterhalb der Straße liegt der im Sommer viel besuchte Badestrand Votsalákia , dem Sie einen erfrischenden Badebesuch abstatten sollten. Der nächste Stopp ist für den besonders fotogenen und kleinen Yacht- und Fischerhafen Mikrolímano geplant - fast direkt vor den Booten sitzen Sie hier im modernen Café-Restaurant Mecca, das auch gutes Eis serviert.

17:30

Vom Mikrolímano führt die Uferstraße nur noch ein ganz kurzes Stück am Meer entlang und wendet sich dann als Fußgängern vorbehaltene Aktí Dilavéri landeinwärts. Sie passieren die Kirche Panagía Mirtiótissa und gehen ein paar Schritte weiter nach rechts bis zur Tram-Station Néo Faliró . Mit der Linie T3 fahren Sie nun 30 Minuten immer an der Küste entlang, passieren Strände und Yachthäfen, große Musiklokale und den alten Flughafen Athens. An der Haltestelle Platía Esperídon in Glifáda verlassen Sie die Tram und gehen hinunter ans Wasser. Hier erwartet Sie das Ark als super gestyltes All-Day-Caférestaurant zum Aperol Spritz mit griechischem Mandarinenlikör, zu Seeigeln mit Johannisbrotbrot, der mit Salzwasser gekochten Fischsuppe kakaviá oder auch ganz feiner Küche.

Weiter zu Kapitel 18

Der Bremer Autor Klaus Bötig kennt Athen seit 1972 und hält sich dort jedes Jahr mehrmals auf. Er liebt Athens Nähe zum Meer, das Nebeneinander von Antike und Moderne, das brodelnde Leben und das reiche kulturelle Angebot. Jahrgang 1984 ist die Athener Journalistin Elisa Hübel, die ihn jetzt bei seinen jährlichen Aktualisierungen unterstützt und viele aktuelle Tipps beisteuert.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

Zur SZ-Startseite