Reisetipps Barcelona

Szene Barcelona

Unser Szene-Scout

ist Dolmetscher. Seit er sein Studium in München beendet hat, lebt er in Barcelona, wo er für den ADAC arbeitet. In seiner Freizeit skatet er oder rockt die Clubszene der Mittelmeermetropole. Was ihm am besten gefällt? Der Mix aus internationalen Bewohnern, mediterranem Flair und Großstadtfeeling. Sein Lieblingsstadtteil ist das alternative El Born mit seinen Bars und Restaurants.

Design aus Barcelona

Neue Impulse aus der Modeszene

Junge Designer aus Katalonien erobern Europa und die ganze Welt mit cooler Streetwear und extravaganten, tragbaren und bezahlbaren Styles. Der Name der Stunde lautet Desigual - das Label mit seinen gleichnamigen Läden kommt frech, bunt und selbstbewusst daher. Markenzeichen sind wilde Muster und quietschige Animalprints. Fashionistas sollten auf jeden Fall in einem Desigual-Store einen Stopp einlegen (z.B. Passeig de Gràcia 47, www.desigual.com). Ebenfalls schwer angesagt bei Streetwear-Fans ist skunkfunk (Banys Nous 6, www.skunkfunk.com). Nach dem Motto „Keep it real“ gibt es lässige und erschwingliche Mode, auf die auch Stars wie Madonna und Antonio Banderas stehen. Der Anlaufpunkt schlechthin ist die jährliche Modemesse Bread & Butter Barcelona im Winter, die erst kürzlich in die Modemetropole gezogen ist. Hier präsentieren sich nicht nur bekannte Designer, sondern die Messe ist vor allem eine Plattform für junge Talente (Avenida Reina Mª Cristina s/n, www.breadandbutter.com).

Kunstvolle Hotels

Kunst und Specials

Die Verbindung aus Kunst und Unterkunft bringt neue Inspirationen für alte Schlafstätten. Der Trend geht eindeutig zu durchdachtem Design mit Eyecatcher-Faktor. Vorreiter der Bewegung ist das Claris (Pau Claris 150, www.derbyhotels.com) - die Lobby gleicht einer modernen Raum-Installation. Im Pulitzer setzt man auf die Wirkung von Licht. Interiordesigner Lazaro Rosa Violan hat dort mit coolen Effekten Hell-Dunkel-Kontraste ins Hotel gebracht (Carrer de Bergara 8, www.hotelpulitzer.es). Ein Hotspot für Minimalisten ist das Hotel Jazz, wo asiatische Kunst und eine klare Linienführung das Auge überzeugen (Pelai 3, www.barcelonahoteljazz.com).

Coole Concept-Stores

Shopping weitab des Mainstreams

Ungewöhnliche Läden mit noch ungewöhnlicheren Artikeln sind im Kommen. Shopaholics gehen ins Duduá (Calle Rossic 6, http://duduadudua.blogspot.com). Wer zum Beispiel schon immer ein Buch über Freestyle-Häkeln gesucht hat, in dem Anleitungen zum Häkeln von Sushi oder Törtchen stehen, wird hier fündig. Kein Handarbeitsfan? Es gibt auch Vinyls und andere lifestylige Teile. Retrofreunde werden im Against Augen machen. Hier regiert die Vergangenheit mit Möbeln und Lampen aus den 50er- bis 80er-Jahren (Carrer Notariat 9, www.againstbcn.com). Ein Muss zum Abschluss jeder Shoppingtour: Der Concept-Store E-Tres (Via Laietana, 20). Die Mischung aus Galerie, Atelier und Boutique ist faszinierend. Hier sind Künstler vor Ort und lassen sich gerne bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Gayxample

In-Gegend mit neuem Trend

Das trendige Wohn- und Geschäftsviertel Eixample avanciert zum Hotspot der Regenbogenszene. Europas erste Gay-Hochzeitsboutique eröffnete hier ihren Laden: Im By findet der heiratswillige Mann sein stylisches Outfit. Der Store ist clean, die Stoffe sind edel (Muntaner 22, www.bybcn.es). Weiterer Magnet für die Szene ist das Sweet Café. Live-DJ-Sessions sorgen für heiße Clubnächte (Casanova 75, http://sweetcafebcn.blogspot.com). Das Axel Hotel Barcelona lockt mit Skybar und einer pinken Lobby mit Kenzo-Stoffen (Aribau 33, www.axelhotels.com/de).

Chocolatiers

Süße Trends für ganz Spanien

Schokofans aufgepasst, in Barcelona treten innovative Chocolatiers neuerdings miteinander in kreative Konkurrenz und treiben die Schokoladenkunst einem neuen Höhepunkt zu. Star der süßen Szene ist Oriol Balaguer; filigrane Skulpturen gehören ebenso zu seinem Repertoire wie opulente Torten (Pl. Sant Gregori Taumaturg, www.oriolbalaguer.com). Ramon Morato (www.ramonmorato.com) will ihm mit experimentellen Kreationen den Rang ablaufen. Enrico Vira arbeitet wie ein Architekt (www.enricrovira.com).

Dine and Dance

Restaurants und Clubs verschmelzen

Die Clubs der Stadt warten mit einem neuen Konzept auf: erst Schlemmen, dann Feiern. Die Dine-and-Dance-Locations sind Allrounder in Sachen Entertainment. Im Club Catwalk (Ramon Trias Fargas 2-4, www.clubcatwalk.net) hat man schon während des Dinners freien Blick auf die Tanzfläche. Ein Gourmet-Highlight erwartet die Partypeople im Sugarclub. Sternekoch George Pierre verwöhnt seine Gäste mit Sardinen im Blätterteigmantel auf Tomatenspiegel. Nach dem Dinner steigt die Party im stylishen Club (Moll de Barcelona, World Trade Center, www.sugarclub-barcelona.com).

Surf this City!

Der Drachen gehört dazu

Kiten - der neue Trend im Wasser macht auch vor der Stadt nicht halt. Der Homespot der Szene liegt etwa 20 km vor Barcelona in Castelldefels. Sportlicher Meetingpoint aller Kiter ist der Club Nautic Garbi (Passeig marìtim 271-275, www.escolagarbi.com). In der dazugehörigen Kiteschule lernen Anfänger Grundkenntnisse und Könner coole Jumps. Auch im trendy Club Maritimo (Passeig marítim 17, www.clubmaritimocastelldefels.com) surft man auf der richtigen Welle. Boards und Tipps bekommt man im lässigsten Surfstore der Stadt. Das Daffi (Carrer Paris 124, Barcelona, www.daffi.com) wird von Kiteprofis betrieben, die die angesagtesten Marken anbieten.

Kunstraum

Modern Art und Interior Design

Zeitgenössisches steht hoch im Kurs. Nicht zuletzt, weil junge Künstler von unabhängigen Organisationen wie ROJO® gefördert werden, einer Art-Community, die Collaborations und Events auf die Beine stellt. Zu sehen sind die Werke im ROJO®artspace (Girona, 61) oder dem Rojo-Magazin (www.rojo-magazine.com). Und auch die Iguapop Gallery bietet aufstrebenden Künstlern eine Plattform (C/Comerç 15, www.iguapop.net). Design im öffentlichen Raum gibt's von Biosca & Botey. Die Lichtstars der Szene illuminieren Gebäude und Plätze und entwerfen funktionelle Lampen in puristischem Design (C. C. L'illa Diagonal 557, www.bioscabotey.com). Verrückte Kreationen wie ein quietschgrünes Plastik-Schaukelhuhn sind das Markenzeichen von Spaniens Designgenie Jaime Hayon und die plakativ-bunten Wohndekorationen der Renner in der Stadt (www.hayonstudio.com).