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NS-Verbrechen:Gedenken an polnische Opfer

Für den vom Bundestag beschlossenen Ort des Gedenkens an polnische NS-Opfer soll im Spätsommer ein Konzept vorliegen. Dreieinhalb Monate nach dem Beschluss des Bundestages nahm am Mittwoch eine Expertenkommission unter Leitung des früheren deutschen Botschafters in Polen, Rolf Nikel, ihre Arbeit auf. "Dieser Ort des Erinnerns und der Begegnung muss historisch und zukunftsgewandt zugleich sein, deutsch-polnisch und europäisch", sagte Außenminister Heiko Maas (SPD), der an der Sitzung teilnahm. Nach jahrelangen, teils kontroversen Debatten hatte der Bundestag sich Ende Oktober dafür ausgesprochen, "an prominenter Stelle in Berlin einen Ort zu schaffen, der im Kontext des besonderen deutsch-polnischen Verhältnisses den polnischen Opfern des Zweiten Weltkrieges und der nationalsozialistischen Besatzung Polens gewidmet ist". Zugleich solle er ein "Ort der Begegnung und Auseinandersetzung mit der Geschichte" sein.

© SZ vom 11.02.2021 / dbr

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