Liechtenstein verpasst seinen Banken strengere Auflagen. Aber auch die bankenunabhängigen Treuhänder müssen reguliert werden.
Ein Kommentar von G. Zitzelsberger
Krisenstimmung in Liechtenstein: Ein Abkommen mit Washington hebelt das Liechtensteiner Bankgeheimnis aus. Jetzt fliehen die US-Steuersünder aus der Steueroase.
Von G. Zitzelsberger und U. Ritzer
Wenn ein Name in Deutschland als Synonym für die Gier der Manager steht, dann ist es Klaus Zumwinkel. Nun wird der Ex-Post-Chef angeklagt.
Von H. Leyendecker u. J. Nitschmann
Neue Liechtenstein-Steuerverfahren betreffen meist Verdächtige aus Süddeutschland. In den neuen Bundesländern wurden insgesamt nur neun Verfahren eingeleitet.
Von Hans Leyendecker
Radikaler Strategieschwenk: Das Fürstentum Liechtenstein setzt künftig stärker auf legales Geld - und senkt dazu die Gewinnsteuer für Unternehmen.
Von Gerd Zitzelsberger
Brisante Unterlagen bringen weitere Details der Liechtenstein-Affäre ans Licht: Staatsanwälte ermitteln in 966 neuen Fällen - und zeichnen ein Sittengemälde deutscher Steuersünder.
Von H. Leyendecker und J. Nitschmann
Weil ihre Daten den Fahndern seit vergangener Woche vorliegen, zeigen sich viele Kunden der LLB-Bank selbst an - ob noch rechtzeitig, ist umstritten.
Von Hans Leyendecker
Das Bankgeheimnis Liechtensteins und der Schweiz wird eingeschränkt. Deutsche und andere europäische Behörden erhalten aber auch künftig nicht so weitreichend Auskunft wie der amerikanische Fiskus.
Von Gerd Zitzelsberger
Nach der Steueraffäre um Stiftungen aus Liechtenstein sind nun auch Daten aus der Schweiz aufgetaucht: Ein Unbekannter soll den baden-württembergischen Steuerbehörden Daten über 30.000 Schweizer Bank-Konten angeboten haben.
Die Liste der Steuerhinterzieher wird immer länger: Die Steuerfahndung Wuppertal verfügt nicht nur über eine, sondern über vier DVDs mit brisantem Datenmaterial. Das könnte nun auch Anleger aus Österreich, Spanien und Frankreich massiv in Bedrängnis bringen.
Von Johannes Nitschmann und Hans Leyendecker
Liechtenstein macht Druck: Die deutschen Behörden sollen bei der Fahndung nach dem mutmaßlichen Tippgeber zur Aufdeckung des größten Steuerskandals in der Geschichte der Republik helfen. Der leidet Höllenqualen.
Von Uwe Ritzer
Steuerparadies Liechtenstein: Die Regierung des Fürstentums pocht vehement auf das System der Privatstiftungen - und will den "Schutz von Privatsphäre und Eigentum" sogar noch weiter verstärken, wie aus einer bislang nicht veröffentlichten Regierungsvorlage für den Landtag hervorgeht. Das Ziel ist klar: Aus dem Ausland soll noch mehr Geld kommen.
Von Uwe Ritzer
Die Steuerfahnder nehmen sich jetzt die großen Fälle vor: In der Steueraffäre Liechtenstein soll nach Ostern eine zweite Welle von Durchsuchungen beginnen.
Von Johannes Nitschmann und Hans Leyendecker
Die EU-Finanzminister müssen über die Fragwürdigkeit des Bankgeheimnises entschiedener diskutieren: Nicht als Neid- sondern als Rechtsstaatdebatte.
Ein Kommentar von Hans Leyendecker
Wenn der Chef nach knapp 19 Jahren leise "Servus" sagt: Ex-Post-Chef Klaus Zumwinkel hat eine letzte Runde durch den Post-Tower Bonn gedreht und sich von seinen Mitarbeitern verabschiedet - emotionsgeladen.
Die Liechtensteiner Affäre um Steuerhinterziehungen hat weit größere Dimensionen als angenommen: Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung hatten die Ermittler mehrere Tippgeber. Der frühere Postchef Klaus Zumwinkel und sein Bruder Hartwig sollen angeklagt werden.
Von H.Leyendecker, N. Richter und J.Nitschmann
Die Steuerflüchtlinge in der Liechtenstein-Affäre sind anders als andere Steuersünder: Die Ermittler erleben manche Überraschungen.
Von Hans Leyendecker und Johannes Nitschmann
Verweigerer, Spieler und Zahler: Steuerpsychologe Erich Kirchler weiß, warum überraschend viele Menschen bereit sind, ehrlich Steuern zu zahlen.
Interview: Hans von der Hagen
Auch in den USA wächst der Unmut über Steueroasen: Im Kongress liegt bereits ein Gesetzentwurf gegen Betrüger.
Von Hans Leyendecker und Nicolas Richter
Steuersünder aus der ganzen Welt mit Konten in Liechtenstein müssen fürchten, von ihrer nationalen Steuerbehörde enttarnt zu werden. Denn Deutschland hat angekündigt, die ominöse DVD mit den Tätern an interessierte Länder zu verschenken.
Eigentlich will Monacos Fürst bei seinem Besuch in Berlin seine Verdienste gewürdigt sehen. Doch es dürfte ein ganz anderes Thema im Vordergrund stehen: Steuern.
Von Michael Kläsgen
Die Staatsanwaltschaft des Fürstentums Liechtenstein hat im Zusammenhang mit den deutschen Steuerermittlungen gegen den mutmaßlichen Datendieb bei der Fürstenbank LGT und weitere mögliche Täter Vorermittlungen eingeleitet.
Die Beteiligung von Banken an der Steuerhinterziehung sollte stärker geahndet werden. Das Strafrecht könnte dabei helfen.
Ein Kommentar von Heribert Prantl
Der größte Steuerskandal der Bundesrepublik beschäftigt nun auch die USA: Der einflussreiche demokratische US-Senator Carl Levin pocht auf schärfere Gesetze gegen steuerflüchtige US-Bürger - und will so Steuern in Höhe von 100 Milliarden Dollar kassieren.
Er wird mit Haftbefehl gesucht, doch jetzt meldet sich Hartwig Zumwinkel erstmals zu Wort. Der Bruder des Ex-Post-Chefs Klaus Zumwinkel ließ aus Mallorca mitteilen, er habe alle Vorwürfe in der Steueraffäre aufgeklärt.
Erbprinz Alois erneuert seine Kritik: Das amtierende Liechtensteiner Staatsoberhaupt hat den Kauf von gestohlenen Bankdaten durch den Bundesnachrichtendienst abermals verurteilt.
Das Fürstentum rückt näher an die Europäische Union. Mit der Unterzeichnung einer Justizvereinbarung soll die Zusammenarbeit bei Betrugsfällen gestärkt werden.
Ein "klassischer Selbstanbieter", kein angesetzter Spitzel - Der Informant im Steuerskandal hat sich nach SZ-Informationen vor knapp zwei Jahren in einer ausführlichen E-Mail an den Geheimdienst gewandt.
Von Annette Ramelsberger
Wie die Süddeutsche Zeitung aus Ermittlerkreisen erfuhr, ist die Beweislast gegen einige Betroffene so erdrückend, dass sie mit Haftstrafen ohne Bewährung rechnen müssen. Auch Privatbanken und Kreditinstitute geraten ins Visier.
Beim Besuch in Berlin versucht der eher zurückhaltende Regierungschef Liechtensteins, Otmar Hasler, den ramponierten Ruf seines Landes wieder aufzupolieren. Den lange erbetenen Termin bei der Kanzlerin hat er nun umgehend bekommen.
Von Nico Fried
Von all den Razzien, die Steuerfahnder derzeit in Deutschland durchführen, schafft es ausgerechnet die Razzia bei Bayerns oberstem Datenschützer an die Öffentlichkeit. Mehrere hunderttausend Euro soll Karl Michael Betzl in Liechtenstein engelegt haben.
Der bayerische Datenschutzbeauftragte Karl Michael Betzl lässt sein Amt ruhen: Grund ist der Verdacht auf Steuerhinterziehung. Landtagspräsident Glück: "Ich war verblüfft."
Von Kassian Stroh und Barbara Vorsamer
Das als Steueroase geltende Liechtenstein hat bekräftigt, sein Stiftungsrecht reformieren zu wollen. Dabei verfahre der Zwergstaat nach dem Grundsatz "Zukunft hat auch Herkunft“, sagte Justizminister Klaus Tschütscher.
Vor dem Treffen der Kanzlerin mit Liechtensteins Regierungschef Hasler verschärft SPD-Chef Beck den Ton und droht notfalls mit Sanktionen. In Vaduz wundert man sich über die "deutsch-teutonische Kritik".
Post intern: In der Mitarbeiterzeitung bringt der Konzern einen Artikel über einen Führungskongress - und die schönen Ideen des gerade zurückgetretenen Vorstandschef Klaus Zumwinkel. Der mutmaßliche Steuerflüchtling erklärt, Manager müssten Werte vorleben.
Von Paul Katzenberger
Der Kleinstaat Liechtenstein erwirtschaftet ein Drittel seines Bruttoinlandsproduktes mit Finanzgeschäften - da ist Diskretion Trumpf.
Von Claus Hulverscheidt und Judith Raupp
Wenn der Staat sich im Steuerskandal auf dubiose Beweismittel stützen muss, führt das zu Problemen: Der BND wird seine Arbeit kaum im Prozess erläutern wollen.
Von Heribert Prantl
Zumwinkel schreibt in der Mitarbeiterzeitschrift der Post über Werte und die Vorbildfunktion von Führungskräften - selten hat ein Artikel so sehr die in Chefetagen offenbar gängige Doppelmoral enthüllt.
Von Hans-Jürgen Jakobs
Bereits bei Nietzsche war der Staat das "kälteste Ungeheuer". Selbst angesehene Bürger hinterziehen Steuern, weil sie ein gestörtes Verhältnis zum Staat haben.
Von Peter Bofinger
Eigentlich geht der ehemalige Lufthansa-Chef Jürgen Weber in Rente - tatsächlich ist er mächtiger denn je und regelt nun gleich dreimal die Zumwinkel-Nachfolge.
Von Jens Flottau
Bochumer Staatsanwälte ermitteln in mehreren Großstädten, ein Schwerpunkt ist München. Nach SZ-Informationen wollen die Fahnder aus Nordrhein-Westfalen bis Freitag in Bayern bleiben, um etliche Durchsuchungsbeschlüsse zu vollstrecken.
Von Alexander Krug, Susanne Höll und Johannes Nitschmann
Die Ermittlungen gegen hunderte reiche Steuersünder machen die nervös. Jetzt schaltet sich die Politik mit Warnungen und Appellen an die Moral in die Debatte ein. Tenor: "Es sind die Eliten, die das System zum Einsturz bringen."
Die Bundesregierung nahm das Rücktrittsangebot von Post-Chef Zumwinkel sofort an. Offenbar wird er auch bald als Aufsichtsratschef der Postbank und der Deutschen Telekom aufhören.
Wenn es um Steuerhinterziehung geht, taucht der Name Liechtenstein besonders häufig auf. Fragen und Antworten rund um das Modell Liechtenstein.
Von Hans von der Hagen
Er hasst Handys, liebt Charts und Netzwerke: Postchef Klaus Zumwinkel. Nun hat der langjährige McKinsey-Mann, der mit staatlichem Segen Konzerne sanierte, zum Karriereende eine Menge Probleme.
Von Hans-Jürgen Jakobs
Erst Razzia, dann Gespräche mit Ermittlern: Eskortiert von Polizisten ist Postchef Klaus Zumwinkel am Donnerstag aus seinem Wohnhaus in Köln geführt worden.