Reisetipps Rajasthan

Sehenswertes Rajasthan

Region: Jaisalmer

Fort und Raj Mahal

Innerhalb der ummauerten Stadt umgibt den Forthügel ein weiterer Ring wuchtiger, 9 m hoher Mauern mit 99 Bastionen. Vom Gopa Chowk (Markt) beginnt der Aufstieg über eine steile Rampe. Achtung, auch Motorroller und Autos kurven hier hinauf! Nach dem letzten Torbogen geht es rechts zum siebenstöckigen Palastkomplex Raj Mahal (16.-19. Jh.), dem Stadtpalast mit dem historischen Marmorthron vorm Eingang. Labyrinthische Treppen führen zu Höfen und schönen Aussichtspunkten. Im fürstlichen Schlafzimmer hängen reizvolle Wandmalereien mit Palastansichten. | Im Sommer tgl. 8-18 Uhr, im Winter 9-18 Uhr

Gadi Sagar

Eine Stätte der Erholung und der Sammlung mit langer Tradition: Seit dem 14. Jh. entstanden um den künstlich vergrößerten kleinen See Tempel, chhatris (Gedenkpavillons) und ghats (Stufen) - bis heute ein anmutiges Ensemble. Was sich verändert hat: Bleibt der Monsunregen aus, strömt heute Wasser aus dem Indira-Gandhi-Kanal zu. | Südöstlicher Stadtrand

Government Museum

Interessante Fossilien wie versteinertes Holz und Meereslebewesen, auch eine Darstellung Jaisalmers im Mittelalter. | Sa-Do 10-16.45 Uhr | im Westen der Stadt, beim RTDC Moomal Hotel

Havelis

Der wahre Reichtum von Jaisalmer sind die Havelis mit ihren kunstvoll durchbrochenen Fassaden, Erker- und Balkonwänden. Dank des trockenen Klimas blieben die Steinschnitzereien mit allen Feinheiten fast unversehrt erhalten. Nirgendwo sonst wurden sie in solcher Fülle geschaffen. Reiche Rajasthani leisten sich noch heute Neubauten im gleichen Stil. Besichtigen können Sie allerdings nur wenige, wie das um 1815 vom damaligen Premierminister Salim Singh Mehta erbaute Salim Singh Haveli (in der Nähe des Haupteingangs zum Fort) mit besonders filigran geschnitzter Balkonfassade. Noch prächtiger ist der reich verzierte Patwon ki Haveli (1805) mit zwei fast symmetrischen Hauptflügeln. In der großen Innenhalle und auf zwei Stockwerken bieten Läden Kunsthandwerk, Teppiche und Silber an. Einen herrlichen Ausblick haben Sie vom Dach über die Altstadt aufs Fort. | Nördlich vom Fort

Jain-Tempel

In den engen Gassen des Forts auf kleinstem Raum gedrängt, sind die vom 12.-16. Jh. erbauten Jain-Tempel erst auf den zweiten Blick erkennbar. In den unteren Hallen und Gängen muss sich das Auge erst ans Dämmerlicht gewöhnen. Wer die Tempel identifizieren will, braucht einen Führer - auch zur Erklärung der zahllosen Skulpturen, der Furtbereiter und anderer Jain-Heiligen. Wunderschöne apsaras (weibliche Himmelswesen), Blüten- und Blattornamente schmücken die Tempel. | Unregelmäßige Öffnungszeiten

Kamelsafaris

Sehr großes Angebot an Kamelsafaris. Empfehlenswert sind die Touren bei Thar Safari (Gandhi Chowk | beim Restaurant Trio | Tel. 02992/251058 | www.safaritoursindia.com).

Region: Jaipur

Central Museum/Albert Hall

Pittoreske Architektur, erbaut ab 1876 von Sir Samuel Swinton Jacob, mit indischen Kunsthandwerkern. Gezeigt werden Juwelen, Malerei, Musikinstrumente und Keramik. | J. Nehru Marg | Sa-Do 10-17 Uhr

City Palace

Ein Siebtel der Altstadt nimmt das ummauerte Areal der seit 1730 im Mogulstil erbauten, bis 1900 noch immer vermehrten Paläste ein. Besonders schön sind die prachtvollen Tore mit Pfauendekor im Pfauenhof. In der privaten Audienzhalle Diwan-i-Khas können Sie zwei über 300 kg schwere Silbergefäße bewundern, die Sawai Madho Singh 1902 für seine Englandreise mit heiligem Gangeswasser füllen ließ. Dazu Sammlungen von kostbaren Textilien, Waffen, Miniaturmalerei und Manuskripten - und Tempel, Gärten und Brunnen. Der Chandra Mahal (Mondpalast) wird noch von der Maharajafamilie bewohnt. | Tgl. 9.30-17 Uhr

Hawa Mahal Museum/Palast der Winde

Ein Wahrzeichen Jaipurs ist die Ostfassade des fünfstöckigen, 1799 erbauten Palastes. Hinter den zahlreichen kleinen, mit kunstvollen Steingittern verzierten Fenstern konnten die Hofdamen sittsam unsichtbar das Straßenleben beobachten. Auch heutigen Besuchern bietet sich von oben ein wunderschöner Panoramablick auf die Altstadt und den City Palace. Im Innern gibt es Skulpturen und Waffen zu sehen. | Am Ostrand des City-Palace-Areals | tgl. 9-16.30 Uhr

Jantar Mantar

Das surreal anmutende Freiluftobservatorium wurde um 1730 nach Plänen des passionierten Maharajaastronomen und Stadtgründers Sawai Jai Singh II. gebaut. Die gemauerten Messinstrumente (yantras) können auf der Sternwarte teilweise betreten werden. Fragen Sie im Tourist Office nach einem sachkundigen Führer. Zu sehen sind u.a. eine 30 m hohe Sonnenuhr (samrat), zwei begehbare Marmorhalbkugeln zur Bestimmung der Position der Sonne und ein dhruva, mit dem sich der Polarstern und die zwölf Tierkreiszeichen lokalisieren lassen. Maharaja Sawai Jai Singh war auch, wie viele Inder bis heute, an Astrologie interessiert. Der rashivalayas besteht aus zwölf Scheiben für die Tierkreiszeichen. Raj (das königliche Instrument) wird einmal jährlich zur Berechnung des Hindukalenders genutzt, mit einem Teleskop und einer Scheibe zur Aufzeichnung der Beobachtungen. | Beim City Palace | tgl. 9-16.30 Uhr

Lakshmi Narayan Temple/Birla Mandir

In einem Park liegt der von der Birla-Stiftung finanzierte, üppig geschmückte Marmorbau der Jain-Gläubigen. Farbenprächtig leuchten die Glasfenster, die Göttermythen wie die Schöpfung des Ganges darstellen. Religiöse Toleranz signalisieren die Statuen: Madonna, heiliger Franziskus, Zarathustra und Konfuzius stehen einträchtig beisammen. | J.L.N. Marg | südlich der Altstadt

SRC Museum of Indology

Dieses sehenswerte Privatmuseum eines Indienliebhabers stellt nicht nur Kuriositäten zur Schau, sondern ist auch eine Art ethnologische Dokumentation. | 24 Gangwal Park | tgl. 8-18.30 Uhr

Region: Ajmer

Adhaidin-ka-Jhonpra/Zweieinhalb-Tage-Hütte

Die Kuppelhalle mit ihren 72 frei stehenden Säulen, von denen jede eine eigene Ornamentik hat, ist ein großartiges Beispiel mittelalterlicher muslimischer Architektur. Trotz schwerer Schäden bleibt die Harmonie der Proportionen noch erkennbar. 1153 als Sanskritschule für Jain-Gläubige errichtet, wurde die Halle von den muslimischen Eroberern 1210 zur Moschee umgebaut. Die vorgesetzten Arkaden mit meisterhaften Korankalligrafien wurden der Legende nach in zweieinhalb Tagen errichtet.

Dargah Sharif

Im Zentrum eines großen Moscheenkomplexes steht das stets von zahllosen Pilgern umdrängte Grabmal des Sufilehrers und Heiligen Khwaja Moinuddin Chisti (1143-1235), des Beschützers der Armen. Vielen Gläubigen gilt es als das nach Mekka wichtigste islamische Heiligtum.

Die Sufis wendeten sich von der strengen islamischen Gesetzlichkeit ab und suchten nach emotionaler, ekstatischer Vereinigung mit Gott. Zwei riesige Eisenbottiche am Eingang werden zu Festen mit einem von reichen Pilgern gespendeten Reisgericht mit Rosinen, Mandeln und ghee (Butterfett) gefüllt. Eine bescheidenere Speisung wird täglich ausgeteilt. In der Nähe stehen die von den Mogulkaisern errichteten Moscheen Akbar Masjid (um 1570) und Shah Jahan Masjid (um 1650).

Government Museum

Im einstigen Palast des Mogulkaisers Akbar (erbaut 1571/72) gibt es besonders schöne Skulpturen (6. Jh. und später), Waffen und Gemälde zu sehen. | Am Agra Gate | Sa-Do 10 bis 16.45 Uhr

Nasiyan-Tempel der Jains

Das Äußere des Roten Tempels (gestiftet 1864 vom Diamantenhändler Seth Mulchand Soni) lässt nicht ahnen, was für ein wundersames Werk religiöser Phantasie Besucher erwartet: In einer auf allen Seiten verglasten Halle ist über zwei Stockwerke figurenreich und schwer vergoldet der religiöse Kosmos des Jainismus dargestellt - ein geistiges Eldorado mit dem heiligen Himalayaberg Meru, mit Tempeln, fliegenden Götterschiffen und Elefantenprozessionen. | Pritviraj Marg

Taragarh Fort/Star Fort

Von dem Hinduherrscher Ajaipal Chauhan wurde das Fort um 1100 auf dem Hügel westlich über der Stadt erbaut. Die starken Mauern sind größtenteils verfallen, doch der Ausblick ist großartig. Zur Festung geht es in 90 Minuten zu Fuß - oder im Auto. Oben gibt es Erfrischungen.

Region: Chittorgarh

Fort Chittorgarh

Von der früher so umkämpften Festungsanlage auf dem Hochplateau sind nur noch Ruinen zu sehen. Die wichtigsten Monumente der Ruinenlandschaft sind die sieben Tore, weitläufige Palastruinen, Tempel und Teiche wie der Gaumukh Kund (Kuhkopfteich), in den das Wasser aus einem steinernen Kuhmaul strömt, und der markant schlanke, 37 m hohe Siegesturm (Vijay Stambha), der Mitte des 15. Jhs. von Rana Kumbha errichtet wurde.

Erhalten ist auch der Pavillon der Prinzessin Padmini aus Sri Lanka. Um ihn ranken sich Legenden: Der Mogulherrscher Sultan Ala-ud-din Khilji erblickte im Jahr 1303 das Spiegelbild der Prinzessin und damaligen Königin und versprach, die Belagerung der Stadt aufzugeben. Doch er brach sein Versprechen und eroberte das Fort. Die Schöne gewann er dennoch nicht - sie starb beim jauhar. Der Rundgang über den rund 4 km langen Hügel (auch per Wagen möglich) dauert mehrere Stunden. Ein Faltplan ist nützlich, auch eine Cafeteria gibt es.

Region: Dungarpur

Gaib Sagar

Am See leben zahlreiche Vögel, die auch mit bloßem Auge von der malerischen Tempelinsel vor dem Udai-Bilas-Palast aus zu erkennen sind.

Juna Mahal Palace

Der pittoreske 700-jährige Palast, kunst- und architekturhistorisch von außerordentlich hohem Rang, liegt 300 m über der Stadt. Er ist per Straße oder auf Trekkingpfaden erreichbar. Auf sieben Stockwerken sind Säle mit farbenfrohen Wandmalereien aus dem 16. bis 19. Jh. geschmückt. Ihre große künstlerische Bedeutung wird erst langsam entdeckt und gewürdigt. Besonderheit ist eine Kamasutragalerie mit heiteren erotischen Darstellungen. Der Wärter erwartet fürs Öffnen des Wandkabinetts ein Trinkgeld! Besucher melden sich im Hotel Udai Bilas Palace an (9-17 Uhr).

Region: Mandawa

Havelis

Die meisten Shekawati-Havelis haben zwei umbaute Innenhöfe, der hintere ist für die Frauen. In den schweren Torflügeln ist oft eine kleine Tür für den täglichen Gebrauch eingebaut. Die bis zu sechs Stockwerke hohen Paläste wohlhabender Karawanenkaufleute spiegeln die Größe der Familien sowie den Reichtum der Eigentümer wider. Einen Besuch lohnen die reizvollen Häuser Gulab Rai und Saraf (beide um 1870 erbaut), Sneh Ram, Newatia, Murmuria und das Gonkea-Doppel-Haveli Ladhuram Tarkeswar. Da es kaum Ausschilderungen gibt, ist ein Führer ratsam.

Mandawa-Fort

Stattlich und dekorativ umrahmt der Bau aus dem 18. Jh. hinter einem starken Tor den großen Innenhof. Weitere Gebäude und Rasenflächen mit großen alten Bäumen schließen sich im ummauerten Areal an. Allein die hohe, üppig ausgemalte Eingangshalle ist einen Besuch wert. Ein angeschlossenes Museum zeigt Münzen, Kostüme und Silberobjekte.

Stufenbrunnen Harlalka Baoli

Um 1850 erbaut, wird der Brunnen noch heute zur Bewässerung genutzt. Er zeigt Wandbilder mit Ringer- und Jagdszenen. Das Bild einer Kuh, die ruhig neben einem Tiger trinkt, kann als Hinduverheißung einer friedlichen Epoche, des Ram-Raj-Zeitalters, gedeutet werden.

Region: Alwar

City Palace/Vinai Vilas Mahal

Eine monumentale Kuriosität ist der Mitte des 19. Jhs. erbaute Stadtpalast. Die meisten Räume können Sie allerdings nicht besichtigen - dort sind Regierungsstellen untergebracht. Das öffentlich zugängliche Government Museum im opulent ausgebreiteten Palastkomplex ist nicht leicht zu finden. Über Höfe, durch schwere Tore, an lauter Amtsstuben vorbei steigen Sie im Halbdunkel über Rampen und Treppen zum fünften, obersten Stockwerk hinauf: zu den Skulpturen aus dem 11. Jh., silbernen Tischen, Jagdtrophäen, Waffen, Musikinstrumenten und einem Marmorspucknapf mit Golddekor. Im Saal der Kalligrafien und Miniaturen sind neben Werken der berühmten Bundi-Malschule auch meterlange Rollbilder und Mogulporträts ausgestellt. Sa-Do 10 bis 16.30 Uhr

Region: Bikaner

Bhandeshwar Jain Temple

Bikaner hat auch eine Jain-Tradition. Unter den rund zwei Dutzend Tempeln ist der 1468-1516 - also noch vor der Stadtgründung - erbaute der älteste. | Im Südwesten der Altstadt

Ganga Golden Jubilee Museum/Ganga Government Museum

Das 1937 zum 50. Regierungsjubiläum des Maharaja Ganga Singh eröffnete Museum lohnt den Besuch: Ausgestellt sind archäologische Funde bis zurück in die frühe Induskultur, Terrakottaskulpturen der Gupta-Ära (4.-5. Jh.), Waffen sowie Miniaturmalerei aus Bikaner von bester Qualität. | Sa-Do 10-16.30 Uhr | Gandhi Park (Stadtzentrum)

Junagarh-Fort

Von außen sehen Sie eine Festung (1588-93), im Inneren begegnet Ihnen ein labyrinthartiger Palastkomplex mit einem halben Dutzend Gebäuden, die vom 17. Jh. bis in die 1940er-Jahre datieren. Das Junagarh-Fort war lange Zeit ein Schutzort für Karawanen auf dem Weg von Gujarat nach Nordindien. Auch darum wurde der riesige Innenhof benötigt. Durch das Suraj Pol (Sonnentor, 1593) tritt man in den fast 1 km langen Mauerring ein, kommt zum ältesten Palast, dem innen rotgolden ausgemalten Lal Niwas, und über den weiten Hof zum Karan Mahal (begonnen 1631) mit blattgoldverzierten Blütenornamenten in der Audienzhalle. Der Gaj Mandir (1745-87) glänzt mit einer Spiegelhalle. Im Anup Mahal (Wolkenpalast, 1788 bis 1828) können Sie die prachtvolle Krönungshalle, Spiegeleffekte, chinesische Tapeten und Bilder höfischen Lebens bewundern. Nicht versäumen sollten Sie auch die wundervoll dekorierten Gemächer des Chandra Mahal, des Mondpalastes. Sie sind ein Höhepunkt indischer Palast-Innenarchitektur.

In den musealen Räumen sind Doppeldeckerflugzeuge aus dem Ersten Weltkrieg ausgestellt, Dankgeschenke der Briten für die Waffenhilfe Maharaja Ganga Singhs. Hier können Sie auch sehen, wie Bikaners Bhawai-Tänzer auf Glasscherben, Schwertklingen und Sägeblättern tanzten. Im Gartenpavillon befindet sich zudem das Museum Prachina, eine reizvolle Sammlung mit häuslichem Gerät, Schmuck und Gewändern. Auch ein kleines Café ist hier untergebracht. | Tgl. 10-16.30 Uhr

Sadul Museum

Im 1902 von Sir Swinton Jakob erbauten Lalgarh Palace ist das Familienmuseum mit einer faszinierenden Sammlung von Fotografien, Jagdtrophäen und Souvenirs untergebracht. | Mo-Sa 10-17 Uhr | nördlicher Stadtrand

Rajasthan Safaris & Treks

Trekking zu den Dörfern der Wüste Thar, im Kamelsattel, im Jeep oder zu Fuß können Sie bei Birendra Singh Tanwar buchen. Er hat jahrzehntelange Erfahrung. Preise pro Tag 12-40 Euro/Person. | Büro im Hotel Bhairon Vilas, gegenüber vom Junagarh-Fort | Tel. 0151/2544751, Tel. 2209932 | Fax 2208092 | birendra@realbikaner.com

Region: Bundi

Garh Palace/Stadtpalast

Unterhalb der Stadtfestung Taragarh Fort gelegen, aber immer noch ein veritabler Aufstieg: Durch das Hazari Darwaza (Tor der Tausend) und das Hathi Pol (Elefantentor) erreichen Sie die Terrasse des Royal Retreat samt einem kleinen Diwan-i-Am (Audienzhalle mit Marmorthron). In den benachbarten Ställen wurde ein bescheidenes Café eingerichtet. Weiter oben geht es zu den Palästen Chittra Mahal, Badal Mahal und Chitrashala. Alle sind geschmückt mit detailreicher Wandmalerei der Bundi-Malschule, die berühmt ist für ihre Palette aus Türkis-, Blau- und Grüntönen. Die kostbare Werkgruppe, etwa um 1800 entstanden, zeigt elegant gemalte Hofszenen und Darstellungen der Krishnalegenden voll tänzerischer Leichtigkeit. Die Kunstwerke sind teils restaurierungsbedürftig. Doch seit Jahren stockt die konservatorische Betreuung - angeblich wegen Familienstreitigkeiten der Maharajas. | Tgl. 7-17 Uhr | Eintritt frei. Fragen Sie nach dem erfahrenen Fremdenführer Billu, den jeder kennt.

Raniji ki Baori

Einer der schönsten Stufenbrunnen in Bundi wurde 1695-1729 erbaut, mit Galerien, Säulen und Steinschnitzereien. Je nach Wasserstand ist der etwa 20 m tiefe Brunnen begehbar. | Im Stadtzentrum, nahe dem Azad Park

Sar Bagh

Der Park mit seinen mächtigen Bäumen ist zugleich Erinnerungsstätte für die Bundi-Maharajas, deren 66 chhatris (Gedenkpavillons) hier errichtet wurden. Entgegen üblichem Hinduritus wurden einige Tote ohne Verbrennung unter Steinquadern bestattet. | Nördlich vom Jait Sagar (Jait-See) am Stadtrand

Region: Jodhpur

Government Museum

Kultur- und naturgeschichtliche Sammlungen, sehenswert sind vor allem die Skulpturen und Gemälde. Auch Waffen und Kunsthandwerk der Maharaja-Ära sind ausgestellt. Sa-Do 9.30-16.45 Uhr | im Umaid Public Garden, nahe beim Zoo

Jaswant Thada

An der Auffahrt zum Fort, mit schönem Ausblick auf die Stadt, entstand 1899 die marmorweiße Gedächtnisstätte für Maharaja Jaswant Singh II. Eine Porträtgalerie zeigt die Marwar-Maharajas. | Tgl. 9-17 Uhr

Mehrangarh-Fort

Die Rathore-Herrscher ließen den steilen Aufgang zu ihren Palästen mit sieben Toren und bis zu 36 m hohen Mauern sichern. Das Fort ist ein klobiges Verteidigungswerk aus dem 15. Jh. Von ihm aus führten die Rathore-Herrscher ihre Kriege als Bundesgenossen des Mogulkaisers Akbar im 17. Jh. zeitweise bis zur Dekkan-Hochebene in Zentralindien. Später vertrieben sie die Mogulmacht aus Ajmer und eroberten auch das reiche Ahmedabad.

Seit den 1990er-Jahren nimmt der erste Lift eines Rajasthan-Forts den Besuchern einen Großteil der Mühe beim Aufstieg ab. Durch das oberste Tor Lohan Pol (Eisernes Tor) treten Sie in den lang gestreckten Palasthof, vorbei an 36 roten Handzeichen von satis, Maharaja-Witwen. Im Gegensatz zum wuchtigen Mauerwerk sind die Palastfassaden filigran mit aberhundert Mustern fein durchbrochenen Sandsteins verziert.

Bei einer Führung durch die musealen Säle (im Eintrittspreis eingeschlossen) erleben Sie orientalischen Prunk vom Feinsten: Sänften und Elefantensessel (howdahs) aus schwerem Silber, Götterstatuen und kostbare Waffen, mit goldenen Borten und silbernen Blüten bestickte Gewänder. Ein Salonwagenzug aus Elfenbeinplättchen samt Miniaturbahnhof erinnert an einen fürstlichen Eisenbahnfan des 19. Jhs. Liebhaber von Miniaturen der Mogulschule und europäischer Grafik finden Säle voll höfischer Szenen und historischer Darstellungen von indischen Städten und Landschaften. Besonders prunkvoll sind der Thronsaal mit seinem achteckigem Thronsitz, der Tanzsaal sowie das Schlafzimmer der Maharani. Als Beutestück aus dem Feldzug gegen den Mogulkaiser Aurangseb blieb ein riesiges Prachtzelt erhalten.

Von den Mauern und Bastionen um das Gartengrün im Süden des Forts können Sie wunderbare Ausblicke auf die Häuser von Jodhpur genießen. Es gibt auch ein Restaurant. | Im Sommer tgl. 8.30-17.30 Uhr, im Winter 9-17 Uhr

Umaid Bhawan Palace Museum

Der riesige Kuppelbau mit seinen rund 350 Zimmern im Südosten der Stadt ist der letzte monumentale Neubau eines Rajputenpalastes. Maharaja Umaid Singh gab ihn in der Weltwirtschaftskrise 1929 in Auftrag, ein Arbeitsbeschaffungsprojekt nach Sonnenkönigsart. Heute ist der Umaid Bhawan Palace Wohnsitz der Maharaja-Familie und zugleich Luxushotel.

Im Palastmuseum werden kostbare europäische Uhren, Jagdtrophäen und Flugzeugmodelle aus Maharaja-Privatsammlungen präsentiert. Jodhpur ist ein indischer Avantgardeort des Flugwesens: Der letzte regierende Maharaja war selbst ein begeisterter Flieger. Im Restaurant können Sie edel tafeln, zuweilen auch romantisch im Fackelschein. | Tgl. 9-17 Uhr

Poly Travels

Spezialisiert auf village tours zu den Bishnoi. | 10-D Near Govt. Bus Stand, Paota | Tel. 0291/2545210 | Fax 2547642

Region: Kota

Brij Vilas Palace Museum/Government Museum

So ausgesprochen schöne 1000 Jahre alte Skulpturen von Göttern und Frauen (9.-11. Jh.) sind selbst in Rajasthans Museen eine Seltenheit. Im Garten gibt es einen Stufenbrunnen. | Im Brij Vilas Palace, nordöstlich vom See Kishore Sagar | Sa-Do 10-17 Uhr

Garh Palace/Stadtpalast

Hinter dem farbenprächtigen Hathi Pol (Elefantentor) erstreckt sich das im 17. Jh. erbaute Palastensemble mit Gärten. Unbedingt sehenswert sind die großartigen, teils noch gut erhaltenen Wandgemälde der Bundi-Malschule. Exklusive Innenarchitektur des 18. Jhs. bietet das achteckige Schlafzimmer mit farbig eingelegtem Glas an den Wänden. Im Obergeschoss des Bhim Mahal haben Sie von der imposanten roten Säulenhalle einen schönen Blick auf Stadt und Fluss.

Angeschlossen ist das Maharao Madho Singh Museum. In der Durbar Hall, in der früher Ratsversammlungen abgehalten wurden, können Sie riesige Schlösser für Palasttore, Manuskripte, Elefantensitze und Sänften, aber auch ein Chosar- oder Pachisi-Spiel, die indische Urform des Mensch-ärgere-dich-nicht, bewundern. Höhepunkt ist die Miniaturensammlung im Bada Mahal, zu deren Bildmotiven Europäer in Tropenhelmen und eine indische Dame beim Nacktbaden gehören.

Im Stadtpalast gibt es auch ein bescheidenes Restaurant (Snacks). | Sa bis Do 10-16.30 Uhr | Eintritt nur mit Ticket fürs Maharao Madho Singh Museum

Region: Mount Abu

Adhar-Devi-Tempel

Der in einer schmalen Felsschlucht gelegene Hindu-Tempel wurde dort teilweise herausgemeißelt. 360 Stufen führen zu ihm hinauf. | 3 km nördlich vom Zentrum

Dilwara-Tempel

An der Marmorpracht der Jain-Tempel, die zu den schönsten Indiens zählen, wurde acht Jahrhunderte (11.-18. Jh.) lang gebaut. Trotzdem blieb einer der vier Haupttempel, der Risah-Deo-Tempel, unvollendet. Den Dilwara-Tempeln gemeinsam ist der meisterhafte Relief- und Skulpturenschmuck, der alle Säulen, Decken, Wände und das Innere der Kuppeln überzieht. Dank exquisiter Steinschnitzereien und ausgeklügelter Lichtführung in den Tempelhallen wirkt das reichhaltige Dekor dennoch nicht erdrückend. Im Risah-Deo-Tempel dominiert die über 4 t schwere Skulptur eines Furtbereiters (tirthankar) aus Gold, Silber, Kupfer, Zinn und Zink. | Für Nicht-Jain-Gläubige tgl. 12-18 Uhr

Raj Bhawan Art Museum and Gallery

Kleine, doch sehenswerte Sammlung von Skulpturen aus dem 9./10. Jh. sowie Textilien. | Sa-Do 10-16.30 Uhr | Raj Bhawan Road

Region: Udaipur

Bharatiya Lok Kala Mandala

In der hochrangigen Sammlung zur Volkskunst in Rajasthan erfahren Sie Interessantes über die tribals und hill people. Mit authentischen Puppenspiel- (tgl. 18 Uhr) und Tanzvorführungen, Laden und Café. | Tgl. 9-18 Uhr | nördlich vom Chetak Circle

City Palace

Über einen halben Kilometer erstrecken sich über dem Lake Pichola die prachtvollen Palastfassaden, erbaut von 1568 bis ins 19. Jh. Eine Stadt in der Stadt ist dieses Palastensemble, vom Chef der Familie, Arvind Singh, glanzvoll in jahrzehntelanger Arbeit restauriert. Die Sisodia-Familie bewohnt rund die Hälfte der Räume, ein Großteil wird als Museum genutzt. Träume aus Tausendundeiner Nacht werden dort wahr: In den zahllosen Hallen, Salons und Galerien werden kostbare Waffen, Historien- und Jagdgemälde, Gläser und Porzellan, Pretiosen und Fotos aus dem Hofleben gezeigt, dazu fürstliche Verkehrsmittel vom Elefantensessel bis zum Rolls-Royce. Exquisite Pfauenmosaiken im Hof des Priyatama-Palastes. Die Crystal Gallery im Shiv Niwas Palace wurde 1890 bei einer britischen Firma in Auftrag gegeben, doch Thronsessel und Maharanabett aus Kristall wurden nie benutzt. Mit Gold ließen sich die Maharanas zum Geburtstag aufwiegen (9.30-16.30 Uhr | Zugang von Norden). Im Südteil sind zwei prächtige Palasthotels untergebracht.

Fateh Sagar

Gut für eine Ruhestunde: Der Fateh Sagar ist wie der Lake Pichola ein künstlich angelegter See, mit Restaurant im Nehru-Park auf der Insel (Fährboote).

Jagdish-Tempel

Der aus dem 17. Jh. stammende Tempel ragt markant im Altstadtgedränge hervor. Mit schwarzer Vishnu-Statue. | 150 m nördlich vom City Palace

Monsun-Palast/Sajjangarh-Palast

Auf dem Hügel westlich der Stadt sollte im späten 19. Jh. ein neunstöckiges Palast-Observatorium entstehen, doch der Bauherr starb, und der Palast wurde nur halb so hoch wie geplant. Heute blickt man nicht mit Teleskopen zu den Sternen hinauf, sondern genießt großartige Rundblicke, 300 m über Udaipurs Seen. Dem Naturschutz dient die Ökoausstellung im Erdgeschoss. | Ohne Wagen langer Aufstieg! 9-17.30 Uhr (letzter Eintritt)

Moti Magri/Perlenhügel

Erholsames Parkgelände östlich über dem Fateh Sagar. Auf dem Hügel erhebt sich das Reiterstandbild des Rana Pratap, der 1576 trotz Niederlage gegen das Heer des Mogulkaisers Akbar die Unabhängigkeit Mewars erhalten konnte. | Tgl. 9-18 Uhr

Saheliyon ki Bari

Der Garten der Ehrendamen (die Prinzessin hatte 48 Hofdamen!) mit Springbrunnen, Lotusteich, Pavillons und Kindermuseum ist ein Bougainvillea- und Rosenparadies. | Tgl. 9 bis 19.30 Uhr

Shilpgram

Kombination aus Bauernhofmuseum und Kunsthandwerkerdorf - mit Volkstanz, Akrobatik, Musik und Zauberkunst. Kunsthandwerker und Liebhaber ihrer Produkte treffen sich hier. Mehrere Bundesstaaten sind beteiligt, es werden auch kleine Festivals veranstaltet. Mit Restaurant. | Tgl. 11-19 Uhr | 3 km westlich vom Fateh Sagar (ausgeschildert)