Kostenloser Darlehen Vergleich mit Niedrig-Zins

Darlehensbetrag
Was wird finanziert?
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  • Auch mit KfW-Förderung

Darlehen Vergleich 2020 – Jetzt Darlehen online vergleichen und Niedrig-Zins für ein günstiges Darlehen sichern

Wer für eine teure und langfristige Investition Geld benötigt, aber dafür leider nicht genug Erspartes auf der hohen Kante hat, der leiht es sich in der Regel aus. Die meisten Verbraucher zieht es in Deutschland dabei zu einer Bank, nur in seltenen Fällen greifen Verbraucher auf einen Privatkredit von privaten Investoren zurück. Wenn Sie als deutscher Bürger bei einer Bank oder einem anderen Geldinstitut ein Darlehen aufnehmen, werden Sie zum Darlehensnehmer und die Bank zum Darlehensgeber.

Darlehen per se verbinden die meisten Verbraucher mit einer längerfristigen Investition wie einer Baufinanzierung oder einem Immobilienkredit. Viele Deutsche verwenden allerdings auch den Begriff Kredit als Synonym zum Darlehen. Wie wir es mit diesen beiden Begriffen genau handhaben und worin wir den Unterschied zwischen einem Darlehen und einem Kredit sehen, haben wir Ihnen in den folgenden Absätzen dieses Ratgebers erklärt. Das ist sehr wichtig, da Verbraucher, die eher an einem kurzfristigen Ratenkredit interessiert sind, lieber auf unseren Kreditvergleich ausweichen sollten.

Aus wirtschaftlicher Sicht sind Darlehen und Kredite von enormer Bedeutung: Verbraucher, die sich eine gewünschte Anschaffung nicht aus eigener Tasche leisten können, finanzieren diese über Fremdkapital, also mit einem Darlehen. So können sich auch Deutsche, die nur mittelmäßig verdienen und nicht über die allerbeste Bonität verfügen, große und langfristige Wünsche wie den Bau eines Eigenheims erfüllen. Die Baufinanzierung – das heißt genauer gesagt das Annuitätendarlehen – zählt zu den populärsten Darlehen, die die deutschen Verbraucher in den letzten Jahren aufgenommen haben.

Da Banken allerdings für jede Geldleihe, sei es nun ein kurzfristiger Ratenkredit oder ein langfristiges Darlehen, Zinsen verlangen, bietet es sich für Sie als Darlehensnehmer an, einen Online-Vergleich durchzuführen, um so stets das beste Darlehen auf dem Kreditmarkt zu finden. Wie Sie dabei vorgehen und was Sie bei der Beantragung eines Darlehens beachten müssen haben wir Ihnen im folgenden Artikel ausführlich erklärt.

Das Darlehen im Überblick

  • DarlehenUnter einem Darlehen verstehen nicht nur wir, sondern auch die meisten deutschen Verbraucher ein langfristig angelegtes Finanzierungsprojekt wie die Finanzierung eines Eigenheims oder einen Immobilienkredit. Darum soll es in diesem Ratgeber daher auch gehen.
  • Ein Kredit ist dagegen ein Weg, um kurz- oder mittelfristige Zahlungsschwierigkeiten zu überbrücken oder kleinere bis mittlere Anschaffungen wie etwa ein Auto zu finanzieren. Falls Sie daran interessiert sind, empfehlen wir Ihnen unseren Kreditvergleich.
  • Das populärste Darlehen der Deutschen ist mit Sicherheit das Baudarlehen und genauer gesagt das Annuitätendarlehen mit gleichbleibender Monatsrate. Wir gehen im Ratgeber ausführlich darauf ein und stellen Ihnen auch weitere Finanzierungsoptionen für das Haus vor.
  • Bei einem langfristig angelegten Darlehen ist die Wahl des passenden Zinssatzes zwar die wichtigste Komponente, aber nicht die einzige entscheidende. Worauf Sie beim Darlehen-Vergleich noch achten sollten, lesen Sie in den folgenden Absätzen.
  • Für die Aufnahme eines Baudarlehens bzw. einer Baufinanzierung gibt es in Deutschland zahlreiche Fördermodelle und -programme, wie etwa das KfW-Förderprogramm oder die Wohn-Riester. Wir stellen Ihnen deren Vor- und Nachteile sowie die Anforderungen an diese Förderprogramme ausführlich vor.

Darlehen vs. Kredit: Wo liegt der wesentliche Unterschied?

Darlehen und Kredit sind alltägliche Begriffe, die viele Banken, Verbraucher und Institute jeden Tag mehrmals verwenden. Die meisten Verbraucher verwenden die beiden Begriffe synonym, obwohl rein technisch gesprochen ein Kredit und ein Darlehen nicht dasselbe sind. Das bedeutet aber nicht, dass auch Banken gerne den „Fehler“ machen, ein Darlehen als Kredit und einen Kredit als Darlehen zu bezeichnen. Ganz grundsätzlich müssen wir festhalten, dass die Bezeichnung „Kredit“ als Oberbegriff für die Geldanleihe und die Beschaffung von Fremdkapital dient. Das Darlehen an sich ist also nur eine Unterform des Kredits. Damit haben wir die technische Seite des ganzen aber auch abgeschlossen und dringen in den undurchsichtigeren Bereich vor.

Unter einem Darlehen verstehen wir in der Regel eine Geldanleihe mit höheren Summen und längeren Laufzeiten als bei einem normalen Ratenkredit oder Konsumentenkredit. Für Darlehen verlangen die meisten Banken zudem auch zusätzliche Sicherheiten wie Hypotheken oder ähnliches. Auch die Kreditzinsen sind bei einem Darlehen meist deutlich geringer als bei einem Kredit.

In diesem Ratgeber wollen wir uns daher mit dem Darlehen beschäftigen, wie es nach der Definition der meisten Verbraucher aussieht: Eine langfristige Geldanleihe mit hohen Kreditsummen und niedrigen Zinsen. Meist verstehen wir darunter ein Baudarlehen oder einen Immobilienkredit, aber auch andere Dinge können Sie mit einem Darlehen finanzieren. Wer dagegen auf der Suche nach einem schnellen Kredit ist, mit dem er eine kleinere Anschaffung finanzieren oder einen kurzfristigen finanziellen Engpass überbrücken will, sollte lieber einen Blick auf unseren Kreditvergleich werfen. Den finden Sie unter diesem Link.

In den folgenden beiden Absätzen wollen wir noch einmal genauer definieren, was wir auf unserer Webseite unter einem Kredit und unter einem Darlehen verstehen. So wissen Sie stets, über welche Art der Geldanleihe wir sprechen und welcher Ratgeber für Ihr Vorhaben der richtige ist:

Das ist ein Kredit nach unserer Definition

Pfeil zum InhaltUnter einem Kredit verstehen wir die Aufnahme eines Ratenkredits, Sofortkredits, Konsumentenkredits oder einer anderen Form von kurzfristiger oder mittelfristiger Geldanleihe. Kredite kommen in den allermeisten Fällen dann ins Spiel, wenn auf einmal eine Anschaffung wie etwa ein neues Auto oder eine neue Waschmaschine ansteht, dafür aber derzeit das Geld fehlt. Auch für die Bezahlung einer unerwarteten Rechnung können Sie einen Sofortkredit oder Eilkredit aufnehmen. Bei der Aufnahme eines Kredits aus unserem Kreditrechner sollten Sie aber immer beachten, dass es sich letztlich nur um eine Art Vorschuss handelt, der letzten Endes aber der Bank gehört. Sie müssen ihn mit Zinsen bezahlen. Daher sollten Sie vor der Aufnahme eines Kredits immer folgende Optionen durchgehen:

  • Verzögern Sie die Anschaffung: Warten Sie einfach noch einige Monate mit dem Kauf, wenn Sie das können. Zahlen Sie währenddessen die Monatsraten, die Sie bei einem Kredit hätten, auf ein Tagesgeldkonto ein. So sparen Sie einerseits Geld an und können andererseits testen, wie Sie mit der Höhe der monatlichen Raten umgehen.
  • Drücken Sie die Kosten: Vergleichen Sie Preise über Preisportale oder satteln Sie einfach auf ein preisgünstigeres Modell um. Denn wenn Sie sowieso bereits finanzielle Probleme haben, tut es vielleicht auch ein Gebrauchtwagen statt eines Neuwagens. Feilschen Sie zudem auch immer hartnäckig um den Kaufpreis der Anschaffung, oft können Sie hier noch einige Euro herausholen.
  • Nutzen Sie Ihr Guthaben: Haben Sie noch Notreserven auf einem Tagesgeldkonto, Festgeldkonto oder Girokonto? Dann nutzen Sie diese Mittel, um zumindest die Kreditsumme zu senken und so Zinskosten zu sparen.
  • Bedenken Sie Alternativen: Oft sind Freunde oder Familienmitglieder bereit, Ihnen Geld zu leihen, ohne dass Sie dafür Zinsen zahlen müssen. Überwinden Sie also bitte Ihren Stolz und fragen Sie immer zuerst diese Personen nach einer kurzfristigen Finanzspritze. Setzen Sie aber trotzdem immer einen Kreditvertrag auf, damit die Richtlinien der Leihe klar gesetzt sind. Denn Sie werden uns nicht glauben, wie viele anscheinend sichere Freundschaften an finanziellen Themen zerbrochen sind.

Falls Sie also nicht auf der Suche nach einem Baudarlehen sind, sind Sie auf dieser Unterseite falsch. Nutzen Sie stattdessen unsere Ratgeber zu den Themen Ratenkredit, Autokredit, Sofortkredit und viele weitere, die Ihnen bestimmt weiterhelfen werden.

Das ist ein Darlehen nach unserer Definition

Nun wollen wir uns aber dem Darlehen zuwenden, welches den Mittelpunkt dieses Ratgebers darstellen soll. Unter einem Darlehen verstehen wir eine langfristige Geldanleihe mit einer hohen Kreditsumme und einer langen Laufzeit. Die Zinsen sind bei Darlehen zudem in der Regel deutlich niedriger als bei einem klassischen Kredit. Die meisten deutschen Verbraucher verstehen unter einem Darlehen daher vor allem ein Annuitätendarlehen bei einer Baufinanzierung. Der Traum von den eigenen vier Wänden steht bei den meisten Deutschen noch immer ganz oben auf der persönlichen Wunschliste.

In diesem Ratgeber wollen wir den Fokus daher verstärkt auf das Thema Baudarlehen legen. Für ausführliche Informationen zu diesem Thema können Sie aber selbstverständlich auch stets einen Blick in unseren Baufinanzierung-Ratgeber werfen.

Die verschiedenen Arten der Baudarlehen im Vergleich

Wie wir bereits erwähnt haben, wollen wir den Fokus in diesem Ratgeber zum Thema Darlehen vor allem auf Baudarlehen legen, da die meisten Verbraucher an diese Finanzierungen denken, wenn wir von einem Darlehen sprechen. Das typische Baudarlehen ist selbstverständlich das Annuitätendarlehen, es gibt aber auch andere Optionen für Bauherren in Deutschland, ein Darlehen aufzunehmen und mit diesem ein Eigenheim zu finanzieren. Wir wollen die verschiedenen Arten eines Baudarlehens an dieser Stelle ausführlich besprechen und zudem auf ihre Vor- und Nachteile im Vergleich zu den Alternativen eingehen.

Das Annuitätendarlehen

Bei einem Annuitätendarlehen handelt es sich um die bekannteste und am häufigsten genutzte Darlehensart in Deutschland. Es ist quasi das, was von dem meisten Verbrauchern als Darlehen angesehen wird. Im Vergleich zu den Alternativen zeichnen sich Annuitätendarlehen durch eine stets gleichbleibende monatliche Rate aus, die sich auch während der Laufzeit des Kredits nicht ändert und die sich aus einem Zins- und einem Tilgungsteil zusammensetzt. Der Zinssatz, den Banken verlangen, richtet sich dabei immer nach der bestehenden Restschuld. Das bedeutet: Ist bei einem Annuitätendarlehen zu Beginn der Zinsanteil noch relativ hoch, wird er im Laufe des Darlehens immer kleiner und der Tilgungsteil macht den Löwenteil der monatlichen Rate aus.

Diese Darlehensform ist bei deutschen Verbrauchern gerade deswegen so beliebt, da Verbraucher durch die stets gleichbleibenden Monatsraten ihre Ausgaben sehr gut kalkulieren können und daher eine hohe Planungssicherheit genießen. So kann es bei einem Darlehen oft sinnvoll sein, die Höhe der monatlichen Rate so zu wählen, dass Sie der vorherigen Mietzahlung bei einer Mietwohnung entspricht. So wissen Sie bereits, wie Sie mit dieser Höhe umgehen. Viele Verbraucher wenden diesen kleinen Trick beim Darlehen-Vergleich an.

Das sind die wesentlichen Vor- und Nachteile eines Annuitätendarlehens im Vergleich zu den Alternativen beim Abschluss eines Darlehens:

  • Gute Planungssicherheit dank Zinsbindung über mehrere Jahre.
  • Monatliche Belastung bleibt über die gesamte Laufzeit gleich.
  • Banken verrechnen Tilgung direkt mit der Restschuld – so sinkt im Verlauf der Zinsanteil der Rate oder Annuität und der Tilgungsanteil steigt.
  • Geringe Flexibilität, da Sie nach Vertragsabschluss kaum noch Änderungen vornehmen können.
  • Oftmals benötigen Sie noch eine Anschlussfinanzierung nach der ersten Zinsbindung.
  • Sie können nicht auf sinkende Bauzinsen reagieren.

Das Tilgungsdarlehen

Beim Tilgungsdarlehen ist über den gesamten Tilgungszeitraum – unabhängig vom Zinssatz – eine gleichbleibende Tilgungsrate festgelegt. Im Gegensatz zum Annuitätendarlehen werden die Zinsen allerdings anteilig fällig, sodass Sie als Darlehensnehmer den Tilgungsanteil plus die Zinsen bezahlen müssen. Die Konsequenz ist, dass sich der jährlich fällige Beitrag dadurch kontinuierlich reduziert. Außerhalb einer Baufinanzierung kommen Volltilger-Darlehen sogar relativ häufig vor, da Sie den Vorteil haben, keine Anschlussfinanzierung mehr abschließen zu müssen, nachdem Sie bereits jahrelang Zinsen gezahlt haben. Bei einem Darlehen für den Hausbau oder -kauf sollten Sie im Regelfall aber ein Annuitätendarlehen bevorzugen.

  • Alle Parameter sind von Beginn an festgelegt, daher haben Sie eine hohe Planungssicherheit.
  • Sie müssen am Ende der Zinsbindung keine Anschlussfinanzierung mehr abschließen.
  • Sie tragen wie beim Annuitätendarlehen kein Zinsänderungsrisiko.
  • Banken erheben bei diesen Darlehen aufgrund der sehr langfristigen Zinsbindung meist höhere Bauzinsen.
  • Sie haben nur eine geringe Flexibilität und können nicht von fallenden Zinsen profitieren.

Das endfällige Darlehen

Das endfällige Darlehen könnte vielen von Ihnen auch als Fälligkeitsdarlehen bekannt sein – zumindest nennen einige Banken es noch immer so. Während der Laufzeit eines endfälligen Darlehens zahlen Sie im Vergleich zu den anderen Baudarlehen nur die Zinsen und tilgen nicht. Den Kreditbetrag müssen Sie dann erst am Ende der festgelegten Laufzeit auf einen Schlag zurückzahlen. Ihr Vorteil liegt bei dieser Strategie auf der Hand: Sie haben eine vergleichsweise niedrige monatliche Belastung und können das eingesparte Geld daher gewinnbringend anlegen. Häufig kommt ein endfälliges Darlehen daher in Verbindung mit einer Lebensversicherung oder einem Bausparvertrag zustande.

Vor allem vor wenigen Jahren, als Sie mit einer Lebensversicherung noch gut ansparen konnten, war diese Strategie bei deutschen Verbrauchern durchaus beliebt. Mittlerweile lohnt sie sich aber vermutlich nur noch für Bauherren, welche ihre Immobilie nicht selbst nutzen wollen. Denn in diesem Fall genießen Sie bei einem endfälligen Darlehen steuerliche Vorteile, indem Sie die Zinsen steuerlich geltend machen.

Das sind die wesentlichen Vor- und Nachteile dieses speziellen Darlehens:

  • Vergleichsweise niedrige monatliche Belastung dank ausbleibender Tilgung
  • Kombination mit Lebensversicherung oder Bausparvertrag möglich
  • Steuerliche Vorteile, wenn Sie die Immobilie nicht selbst nutzen
  • Insgesamt tragen Sie höhere Kosten, da Sie das Darlehen nicht tilgen und die Zinskosten daher immer gleich hoch bleiben.
  • Doppelte Belastung bei Abschluss einer Lebensversicherung oder eines Bausparvertrags
  • Für Eigenheimbesitzer aufgrund des geringen Sparpotenzials mittlerweile nicht mehr geeignet

Das Forward-Darlehen

Ein Forward-Darlehen ist für Sie als Kreditnehmer die Möglichkeit, sich bereits frühzeitig günstige Zinsen für ein späteres Darlehen zu sichern, etwa für eine Anschlussfinanzierung. Im Grund genommen handelt es sich bei einem Forward-Darlehen aber um nichts anderes als ein klassisches Annuitätendarlehen, dessen Auszahlung aber erst Monate oder gar Jahre nach dem eigentlichen Abschluss des Darlehens erfolgt. In der Wartezeit, die wir im Fachbereich auch Forward-Phase oder Forward-Periode nennen, fallen keine Kosten an und Sie müssen auch keine monatliche Rate abzahlen. Allerdings lassen sich Banken die frühzeitige Zinssicherung mit Zinsaufschlägen bezahlen, die je nach Anbieter und aktueller Marktlage zwischen 0,01 und 0,03 Prozentpunkten pro Monat der Forward-Phase liegen.

Das sind die wesentlichen Vor- und Nachteile eines Forward-Darlehens im Vergleich zu den Alternativen:

  • Sie sichern sich im besten Fall ein günstiges Zinsniveau für die Zukunft.
  • Großes Sparpotenzial, falls die Bauzinsen demnächst ansteigen werden.
  • Absicherung gegen plötzlich steigende Zinssätze
  • Hohe Planungssicherheit
  • Zinsaufschläge während der Forward-Phase bzw. Forward-Periode
  • Weniger Flexibilität in der Zukunft, da Sie sich frühzeitig an ein Darlehen binden.
  • Keine Möglichkeit, von weiter fallenden Zinsen zu profitieren.

Worauf kommt es beim Darlehen-Vergleich an?

Wenn Sie auf der Suche nach einem günstigen Darlehen sind, sollten Sie unbedingt einen Darlehens-Vergleich mit einem Vergleichsrechner im Internet durchführen. Denn Ihre eigene Hausbank bietet Ihnen leider – unabhängig davon, wie lange Sie dort schon Kunde sind oder wie viele Menschen Sie persönlich kennen – selten tatsächlich besten Konditionen für ein Darlehen an. Diese finden Sie zu 95 Prozent bei einer anderen Bank aus dem Darlehens-Vergleich. Selbstverständlich können Sie dann mit diesen Bedingungen zu Ihrer Hausbank gehen und dieselben Konditionen dort verlangen, denn vielleicht kommt Ihnen die Hausbank ja dann doch noch näher.

Die meisten Verbraucher beachten allerdings ausschließlich die Höhe des Zinssatzes, wenn sie Darlehen vergleichen. Einerseits ist die Wahl des passenden Zinses zwar der wichtigste Punkt bei jeder Darlehensaufnahme, allerdings gibt es andererseits auch noch weitere wichtige Faktoren, die im Darlehen-Vergleich eine gewichtige Rolle spielen. An dieser Stelle haben wir Ihnen daher erklärt, worauf Sie bei einem Darlehen-Vergleich online achten müssen – so finden Sie mit Sicherheit immer das preisgünstigste Angebot auf dem Kreditmarkt.

Der passende Zinssatz

Darlehen VergleichBevor Sie ein Darlehen beantragen, sollten Sie immer den effektiven Jahreszins verschiedener Banken prüfen, um zu sehen, bei welcher Bank Sie sich die benötigte Geldsumme am günstigsten leihen können. Wichtig ist hierbei jedoch, dass Sie den wesentlichen Unterschied zwischen dem gebundenen Sollzins und dem Effektivzins verstehen. Diesen haben wir Ihnen im Folgenden erklärt:

  • Sollzins: Der Sollzins beschreibt den Zins, den Sie zahlen, wenn Sie ein Darlehen bei einer Bank in Anspruch nehmen. Bei einem normalen Ratenkredit und den meisten Darlehensarten bleibt der Sollzins über die gesamte Laufzeit gleich hoch, weswegen Experten auch oft vom gebundenen Sollzins sprechen. Bei einem Baudarlehen kann sich der Sollzins nach Ablauf der ersten Zinsbindung aber auch ändern. Der Sollzins beinhaltet jedoch keine zusätzlichen Kosten, die Banken für die Kreditbereitstellung und andere Faktoren erheben. Diese sind von Bank zu Bank unterschiedlich hoch. Nur der effektive Jahreszins gibt diese Kosten genau an.
  • Effektivzins: Im Gegensatz zum Sollzins berücksichtigt der effektive Jahreszins alle Kosten, die im Rahmen eines Darlehensvertrags anfallen, also beispielsweise Vermittlungsgebühren oder Bereitstellungsgebühren. Damit gibt ausschließlich der effektive Jahreszins die genauen und tatsächlichen Kosten eines Darlehens an und eignet sich auch für einen Darlehen-Vergleich. Der gebundene Sollzins ist für einen genauen Vergleich von Kreditofferten dagegen absolut ungeeignet.

Nicht jeder Darlehensnehmer erhält bei einer Bank die gleichen Konditionen, der angebotene Zinssatz hängt auch immer von der persönlichen Bonität ab. Das gilt zumindest immer dann, wenn Banken bonitätsabhängige Zinsen für ihr Darlehen vergeben. Einen Richtwert bietet Kunden allerdings der sogenannte Zwei-Drittel-Zins, den Banken bei jedem repräsentativen Beispiel verpflichtend angeben müssen. Dieser gibt Auskunft darüber, welchen Zinssatz mindestens zwei Drittel aller Kunden bei dieser Bank erhalten haben. Wenn Sie Darlehen vergleichen, sollten Sie also stets auf diesen Wert achten und nicht auf den bestmöglichen Zinssatz.

Die richtige Laufzeit

Die Laufzeit eines Darlehens hat Einfluss auf die Konditionen, die die Bank einem Kreditgeber gewährt. Eine lange Laufzeit sorgt bei einem Darlehen eines Finanzinstituts dafür, dass Sie andere monatliche Raten zahlen müssen als bei einem Kredit mit einer kurzen Laufzeit. Daher lohnt es sich für Sie als Darlehensnehmer immer, die verschiedenen Optionen im Bereich der Kreditlaufzeit durchzuspielen. Das gilt gerade, wenn Sie ein Baudarlehen aufnehmen wollen und überlegen, wie lange Sie die Laufzeit Ihrer ersten Zinsbindung wählen sollen.

Bei kleineren Krediten sollten Sie dagegen beachten, dass oft gewisse Grenzen an die Laufzeit gesetzt sind – Sie können diese Kredite nicht über so einen langen Zeitraum finanzieren wie größere Summen bei einem Darlehen.

Bei einem Baudarlehen im Speziellen dauert es meist 15 bis 35 Jahre, bis Sie das aufgenommene Darlehen komplett getilgt haben. Das hängt aber auch immer ein wenig von den genauen Konditionen Ihrer Baufinanzierung ab. So kommt es unter anderem darauf an, welches Darlehen Sie abgeschlossen haben. Handelt es sich bei Ihrem Hausdarlehen um ein Volltilger-Darlehen, ist die Laufzeit Ihres Darlehens im Kreditvertrag ganz genau festgelegt. Haben Sie stattdessen aber ein Annuitätendarlehen mit Zinsbindung, aber ohne feste Vertragslaufzeit aufgenommen, endet Ihre Laufzeit nicht mit dem Ende der ersten Zinsbindung. Anschließend müssen Sie nämlich eine Anschlussfinanzierung aufnehmen, die nicht zwingend denselben Zins haben muss, wie die erste Laufzeit des Darlehens.

Die passende Tilgung

Die meisten Verbraucher geben dem Zinssatz bei einem Darlehen zu viel Beachtung und vernachlässigen dabei den eigentlich wichtigsten Faktor eines jeden Darlehens: die passende Tilgungsrate. Denn je schneller Sie Ihr Darlehen tilgen, desto schneller zahlen Sie der Bank das geliehene Geld zurück und desto weniger Jahre zahlen Sie folglich Zinsen. Besonders wichtig ist für Sie als Darlehensnehmer, dass Sie bei der Zusammenstellung des Darlehens darauf achten, den Tilgungssatz immer an Ihre aktuelle Lebenssituation und finanzielle Situation anzupassen.

Hier hilft Ihnen das Aufstellen eines Haushaltsplans, in welchem Sie alle monatlichen Ausgaben und Einnahmen gegenüberstellen und so ermitteln, welches Budget Ihnen Monat für Monat zur Verfügung steht. Nun können Sie die monatliche Belastung passend wählen, ohne dass Sie nach wenigen Monaten bereits in Zahlungsverzug geraten oder zu viel Geld auf der hohen Kante haben, das Sie nicht in die Finanzierung mit einbringen können.

Viele Verbraucher wählen die Höhe der Monatsrate bei einem Darlehen so hoch, wie die Mietzahlungen in der alten Mietwohnungen waren. Das hat den Vorteil, dass Sie bereits wissen, wie Sie mit dieser regelmäßigen Belastung zurechtkommen.

Kostenlose Zusatzleistungen

Viele Banken bieten Ihnen beim Abschluss eines Darlehens kostenlose Zusatzleistungen an, die für einige Verbraucher gerade aufgrund der langen Laufzeiten dieser Finanzierungen durchaus interessant sind oder noch werden können. Zwei der wichtigsten Zusatzleistungen im Darlehen-Vergleich wollen wir Ihnen an dieser Stelle kurz vorstellen:

  • Kostenlose Sondertilgungen: Außerplanmäßige Sondertilgungen bieten Ihnen ebenfalls die Möglichkeit, über die gesamte Laufzeit des Darlehens hinweg Zinszahlungen effektiv zu vermeiden. Bei den meisten Banken können Sie bei einem normalen Baudarlehen kostenlose Sondertilgungen von bis zu 5 Prozent von der Darlehenssumme vornehmen, aber auch höhere oder niedrige Beträge sind nicht unüblich. Falls Sie etwa mit spontanen außerplanmäßigen Geldflüssen rechnen, können Sie sogar Sondertilgungen in Höhe von 10 Prozent oder mehr vereinbaren. Besprechen Sie das im Zweifelsfall einfach mit Ihrer finanzierenden Bank. Bietet Ihnen eine Bank dagegen nur Sondertilgungen gegen Gebühren in Form einer Vorfälligkeitsentschädigung an, sollten Sie genau überlegen, ob sich der Einsatz Ihres Eigenkapitals dann überhaupt noch lohnt.
  • Kostenfreie Ratenpausen: Genauso, wie es sein kann, dass Sie Eigenkapital in die Finanzierung einbringen wollen, kann es selbstverständlich auch einmal vorkommen, dass Sie in finanzielle Schwierigkeiten geraten und am liebsten mit einer Monatsrate aussetzen würden. Bei einigen Banken haben Sie die Option dazu, das einmal im Jahr kostenlos zu tun, wenn Sie zuvor alle Raten rechtzeitig und vollständig bezahlt haben. Beachten Sie aber bitte, dass Sie stets nur mit der Tilgung des Darlehens aussetzen, die Zinsen müssen Sie weiterhin zahlen. So steigen die Gesamtkosten des Darlehens zwar leicht an, Sie verschaffen sich aber wertvollen finanziellen Spielraum.

Diese Fördermöglichkeiten gibt es für Darlehen in Deutschland

Schon gewusst?Wenn Sie sich für die Aufnahme eines Darlehens für die Finanzierung eines Eigenheims interessieren, ist es immer sinnvoll, sich vor dem Abschluss eines Baudarlehens mit eventuellen Fördermöglichkeiten auseinanderzusetzen. Diese stellen für Darlehensnehmer eine große finanzielle Hilfe dar und können heutzutage in verschiedenen Formen auftreten. Neben vergünstigten Krediten existieren auch steuerliche Vergünstigungen oder gar Investitions- und Tilgungszuschüsse. Aber welche Förderung passt denn jetzt zu Ihrer Situation am besten bzw. auf welche Hilfsmodelle haben Sie überhaupt einen Anspruch? Damit Sie sich einen besseren Überblick verschaffen können, wenn Sie ein Darlehen aufnehmen wollen, werden wir Ihnen nur einige bekannte Förderprogramme etwas näher vorstellen.

Immobilienförderung durch die KfW

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau, die den meisten von Ihnen wohl nur unter ihrem Kürzel KfW bekannt ist, spielt bei der Förderung von Privatpersonen im Bereich des Baudarlehens eine wichtige Rolle. Sie gehört zu den wichtigsten Institutionen und bietet eine ganze Reihe an Förderprogrammen an, von denen Sie profitieren können, wenn Sie die notwendigen Voraussetzungen erfüllen. Drei dieser Fördermodelle wollen wir Ihnen an dieser Stelle genauer erklären, weitere Informationen finden Sie aber auch auf der Webseite der KfW unter diesem Link.

1: Das KfW-Wohneigentumsprogramm

Dieses Programm, das Sie bei der KfW unter der Nummer 124 finden, ist extra darauf ausgelegt, den Kauf von selbstgenutzten Eigenheimen und Eigentumswohnungen über ein Darlehen zu finanzieren. Ihr besonderer Vorteil dabei ist: Sie erhalten deutlich vergünstigte Kreditkonditionen, die Ihnen im Vergleich zum eigentlichen Marktniveau stets eine erhebliche Einsparung bringen. In der folgenden Aufzählung haben wir die wichtigsten Modalitäten einmal genauer zusammengefasst:

  • Darlehensart: Meist Annuitätendarlehen, teilweise aber auch endfälliges Darlehen möglich
  • Zinsbindung: Je nach Wunsch zwischen 5 und 10 Jahren
  • Besicherung: Erfolgt über die Eintragung einer Grundschuld
  • Zinsniveau: Liegt, je nach aktueller Marktlage, etwa 0,5 % bis 1,5 % unter den Marktzinsen
  • Sondertilgungen: Sind nur gegen eine Vorfälligkeitsentschädigung möglich

Die einzige Bedingung, die an dieses Darlehen geknüpft ist, ist: Sie müssen die Immobilie zwingend selbst nutzen und dürfen Sie nicht für eine Vermietung oder Verpachtung errichten, sanieren oder bauen. Das Darlehen ist zudem auf maximal 50.000 Euro begrenzt und stellt daher maximal eine Ergänzung zur Aufnahme eines normalen Baudarlehens dar. Trotzdem können Sie durch einen derart vergünstigten Kredit die Kosten der gesamten Finanzierung deutlich absenken. Sie sollten das Darlehen daher immer in Anspruch nehmen, wenn Sie können.

2: Energieeffizient sanieren

Dieses Förderprogramm, das Sie bei der KfW unter der Nummer 151 finden, steht in erster Linie nur Immobilienbesitzern zur Verfügung, die ihre Immobilie sanieren und dadurch energieeffizienter machen wollen. Trotzdem können selbstverständlich auch Käufer einer sanierten Immobilie davon profitieren – das ist allerdings stets nur dann der Fall, wenn die Sanierungskosten der Immobilie gesondert ausgezeichnet sind und Sie diese somit getrennt berechnen können. Dieses Förderprogramm ist aufgrund der stark verringerten Zinsen im Vergleich zu einem herkömmlichen Darlehen bei einer Bank durchaus attraktiv, da auch die Tilgungszuschüsse für Sanierungen mit bis zu 27,5 Prozent der Darlehenssumme sehr hoch ausfallen.

Die KfW bietet neben diesem und dem unten geschilderten Förderprogramm auch noch zahlreiche Förderoptionen für einen altersgerechten Umbau, die Nutzung erneuerbarer Energien und auch für Maßnahmen in Bezug auf Sicherheit und Einbruchschutz an. Informieren Sie sich einfach auf der Website der KfW, ob etwas für Ihr Vorhaben dabei ist.

3: Energieeffizient bauen

Bei diesem KfW-Programm, das Sie unter der Nummer 153 finden, müssen Sie spezielle Bedingungen erfüllen, um an das vergünstigte Darlehen zu gelangen. Damit Sie dieses als Bauherr in Anspruch nehmen können, müssen Sie eine Immobilie nach dem KfW-Effizienzhausstandard 55, 40 oder auch 40 Plus bauen oder ein entsprechendes Objekt als Käufer mit einem Darlehen erwerben. Sie profitieren dabei von einem besonders attraktiven Tilgungszuschuss, der sich stets am jeweils erreichten Standard orientiert. Auch hier wollen wir Ihnen die Modalitäten kurz genauer vorstellen:

  • Darlehensart: Je nach Bedarf entweder ein Annuitäten- oder ein endfälliges Darlehen
  • Zinsbindung: Je nach Wunsch zwischen 10 und 20 Jahren
  • Besicherung: Erfolgt nach individueller Vereinbarung
  • Zinsniveau: Liegt, je nach aktueller Marktlage, etwa 0,5 % unter den Marktzinsen
  • Sondertilgungen: Sind jederzeit ohne anfallende Kosten möglich

Noch einmal: Gerade der Tilgungszuschuss macht diese Förderung besonders attraktiv, da Sie so die Laufzeit Ihres Baudarlehens, das Sie bei einer herkömmlichen Bank aufnehmen, deutlich verkürzen können. So sparen Sie weitere Zinskosten ein, was die Gesamtkosten Ihres Darlehens deutlich drückt.

Wohn-Riester: Die optimale Eigenheimrente

Darlehen KreditGerade als rentenversicherungspflichtiger Arbeitnehmer oder Beamter kann die Eigenheimrente per Wohn-Riester für Sie interessant sein. Diese ermöglicht die Tilgung eines Darlehens mit der eigenen, privaten Altersvorsorge. Dabei müssen Sie aber immer zwei Szenarien unterscheiden:

  1. Sie haben noch keine Riester-Rente abgeschlossen: In diesem Fall steht Ihnen selbstverständlich auch der untere Weg offen. Alternativ können Sie Ihre Einzahlungen sowie die staatlichen Zulagen direkt zur Tilgung eines Darlehens nutzen. Sie haben zudem auch die Möglichkeit, eine Bausparkombifinanzierung abzuschließen, bei welcher Sie zuerst ein Vorausdarlehen aufnehmen, welches Sie zunächst nicht tilgen, sondern nur Zinsen zahlen. Gleichzeitig besparen Sie aber einen Bausparvertrag und lösen das Vorausdarlehen bei der Zuteilungsreife damit ab.
  2. Sie haben bereits einen Vertrag mit Riester-Förderung: Falls Sie bereits eine herkömmliche Riester-Rente als klassisches Sparprodukt abgeschlossen haben, können Sie das dort eingezahlte Kapital ganz oder auch nur teilweise zur Tilgung eines Darlehens nutzen. Sie müssen allerdings mindestens 3.000 Euro an Geld entnehmen und müssen zudem mindestens weitere 3.000 Euro in Ihrem Riester-Vertrag belassen. Daher kommt jede Teilentnahme nach Adam Riese erst ab Geldsummen von mindestens 6.000 Euro infrage. Mit diesem Geld können Sie dann etwa kostenlose Sondertilgungen vornehmen, während Sie weiter in den Riester-Vertrag einzahlen.

Wohn-Riester kann durchaus eine interessante Alternative bei der Aufnahme eines Baudarlehens darstellen, da die staatlichen Förderungen attraktive Zugewinne mit sich bringen, wie wir in folgender Tabelle aufzeigen:

Staatliche ZulageHöhe der Zulage
Grundzulage154 Euro/Jahr
Zulage für Kinder vor Geburtsjahr 2008185 Euro/Jahr
Zulage für Kinder nach Geburtsjahr 2008300 Euro/Jahr
Berufseinsteigerbonus bis max. 25. Lebensjahr 200 Euro

Ein zusätzlicher Vorteil dieser Förderung ist der Sonderausgabenabzug, da Sie die Sparleistung plus aller Zulagen als Sonderausgaben steuerlich geltend machen können. Allerdings dürfen Sie an dieser Stelle nicht vergessen, dass Sie die erhaltenen Zulagen am Ende gegenrechnen. Ergibt sich daraus eine weitere Einsparung, profitieren Sie doppelt.

Wohn-Riester hat aber mitunter auch Nachteile, die wir Ihnen selbstverständlich nicht verschweigen wollen und an dieser Stelle kompakt vorstellen:

  • Vorgaben zur Immobilien-Nutzung: Wenn Sie Ihr Darlehen mit Wohn-Riester unterstützen wollen, macht Ihnen der Gesetzgeber einige Vorgaben, die Sie zwingend umsetzen müssen. So müssen Sie etwa spätestens im Alter selbst in der geförderten Immobilie wohnen und dürfen sie nicht mehr vermieten. Falls Sie gegen diese Auflagen verstoßen, müssen Sie die erhaltenen Zulagen zurückzahlen.
  • Wohnförderkonto: Auf einem Wohnförderkonto werden die Riester-Einzahlungen notiert und die Summe jedes Jahr mit einem Satz verzinst. Den sich daraus ergebenden Betrag müssen Sie spätestens mit der Vollendung des 68. Lebensjahres als Steuer zahlen. Dabei können Sie als Sparer entweder das Konto auf einen Schlag ablösen und von einem Rabatt in Höhe von 30 Prozent profitieren oder die Summe in gleichbleibenden Raten bis zum 85. Lebensjahr abzahlen.

Wohnraumförderung durch Bundesländer

Bitte genau hinschauenAuch die Bundesländer selbst stellen Förderprogramme nach den sogenannten Wohnraumförderungsgesetzen zur Verfügung. Das ist eine wichtige Information, falls Sie sich für ein Darlehen nach dem Sinne unseres Ratgebers interessieren. Diese Programme sind vor allem für folgende Personenkreise gedacht:

  • Alleinerziehende
  • Familien mit Kindern
  • Schwerbehinderte Personen, die spezielle Wohnbedürfnisse haben

Je nach Bundesland unterscheiden sich diese Programme etwas. Wir können leider nicht auf alle Programme eingehen, da das den Rahmen dieses Ratgebers zum Thema Darlehen sprengen würde. Es gibt jedoch einige Aspekte, die sich bei fast allen dieser Programme – unabhängig vom jeweiligen Bundesland – wiederfinden:

  • Forderung von Eigenkapital, wie bei einem normalen Baudarlehen. Meist verlangen die Länder zwischen 15 und 25 Prozent der Baukosten als Eigenleistung.
  • Fokussierung auf einkommensschwache Antragsteller – Sie dürfen eine bestimmte Einkommensgrenze also nicht überschreiten
  • Begrenzung der Baukosten und Wohnungsgrößen, Luxusimmobilien werden selbstverständlich nicht gefördert.

Ferner fördern die Länder aber auch die Schaffung von Mietwohnraum. Um diese Förderung zu nutzen, müssen Sie als potenzieller Vermieter jedoch gewisse Mietobergrenzen und Bindungsfristen einhalten. Oft ist auch Voraussetzung, dass Sie die Wohnung dann nur sozial schwächeren Haushalten zur Verfügung stellen dürfen.

Schritt für Schritt: So können Sie ein Darlehen online aufnehmen

Der Ablauf eines Baudarlehens ist in verschiedene Schritte unterteilt, wobei Sie als Darlehensnehmers vor allem in der Anfangsphase stark gefordert sind. Wir wollen Ihnen im Folgenden die einzelnen Schritte erklären, wenn Sie ein Darlehen aufnehmen wollen. Denken Sie aber vor der Aufnahme immer daran, zunächst einen Darlehens-Vergleich durchzuführen, um so stets die günstigsten Konditionen auf dem Markt zu erhalten.

Schritt 1: Finanzielle Optionen ausloten

Sie müssen zunächst immer Ihre eigenen finanziellen Möglichkeiten kennen. Nur mit einer genauen Kenntnis über Ihre Finanzlage können Sie seriös eine Entscheidung treffen, welche Kreditsumme Sie maximal aufnehmen dürfen. Dabei ist es zunächst wichtig, dass Sie wissen, wie viel Geld Sie monatlich für die Tilgung eines Darlehens aufbringen können. Stellen Sie hierfür eine Haushaltsrechnung auf, in welcher Sie alle monatlichen Ausgaben und Einnahmen gegenrechnen. Zu den typischen Einnahmen und Ausgaben eines deutschen Haushalts zählen unter anderem:

Typische EinnahmenTypische Ausgaben
Gehalt, Lohn, EinkommenMiete plus Nebenkosten
Einnahmen aus Vermietung und VerpachtungVersicherungen, Handy, Internet, ...
Soziale Zuschüsse wie KindergeldKosten für Mobilität
UnterhaltszahlungenLebenshaltungskosten wie Essen oder Kleidung
Gewinne aus Aktiengeschäften o. Ä.Kosten für die Freizeitgestaltung

Rechnen Sie bitte auch immer eine Notreserve mit ein, damit Sie bei einer unerwarteten Ausgabe nicht direkt in Zahlungsverzug geraten oder sich auch einmal etwas gönnen können, während das Darlehen noch läuft.

Schritt 2: Kreditsumme realistisch einschätzen

VariantenNur mit entsprechenden Zahlen haben Sie die Möglichkeit, sich Immobilen anzuschauen, die für Sie finanziell im Bereich des Möglichen liegen. Damit Sie die maximale Summe des Darlehens berechnen können, benötigen Sie jedoch die Konditionen des jeweiligen Baudarlehens. Aus diesem Grund ist es immer sinnvoll, mindestens zwei Szenarien durchzuspielen. Schauen Sie sich hierfür das aktuelle Zinsniveau an und gehen Sie einmal von sehr guten und einmal von eher mäßigen Konditionen aus.

Mit einer einfachen Formal können Sie nun näherungsweise die maximal mögliche Darlehenssumme einschätzen:

(Mögliche Monatsrate x 12 Monate x 100) / (Zinssatz in % + Tilgung in %) = Summe des Darlehens

Schritt 3: Angebote vergleichen und passendes Darlehen auswählen

Bevor Sie sich jetzt aber direkt an den Abschluss eines Darlehens setzen, sollten Sie bedenken, dass Sie unbedingt verschiedene Offerten miteinander vergleichen. Die Unterschiede bei den Zinsen sind von Anbieter zu Anbieter mitunter ziemlich groß. Selbst kleine Zinsunterschiede, die auf den ersten Blick keinen großen Unterschied darstellen, können aufgrund der langen Laufzeit eines Darlehens schnell mehrere Tausend Euro Differenz ausmachen. Welches enorme Sparpotenzial sich Ihnen gerade im Bereich der Baufinanzierungen bietet, haben wir Ihnen in folgendem Beispiel deutlich gemacht:

 Darlehen IDarlehen II
Darlehenssumme200.000 Euro200.000 Euro
Laufzeit 20 Jahre20 Jahre
Sollzins2,30 % p. a. 1,70 % p. a.
Tilgungsrate zu Beginn3,0 %3,6 %
Monatsrateca. 883 Euroca. 883 Euro
Zinskosten gesamtca. 59.814 Euroca. 40.636 Euro
Restschuld nach Laufzeitca. 47.814 Euroca. 28.637 Euro

Wie Sie sehen können, liegt Ihre Ersparnis schon bei einem geringen Sollzinsunterschied schnell bei knapp 13.000 Euro. Das gilt zumindest, wenn Sie – wie in diesem Beispiel – die Zinseinsparung komplett in eine höhere Tilgung investieren, um das Darlehen so schnellstmöglich abzuzahlen.

Schritt 4: Rechtzeitig an die Anschlussfinanzierung denken

Nach Ablauf der ersten Zinsbindung verbleibt beim Darlehen in der Regel eine Restschuld. Diese müssen Sie weiter finanzieren. Dabei können Sie entweder bei Ihrer alten Bank einen neuen Zinssatz abschließen, was wir Prolongation nennen, oder zu einer neuen Bank umschulden. Beachten Sie dabei bitte immer, dass Sie sich rechtzeitig, also bereits 2 bis 3 Jahre im Voraus, Angebote von verschiedenen Banken einholen. So prüfen Sie, ob eine Prolongation oder eine Umschuldung sinnvoller ist, oder ob Sie vielleicht sogar frühzeitig ein Forward-Darlehen aufnehmen sollten. Wenn Sie bei der Anschlussfinanzierung rechtzeitig mit der Planung beginnen, können Sie die Kosten des Darlehens eventuell noch deutlich drücken.

Die Unterscheidung hinsichtlich der Zinsform beim Vergleich der Darlehen

Kredit DarlehenNeben den unterschiedlichen Rückzahlungsmodellen eines Darlehens unterscheiden wir auch oft hinsichtlich der Zinsform. Grundsätzlich können Sie eine langfristige Zinsbindung mit einem vereinbarten Sollzins über die gesamte Laufzeit des Darlehens und eine variable Zinsvereinbarung unterscheiden. Die Frage, die sich jedoch stellt, ist: Welche Form der Darlehenszinsen bietet sich im Darlehens-Vergleich zu welchem Zeitpunkt an? Generell können wir sagen, dass eine kurze Zinsbindung immer dann sinnvoll ist, wenn die Zinsen beim Abschluss des Darlehens hoch sind, Sie aber ein sinkendes Zinsniveau erwarten. So können Sie als Darlehensnehmer bereits nach wenigen Jahren von den gesunkenen Zinsen profitieren. Besteht bei der Darlehensaufnahme dagegen ein niedriges Zinsniveau und Sie rechnen in Zukunft wieder mit steigenden Zinssätzen, sollten Sie eine möglichst lange Zinsfestschreibung wählen.

Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Zinsformen

Eine kurze Zinsbindung hat den Vorteil, dass Sie durch den geringen Sollzins die monatliche Rate reduzieren und damit die finanzielle Belastung senken können. Sie ist aber immer nur dann sinnvoll, wenn es eine Tendenz zu sinkenden Zinsen gibt oder Sie das Darlehen innerhalb der gewählten Frist durch hohe Tilgungen oder Sondertilgungen zurückzahlen können. Diese Zinsvereinbarung hat aber den wesentlichen Nachteil, dass nach dem Ablauf der Frist nicht selten eine nicht unerhebliche Restschuld verbleibt. Diese müssen Sie dann wiederum mit einer Anschlussfinanzierung zu den aktuellen Zinssätzen finanzieren.

Daher ist bei einem Baudarlehen eine lange Zinsbindungsdauer oftmals die bessere Alternative. Gerade in Niedrigzinsphasen, wie wir uns seit Jahren in einer befinden, ist diese Variante lohnenswert, da Sie sich so über einen Zeitraum von 20 oder gar 30 Jahren einen günstigen Zins sichern können. Haben Sie als Darlehensnehmer zudem einen eher geringen finanziellen Spielraum und wollen daher eine vergleichsweise niedrige Tilgung wählen, sollten Sie sich ebenfalls für eine langfristige Zinsbindung entscheiden.

Ein flexibles Darlehen bietet dagegen eine Anpassung der Zinsen in gewissen Zeitabständen. Diese passt die Bank dann in Bezug auf den aktuellen Leitzinssatz der EZB an. Sie können ein solches variables Darlehen auch zu jedem Zeitpunkt in ein Festzinsdarlehen umwandeln. Beachten Sie aber bitte, dass nicht jede Bank diese Form eines Darlehens anbietet.

FAQs: Hier finden Sie kompakte Antworten auf Ihre wichtigsten Fragen

Welche Vorteile hat ein Online-Darlehen gegenüber einem herkömmlichen Darlehen?

Als Darlehensnehmer haben Sie deutliche Vorteile, wenn Sie online ein Darlehen aufnehmen. So können Sie nur online ganz unkompliziert zahlreiche verschiedene Angebote miteinander vergleichen und das günstigste herausfiltern. Anschließend können Sie das Darlehen bequem von zu Hause aus beantragen und sparen sich den nervigen Gang und die Terminvereinbarung bei der Hausbank. Dennoch handelt es sich bei einem Online-Darlehen um ein ganz normales Darlehen, wie Sie es auch bei Ihrer Hausbank beantragen könnten.

Was ist eine Restschuldversicherung und wann kann sie als sinnvoll erachtet werden?

Eine Restschuldversicherung dient der finanziellen Absicherung Ihres Darlehens. Sollten Sie arbeitslos werden oder schwer erkranken, springt die Versicherung ein und übernimmt die Tilgung des Darlehens. Bei vielen Banken ist der Abschluss einer Restkreditversicherung beim Darlehensantrag sogar verpflichtend. Ist der Abschluss aber freiwillig, sollten Sie genau prüfen, ob sich eine solche Versicherung für Sie wirklich lohnt.

Welche Vorteile bietet ein zweiter Kreditnehmer?

Bei der Vergabe eines Darlehens können Sie Ihre Chancen auf eine Bewilligung stark verbessern, wenn Sie einen zweiten Kreditnehmer mit einem festen Einkommen in den Vertrag mit aufnehmen. So sinkt für die Bank das Ausfallrisiko und sie bietet Ihnen meist sogar noch bessere Konditionen an.

Wie schnell zahlen Banken ein Darlehen aus?

Die Bearbeitungsdauer eines Darlehens ist von Bank zu Bank und auch von Darlehensform zu Darlehensform verschieden und kann zwischen 2 Tagen und 2 Wochen andauern. Das gilt auch nur, wenn Sie alle benötigten Unterlagen rechtzeitig einreichen, sonst verzögert sich der Prozess noch ein wenig.

Hat sich die Stiftung Warentest in letzter Zeit mit Darlehen beschäftigt?

FragezeichenDie Experten der Stiftung Warentest genießen aufgrund ihrer mehrjährigen Test- und Vergleichserfahrung ein hohes Ansehen bei den deutschen Verbrauchern. Da die Thematik der Darlehensaufnahme immer mehr Menschen in der Bundesrepublik betrifft, hat sich auch die Stiftung Warentest ausführlich damit beschäftigt. So finden Sie eine Übersicht über alle Artikel, Ratgeber, Tests und Co. rund um das Thema Darlehen unter diesem Link. Falls Sie sich im Speziellen für einen Ratenkredit interessieren, sollten Sie außerdem unbedingt diesen Vergleichsratgeber der Stiftung Warentest durchlesen.

Sind Sie allerdings mehr an einem klassischen Baudarlehen interessiert, kann die Stiftung Warentest ebenfalls mit einer Auswahl an Artikeln und Ratgebern überzeugen. Mit dem Kredit- und Tilgungsrechner der Stiftung Warentest finden Sie garantiert immer das passende Baudarlehen für Ihre Bedürfnisse. Zudem können Sie sich unter diesem Link ausführlich rund um das Thema Anschlussfinanzierung und Forward-Darlehen informieren.

Kann Öko Test mit einem eigenen Darlehen-Test überzeugen?

Bei Öko Test werden Sie zwar keinen eigenen Darlehens-Vergleich oder -Test finden, jedoch können die Experten von Öko Test durchaus mit einigen informativen Ratgebern, Artikeln und Tests rund um das Thema Darlehen überzeugen. Eine Übersicht können Sie unter diesem Link abrufen. Besonders interessant für die Leser dieses Artikels ist vermutlich ein spezieller Ratgeber von Öko Test zum Thema Baufinanzierung.

Öko Test hat sich aber in den vergangenen Monaten und Jahren auch ausführlich mit den Themen Wohn-Riester als Immobiliendarlehen und außerdem Restschuldversicherungen auseinandergesetzt. Gerade das letzte Thema ist auf dem Kreditmarkt sehr umstritten. Öko Test lässt kein gutes Haar an diesen Versicherungen und schreibt wortwörtlich sogar von einer „trügerischen Sicherheit“, die diese Angebote versprächen. Mehr dazu können Sie unter diesem Link nachlesen.

Fazit: So finden Sie die richtige Darlehensvariante

Die unterschiedlichen Finanzierungsformen und Tilgungsmodelle, die wir Ihnen in diesem Ratgeber ausführlich vorgestellt haben, müssen Sie individuell betrachten und im besten Fall mit einem Bankberater oder unabhängigen Finanzberater durchsprechen. Je nach persönlichem Einkommen, verfügbarem Eigenkapital oder bereits bestehenden Verträgen ist ein anderes Finanzierungsvorgehen sinnvoll. Mit der richtigen Planung und Vorbereitung werden Sie aber schnell selbst herausfinden, für welche Option Sie sich entscheiden sollten. Denn wie geben wir Ihnen immer wieder so gerne mit auf den Weg: Die passende Vorbereitung ist das A und O eines jeden erfolgreichen Darlehens!