ANZEIGE EIN ANGEBOT DER SAVINGS UNITED GMBH

Unfallversicherung Vergleich

Unfallschutz im Überblick

Der Unfallversicherung Vergleich der SZ ist Ihr Partner bei der Versicherungswahl - in unserem Ratgeber erfahren Sie alles, was Sie über Unfallversicherungen wissen müssen. Wir haben für Sie zusammengefasst, wann Versicherungsleistungen greifen, und für wen eine private Unfallversicherung besonders sinnvoll ist. Auch zeigen wir Ihnen, auf welche Leistungen Sie besonders Wert legen sollten, und ob eine Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr eine sinnvolle Geldanlage darstellt. Zuletzt haben wir auch für Sie zusammengefasst, wie Sie Ihre bestehende Unfallversicherung wechseln können. Mit unserem Ratgeber finden Sie so in kürzester Zeit zu Ihrem individuell zugeschnittenen Versicherungsschutz, und können entspannt in die Zukunft blicken.


Unfallversicherung Vergleich – Alles, was Sie über Unfallversicherungen wissen müssen, bei uns im Überblick

Die private Unfallversicherung bietet dem Versicherten Schutz vor den finanziellen Folgen eines Unfalls. Bei uns erfahren Sie, wer diese Absicherung benötigt, welche unterschiedlichen Tarife und Leistungen es gibt, und woran Sie eine gute Unfallversicherung erkennen. Den für Sie passenden Vertrag schließen Sie im Anschluss gleich online ab – garantiert schnell, unkompliziert und zum bestmöglichen Preis.

Wann leisten Unfallversicherungen?

Zunächst haben wir für Sie zusammengefasst, unter welchen Voraussetzungen die private Unfallversicherung Sie finanziell unterstützt.

Was ist als Unfall definiert?

Die erste Bedingung, um Leistungen aus einer Unfallversicherung zu beziehen, ist das Vorliegen eines Unfalls. Laut Definition ist ein Unfall ein “plötzlich und unfreiwillig von Außen auf den Körper einwirkendes Ereignis”. Diese Voraussetzungen lassen sich leicht einprägen – mithilfe der Eselsbrücke “PAUKE”. Folgende Konditionen müssen also erfüllt sein, damit man bei einer Verletzung von einer Unfallfolge sprechen kann:

  • Plötzlich: Sie müssen sich Ihre Verletzung plötzlich zugezogen haben. Ist sie über einen längeren Zeitraum hinweg entstanden – beispielsweise durch jahrelange Fehlbelastung ausgelöste Rückenprobleme – liegt kein Unfall vor.
  • Von Außen: Eine äußere Einwirkung muss für Ihre Gesundheitsschädigung verantwortlich sein. Somit erfüllt etwa ein Herzinfarkt nicht die Unfalldefinition – die Verletzung steht nicht in Verbindung mit einem äußeren Einfluss.
  • Unfreiwillig: Eine weitere Voraussetzung für das Vorliegen eines Unfalls ist, dass das Ereignis unfreiwillig stattfindet. Unterziehen Sie sich zum Beispiel einer Operation, erleiden Sie zwar körperlichen Schaden, diese Schädigung nehmen Sie aber wissentlich in Kauf. Die Verletzungen sind somit keine Unfallfolge.
  • Auf den Körper wirkend: Ebenfalls zur Definition eines Unfalls gehört immer der Körperkontakt zu Sachen, Tieren oder anderen Menschen. Reine Sachschäden – wie das Fallenlassen eines Gegenstands, der anschließend unbrauchbar ist – sind keine Unfallschäden.
  • Ereignis: Ein Unfall ist immer ein einzelnes Ereignis. Sind alle genannten Konditionen erfüllt – ist das Ereignis also plötzlich und unfreiwillig erfolgt und hat dabei etwas von außen auf den Körper gewirkt – liegt ein Unfall vor.

Invalidität

Eine weitere Bedingung für Leistungen aus der Unfallversicherung ist das Vorliegen sogenannter Invalidität. Dabei handelt es sich um eine dauerhafte Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit durch Unfall oder Krankheit. Als dauerhaft gilt eine solche Einschränkung, wenn mit keiner Verbesserung zu rechnen ist, und sie voraussichtlich mindestens drei Jahre bestehen bleibt.

Manche Zusatzleistungen einer privaten Unfallversicherung können Sie auch ohne das Vorliegen von Invalidität in Anspruch nehmen. Für die Auszahlung der Versicherungssumme ist eine Invalidität allerdings Grundvoraussetzung. Welche Leistungen nach einem Unfall auch ohne dauerhafte Beeinträchtigungen ausbezahlt werden, zeigen wir Ihnen später bei der Vorstellung der einzelnen Bausteine der Unfallversicherung.

Unterschiede zwischen der gesetzlichen und privaten Unfallversicherung 

Weshalb ist eine private Absicherung aber überhaupt nötig, wo es doch auch die gesetzliche Unfallversicherung gibt?

Viele Personengruppen genießen gesetzlichen UnfallschutzArbeitnehmer, Schüler und Studenten, Kinder in Betreuungseinrichtungen, Ersthelfer, ehrenamtlich Tätige – die Liste ist lang. Benötigen auch diese gesetzlich Versicherten eine private Unfallversicherung?

Ja! Denn die gesetzliche Unfallversicherung hinterlässt große Versorgungslücken – sie leistet nämlich nur bei Unfällen, die in Zusammenhang mit der versicherten Tätigkeit stehen: Als Arbeitnehmer sind Sie nur auf dem Arbeitsweg und im Betrieb versichert, Schüler nur während des Unterrichts und auf dem Schulweg.

Die private Unfallversicherung dagegen bietet rund um die Uhr Versicherungsschutz – sie leistet gleichermaßen bei Unfällen während der Arbeitszeit und solchen, die in Ihrer Freizeit passieren.

Leistungsausschlüsse

Manche Unfälle sind prinzipiell von den Leistungen einer Unfallversicherung ausgeschlossen: Dazu gehören Unfälle beim Begehen einer Straftat, unter Drogeneinfluss oder vorsätzlich herbeigeführte Unglücke. Außerdem sind Unfälle infolge von Kriegsgeschehen und Kernenergie nicht versicherbar. Des Weiteren genießen Sie weder als Führer eines Luftfahrzeugs Versicherungsschutz, noch bei der Teilnahme an Rennsportveranstaltungen – weder genehmigter, noch ungenehmigter Art.

Es gibt jedoch noch zahlreiche weitere Leistungsausschlüsse, die durch Zusatzklauseln in den Versicherungsschutz integriert werden können. Wir haben Ihnen die Leistungen, die eine gute Unfallversicherung auszeichnen, weiter unten zusammengefasst. Verzichten Sie jedoch auf einen oder mehreren dieser Zusatzbausteine, so ist auch dieser automatisch von der Leistung ausgeschlossen.

Für wen ist eine private Unfallversicherung sinnvoll

Laut Statistiken des Verbraucherschutzes und des Statistischen Bundesamtes springt nur bei knapp einem Drittel aller Unfälle die gesetzliche Versicherung ein. Bei allen anderen Unfällen – im Haushalt, beim Sport, oder während anderer Freizeitaktivitäten – schützt Sie lediglich eine private Unfallversicherung.

Das macht eine zusätzliche Unfallvorsorge nicht nur interessant für Selbstständige und FreiberuflerHausfrauenRentner und andere Personengruppen ohne gesetzlichen Versicherungsschutz. Die private Unfallversicherung ist vielmehr ein Muss für jeden, der sich vor den Folgen eines Unfalls absichern möchte – denn die gesetzliche Absicherung ist für solche Fälle schlichtweg nicht ausreichend.

Besonders Personen mit einem erhöhten Unfallrisiko sollten sich daher umfassend privat versichern. Dazu gehören Kinder, die Alltagsrisiken oft noch nicht ausreichend einschätzen können, sowie Senioren, deren Sinneswahrnehmung nachlässt. Auch Hobby-, und vor allem Extremsportler sollten vor den finanziellen Folgen eines Unfalls ausreichend geschützt sein.

Welche Leistungen sind in der Unfallversicherung enthalten?

Die Leistungen einer privaten Unfallversicherung sind vielfältig: von Einmalzahlungen, über monatliche Renten, bis hin zur Kostenübernahme medizinischer Behandlungen. Wir zeigen Ihnen, welchen Schutz Sie tatsächlich benötigen – und auf welche Zusatzleistungen Sie getrost verzichten können.

Invaliditätsleistung

Der mit Abstand wichtigste Baustein einer privaten Unfallversicherung ist die sogenannte Invaliditätsleistung. Es handelt sich hierbei um eine Einmalzahlung, die Ihnen bei dauerhaften gesundheitlichen Einschränkungen finanzielle Hilfestellung bietet. 

Auf diese Leistung sollten Sie in keinem Fall verzichten - denn die Invaliditätsleistung ist die Grundlage der privaten Unfallversicherung und sollte daher immer vereinbart werden.

Eine dauerhafte körperliche Schädigung bringt oft eine ganze Reihe finanzieller Folgen mit sich: Umbaumaßnahmen am eigenen Zuhause und Arbeitsplatz, Kosten für Hilfsmittel, wie zum Beispiel Treppenlift oder Rollstuhl, die Umrüstung eines Fahrzeugs – wofür Sie die Invaliditätsleistung verwenden, bleibt Ihnen überlassen - Sie sind dem Versicherer keine Rechenschaft schuldig und der Betrag steht Ihnen nach der Auszahlung frei zur Verfügung.

Wie hoch die Invaliditätsleistung ist, hängt von mehreren Faktoren ab: 

Versicherungssumme

Grundlage der Versicherungsleistung ist immer die vereinbarte Versicherungssumme. Wir empfehlen Ihnen hier eine Absicherung von mindestens 100.000 €.

Invaliditätsgrad laut Gliedertaxe

Weiterhin hat der Invaliditätsgrad Einfluss auf die Höhe der Leistung – er gibt in Prozent an, wie schwer Ihre Gesundheitsschädigung ist. Dieser Wert wird mit der vereinbarten Leistungssumme multipliziert: Die Invaliditätsleistung bei einem Invaliditätsgrad von 10% läge damit bei 10.000 €. 

Der Invaliditätsgrad wird dabei nicht willkürlich von einem Arzt bestimmt, sondern anhand der sogenannten Gliedertaxe ermittelt.

Eine Gliedertaxe ist Bestandteil einer jeden privaten Unfallversicherung und legt dabei für viele Körperteile fest, zu wie viel Prozent Sie bei vollständigem Funktionsverlust invalide sind.

Sind zwei oder mehr Körperteile betroffen, werden die jeweiligen Werte addiert. Der maximale Wert beträgt dabei 100% – selbst, wenn die Summe laut Gliedertaxe darüber liegt. 

Liegt kein vollständiger Funktionsverlust eines Körperteils vor, wird die Leistung entsprechend angepasst. Verlieren Sie beispielsweise die Hälfte der Funktion eines Daumens, müssen Sie auch die Leistung für einen Daumen laut Gliedertaxe halbieren. 

Dabei gibt es keine einheitliche Gliedertaxe – sie wird vom Versicherer individuell festgelegt und unterscheidet sich daher nicht nur bei verschiedenen Anbietern, sondern kann auch bei Tarifen desselben Unternehmens variieren. Damit ist die Gliedertaxe ein äußerst wichtiges Kriterium beim Vergleich der Unfallversicherung auf das Sie unbedingt achten sollten.

Der GDV – der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft – spricht für die Gliedertaxe unverbindliche Empfehlungen aus, an die die Versicherungsunternehmen jedoch nicht gebunden sind:

  • Gesamter Arm - 70%;
  • Arm bis oberhalb des Ellenbogengelenks - 65%;
  • Arm bis unterhalb des Ellenbogengelenks - 60%;
  • Hand - 55%;
  • Daumen - 20%;
  • Zeigefinger - 10%;
  • anderer Finger - 5%;
  • Bein über der Mitte des Oberschenkels - 70%;
  • Bein bis zur Mitte des Oberschenkels - 60%;
  • Bein bis unterhalb des Knies - 50%;
  • Bein bis zur Mitte des Unterschenkels - 45%;
  • Fuß - 40%;
  • große Zehe - 5%;
  • andere Zehe - 2%;
  • Auge - 50%;
  • Gehörverlust auf einem Ohr - 30%;
  • Verlust des Geruchssinns - 10%; und
  • Verlust des Geschmackssinns - 5%.

Beim Versicherungsvergleich der Unfallversicherung kann Ihnen die folgende Empfehlung als Richtwert dienen: Bietet Ihnen ein Anbieter eine schlechtere Gliedertaxe als von der GDV empfohlen, sollten Sie von diesem Vertrag Abstand nehmen.

Viele Versicherer bieten inzwischen aber auch schon Gliedertaxen an, die mehr Invalidität anerkennen. Das macht die Gliedertaxe zu einem der wichtigsten Merkmale einer guten privaten Unfallversicherung. Beim Versicherungsvergleich sollten Sie ihr daher in jedem Fall eine hohe Priorität einräumen.

Erhöhung der Leistung durch Progression

Ebenfalls maßgeblich für die Höhe der Invaliditätsleistung – und damit ein genauso wichtiges Vergleichskriterium – ist eine sogenannte Progression. Darunter versteht man ein Vervielfachen der vereinbarten Versicherungsleistung ab einem bestimmten Invaliditätsgrad.

Die gängigsten Progressionen sind 225%, 350% und 500%. Dabei gibt dieser Wert an, wie viel Prozent der vereinbarten Versicherungssumme Sie bei Vollinvalidität erhalten.

Bei einer vereinbarten Versicherungsleistung von 100.000 € mit 500% Progression erhalten Sie also bei Vollinvalidität nicht nur 100.000 €, sondern das fünffache. In diesem Fall läge die Invaliditätsleistung also bei 500.000 €.

Dabei erhöht die Progression Ihre Versicherungsleistung schrittweise: Bis 25% Invalidität laut Gliedertaxe beeinflusst die Progression Ihre Invaliditätsleistung nicht. Von 25 bis 50% Invalidität greift meist die erste Progressionsstufe. Diese Prozentpunkte werden mit Progression doppelt, dreifach, oder sogar fünffache gezählt. Weitere Stufen sind häufig 50 bis 75%, sowie 75 bis 100%.

Welche Stufen in einem Vertrag hinterlegt sind, und um welchen Faktor Ihre Leistung jeweils erhöht wird, muss der Anbieter in den Versicherungsbedingungen genau darlegen. Daher finden Sie dort immer auch eine Tabelle, die jedem Invaliditätsgrad genau zuordnet, wie viel Prozent der Versicherungsleistung Sie mit Ihrer vereinbarten Progression erhalten.

Um den Nutzen der Progression zu verdeutlichen, möchten wir Ihnen ein Beispiel liefern. In der folgenden Tabelle erhalten Sie einen kurzen Überblick über die zu erwartende Invaliditätsleistung mit verschiedenen Progressionen. Die Stufen und Faktoren entsprechen gängigen Bedingungen. Bitte beachten Sie aber, dass diese Tabelle von Tarif zu Tarif leicht abweichen kann.

In unserem Beispiel gehen wir von einer vereinbarten Versicherungssumme von 100.000€ aus, und zeigen Ihnen die Invaliditätsleistung für verschiedene Invaliditätsgrade laut Gliedertaxe.:

ohne Progression 225% Progression 350% Progression 500% Progression  
25% 25.000 € 25.000 € 25.000 € 25.000 €
40% 40.000 € 55.000 € 70.000 € 100.000 €
50% 50.000 € 75.000 € 100.000 € 150.000 €
60% 60.000 € 105.000 € 150.000 € 220.000 €
70% 70.000 € 135.000 € 200.000 € 290.000 €
80% 80.000 € 165.000 € 250.000 € 360.000 €
90% 90.000 € 195.000 € 300.000 € 430.000 €
100% 100.000 € 225.000 € 350.000 € 500.000 €

Die Progression dient dazu, Sie bei sehr schweren Gesundheitsschädigungen angemessen abzusichern. Sie erhöht dabei aber nicht die Grundversicherungssumme, da eine geringfügige Invalidität meist auch deutlich geringere finanzielle Folgen mit sich bringt. Damit vervielfacht sie Ihren Schutz bei schweren körperlichen Beeinträchtigungen, während Ihr Beitrag trotzdem bezahlbar bleibt.

Todesfallleistung

Für eine umfangreiche Absicherung vor Unfällen sollte eine Todesfallleistung in den Vertrag integriert werden. Diese dient zur Abdeckung von Bestattungs- und Beerdigungskosten. Dieser Baustein erhöht Ihren Beitrag nur minimal, kann Angehörige aber zumindest vor den finanziellen Folgen eines Unfalltodes bewahren. Wir empfehlen Ihnen daher eine Leistung im Todesfall von mindestens 5.000 € zu vereinbaren.

Unfallrente

Eine vereinbarte Unfallrente wird von den meisten Anbietern ab einer festgestellten Invalidität von 50% lebenslang ausbezahlt.

Was zunächst nach einer sinnvollen Leistungsergänzung klingt, hat aber enorme Auswirkungen auf Ihren Beitrag. Zumal eine Berufsunfähigkeit bereits bei einem deutlich niedrigeren Invaliditätsgrad vorliegen kann.

Daher unser Tipp: Ihre Arbeitskraft sollten Sie besser mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung absichern. Diese leistet monatliche Rentenzahlungen, wenn Sie Ihren Beruf nicht mehr ausüben können – unabhängig davon, ob Ihre Berufsunfähigkeit als Folge eines Unfalls oder aber von Krankheit eingetreten ist.

Wer seine Arbeitseinkünfte bereits durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgesichert hat, dem raten wir vor dem Einschluss einer teuren Unfallrente ab.

Übergangsleistung

Die Übergangsleistung kann meist nach 6 Monaten beantragt werden, wenn durchgehend eine Invalidität von mindestens 50% vorlag, die voraussichtlich auch weiterhin bestehen wird. In manchen Verträgen ist bereits nach 3 Monaten eine solche Teilleistung möglich.

Laut Versicherungsunternehmen soll die Übergangsentschädigung Schwerverletzten helfen, Krankheit- und Behandlungskosten stemmen zu können, während der endgültige Invaliditätsgrad noch bestimmt werden muss.

Doch auch der Einschluss einer Übergangsleistung erhöht Ihren Beitrag meist unverhältnismäßig. Außerdem erfolgt die Auszahlung nur, wenn nach 6 Monaten tatsächlich schon Invalidität ärztlich festgestellt werden kann – noch das dazu in hohem Ausmaß. Ist dies der Fall, kann meist auch zeitnah eine Feststellung der endgültigen Invalidität erfolgen – und damit die Auszahlung der eigentlichen Versicherungsleistung. Wir können Ihnen daher für die meisten Fälle den Einschluss dieses kostspieligen Leistungsbausteins nicht empfehlen.

Krankenhaustage- und Genesungsgeld

Sind Sie aufgrund eines Unfalls in stationärer Behandlung, wird Ihnen für jeden Tag das sogenannte Krankenhaustagegeld ausgezahlt, soweit es zum Leistungsumfang Ihrer Unfallversicherung gehört.

Das Genesungsgeld wird von vielen Versicherern in Verbindung mit dem Krankenhaustagegeld angeboten. Diesen Tagessatz erhalten Sie nach der Entlassung aus stationärer Obhut, meist für die gleiche Anzahl an Tagen, in denen Sie Krankenhaustagegeld bezogen haben.

Sowohl Krankenhaustage-, als auch Genesungsgeld sind in den verschiedenen Tarifen oft zeitlich begrenzt – sowohl die Mindestdauer, um Anspruch auf die Leistung zu erhalten, als auch die Höchstdauer, für die die Auszahlung erfolgt.

Zu dem Einschluss von Krankenhaustagegeld in Ihre private Unfallversicherung können wir Ihnen grundsätzlich jedoch nicht raten. Auch hier erhöht sich Ihr Beitrag, ohne passenden Mehrwert zu bieten. Wer auf diese Zusatzleistung dennoch nicht verzichten möchten, dem raten wir zur Vereinbarung eines Tagessatzes von 10 € – damit erhalten Sie von Ihrer Unfallversicherung den Ausgleich für die Zuzahlung, die für jeden Tag eines Krankenhausaufenthaltes fällig wird.

Krankentagegeld

Ein vereinbartes Krankentagegeld wird bei vorliegender Arbeitsunfähigkeit nach einem Unfall fällig - für jeden Tag bescheinigter Arbeitsunfähigkeit wird der vereinbarte Tagessatz geleistet.

Auch bei dieser Leistung sehen wir nicht ausreichend Mehrwert, der eine Beitragserhöhung rechtfertigen würde. Wir raten Ihnen daher, auch auf diesen Leistungsbaustein zu verzichten.

Auf einen Blick: Diese Leistungen braucht eine gute Unfallversicherung

Ausreichende Invaliditätsleistung durch passende Versicherungssumme, Progression und Gliedertaxe

Die Invaliditätsleistung ist die Grundlage der privaten Unfallversicherung. Daher sollte diese absolute Priorität bei Ihrem Versicherungsvergleich haben.

Empfehlenswert ist eine Versicherungssumme von 100.000 € – mindestens 80.000 € sollten Sie in jedem Fall vereinbaren.

Eine angemessene Progression sollte bei besonders schweren Unfällen Ihre Versicherungsleistung erhöhen. Wir empfehlen Ihnen daher den Einschluss einer Progression von mindestens 350%. 

Vom Abschluss einer privaten Unfallversicherung ohne Progression raten wir generell ab.

Zuletzt entscheidend für die Invaliditätsleistung ist die dem Tarif zugrunde liegende Gliedertaxe. Am besten entscheiden Sie sich für einen Anbieter, der Ihnen für Funktionsbeeinträchtigung der einzelnen Gliedmaßen und Organe einen möglichsten hohen Invaliditätsgrad zugesteht. 

Als Maßstab dient Ihnen hierbei die Gliedertaxe des GDV – eine gute Unfallversicherung sollte mindestens diese Invaliditätsgrade anerkennen.

Mitwirken von Erkrankungen

Wurde das Unfallereignis teilweise durch eine Erkrankung ausgelöst, wird ermittelt, in welchem Umfang hier eine Mitwirkung der Krankheit stattgefunden hat. Viele Tarife nehmen keine Leistungskürzungen vor, wenn dieser Mitwirkungsanteil unter einem gewissen Prozentsatz liegt.

Wir empfehlen Ihnen jedoch zusätzlich den Abschluss einer privaten Unfallversicherung, bei der die Leistung erst bei einer krankheitsbedingten Mitwirkung von 50% oder mehr gekürzt wird.

Eigenbewegung und erhöhte Kraftanstrengung

Bei diesem Leistungszusatz spricht man auch von der Vereinbarung des erweiterten Unfallbegriffs. Wie bereits ausführlich beschrieben, muss ein Unfall per Definition immer unfreiwillig, durch ein plötzlich von außen auf den Körper wirkendes Ereignis erfolgen. Sind in Ihrem Vertrag auch Schäden durch Eigenbewegung und erhöhte Kraftanstrengung mitversichert, wird der Unfallbegriff um die folgenden Punkte erweitert:

  • Verletzen Sie sich durch eine typische oder reflexartige Bewegung Ihres Körpers, wird auch dies als Unfall anerkannt. Häufig tritt dies auf, wenn Sie durch erhöhte Kraftanstrengung Ihre Gelenke, Muskeln, Bänder oder Sehnen überstrapazieren. Verrenken Sie sich beispielsweise das Handgelenk, während Sie ein neues Sofa in Ihre Wohnung tragen, springt bei einer dauerhaften Funktionseinschränkung Ihre private Unfallversicherung ein, obwohl kein Einwirken von außen vorliegt.

Daher ist diese Zusatzleistung für jeden empfehlenswert - wenn möglich, sollten Sie sich für einen Tarif entscheiden, der Schäden durch Eigenbewegung und erhöhte Kraftanstrengung explizit absichert.

Schäden aufgrund von vorübergehenden Bewusstseinsstörungen 

Auch Schäden aufgrund von vorübergehenden Bewusstseinsstörungen – beispielsweise durch Alkoholkonsum – galten in der privaten Unfallversicherung lange Zeit als ausgeschlossen. Doch auch dieser Punkt ist inzwischen versicherbar und wird von einigen Anbietern in das Leistungsangebot integriert.

Die Leistung ist dabei oftmals begrenzt auf Unfälle außerhalb des Straßenverkehrs, oder aber der Versicherungsschutz besteht nur bis zu einer bestimmten Promillegrenze.

Wir empfehlen Ihnen, sich für einen Versicherer zu entscheiden, der auch Schäden aufgrund von vorübergehenden Bewusstseinsstörungen akzeptiert. Welche Einschränkungen Sie dabei durch etwa eine Promillegrenze in- und außerhalb des Straßenverkehrs akzeptieren möchten, entscheiden Sie direkt beim Vergleich der verschiedenen Tarife.

Hobbysport

Bei gefährlichen Hobbys genießen Sie nur dann Versicherungsschutz, wenn Ihre Freizeitaktivitäten ausdrücklich als versicherte Gefahren genannt werden. Gehen Sie einer der folgenden Sportarten oder Freizeitaktivitäten nach, sollten Sie daher beim Versicherungsvergleich den Einschluss dieser Aktivität besonders beachten:

  • Reiten,
  • Schwimmen,
  • Tauchen,
  • Fußball spielen,
  • Bergsteigen,
  • Skifahren,
  • Motorrad fahren, sowie andere andere Motorsportarten,
  • Fallschirmspringen, sowie Gleitschirmfliegen, und
  • Klettern.

Transport- und Bergungskosten

Um Sie nach einem Unfall schnellstmöglich medizinisch versorgen zu können, ist zunächst der Transport in eine passende Klinik nötig. Sind Sie in der Natur verunglückt – beispielsweise beim Wandern, Skifahren oder Reiten – ist oft zunächst eine Bergung unumgänglich. Eine gute Unfallversicherung deckt Transport- und Bergungskosten bis mindestens 20.000 € ab – viele Policen liegen sogar weit darüber.

Kosmetische Operationen

Beim Versicherungsvergleich sollten Sie außerdem darauf achten, dass der gewählte Tarif durch den Unfall notwendig gewordene kosmetische Operationen mit abdeckt. Auch diese Leistung sollte beitragsfrei mitversichert sein – ebenfalls mit mindestens 20.000 € je Versicherungsfall.

Zahnersatz

Auch die Kostenübernahme von Zahnersatz nach einem Unfall garantieren die meisten Anbieter ohne Zusatzbeitrag. Leistungen bis mindestens 10.000 € sollten in einer guten Unfallversicherung inbegriffen sein.

Impfschäden

Durch eine Impfung ausgelöste, dauerhafte Gesundheitsschädigungen werden in vielen Unfallversicherungen ebenfalls anerkannt. Auch dieser Leistungszusatz ist oftmals beitragsfrei mitversichert und daher ein Vergleichskriterium.

Nahrungsmittelvergiftungen

Bleiben Ihnen aufgrund einer Nahrungsmittelvergiftung gesundheitliche Schäden bestehen, bieten auch dafür viele Anbieter Schutz durch die Unfallversicherung. Möchten Sie auch in einem solchen Fall optimal abgesichert sein, beachten Sie den Einschluss dieser Leistung.

Infektionen durch Zeckenbiss und Insektenstiche

Zecken und Insekten können verschiedenste Krankheiten übertragen – von Borreliose über FSME bis hin zu Malaria. In vielen Tarifen wird auch das als Unfallschaden akzeptiert. Ein sinnvoller Leistungsbaustein, den Sie bei Ihrem Versicherungsvergleich ebenfalls berücksichtigen sollten.

Was in einer guten Kinderunfallversicherung zusätzlich enthalten sein sollte

Private Unfallversicherungen für Minderjährige schließen oft noch weitere Leistungen ein, die für Erwachsene nicht angeboten werden. Sie sind speziell auf den umfangreichen Unfallschutz für Kinder ausgelegt und sollten daher auch Bestandteil einer Unfallversicherung sein, die Sie für Ihr Kind abschließen möchten:

  • In manchen Tarifen für Kinder wird die Invaliditätsleistung nicht nur bei vorliegender Invalidität ausgezahlt. Sie wird ebenso fällig, wenn bei Ihrem Kind ein GdB – kurz für Grad der Behinderung – von 50% oder mehr attestiert wird. Dabei leistet die Unfallversicherung unabhängig davon, ob die Gesundheitsschädigung durch einen Unfall oder eine Krankheit bedingt ist. Der Versicherungsumfang wird damit um einen großen Aspekt erweitert – auf dessen Schutz Sie bei Vertragsschluss nicht verzichten sollten.
  • Vergiftungen sind in Verträgen speziell für Kinder oft ebenfalls Teil des Versicherungsumfangs. Auch dieser Baustein bietet zusätzliche Sicherheit für Ihren Nachwuchs und sollte in einer guten Kinderunfallversicherung vorhanden sein.
  • Bei Tod des Versicherungsnehmers wird die Unfallversicherung für Kinder oft beitragsfrei weitergeführt. So ist ein ausreichender Unfallschutz bis zur Volljährigkeit in jedem Falle gesichert.
  • Bei Abschluss einer Kinderunfallversicherung wird eine Unfallrente zur sinnvollen Ergänzung: Da noch kein Schutz vor Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit möglich ist, sichern Sie Ihrem Kind durch den Einschluss einer Unfallrente ein monatliches Einkommen, selbst wenn die Unfallfolgen keine Berufstätigkeit zulassen.

Was der Versicherungsschutz für Senioren zusätzlich umfassen sollte

Auch bei Unfallversicherungen für Senioren wird ein zusätzlicher Baustein angeboten, dessen Einschluss sinnvoll ist: Assistance-Leistungen. Dabei handelt es sich immer um zusätzliche Unterstützungsangebote nach einem Unfall, die von Anbieter zu Anbieter variieren. Häufige Assistenz-Leistungen sind Fahrten zu Ärzten oder Behörden, das Liefern von Essen oder Einkäufen, Hilfe bei der Kinderbetreuung und im Haushalt, sowie psychologische Unterstützung nach dem Unglücksfall.

Assistance-Leistungen können vor allem Senioren die Rückkehr in das gewohnte Leben ungemein erleichtern und sollten daher mit in die private Unfallversicherung eingeschlossen werden.

Die Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr, kurz UBR – sinnvolle Kombination von Unfallschutz und Geldanlage?

Eine Unfallversicherung, die auch bezahlt, wenn nichts passiert – was im ersten Moment sehr gut klingt, bringt leider kaum nennenswerte Vorteile mit sich.

Bei einer Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr erhalten Sie zum Ablauf eine Einmalleistung ausbezahlt, wenn Sie den Unfallschutz nicht in Anspruch nehmen mussten. Diese Einmalleistung haben Sie sich aber auch teuer erkauft: Die Beiträge für eine UBR sind deutlich höher als die einer Risiko-Unfallversicherung. Dabei ist die Verzinsung durchschnittlich um einiges geringer als bei anderen Geldanlagen.

Zudem bietet eine UBR keinen lebenslangen Unfallschutz. Die Beiträge für eine private Unfallversicherung sind unter anderem abhängig vom Eintrittsalter – ein Risikoschutz nach Ablauf der UBR ist daher oft eine kostspielige Absicherung. Ab einem gewissen Alter bieten viele Versicherungskonzerne sogar gar keinen Unfallschutz mehr an.

Wir raten Ihnen daher von einer Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr ab - und empfehlen stattdessen, Unfallfolgen durch eine private Unfallversicherung mit Risikobeitrag abzusichern. Alternativen zur Geldanlage – gewinnbringender und genau an Ihre Bedürfnisse angepasst – stellen wir Ihnen zudem auch in unseren weiteren Vergleichen vor.

Wie Sie Ihre bestehende Unfallversicherung wechseln können 

Auch wenn Sie bereits eine bestehende Unfallversicherung haben, sollten Sie unseren Vergleich nutzen. Überprüfen Sie dazu die in Ihrem Vertrag vereinbarten Leistungen – genießen Sie den Versicherungsschutz, den Sie haben sollten? Und wenn ja – zahlen Sie den bestmöglichen Preis?

Bei uns finden Sie schnell günstigere Angebote mit den genau passenden Leistungen. Was Sie beim Wechsel Ihrer privaten Unfallversicherung beachten sollten, haben wir nachstehend für Sie zusammengefasst:

Kündigungsfrist

Die meisten Unfallversicherungen sind jährlich kündbar – zum Ablauf des Versicherungsjahres mit einer Frist von 3 Monaten. Inzwischen gibt es aber auch schon Verträge, bei denen eine tägliche Kündigung möglich ist. Welche Konditionen in Ihrem Tarif hinterlegt sind, können Sie in jedem Fall in Ihrer Police nachlesen. 

Im Zweifelsfall haben Sie aber auch immer die Möglichkeit, die Kündigung zum nächstmöglichen Zeitpunkt auszusprechen. Verlangen Sie vom Versicherer zudem eine Kündigungsbestätigung mit Angabe des Ablaufdatums. So wissen Sie ganz genau, wann Ihr neuer Versicherungsschutz beginnen sollte.

Fragen zu Ihrem Gesundheitszustand

Bei Abschluss einer privaten Unfallversicherung müssen Sie in der Regel Fragen zur Ihrem Gesundheitszustand beantworten. Ergibt sich aufgrund von Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko, kann das Versicherungsunternehmen einen Zuschlag erheben, Verletzungen im Zusammenhang mit diesen Vorschäden ausschließen – oder sogar Ihren Antrag ablehnen.

Inzwischen werden aber auch schon viele Tarife ohne eine vorhergehende Gesundheitsprüfung angeboten. Haben Sie also gesundheitliche Einschränkungen, sollten Sie sich für eines dieser Angebote entscheiden. Damit steht Ihrem idealen Versicherungsschutz nichts mehr im Wege.

Fazit

Eine private Unfallversicherung ist eine sinnvolle Absicherung. Manche Leistungen sind unverzichtbar, andere eine gute Ergänzung – einige dagegen nahezu unnötig, aber mit hohen Kosten verbunden. 

Mit unserem Leitfaden führen wir Sie zu Ihrem individuell passenden Versicherungsschutz – und dank unseres Vergleichsrechners finden Sie innerhalb kürzester Zeit auch ein günstiges Angebot.