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Reiseführer Dominikanische Republik:Erlebnistouren

Jeder Zipfel dieser Erde hat seine eigene Schönheit. Wenn Sie Lust haben, die einzigartigen Besonderheiten dieser Region zu entdecken, wenn Sie tolle Tipps für lohnende Stopps, atemberaubende Orte, ausgewählte Restaurants oder typische Aktivitäten bekommen wollen, dann sind diese maßgeschneiderten Erlebnistouren genau das Richtige für Sie. Machen Sie sich auf den Weg und folgen Sie den Spuren der MARCO POLO Autoren.

Die Dominikanische Republik perfekt im Überblick

Tag 1

Verlassen Sie Santo Domingo über die Avenida Abraham Lincoln und John F. Kennedy, um zur Autopista Duarte zu gelangen. Diese führt Sie bald am Ostrand der Zentralkordillere entlang. Bei Bonao laden Raststätten mit Theken dominikanischer Speisen zur Einkehr ein. So kommen Sie gestärkt ins 530 m hoch gelegene Jarabacoa , wo Sie (sportliche) Ausflüge unternehmen und reißende Flüsse bewundern können, am schönsten vom Hotel Jarabacoa River Club & Resort aus.

Tag 2

Nach diesem Höhenabstecher geht es zurück ins Cibaotal zur Autopista Duarte. Fädeln Sie sich Richtung Santiago de los Caballeros ein; die Wirtschaftsmetropole des Landes kündigt sich bald mit dichter Besiedlung, Hochhäusern und schließlich dem spitz aufragenden Monumento a los Héroes de la Restauración an. Fahren Sie direkt auf dieses Denkmal für die Unabhängigkeit des Landes von Haiti zu: Am Parque Monumento gibt es gute Parkmöglichkeiten; das Altstadtzentrum erreichen Sie zu Fuß über die abzweigende Calle del Sol. Um das Centro León zu besuchen, verlassen Sie den Parque Monumento mittags über die im Norden rechts abzweigende Avenida República Argentina, biegen dort links in die Avenida Salvador Estrella Sadhalá ein und an der übernächsten großen Kreuzung rechts in die Avenida 27 de Febrero Richtung Tamboril. Den modernen Bau der Tabakdynastie Jimenes sehen Sie dann bald rechts.

Nun geht es direkt zum Verschiffungshafen Santiagos an der Nordküste: Fahren Sie dazu die Avenida 27 de Febrero weiter Richtung Tamboril und biegen auf die kreuzende vierspurige Avenida Circunvalación Norte Richtung Puerto Plata ein. Sie führt bis Navarrete; ab da geht es auf guter, zweispuriger Straße weiter durch die sattgrünen Ausläufer der Cordillera Septentrional zur Bernsteinküste (Costámbar) auf die breite Circunvalación Sur von Puerto Plata . Wer in der Dunkelheit ankommt, findet nach ca. 4 km auf der rechten Seite das beleuchtete Hotel Sunshine mit bewachtem Parkplatz.

Tag 3

Nutzen Sie am nächsten Tag die oft klaren Vormittage zu einer Gondelfahrt auf den Pico Isabel de Torres, von dem Ihnen die ganze Küste zu Füßen liegt. Wieder unten in der schönen karibischen Altstadt ist die Jugendstilvilla mit dem Museum für den wertvollen dominikanischen Bernstein, das Museo del Ámbar, ein Muss. Im nahen Sosúa erwartet Sie dann der wohl schönste Sonnenuntergang des Landes; genießen Sie ihn im legendären Waterfront Restaurant. Nachtschwärmer finden die besten Szenelokale des Landes im benachbarten Surfer- und Kiterparadies Cabarete .

Tag 4

Die Küste wird weiter östlich immer rauer. In Río San Juan erzählen hohe Karstfelsen von bewegter Erdgeschichte, von Höhlen und unterirdischen Flüssen. Einer von diesen tritt mitten im Ort ans Tageslicht und lässt sich im Ausflugsboot durch Mangrovenwald bis zum Meer verfolgen (aber den Mückenschutz nicht vergessen!). Weit übers Meer geht der Blick danach, wenn Sie im hoch auf Felsen gelegenen Catalina Inn vor Cabrera übernachten.

Tag 5-6

Entlang der windgepeitschten Nordostküste kommen Sie am nächsten Tag via Nagua zur Halbinsel Samaná. Der beim Flughafen El Catey beginnende, mautpflichtige Boulevard Turístico del Atlántico bringt Sie direkt in das legendäre Aussteigerdorf Las Terrenas , das längst vom internationalen Jetset entdeckt wurde. Dagegen ist Las Galeras mit seinen Fischbratküchen am Strand ein kleiner Traum. Gut untergebracht sind Sie hier im Hotel Las Galeras an der Kreuzung links. Falls gerade die Zeit liebestoller Buckelwale (ca. Mitte Januar bis Ende März) in der Samanábucht ist, dürfen Sie sich das Erlebnis, sie vom Boot aus zu beobachten, nicht entgehen lassen! Gute Bootstouren gibts im nahen Santa Bárbara de Samaná , die üppige tropische Vegetation der Halbinsel lernen Sie am besten während eines Spaziergangs oder Ritts zum Salto El Limón kennen.

Tag 7-8

Abschied von der Halbinsel Samaná: Starten Sie früh Richtung Sánchez, denn es steht eine größere Strecke bevor: Nach dem Flughafen El Catey fahren Sie auf der Autopista del Nordeste bis hinunter an die Südküste. Am Ende wechseln Sie auf die Autopista Las Américas Richtung Aeropuerto und Boca Chica .

In Boca Chica tauchen Sie in pralles dominikanisches und touristisches Leben ein. Vor allem am Wochenende quillt der schmale Strand von Urlaubern und Wochenendgästen aus Santo Domingo fast über. Fahren Sie daher am besten noch eine Stunde weiter in das idyllischere Bayahibe und übernachten dort in der Villa Iguana. Vorteil: Hier lockt am nächsten Morgen ein herrlicher Tagesausflug zu den Traumstränden der Isla Saona .

Tag 9

Die puderfeinen, weißen Palmenstrände von Bayahibe und Saona gaben schon einen Vorgeschmack auf die berühmte Costa de Coco mit ihrer kilometerlangen All-inclusive-Hotelmeile in Bávaro-Punta Cana. Nicht umsonst wurde sie die meistbesuchte Region der Karibik. In El Cortecito oder Cabeza de Toro kommt man gut an den Strand und findet kleine Hotels.

Tag 10

Sie mögen es lieber überschaubarer und dörflicher? Dann werden Sie weiter nördlich aufatmen: Reisfelder, Baumwollplantagen, Viehweiden vor der Silhouette der Cordillera Oriental begleiten die Fahrt Richtung Miches. Dort wohnen Sie im Cocoloco Beach Club direkt am Strand.

Tag 11

Freuen Sie sich zum Abschluss auf einen Höhepunkt der Tour: die Überquerung des Küstengebirges auf der Schotterstraße von Miches nach El Seibo . Die Straße zweigt in Miches von der Hauptstraße in Höhe eines roten Eckhauses links ab und steigt steil den Berg hinauf, dicht vorbei an den oft freundlich winkenden Bewohnern ärmlicher Häuschen. Lassen Sie sich Zeit und genießen Sie auf der weiteren Fahrt die phantastischen Ausblicke auf die Küste! Nach einer guten Stunde Berg-und-Tal-Fahrt grüßt Sie schließlich der Bronzestier von El Seibo , das Wahrzeichen dieses alten Zentrums der Viehwirtschaft mit einer schönen, alten Kirche links im Ortszentrum. Rechts geht es dann auf guter Straße via Hato Mayor zurück auf die Autobahn nach Santo Domingo .

Höhepunkte im Hinterland der Nordküste

Sie verlassen Cabarete Richtung Río San Juan und biegen in Sabaneta de Yásica rechts Richtung Moca ab. Bald passieren Sie die Zufahrt zum verträumt auf einem Hügel gelegenen Blue Moon Retreat, bevor sich die Straße mit schönen Ausblicken in Palmentäler weiter über Jamao al Norte bis La Cumbre auf der Südseite der Cordillera Septentrional windet. Genießen Sie dort in einem der Restaurants den großartigen Ausblick über das größte Binnental der Karibik, das fruchtbare Cibaotal, z.B. im Caffeto .

Danach geht es bergab direkt hinein in das Tal, zuerst an der ersten Kreuzung links nach Moca . In der Hauptstadt der Provinz Espaillat wurde 1842 nach der Unabhängigkeit von Haiti die erste Verfassung der Republik verfasst. Den Beinamen "La Villa Heroica" aber trägt sie, seit Männer dieser Stadt die heldenhafte Tat vollbrachten, das Land im Jahr 1899 vom Diktator Ulises Heureux zu befreien. Tauchen Sie hier in kleinstädtischen Alltagstrubel ein und schauen sich die kostbare Ausstattung der Kirche Sagrado Corazón de Jesús des italienischen Salesianerordens an - sie birgt u.a. Leuchter aus Muranoglas und Altäre aus Carraramarmor!

Weiter geht es auf der Landstraße 21 Richtung La Vega; kleine Häuser in blühenden Gärten säumen die Straße. Jetzt müssen Sie auf das kleine Schild "Pueblo Viejo" achten, sonst verpassen Sie die rechts zwischen einer schlichten Kirche (Haus mit Kreuz) und einer Polizeistation gelegene Zufahrt zu den Ruinen von Parque Histórico La Vega Vieja . Die alten Steine und Mauern beschwören die Zeit von Kolumbus, den ersten Indianeraufständen und Indianertaufen - so auch auf dem nahen Santo Cerro , der sich mit seiner massiven Pilgerkirche bald hinter den Ruinenresten erhebt. Dort oben bei der Wallfahrtskirche können Sie die Ebene schön überblicken.

Folgen Sie dann links dem Schild "Autopista Duarte" und fädeln Sie sich unten rechts Richtung Santiago ein. Die zweitgrößte Stadt des Landes ist das wirtschaftliche Herz des Cibaotals - und in ihrem Vorort Tamboril ist die Tabakindustrie beheimatet. Nehmen Sie kurz vor der City von Santiago die rechte Abbiegerspur Richtung Puerto Plata; so kommen Sie auf die Avenida Sadhalá, von der Sie an der zweiten großen Kreuzung erneut rechts auf die Avenida 27 de Febrero Richtung Tamboril abbiegen. Diese fahren Sie ca. 7 km, unterqueren die Schnellstraße nach Puerto Plata und sehen dann rechts die Einfahrt zum Parque Industrial Tamboril mit der Zigarrenfabrik La Aurora.

Für die Rückfahrt kehren Sie um und fahren rechts hinauf auf die Schnellstraße Richtung Puerto Plata; so kommen Sie am schnellsten zurück nach Cabarete , denn die näher erscheinende Straße 25 über Tubagua ist leider in sehr schlechtem Zustand und zur Hälfte kaum befahrbar.

Tiere, Strände, Nationalparks: in der Heimat Enriquillos

Tag 1

Verlassen Sie Santo Domingo westwärts über die Avenida George Washington (Malecón) und biegen gegen Ende rechts in die Avenida Luperón ein, um im großen Kreisverkehr dann wiederum westwärts in die Avenida 27 de Febrero zu fahren; ordnen Sie sich dort rechtzeitig rechts für die Auffahrt zur vierspurigen Autopista 6 ein. Die Autobahn endet kurz vor Baní; die rechtwinklig angelegte Kleinstadt durchfahren Sie geradewegs und gelangen so auf die Carretera 2 Richtung Barahona. Ein Halt an der bald folgenden Cruce de Ocoa ist ein Muss, denn an dieser großen Raststätte ist die Auswahl an typisch dominikanischen Speisen groß und Sie können sie sich in Vitrinen ansehen.

Mit wachsender Entfernung von Santo Domingo nimmt der Verkehr ab; am Straßenrand sehen Sie bald Stände mit Zwiebeln, ein wichtiges Handelsprodukt der 1751 nach einem Erdbeben neu erbauten Stadt Azua . Zu den Resten ihres 1504 gegründeten Vorgängers führt unmittelbar vor dem Parque Central der Stadt links die Calle Bartolomé Pérez: Das kleine Trümmerfeld liegt im Ortsteil Pueblo Viejo zwischen Einfamilienhäusern (es gibt leider keine Schilder - fragen Sie!). Von der Kirche, in der Enriquillo nach seiner Begnadigung durch Karl V. bestattet worden sein soll, sind nur noch die Grundmauern erhalten.

Sie wollen mehr über die Taíno wissen? Fahren Sie dazu weiter Richtung Westen und bald halb rechts hinauf in die Berge nach San Juan de la Maguana . Hier lag früher das Zentrum der Reiche Maguana und Jaragua der indianischen Häuptlinge (Kaziken) Caonabó und Anacaona. Die Statue von Caonabó, den die spanischen Eroberer überrumpelten und gefangen nahmen, grüßt Sie im Parque Caonabo in Gestalt einer lebensgroßen Bronzefigur. Seiner beliebten, von den Spaniern später gehenkten Ehefrau wurden die Avenida Anacaona und die Plaza Anacaona gewidmet. Die Taínofürstin thront dort auf einem sogenannten duho, einem Kazikenschemel, umgeben von Wandmalereien mit Szenen aus dem Taínoleben.

Ein Abstecher stadtauswärts führt auf der Avenida Anacaona nach ca. 2 km zum großen, von alten Bäumen umstandenen Corral de los Indios . Auf der ehemaligen Zeremonienstätte grasen heute Kühe und Pferde, früher aber war dies ein wichtiger Versammlungsplatz und vielleicht sogar Schauplatz jenes Massakers der Spanier an den Inselkaziken, dem Enriquillo als Kind entkam.

Tag 2

Folgen Sie am nächsten Tag weiter seinen Spuren über die Straße 50 via Rancho Copey und Galván nach Neiba und geradeaus weiter Richtung Jimaní bis zum Lago Enriquillo. Nach Postrer Río weist ein Schild auf die rechts im Hang liegende Höhle Las Caritas mit den eingeritzten "Gesichtchen" aus der Taínozeit. Nutzen Sie die steile Treppe, um sich diese schöne Höhle aus der Nähe anzusehen! Schamanen der Taíno traten hier in Kontakt mit ihrem Sonnengott; es heißt auch, hier habe sich Enriquillo vor seinen Verfolgern versteckt. Wenige Meter weiter warten dann auf dem Besucherparklatz für Bootsausflüge auf die Krokodilinsel Isla Cabritos schon halb zahme Nashornleguane auf mitgebrachte reife Bananen. Plakate im Informationszentrum erläutern anschaulich die Entstehung des Sees; Ranger am Nationalparkeingang (Eintritt 100 Pesos) besorgen Ihnen Bootsführer für einen Ausflug auf die Insel (1 Std. ab 2500 Pesos). In La Descubierta gibt es einfache Unterkünfte und colmados, typisch dominikanische Tante-Emma-Läden, zum Einkaufen.

Tag 3

Tags darauf geht es zunächst zurück bis Neiba und dort im Zentrum rechts ab quer durch die Enriquillosenke. Am Ende, bevor Sie links Richtung Barahona abbiegen, lohnt die stattliche, lebensgroße Bronzestatue von Enriquillo einen Fotostopp. Anschließend lockt eine Bootsfahrt: Achten Sie auf der linken Seite auf das Hinweisschild zur artenreichen Süßwasserlagune Laguna del Rincón , einem Rastplatz für Zugvögel, wo Sie u.a. Lotosblumen und endemische Schildkröten bestaunen können. Via Cabral und Cachón, das Dorf der Stühlebauer, ist die Hauptstadt des Südwestens, Barahona , dann schnell erreicht.

Tag 4-5

Mit ihr beginnt zugleich die Costa Sur mit ihrer in die steile Ostküste der Halbinsel Baoruco gebauten Panoramastraße. Baoruco hieß der hier beheimatete Kazike, der Vater Enriquillos. An den Hängen kleben kleine Orte wie Paraíso, Sitz der Ausflugsagentur Ecotour, mit der Sie Touren in die Region unternehmen können, wie sie in eigener Regie nicht möglich wären. Eine von schönen Sandbänken und Palmen gerahmte Flussmündung sowie kleine Restaurants und Bars laden dann in Los Patos zum Halt ein.

Am Ende der Costa Sur erwartet Sie ein Paradies für Tiere: der Parque Nacional Jaragua . Flamingos sieht man oft schon vom Aussichtsturm in der Laguna Oviedo; zu Brutinseln und anderen Schätzen bringen die Führer vom Infozentrum. Übernachten können Sie in Pedernales ; der Grenzort zu Haiti ist der ideale Ausgangspunkt für Ausflüge zum Hoyo de Pelempito und für die Bootsfahrt zur Bahía de Las Águilas , dem Höhepunkt dieser Tour, denn hier liegt der schönste, gänzlich unbebaute Strand des Landes.

Auf Kolumbus’ Spuren an der Nordküste

Tag 1-2

Schon der Ausgangspunkt Puerto Plata erinnert an Kolumbus. Auf seiner ersten Reise taufte er den Hausberg Monte Plata ("Silberberg"), woraus später Puerto Plata wurde. Für die Tour auf seinen Spuren verlassen Sie die Stadt auf der Circunvalación Sur westwärts über Costámbar, Cofresí und Maimón. Vor Imbert geht es dann zwischen Zuckerrohrfeldern rechts ab nach Luperón. Den für seine hurrikansichere Bucht berühmten Seglerort durchfahren Sie und kommen so aufs Kap Isabela und zu den Ruinas de La Isabela , dem ersten spanischen Ort in Amerika.

Die Bucht, in der diese erste Delegation - 1200 Spanier, darunter Geistliche, Geografen und goldgierige Hidalgos - mit ihren 17 Schiffen Ende 1493 ankerte, ist heute Mangrovenwildnis, in der noch manatís (Seekühe) leben. Um sie zu erreichen, müssen Sie - bis zur Fertigstellung der Brücke über den Río Bajabonico - noch einen Umweg machen: Fahren Sie nach El Estrecho zurück und biegen dort rechts Richtung Estero Hondo und Punta Rucia ab. Bald nach dem Ort Estero Hondo öffnet sich der Blick auf eine schöne Bucht mit der Playa Ensenada. Hier starten Boote in das Santuario de Mamíferos Marinos de Estero Hondo . Achten Sie darauf, dass die Bootsführer für die Fahrt in das Schutzgebiet der Seekühe eine Lizenz der Umweltbehörde vorweisen können!

Im folgenden Punta Rucia können Sie dann noch urkaribische Atmosphäre genießen, in einfachen Lokalen frischen Fisch mit Blick auf das Meer essen und am nächsten Tag einen Ausflug auf die kleine Strandinsel Cayo Arena (auch Cayo Paraíso genannt) unternehmen.

Tag 3

Weiter geht es auf den Spuren der ersten Eroberer unter Kolumbus, nun nach Los Hidalgos (auch Mamay genannt). Der Name Los Hidalgos erinnert an den ersten Eroberungszug der Spanier auf der Insel. Die Straße schraubt sich danach über den Höhenzug der Cordillera Septentrional und mündet in die Carretera 1, die das breite Mündungstal des Río Yaque del Norte bis Montecristi begleitet. Durchfahren Sie die Grenzstadt zu Haiti und ehemalige Bananenstadt geradeaus, überqueren den vierspurigen Boulevard aus der Zeit der Grenada Fruit Company und folgen im Parque Central mit dem Uhrturm dem Schild "Club Náutico" nach rechts zur Playa Juan de Bolaños. Bald öffnet sich der Blick auf die Salinen und den Tafelberg El Morro. In seinem Rücken locken Mangrovenwälder zu Bootsausflügen. Nicht verpassen: Fisch essen im Coco Mar!

Tag 4

Südlich von Montecristi formen der Río Yaque del Norte und die aus der Zentralkordillere im Süden kommenden Flüsse Dajabón und Chacuey das größte Mündungsdelta der Karibik. Sie durchfahren es auf dem Weg nach Dajabón . Der Grenzort zu Haiti liegt am Río Dajabón, der auch Río Masacre genannt wird: Der gruselige Name erinnert an das Massaker an den spanischen Bürgern durch die Truppen Toussaint L'Ouvertures im Jahr 1795 und die Ermordung zahlloser Haitianer unter Diktator Rafael Leónidas Trujillo im Jahr 1937.

Während der Markttage kommt halb Haiti rüber und die Stadt quillt über von billigem Warenangebot aus dem Nachbarland. Zum Übernachten empfiehlt sich das Hotel Masacre.

Tag 5

Die Silhouette ansteigender Berge grüßt Sie bald nach dem Verlassen von Dajabón über die Calle Duarte in südlicher Richtung. Ein Abstecher führt Sie an der Abzweigung nach Sabaneta vorbei geradeaus nach Loma de Cabrera , wo der Río Dajabón über Felsstufen in schöne, von der Natur ausgewaschene Badepools fließt und Sie nach 8 km durch liebliche Vorgebirgslandschaft bei Capotillo das 1986 errichtete Monumento Capotillo zu Ehren der Kämpfer in den Restaurationskriegen erreichen.

Anschließend geht es zunächst auf gleichem Weg zurück Richtung Dajabón bis zur Abzweigung scharf rechts auf die Straße 18 Richtung Sabaneta. Diese bringt Sie durch leicht hügeliges Vorgebirgsland und kurz vor Piedra Blanca zur Brücke über den leider hoch überwachsenen Río Chacuey. Von einem Abstieg zur Uferböschung und den etwa 100 m weiter flussaufwärts liegenden Steinen voller magischer Taíno-Ritzfiguren sollten Sie deshalb aus Sicherheitsgründen Abstand nehmen.

Weiter auf der Straße 18, kommen Sie quer durch das Flusstal des Río Yaque del Norte nach Mao bis zur Carretera 1; hier biegen Sie rechts ab und fahren via Navarrete zurück nach Puerto Plata .

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Lateinamerika fasziniert Gesine Froese nicht erst seit 1992. Doch damals kündigte sie ihre Redakteursstelle und flog über den Ozean, um sich als freie Korrespondentin auf ihr Lieblingsthema zu spezialisieren. Kaum ein Land, das sie dort nicht gründlich bereiste. Aber über keines schrieb sie so viele Artikel und Bücher wie über ihr liebstes Ziel: die Dominikanische Republik. Schließlich fing dort alles an – auch für sie.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de