Reisetipps Chile

Highlights Chile

Region: Villarrica/Pucón

Parque Nacional Villarrica

Die Besteigung des Vulkans Villarrica ist ein großes Erlebnis. Freilich brauchen Sie für die 8-stündige Tour an den rauchenden Kraterrand eine gute körperliche Verfassung - und Sonne, um den tollen Rundblick auf Seen und Vulkane zu genießen. Buchung über Agenturen in Pucón

Region: Coihaique

Carretera Austral

Die „Südstraße“ wurde ab den 1980er-Jahren des 20. Jhs. in die Unwegsamkeit getrieben und erschloss weite Teile Nordpatagoniens, die bis dahin gar nicht oder nur per Schiff zugänglich waren. Auf den knapp 500 km von Coihaique nordwärts bis zum Parque Pumalín fährt man durch wild wuchernden Dschungel, vorbei an nebelverhangenen Fjorden, türkis schimmernden Seen und hängenden Gletschern. Dazwischen liegen einsame Siedlungen. Mieten Sie einen Wagen und lassen Sie sich Zeit: Hier wird der Weg zum Ziel. Halt machen können Sie u.a. in dem 1935 von Deutschen gegründeten Puerto Puyuhuapi. In der Nähe liegt am Ufer eines Pazifikarms das schönste Thermalhotel Chiles, das Termas de Puyuhuapi, dessen Anlagen nur per Boot zu erreichen sind und auch Tagesgästen offen stehen (Tel. 67/325103 | www.patagonia-connection.com | €€€). Unterkunft im Ort selbst finden Sie in der heimeligen Casa Ludwig (10 Zi. | Tel. 67/325220 | www.casaludwig.cl | €€).

Region: Puerto Natales

Parque Nacional Torres del Paine

130 km nördlich von Puerto Natales liegt eines der attraktivsten Reiseziele des Landes. Der Nationalpark Torres del Paine, von der Unesco zum Biosphärenreservat erklärt, zählt zu den wunderbarsten Berglandschaften der Erde. In seinem Zentrum ragen die Felsnadeln des Massivs abrupt aus der Steppe auf. Im Norden begrenzt der Dickson-Gletscher das Gebirge, im Süden eine Perlenkette von Gletscherseen und im Westen der Grey-Gletscher. Das granitene Paine-Massiv ist wegen seiner steilen Wände eine Herausforderung für Bergsteiger. Der Zugang zu dieser Märchenwelt aus Eis, Fels und dunklem Wald erfolgt über Schotterpisten von Natales aus per Mietwagen oder Linienbus.

Schon bei einer Tagestour bekommt man einen Eindruck von den Wildwassern, Gletscherseen und Bergriesen. Die schönsten Ecken erschließen sich aber nur per pedes. Dazu braucht man allerdings ein paar Tage Zeit und die richtige Ausrüstung. Touren organisieren so gut wie alle Reisebüros in Puerto Natales und Punta Arenas.

Für Wanderer steht ein Netz von Campingplätzen und Hütten bereit. In den Hotels im Park verdoppeln sich in der Saison (Nov.-März) leicht die Preise, so in der Hostería Lago Grey neben den Eisbergen des Grey-Sees, von wo auch eine Schiffstour zur Gletscherwand startet (Tel. 61/410220 | www.lagogrey.cl | €€€).

Region: Punta Arenas

Pinguinkolonien

In der Nähe von Punta Arenas lassen sich Magellanpinguine gut beobachten. Auf dem Landweg erreicht man die Kolonie am Seno Otway, einer weiten Pazifikbucht, an der die bis zu 70 cm großen Vögel in Erdhöhlen nisten. Markierte Pfade führen durch Teile des Brutgebiets, die Tiere sind an die Nähe kameraschwingender Zweibeiner gewöhnt. Noch eindrucksvoller ist die Kolonie auf der kahlen Isla Magdalena in der Magellanstraße, wo bis zu 250000 Pinguine leben (Tagestour per Schiff).

Region: Santiago

Mercado Central

Im prunkvollen, 1872 eröffneten „Bauch von Santiago“ lachen nicht nur Obst und Gemüse, Fleisch und Fisch die Käufer an - hier kann man sich auch den Genüssen frischer Meereskost hingeben. Nicht zu übersehen: Donde Augusto, das Lokal von Augusto Vásquez, der mit caldillo de congrio (Fischsuppe) und gambas al pil-pil (scharf gewürzte Garnelen) die Gäste entzückt (Tel. 2/6722829 | €€). Daneben gibt es noch ein Dutzend einfacher, aber guter Lokale - besonders für Meeresfrüchte: der beste Platz in Chile für ein Katerfrühstück (tgl. 6-18 Uhr | Tel. 2/6968327).

Palacio de la Moneda

Der prachtvoll restaurierte Präsidentenpalast wurde 1805 als Münze erbaut. Der deshalb Moneda genannte Palast war Schauplatz dramatischer Ereignisse beim Militärputsch von 1973. Durch die Innenhöfe kann man flanieren, während Ministerialbeamte hektisch aus- und eingehen.

Region: Valparaíso

Ascensores/Aufzüge

Den schönsten Blick auf Valparaíso wirft man aus einem Schrägaufzug, z.B. dem Ascensor Artillería, der schon mehr als hundert Jahre auf dem Buckel hat und auf der 30 Grad steilen, 175 m langen Strecke einen Höhenunterschied von 80 m überwindet. 14 weitere rostige Schienengemsen sorgen für den Personentransport zwischen Unter- und Oberstadt. Oben angekommen, präsentiert sich der Paseo 21 de Mayo als überwältigender Aussichtsbalkon der Stadt.

Region: Arica

Parque Nacional Lauca

200 Straßenkilometer und 4500 Höhenmeter liegen zwischen Arica am Pazifikrand und dem Altiplano, jener andinen Hochebene, die sich von Peru und Bolivien weit in den chilenischen Norden hineinzieht. In das Länderdreieck schmiegt sich mit dem Nationalpark Lauca ein Naturschutzgebiet, dessen grandiose Erhabenheit ihresgleichen sucht.

Schon der Beginn der Fahrt ist spektakulär; die Piste schraubt sich an zahlreichen Geoglyphen, geheimnisvollen Erdzeichnungen aus früheren Kulturen, und gigantischen Schutthängen vorbei durch das Lluta-Tal. Nach 140 km ist Putre erreicht, ein prähispanischer Ort mit hübschen Steinhäusern im Kolonialstil und einer Kirche aus dem 17. Jh. Es gibt ein paar schlichte Pensionen und das moderne Hotel Q'antati (10 Zi. | Tel. 58/228916 | €€).

Oberhalb von Putre beginnt der Nationalpark Lauca. Von ewigem Schnee bedeckte Sechstausender, darunter die majestätischen Vulkane Parinacota (6342 m) und Pomerape (6282 m), spiegeln sich im Lago Chungará, mit 4570 m einer der höchstgelegenen Seen der Erde, an dessen Ufern sich Nandus, Flamingos und weitere 130 Vogelarten tummeln. Lamas weiden die Moose und Flechten ab, die scheuen Vikunjas sind selten zu sehen.

Agenturen in Arica bieten die Fahrt zum Lago Chungará und zu dem pittoresken Andendorf Parinacota als Tagestour an: ein Höhenschock! Nehmen Sie sich lieber mehr Zeit und passen Sie sich - z.B. mit einer Übernachtung in Putre - allmählich an die dünne Luft an.

Region: Calama

Kupfermine Chuquicamata

4,3 km lang, 3 km breit und 825 m tief: Gut 10 km nördlich von Calama klafft das größte Loch der Welt: der Tagebau Chuquicamata, von den Kumpeln liebevoll „Chuqui“ genannt. Von seiner Talsohle karren Mammut-Kipplader mit 3 m hohen Rädern das Mineral zur Schmelze, ringsum wachsen die Abraumhalden. Die Bergarbeitersiedlung neben der Kupfermine ist eine Geisterstadt, da wegen der Umweltbelastung alle Einwohner nach Calama umgesiedelt wurden. | Bus-Besichtigungstouren durch die Minenanlagen Mo-Fr um 14 Uhr | Voranmeldung erforderlich Tel. 55/322122 | Fax 322786 | visitas@codelco.cl

Region: La Serena

Valle del Elqui

Geduckte Lehmziegelhäuser in Ocker und Rot, spitze Kirchtürme zwischen Papayaplantagen, Weinfelder, die an den Kakteenhängen immer weiter nach oben drängen, ringsum kahle Wüstenberge: Im Valle del Elqui wird wie im Bilderbuch illustriert, wie Menschen seit Jahrtausenden versucht haben, sich in der Wüste zu behaupten. Das Elqui-Tal wurde bereits in vorchristlicher Zeit von den Diaguita besiedelt, die ein effizientes Anbausystem mit Terrassen und Bewässerungskanälen entwickelten. Erhalten sind ihre schönen Keramikarbeiten, die man u.a. im Gabriela-Mistral-Museum in Montegrande besichtigen kann.

In Montegrande liegt auch das Grab von Gabriela Mistral (1889 bis 1957), der mit dem Nobelpreis gekrönten Dichterin, die ihr Heimattal in Poesie gegossen hat. Geboren wurde sie in Vicuña, dem Hauptort des Tals (km 62). Ihr Geburtshaus ist heute Museum (Mo-Sa 10-19, So 10 bis 18 Uhr). Wenige Meter weiter bietet die Casa Madariaga, ein original erhaltener Familiensitz im Kolonialstil, Einblick in die Lebensweise im 19. Jh. (tgl. 10-19 Uhr).

Seinen Ruhm verdankt das Valle del Elqui allerdings weniger den Dichterversen als ganz handfesten Genüssen: Die hier angebauten Trauben werden zu Pisco gebrannt, dem chilenischen Nationalschnaps. Mehrere Destillerien im Tal stehen Besuchern offen; lohnender sind die kleinen, rustikalen Anlagen wie Tres R in Pisco Elqui (Di-So 10.30-18 Uhr).

Von Montegrande führt das geheimnisvolle Valle de Cochiguaz ab, ein Tal, in dem sich zahlreiche Esoteriker, Sonnenanbeter und UFO-Gläubige niedergelassen haben. Wer die Ankunft einer fliegenden Untertasse abwarten will, dem steht im schmucken Pisco Elqui eine breite Auswahl an Unterkünften zur Verfügung, viele mit Pool, Restaurant und spirituellen oder Wellness-Angeboten; so das gepflegte Bungalowhotel El Tesoro de Elqui (10 Zi. | Arturo Prat s/n | Tel. 51/451069 | www.tesoro-elqui.com | €-€€) oder die originellen Kuppelzelte des „Astrohotels“ Elqui Domos (7 Zi. | Tel. 51/211453 | www.elquidomos.cl | €€).

Region: San Pedro de Atacama

Tatio-Geysire

Sie speien inmitten einer unwirklichen Vulkanlandschaft auf 4300 m Höhe pünktlich zum Sonnenaufgang ihre Dämpfe aus. Früh aufstehen ist angesagt: Die Anfahrt auf Sand- und Schotterpisten (am einfachsten per organisierter Tour) dauert 3-4 Stunden. Winterkleidung anlegen, es herrscht Eiseskälte! Die vergisst man aber schnell angesichts der zischenden Dampffontänen in der von Andenriesen umstandenen Hochsteppe.

Valle de la Luna

Die Kulisse der in allen Farben schillernden Nadelspitzen und Salzberge könnte jederzeit für einen Sciencefictionfilm herhalten. Das „Mondtal“ mit seinen bizarren, in der Abendsonne rot glühenden Sand- und Felsformationen trägt seinen Namen mit vollem Recht. Nur 15 km von San Pedro entfernt, lässt es sich bequem am späten Nachmittag per Kleinbus-Tour und noch besser per Mountainbike besuchen.

Region: Puerto Montt

Lago Llanquihue

Mal wild schäumend, mal sanft kräuselnd, mal Vulkane spiegelnd: So präsentiert sich ca. 20 km nördlich von Puerto Montt der riesige Llanquihue-See, mit 877 km² das größte Gewässer im Seengebiet (zum Vergleich: der Bodensee ist 538 km² groß). Das Westufer hat sich zu einem Touristenzentrum gemausert. In Puerto Varas, Llanquihue und Frutillar erzählen Holzvillen, Straßenschilder und kuchenes von den deutschen Einwanderern, die diese dicht bewaldeten Gefilde in Viehweiden verwandelten. Ein nostalgisch verklärtes Bild davon vermittelt das Museo Colonial in Frutillar (tgl. 10-14, 15-19 Uhr). An sonnigen Nachmittagen sitzt man in Cafés mit Namen wie „Bauernhaus“, schlemmt Schwarzwälder Kirschtorte, taxiert die flanierenden Feriengäste und fühlt sich wie am Bodensee - nur dass anstelle von Alpengipfeln die Vulkane Puntiagudo, Osorno und Calbuco vom anderen Seeufer herüber grüßen.

Am besten übernachtet man in Frutillar in dem gemütlichen Hotel Salzburg (31 Zi. | Philippi 663 | Tel. 65/421589 | www.salzburg.cl | €€). Puerto Varas bietet eine etwas breitere Auswahl und ist auch der bessere Ausgangspunkt für Touren in den Nationalpark Pérez Rosales. Gute Mittelklasse: Hotel Bellavista (51 Zi. | V. Pérez Rosales 060 | Tel. 65/232011 | www.hotelbellavista.cl | €€).

Region: Temuco

Parque Nacional Conguillío

In diesem Nationalpark östlich von Temuco (ca. 125 km) hat die Natur die Kombination von wilder Vulkanlandschaft, blauen Bergseen und prächtigen Araukarienwäldern zur Perfektion gebracht. Der Kegelvulkan Llaima (3125 m) führt in der Liste von Chiles Feuerspeiern mit zehn Ausbrüchen (der letzte Anfang 2008) seit Beginn der Aufzeichnungen, abzulesen an den erkalteten Lavaströmen, die ringsum Wälder begraben, Flüsse aufgestaut und Seen geformt haben. Wanderwege erschließen den Park. Unterkunft in den Bungalows von La Baita Conguillío (Tel. 45/581253 | www.labaitaconguillio.cl | €€).