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Insider Tipps Dresden MARCO POLO Autorin Angela Stuhrberg im Interview

Angela Stuhrberg ist begeisterte Dresdnerin und würde ihre Wahlheimat auf Dauer nicht einmal für New York oder Sydney verlassen.

Wie sind Sie nach Dresden gekommen?

Ich habe in Dresden fünf Jahre lang Architektur studiert und mich sofort in die Stadt verliebt. Nach dem Studium bin ich einfach geblieben. Inzwischen lebe ich hier schon seit über 20 Jahren.

Was reizt Sie an Dresden?

Der Ausblick von der Terrasse im Luisenhof. Die klare Luft im Frühling und das milde Licht im Herbst. Menschen, die einem an der Bushaltestelle ihre halbe Lebensgeschichte erzählen. Die netten Verkäuferinnen in meinem Konsum-Supermarkt. Das Tuten der Elbdampfer. Der Geruch der (nicht ganz legalen) Grillfeuer am Elbufer im Sommer. Freunde. Und natürlich mein Mann - ein eingeborener Dresdner.

Wo und wie leben Sie genau?

Ich lebe in der Johannstadt. Von dort braucht man zu Fuß nur wenige Minuten ins Stadtzentrum oder ins Kneipenviertel Äußere Neustadt. Langeweile kenne ich nicht, ich bin viel unterwegs. Außerdem ist die Elbe nur 200 m entfernt, was prima ist, wenn sie nicht gerade (wie im Sommer 2002) durch den Keller fließt. Nach einem Tag am Computer gibt es nichts Entspannenderes als einen Spaziergang durch die Elbwiesen.

Was machen Sie beruflich?

Nach dem Abschluss meines Studiums bin ich in die Kultur „abgewandert“, habe mehrere Jahre in verschiedenen kulturellen Einrichtungen gearbeitet - vom Kulturpalast bis zu den Landesbühnen Sachsen. Über die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit kam ich zum Journalismus. In den letzten 15 Jahren habe ich als freie Autorin u.a. für den MDR-Hörfunk, verschiedene Zeitungen und Zeitschriften sowie für Sachbuchverlage gearbeitet. Seit der Gründung im April 1990 schreibe und fotografiere ich für „SAX - Das Dresdner Stadtmagazin„, das dienstälteste ostdeutsche Stadtmagazin.

Sprechen Sie Sächsich?

Korrektes Sächsisch bekommen nur die Muttersprachler hin. Als Eingewanderte bleibe ich besser bei dem zwischen „Preußisch“ und Sächsisch angesiedelten Dialekt meiner südbrandenburgischen Heimat, auch wenn ich mir gelegentlich das praktische Wörtchen „nu“ ausborge.

Mögen Sie die sächsische Küche?

Ich liebe die deftige einheimische Küche: Sauerbraten, Krautwickel, Kartoffelsuppe. Und natürlich die diversen Backwaren: Eierschecke, Stollen und Quarkkeulchen mit Apfelmus - möglichst ohne Rosinen. Leider kann man all dies der vielen Kalorien wegen nur in Maßen genießen.