Reisetipps Nizza

Stichworte Nizza

„Art dans la ville“

Sieben sitzende Statuen thronen auf hohen Stelen über der Place Masséna. Abends leuchten sie, wechseln sanft die Farbe - von türkis über pink bis gelb. Sie stehen für die sieben Kontinente; die wechselnden Farben drücken den Dialog zwischen den Kulturen aus. Das Kunstwerk „Conversation à Nice“ des Spaniers Jaume Plensa ist nur eins von 14 Werken internationaler Künstler, die anlässlich der Straßenbahneinweihung im November 2007 in Nizza installiert wurden. 20 m große Riesenpalmen von Jacques Vieille an der Station Pont Michel, die in Blau gehüllte Brücke am Gare Thiers von Gunda Förster, an der Station Las Planas die Glaszylinder mit der Botschaft „Ich lebe vom Wasser - es fließt“ von Emmanuel Saulnier. Entstanden ist ein riesiges Freilichtmuseum entlang der Straßenbahnlinie T1. Bei dem Projekt handelt es sich um den größten Kunstauftrag, den eine französische Stadt je erteilt hat. Infos im Office de Tourisme

Bellet

Einer der kleinsten und ältesten Weinberge Frankreichs befindet sich nahezu im Herzen Nizzas, 15 Minuten von der Baie des Anges entfernt. Die Qualitätsweine „Appellation d'Origine Contrôlée“ von Bellet, eine der ältesten kontrollierten Herkunftsbezeichnungen Frankreichs (1941), sind am linken Ufer des Var angesiedelt. Etwa 40 ha Land teilen sich die 15 Weingüter rund um das Schloss von Bellet. Von der Sonne gesättigt, bringen die Trauben fruchtbetonte Weine hervor. Aufgrund der geringen Produktionsmenge von nur 1200-1500 hl pro Jahr kommt der Wein nur in Nizza und Umgebung in Restaurants und Handel. Degustationen sind in verschiedenen Weingütern möglich.

Bergdörfer

Wie Perlen thronen sie auf den Hügeln im Hinterland: Peille, Peillon, Utelle, L'Escarène, Falicon, Colomars oder Tourette-Levens - etwa zwanzig dieser idyllischen Dörfer sind rings um Nizza zu bewundern. Die sogenannten villages perchés wurden zum Schutz gegen Räuber und Gesindel angelegt. Und heute? Sind sie ein ideales Ausflugsziel. Bummeln Sie durch die schmalen Gassen und über die Märkte, um die lokalen Spezialitäten - Olivenöl, Honig, Schafskäse - zu kosten. Entdecken Sie die Werkstätten und Ateliers der Handwerker und Künstler oder die Schätze, die in einigen Kirchen bewahrt sind. Und dazu gibt es die wunderbaren Ausblicke auf die Landschaft rings um die Dörfer. Am spektakulärsten ist der Blick vom Klettersteig Via Ferrata in Peille. Info:Bar L'Absinthe (6 rue Félix Faure | Peille | www.peille.free.fr).

Frische Brise

Erstaunt bemerken Besucher in Nizzas Altstadt, dass die Luft immer kühl ist. Und das selbst bei größter Hitze. Die Konstruktion der Straßen und Gebäude in und um die Altstadt wirkt wie eine natürliche Klimaanlage. Wie durch einen Kamin wird die warme Luft über der Stadt abgesaugt und frische, kühle Luft über drei Landschaftsbereiche angesaugt: das Meer, den Fluss Paillon und die waldbewachsene Colline du Château. Eine Luftselbstregulierung - alt und doch hochmodern, ökologisch und ökonomisch!

Karneval

Es regnet Mimosen, Margeriten und Nelken, wenn auf der Promenade des Anglais die weltberühmte „Blumenschlacht“ (Bataille de Fleurs) stattfindet. An die 100000 Blumen werden von den bunten Wagen ins Publikum geworfen, ein farbenfrohes, duftendes Spektakel! Erste Erwähnungen des Karnevals stammen aus dem Jahr 1294. Das Fest in seiner heutigen Form geht auf das Jahr 1873 zurück, als der erste Karneval mit Paraden, Reiterzügen und Maskenbällen gefeiert wurde. Kunstwerke sind die riesigen Figuren, die heute die Wagen der Karnevalsumzüge schmücken.

Nissart

„Bouonjou“ - das heißt „Bonjour“ und ist Nissart. Die Sprache, die in Nizza und Umgebung bis heute von Einheimischen gesprochen wird und die im Stadtbild unübersehbar ist: Restaurants, Straßennamen und am Ortseingang das Schild „Nissa“. Nissart ist eine romanische Sprache, die der okzitanischen Sprachgruppe angehört. Okzitanisch wird im südlichen Drittel Frankreichs gesprochen. Einer unter mehreren Dialekten des Okzitanischen ist Nissart. Und natürlich sind die Einwohner sehr stolz auf ihre Sprache! Theater- und Musikgruppen tragen dazu bei, sie am Leben zu erhalten. Amtssprache ist allerdings Französisch.

Catherine Ségurane

Von einer einfachen Wäscherin zur Volksheldin: Catherine Ségurane, die Retterin von Nizza. 1543 belagerten die mit dem französischen König Franz I. verbündeten Türken die Stadt. Laut der Legende führte Catherine die Bürger in die Schlacht gegen die Angreifer. Sie entblößte ihr Hinterteil, was die türkischen Feinde so sehr beleidigte, dass sie die Flucht ergriffen. Séguranes Existenz wurde nie bewiesen. Dennoch wurde sie zur Symbolfigur Nizzas. 1923 setzte die Stadt ihr zu Ehren an der Place Saint-Augustin ein Denkmal.

Straßenbahn

Eine Straßenbahn für Nizza. Bis 2013 will die Stadt ein Straßenbahnnetz von 35 km Länge geschaffen haben; 8,7 km sind bereits fertig. Die Linie T1 fährt seit 2007. Das Projekt kostet 560 Mio. Euro, doch die Einwohner sind zufrieden: ein richtiger Schritt in die Zukunft, so das allgemeine Echo. Ein modernes öffentliches Verkehrsnetz und eine sinnvolle Maßnahme, die Innenstadt für Fußgänger zu öffnen und für Autos zu schließen. Dazu kommt, dass Straßen und Plätze im Zuge der Baumaßnahmen herausgeputzt, Bänke aufgestellt und Bäume gepflanzt werden. | www.tramway-nice.org