Reisetipps Algarve

Sehenswertes Algarve

Region: Portimão

Fortaleza de Santa Catarina

Um den Hafen vor Überfällen zu schützen, errichtete man 1640 diese Burg hoch über der Mündung des Rio Arade (erneuert nach dem Erdbeben 1755). Gute Aussicht auf Ferragudo, das Meer, den neuen Yachthafen, den Rio und die weitere Umgebung.

Jesuiten-Kolleg

Ein imposantes Bauwerk, zwischen 1660 und 1707 erbaut in schlichter, klarer Linienführung, mit Kirche, Schlafsälen, Unterrichtsräumen. Wie alle Jesuitenbauten Portugals wurde das Kolleg anno 1834 verstaatlicht.

Marina

Unterhalb der Hafenburg Santa Catarina an der Mündung des Rio Arade gelegen. 620 Liegeplätze für Yachten bis 30 m Länge. Beste Aussicht aufs Treiben hat man vom Restaurante Dockside (€€€) aus.

Region: Vilamoura

Cerro da Vila

An der Westseite des Yachthafens können Sie eine Ausstellung von Ausgrabungen einer römischen Villa und einer Fischfabrik besichtigen. Schon vor fast 2000 Jahren wurden von hier gepökelte Sardinen nach Rom exportiert!

Region: Aljezur

Castelo

Die Ruinen einer maurischen Festung sind nicht renoviert, umso verträumter wirken sie. 1249 eroberten Kreuzritter die Burg. Eine gute Aussicht belohnt das nur zehnminütige Hochsteigen. Das kleine Museu de Arte Sacra liegt neben der Pfarrkirche am Weg zur Burg: Bücher, Bibeln und Bilder von Heiligen.

Museu Municipal

Archäologische Funde aus der letzten Eiszeit und der Jungsteinzeit (7000-1800 v. Chr.). Im ersten Stock sehen Sie eine typische Algarveküche des 18. Jhs. Sommer Mo-Sa 10-13 u. 14.30-18 Uhr, Winter Mo-Fr 9.30-13 u. 14.30-17.30 Uhr | Eintritt 2 Euro | an der Straße zum Castelo

Region: Albufeira

Altstadt

Treppen führen hinauf zu den Resten einer Festung, die den arabischen Ortsnamen verdeutlicht: „Al-buhera“, Burg am Meer. Oben am Klippenrand gelegen, schützte sie den florierenden Hafen. Dieser Altstadtteil, die Cerro da Vila, fiel dem Erdbeben 1755 zum Opfer. Von der Rua da Bateria überblicken Sie die Stadtstrände und die beeindruckende Felsküste, in der Travessa da Igreja Velha entdecken Sie den Rundbogen einer maurischen Moschee.

Region: Sagres

Fortaleza

Die mächtige Burgmauer betreten Sie durch einen gewundenen Eingang aus dem 17. Jh. Dahinter breitet sich eine leider furchtbar modern-verunglückte Museumsanlage aus, gewidmet den Entdeckungen portugiesischer Kapitäne im 15./16. Jh. (Mai-Sept. tgl. 9.30-20.30 Uhr | Okt.-April 9.30-17.30 Uhr | Eintritt 3 Euro). Neben dem neuen Komplex steht eine zauberhafte Kapelle, deren Miniglockenturm ein Symbol für die schlichte und harmonische Algarve-Architektur sein könnte. Sie soll der Rest jener „Akademie für Navigation“ sein, die Prinz Heinrich hier betrieb. Auch die davor am Boden ausgebreitete, aus Steinbrocken geformte Windrose soll ein Erbe Heinrichs sein. Sie wurde erst 1928 wiederentdeckt.

Region: Tavira

Castro dos Mouros

Von der Burganlage und der römisch-maurischen Stadtmauer sind nur Teile erhalten. Neben dem zentralen Platz Praça da República die Rua Galeria hochgehen. Vom Burggarten aus genießen Sie einen Überblick über Tavira und seine einzigartige Dächerlandschaft.

Igreja da Misericórdia

Beim Haupteingang zur Burg ragt dieses stolze Bauwerk auf. Die ab 1541 errichtete manuelinische Kirche hat einen Architekten, der seine Meisterschaft zuvor beim Bau des weltberühmten Jerónimo-Klosters in Lissabon gezeigt hatte: André Pilarte. Das Renaissanceportal zählen Kenner zu den schönsten im Land, wie auch den Rokokoaltar und die Azulejos im Innenraum.

Igreja Santa Maria do Castelo

Der dreischiffige, wunderbar harmonisch strukturierte Bau ragt innerhalb der Burgmauern auf. Er war Kirche und Fluchtstätte zugleich, wurde über der Ruine einer maurischen Moschee im gotischen Stil (das Portal und zwei Seitenkapellen sind davon erhalten) errichtet, später manuelinisch ergänzt. Der berühmte italienische Architekt Francisco Fabri erhielt den Auftrag zum Wiederaufbau nach dem Erdbeben 1755. 1800 wurde die Kirche neu gesegnet und 1910 als nationales Monument eingestuft.

Bootsfahrt durch die Ria Formosa

Bei einer Rundfahrt mit dem Safari-Boat - auch mit Führung auf Deutsch und viel Unterhaltung an Bord - können Sie das Naturschutzgebiet von innen her, also vom Wasser der Lagune aus entdecken und dabei viele Vogelarten beobachten. Touren von 1 Stunde bis zu 24 Stunden, 10-45 Euro | Rua da Silva

Region: Loulé

Kirchen

Die Wallfahrtskapelle Nossa Senhora da Conceição neben der Burg besitzt schöne Azulejos und vergoldetes Schnitzwerk. In der Igreja Matriz aus dem 13. Jh. sind besonders eindrucksvoll die mit Azulejos dekorierte Seitenkapelle Capela das Almas, die Säulenkapitelle mit ihren floralen Motiven und die schmiedeeiserne Kanzel. Die Igreja da Misericórdia an der Avenida Duarte Pacheco betreten Sie durch ein reich dekoriertes Portal, ein Paradestück manuelinischer Kunst. Die Wallfahrtskapelle Senhora da Piedade liegt auf einem Hügel in Richtung Boliqueime. Hier wird die Mãe Soberana (Erhabene Mutter) beim größten religiösen Fest der Algarve verehrt.

Stadtmauern und Burg

Malerische Gassen schlängeln sich durch das historische Zentrum zum castelo, erbaut von den Mauren im 12. Jh. Viele Teile der Burg und der Mauern sind gut erhalten und zum Teil gar in neuere Gebäude integriert.

Region: Monchique und die Serra

Igreja Matriz

Sie ist berühmt dafür, dass die Monchiqueiros, Frauen vor allem, sie dreimal täglich aufsuchen. Touristen kommen wegen des Portals. Es wird von einem kordelartigen Bogen umgürtet, der in wuchtigen Knoten ausläuft: typisch manuelinisch. Sehenswert ist auch der geschnitzte Altaraufsatz aus Kastanienholz mit der Heiligenfigur Nossa Senhora da Conceição, die dem Bildhauer Machado de Castro zugeschrieben wird.

Nossa Senhora do Desterro

Ein ungestört vor sich hin verfallender Konvent der Franziskaner hoch über dem Ort. Meist ist er abgesperrt, dann kann man den riesigen Magnolienbaum - angeblich Europas größten - leider nicht bewundern.

Region: Silves

Castelo

Kapital, diese Burganlage: Sieben Mauerzüge, zwölf Wehrtürme und das Bollwerk machten sie schier uneinnehmbar. Die Mauern umringen 12000 m² Grund! Zisternen wurden freigelegt (die größte, über 60 m tief, ist gegen Eintritt zu besichtigen), auch Gewölbe, die als Fluchtwege dienten. Das castelo wurde wahrscheinlich auf dem Grundstock einer römischen oder westgotischen Burg aus dem 4. Jh. errichtet. Maurische Dichter besangen das Bauwerk als „Palast der Balkone“. Früher schlossen sich Stadtmauern an die Burgmauern an, doch diese wurden von den christlichen Eroberern dem Erdboden gleichgemacht. Vom Burgberg genießen Sie eine wunderbare Aussicht auf die Hügel der Umgebung.

Fábrica do Inglês

Einst stanzten in dieser nun stillgelegten Korkfabrik 1300 Arbeiter die Pfropfen aus der Rinde. Im zugehörigen Korkmuseum (Di-Sa 9-19 Uhr | Eintritt 1,50 Euro) wird anhand alter Maschinen und Fotos anschaulich gezeigt, wie das vonstatten ging. Auf dem zentralen Platz der Fábrica gibt es oft Kulturveranstaltungen. Auch das beliebte „Festival da Cerveja“, das Bierfest, findet hier jedes Jahr Anfang Juli statt, bekannte Musikgruppen treten dann auf: vor dem Hintergrund des beleuchteten Burgmauerkranzes ein tolles Spektakel.

Sé Velha

Zwischen Burg und Ort ragt der älteste christliche Kirchenbau der Algarve auf, die Alte Kathedrale Sé Velha. Nach der Rückeroberung im Jahr 1242 wurde sie über den Ruinen einer Moschee aus dem lokalen, sehr harten Sandstein erbaut und im barocken Stil renoviert. Die Hauptfassade beherrscht ein gotisches Portal.

Region: Lagos

Gouverneurspalast

Ein Gebäude maurischen Ursprungs: 1189 von König Sancho I. bei der Reconquista erobert, ab dem 14. Jh. Sitz der Algarve-Gouverneure, 1959/60 anlässlich der Feiern zum 500. Geburtstag von Prinz Heinrich dem Seefahrer, der in ihm residierte, verschönert. Es liegt an der Stirnseite der Praça Infante Dom Henrique, gegenüber vom Sklavenmarkt.

Igreja de Santo António

Nach dem Erdbeben wurde die Kirche 1769 wieder errichtet. Außen nüchtern, innen ein üppiges Paradestück für Algarve-Barock mit vergoldetem Schnitzwerk und Azulejos. An den Seitenwänden gibt es fantastische Bilder: Da schweben lächelnde Engel über abscheulichen Ungeheuern und kämpfenden Rittern. Die Kapelle wurde als nationales Baudenkmal eingestuft. Der Eintritt (2,50 Euro) berechtigt auch zum Besuch des zugehörigen interessanten Museu Regional (Di-So 9.30-12.30 u. 14-17 Uhr), eines Heimatmuseums mit archäologischer Abteilung. Rua Gen. Alberto Carlos da Silveira

Igreja de São Sebastião

Renaissanceportal vom Ende des 15. Jhs., wertvolle Malereien und Skulpturen; auch eine kleine Schädelkapelle (capela dos ossos) darf nicht fehlen. Rua Cons. J. Machado

Öffentliche Kunst

Man weiß nicht, soll man schmunzeln, staunen oder sich verärgert abwenden: In Lagos hat die öffentliche Kunst provokative Formen angenommen. Das gilt vor allem für die Statue des jugendlichen Königs Dom Sebastião an der zentralen Praça Gil Eanes vom derzeit bedeutendsten portugiesischen Bildhauer João Cutileiro.

Ponta da Bandeira

1680-90 entstand die Hafenburg zur Abwehr von Piraten. Im zugehörigen Museum werden die descobrimentos (die portugiesischen Entdeckungen) vorgeführt. Hier beginnt auch die Uferpromenade Avenida dos Descobrimentos, wo Bootsfahrten zur Ponta da Piedade, Angeltouren und Tauchkurse etc. angeboten werden.

Ponta da Piedade

Bei der Praia Dona Ana beginnt diese bis 40 m hohe, zerklüftete und verwitterte Felswand mit bizarren Grotten und Höhlen, Domen und Türmen, aber auch mit einigen kleinen, versteckten Stränden. Sie sind über steile Treppen erreichbar. Bis zum Leuchtturm Ponta da Piedade zieht sich diese etwa 2 km lange skurrile Skulpturenlandschaft hin. Besonders eindrucksvoll zeigt sie sich bei einer Bootsfahrt von Lagos aus. Auch kann man neben dem Leuchtturm über 200 Stufen zum Wasser hinabsteigen und sich dann von Fischerbooten nach Lagos schippern lassen.

Sklavenmarkt/Mercado dos Escravos

Das Gebäude der Zollbehörde (Delegação da Alfândega) steht an der Praça Infante Dom Henrique. 1444 fand hier der erste offizielle Verkauf von Menschen aus Schwarzafrika statt. Der europäische Sklavenhandel und damit einhergehend die Kolonialzeit brachen an.

Stadtmauer

Fast komplett erhalten ist die Mauer, die im 16. Jh. eine maurische ersetzte und den heutigen Verlauf und die Eingangstore erhielt. Sie umringt fast die gesamte alte Hafenstadt.

Von dieser mittelalterlichen muralha erhält das Open-Air-Auditorium beim Largo Dr. Vasco Gracias ein faszinierendes, stark beleuchtetes Bühnenbild, das bei zahlreichen Konzerten und Festivals im Sommer für eine ganz besondere Stimmung sorgt.

Region: Faro

Cidade Velha/Altstadt

Sie hat einen Durchmesser von nur etwa 500 m und wird von einer komplett erhaltenen hohen Stadtmauer umschlossen. Zu dem einzigartigen Ensemble tragen neben den im Folgenden beschriebenen herrlichen Bauwerken auch die Kopfsteinpflastergassen und die lauschigen Ecken bei, die zum Flanieren einladen. Die Altstadt können Sie auch bei einer geführten Besichtigung erleben (Nur für Gruppen ab 6 Personen | 1 Euro p. P. | 2 Tage vorher vereinbaren: Tel. 289897400 | wird vom Rathaus organisiert).

Ciência Viva

„Science alive“ sagen die jungen Leute lieber. Ihnen ist dieses Technikcenter auch zugedacht. Die Beobachtung des Alls und des Sonnensystems steht im Mittelpunkt der hypermodernen Anlage. Doca de Faro | Di-Fr 10-19, Sa u. So 11-18 Uhr | www.ccvalg.pt | Eintritt 4 Euro

Convento Nossa Senhora da Assunção

Ein wunderschöner Bau aus der Renaissance. Kontakte mit der Außenwelt hatten die früher hier lebenden Nonnen des Klarissenordens nur durch neugierige Blicke aus den Schlitzen im Holzturm in der Mitte des Komplexes. Im Convento befindet sich auch das sehenswerte Museu Arqueológico.

Igreja Nossa Senhora do Carmo

In dieser barocken Kirche am Platz Largo do Carmo (800 m von der Cidade Velha) mahnt eine Aufschrift über der sog. Schädelkapelle (capela dos ossos): „Bedenke, dass auch du einmal so enden wirst“. Decke und Wände der Kapelle sind mit Schädelknochen bestückt, was seltsamerweise gar nicht morbide wirkt.

Igreja de São Francisco

Wertvolle Azulejo-Bilder und vergoldete Holzschnitzereien schmücken den einschiffigen Bau aus dem 16. Jh., nur 200 m vom Stadttor Arco de Repouso entfernt. Im ehemaligen Klostergarten hinter der Cidade Velha sehen Sie am sechseckigen Kornspeicher (celeiro) flache Reliefs mit mystischen Darstellungen.

Kathedrale Sé

Sie ragt im Zentrum der Altstadt auf. Interessant ist ihr Stilmix: Auf den Ruinen einer Moschee entstand der Bau ab 1251. Aus dieser Zeit stammt der gotisch-trutzige Glockenturm. Von oben lässt sich die Umgebung gut überblicken. Im barocken Innenraum können Sie die Azulejos der Rosenkranzkapelle und die barock-verschnörkelte Orgel bewundern. Sie stellt ein Meisterwerk ihrer Zeit dar.

Gegenüber der Sé und die Südseite des großen Platzes Largo Dom Afonso III. einnehmend, erstreckt sich der lang gezogene Paço Episcopal (Bischofspalast), auch heute noch Sitz des Bischofs.

Museu Arqueológico e Lapidar Infante Dom Henrique

Faszinierende Fundstücke aus römischer, westgotischer und maurischer Zeit sowie Schmuck, Gemälde (auch von Dürer, Gauguin und Rembrandt), alte Waffen, Münzen. Im Convento neben der Sé | Mo-Fr 9.30-12 u. 14 bis 17 Uhr | Eintritt frei

Museu Marítimo Ramalho Ortigão

Den Schiffen und dem Fischereiwesen der Algarve gewidmet. Modelle der Entdecker-Karavellen! Capitania do Porto | Mo-Fr 9.30-12.30 | Eintritt 1 Euro