Mit dem Luftangriff auf Syrien wollte Israel Anfang September seine Glaubwürdigkeit untermauern - und einen Atomreaktor zerstören.
Israels Luftangriff in Syrien Anfang September richtete sich einer Zeitung zufolge gegen einen im Bau befindlichen Atomreaktor. Die syrische Anlage sei offenbar nach dem Vorbild eines nordkoreanischen Meilers geplant worden, berichtete die New York Times unter Berufung auf Regierungsmitarbeiter unter anderem aus den USA.
Der Reaktor sei auf Satellitenbildern entdeckt und in israelischen sowie US-Geheimdienstberichten erwähnt worden.
Der Angriff sollte "die Glaubwürdigkeit unserer Abschreckungskraft wiederherstellen", zitierte das Blatt einen hochrangigen israelischen Amtsträger. US-Regierungsmitarbeitern zufolge könnte er zudem als Warnung an den Iran gemeint gewesen sein, der ein Atomprogramm unterhält. In der US-Führung war der Einsatz laut Bericht umstritten.
Einige Mitarbeiter hätten ihn als verfrüht abgelehnt. Ihnen zufolge sei die Anlage Jahre entfernt davon gewesen, um zur Produktion von waffenfähigem Plutonium beizutragen. Der Bau des Reaktors, den die Israelis 1981 im Irak zerstört hatten, sei viel weiter fortgeschritten gewesen.
Ein US-Regierungssprecher wollte sich nicht zu dem Bericht äußern. Auch Israel lehnte laut New York Times eine Stellungnahme ab.
Die Spannungen zwischen Israel und seinem Nachbarland Syrien hatten nach dem Angriff am 6. September zugenommen. Die Regierung hat den Vorfall Anfang Oktober erstmals offiziell bestätigt, aber keine Einzelheiten veröffentlicht.
Diplomaten in Damaskus sagten, mindestens vier israelische Kampfflugzeuge seien in Angriffsformation entlang der türkisch-syrischen Grenze geflogen, bevor sie tief auf syrisches Gebiet vordrangen.
(Reuters)

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