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"Man darf Spieler nicht einfach kaufen, weil sie gut sind": Abwehrspieler Philipp Lahm kritisiert die Einkaufspolitik des FC Bayern und stützt Trainer Louis van Gaal.

philipp lahm ddpGrossbild

Philipp Lahm kritisiert die Einkaufspolitik des FC Bayern. (Foto: ddp)

Angesichts der jünsten Misserfolge des FC Bayern hat Nationalspieler Philipp Lahm offensiv eine radikale Wende in der Personalpolitik des Rekordmeisters gefordert. "Ich glaube, in der Vergangenheit lief das mit den Transfers nicht immer glücklich", sagte der 26-jährige Verteidiger der Süddeutschen Zeitung (Samstags-Ausgabe): "Man darf Spieler nicht einfach kaufen, weil sie gut sind."

Lahm verwies auf die Personalstrategien der führenden europäischen Klubs. "Vereine wie Manchester oder Barcelona geben ein System vor - und dann kauft man Personal für dieses System. Man holt gezielt Spieler - und dann steht die Mannschaft", sagte Lahm und ergänzte: "So etwas gibt es bei uns nicht." Dies sei auch ein Grund für die derzeitigen Probleme im Mittelfeld.

Zudem sprach sich Lahm in diesem Zusammenhang für Geduld mit dem kritisierten neuen Trainer Loius van Gaal aus. "Mir gefällt, wie viel Wert er auf Taktik legt. Er ist einfach ein Lehrer, den ich so noch nicht hatte. Ich glaube schon, dass wir jetzt den Trainer haben, der den Bau einer Mannschaft hinbekommen kann", sagte Lahm. "Ich denke, dass wir trotz der bisherigen Ergebnisse auf dem richtigen Weg sind mit diesem Trainer. Im Vergleich zum letzten Jahr habe ich Hoffnung, weil ich Struktur erkennen kann. Man sieht eine Handschrift. Trotzdem muss sich natürlich einiges ändern."

Große Hoffnungen setzt Lahm offenbar auf den neuen Sportdirektor Christian Nerlinger, dem er zutraut, nach dem bevorstehenden Wechsel von Manager Uli Hoeneß in den Aufsichtsrat eine Wende in der Vereinspolitik einzuleiten. "Ich bin überzeugt, dass Christian ein guter Mann ist, der die Situation richtig einschätzt. Er wächst mit dieser Aufgabe, und er kann die Philosophie vorgeben", sagte Lahm. "Wenn er wirklich diese klassische Sportdirektorenstelle ausfüllen würde, wäre das gut. Die Frage wird sein, wie seine Position vom Vorstand gesehen wird."

Das vollständige Interview lesen Sie in der Samstagsausgabe der Süddeutschen Zeitung.

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(sueddeutsche.de/abur/aum)

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Leserkommentare (3)



10.11.2009 15:06:09

lokalreporter: lahm hat recht

[mein kommentar zu diesem thema auf facebook]

die struktur des fc bayern gleicht dem ursprungsszenario der generation kriegsverherrlicher. die alpha-hirschen im vorstand schauen immer nur in zwei richtungen, auf die tabelle und den eigenen nabel. sie sind knechte ihres geschundenen fussballer-egos, identifiziert mit dem mythos unbelehrbarer grossväter.

lahm hat recht und es wurde zeit, dies auch öffentlich zu sagen - wir leben nicht mehr in zeiten von vito corleone und franz-josef strauss. der paradigmenwandel ist längst im gange, verkrustetes brökelt..


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