Reisetipps Masurische Seen

Sehenswertes Masurische Seen

Region: Pisz (Johannisburg)

Johannes-der-Täufer-Kirche

Als historisches Denkmal erhalten ist die wiederaufgebaute Fachwerkkirche Kościół Św. Jana Chrzciciela aus dem 19. Jh. schräg gegenüber dem Marktplatz. Johannes der Täufer ist der Schutzpatron der Stadt. | ul. Kościuszki

Rathaus und Marktplatz

Auf dem einstigen Markt (plac Daszyńskiego) stehen aus der Vorkriegszeit nur noch das Rathaus und einige Bürgerhäuser. Im Rathaus ist ein sehr sehenswertes Heimatmuseum untergebracht (Muzeum Ziemi Piskiej | Di-So 8-16 Uhr), Schwerpunkt der Ausstellung ist die Tier- und Pflanzenwelt der Johannisburger Heide. Der Leiter des Museums, Dietmar Serafin, entstammt einer alten masurischen Familie und spricht deutsch.

Region: Szczytno (Ortelsburg)

Evangelische Kirche

In der Barockkirche (1718) finden im Sommer in unregelmäßigen Abständen Konzerte mit alter Kirchenmusik statt. | ul. Warszawska

Schloss

Ruine der gotischen Ordensburg aus dem späten 14. Jh., in der Nähe des Bootsanlegers. Beim Schloss liegt auch das Mazurskie Muzeum (Mai-Sept. 9-17, Okt.-April 9-16 Uhr) mit seiner umfangreichen volkskundlichen Sammlung.

Region: Mrągowo (Sensburg)

Stadtzentrum

An der ul. Warszawska, der ul. Ratuszowska und der ul. Królewska, stehen noch heute einige sehenswerte Patrizierhäuser aus dem 19. Jh., darunter auch ein paar mit gut erhaltener klassischer Jugendstilfassade. Die Evangelisch-Augsburgische Kirche (18. Jh.) an der ul. Kościelna hat eine moderne Innenausstattung, und an der ul. Królewska beten die Menschen in der imponierenden neogotischen St.-Adalbert-Kirche im römisch-katholischen Ritus.

Am plac Kajki befindet sich im Rathaus das Regionalmuseum. Dort ist unter anderem eine Ausstellung zum historischen Sensburg zu sehen. Ein paar Schritte weiter kann man in einem zweiten Museumsgebäude eine Ausstellung über den Heimatdichter Ernst Wiechert besuchen (in der Saison Di-Fr 9-17 Uhr, sonst Mo-Fr 10-16 Uhr).

Góra Czterech Wiatrów

Einer der schönsten Aussichtspunkte der Masurischen Seenplatte liegt auf der Halbinsel, die in den Jezioro Czos, den Schoß-See, hineinragt. Vom höchsten Punkt aus hat man einen Panoramablick in alle Himmelsrichtungen. Nicht umsonst heißt diese Stelle „Berg der vier Winde“. Am besten gelangt man über einen Feldweg dorthin, der von der Straße Mrągowo-Mikołajki nach ca. 4 km abzweigt.

Region: Sztynort (Steinort)

Mausoleum und Friedhof derer von Lehndorff

Zwar kann man das Schloss selbst nicht besichtigen, doch durch den verwilderten, aber immer noch schönen Eichen-, Linden- und Buchenpark führt ein Weg zur Grabkapelle und zum Friedhof der Familie von Lehndorff. Auf den verwitterten, zum Teil schon umgestürzten Grabsteinen sind die Inschriften aus dem 19. und 20. Jh. noch recht gut lesbar.

Region: Węgorzewo (Angerburg)

Muzeum Kultury Ludowej

Das Museum der Volkskultur ist über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt, da hier nicht nur das übliche Kunsthandwerk der Gegend gesammelt und gezeigt, sondern die Volkskultur aktiv gepflegt wird. Im Museumslädchen haben Sie die Qual der Wahl unter landestypischen Souvenirs: eine der schrägen Schnitzfiguren oder den mit bunten Bauernmotiven bemalten Tonteller? | ul. Portowa 1 | Mo-Fr 8-18, Sa, So 10-15 Uhr

Ordensburg

Beim ersten Hinsehen erkennt man nicht, dass es sich um eine Burg handelt. Das mitten in der Stadt am Młynski-Kanal gelegene ockerfarbene Gebäude erinnert eher an eine Kaserne oder einen großzügig geplanten Wohnblock. Tatsächlich hatten die Ordensritter nach der Vertreibung der Pruzzen im 14. Jh. keine Wehrburg mit Verteidigungsanlagen gebaut. Im 15. Jh. verpfändeten sie das Gebäude und zogen wieder davon. Die Burg kann nur von außen besichtigt werden.

Region: Ełk (Lyck)

Schmalspurbahn

Wenn die schnaubende kleine Dampflok gemächlich durch die sanfte Wald- und Wiesenlandschaft zuckelt, fühlt man sich glatt in die Lenz-Erzählung „Eine Kleinbahn namens Popp“ zurückversetzt. Auf der 1910-17 gebauten Strecke (75 cm Spurweite) erreicht man innerhalb von einer Stunde Zawady (Sawaden) im Südosten von Ełk oder in zwei Stunden Turowo (Thurowen) im Nordwesten. (Juni-August jeden Sa 10 Uhr ab Ełk | 15 Zł.). Man kann schon für eine kleine Gesellschaft Sonderfahrten buchen mit Zwischenstopp für ein Picknick am See.

Das 1918 erbaute Betriebswerk des Bahnhofs Ełk ist heute ein Freilichtmuseum, in dem vier alte Dampflokomotiven auf Schmalspurfans und andere Bewunderer warten. | Information: ul. Wąski Tor 1 | Tel. 078/6100000

Region: Krutyń (Krutinnen)

Muzeum Przyrodnicze

Das kleine Naturkundemuseum befindet sich im Gebäude des Landschaftsparks Masuren am Busbahnhof. | Mai-Sept. Mo-Fr 8-15 Uhr

Region: Reszel (Rössel)

Burg der ermländischen Bischöfe

Größte Attraktion von Reszel ist die einstige Bischofsburg. Der massive Backsteinbau mit seinen Rundtürmen stammt aus dem 14. Jh. Anfangs diente er dem Bischof als Residenz, dann dem Grafen als Heim, und im 17. Jh. wurde die Burg - wohl nicht zuletzt wegen ihrer massiven Bauweise - als Gefängnis genutzt. Heute kommen die Insassen freiwillig, die Burg ist Hotel. In den Zimmern, großzügig und zum Teil gerade frisch renoviert, wohnen gern Künstler. Und in einer Galerie (Di-So 10-16 Uhr) sind regelmäßige Ausstellungen zeitgenössischer Kunst zu sehen. Auch Joseph Beuys und Günter Grass stellten hier schon aus. Vom Turm aus lässt sich ein schöner Blick auf das Städtchen genießen, wo heute die ul. Podzamcze verläuft. Sollte der Turm geschlossen sein, ist der Schlüssel zum Aussichtspunkt im Burgcafé erhältlich.

Region: Giżycko (Lötzen)

Drehbrücke

Witzig und auch ein bisschen spektakulär ist die von Hand betriebene Drehbrücke über den Lötzener Kanal, die auf dem Weg zum Kreuz des hl. Bruno liegt. Die aus der zweiten Hälfte des 19. Jhs. stammende Brücke ist die einzige ihrer Art in Polen.

Feste Boyen

Die gewaltige Festung aus der ersten Hälfte des 19. Jhs. sollte die Ostgrenze des Deutschen Reiches schützen. Ende Januar 1945 fielen der Roten Armee die Festung wie auch die Stadt Lötzen selbst kampflos zu. Nach dem Krieg diente die Festung höchst zivilen Zwecken - als Hühnerfarm, Käsereife und Getreidemagazin. Seit Mitte der 90er-Jahre wird sie restauriert und Touristen zugänglich gemacht. Eingang am Brama Giżycka, dem Lötzener Tor. Im Touristenbüro (ul. Turystyczna 1 | Tel. 087/4282959) kann man Führungen reservieren. | Besichtigung 4 Zł., Führung 30-50 Zł. je nach Gruppenstärke und Dauer (30, 60, 120 Min.)

Ordensschloss und Kreuz des hl. Bruno

Vom ehemaligen Ordensschloss aus dem 15. Jh. steht nur noch ein Flügel. Von hier aus führt die Allee ul. Lotnicza einen kleinen Berg hinauf, auf dessen Spitze sich ein großes Kreuz zu Ehren des hl. Bruno aus Querfurt erhebt, der angeblich an dieser Stelle im Jahr 1009 den Märtyrertod gestorben sein soll - die Pruzzen hatten sich gewaltsam gegen die Christianisierung gewehrt. Von der Anhöhe aus hat man einen schönen Blick auf den Löwentin-See.

Region: Ruciane-Nida (Niedersee)

Guzianka-Schleuse

Die Śluza Guzianka verbindet den Beldahn- und den Kleinen Guzianka-See und gleicht einen Höhenunterschied von 2,20 m aus. In der Urlaubssaison herrscht hier ständig reger Verkehr. Die Schleuse ist von 7 bis 21 Uhr in Betrieb, Segler bleiben also nicht im Schleusenstau stecken. Für Landratten: Die Schleuse liegt an der ul. Guzianka, wenn Sie von Ruciane aus Richtung Wejsuny fahren. Sie ist auch gut zu Fuß erreichbar.

Region: Kętrzyn (Rastenburg)

Gotische Ordensburg

Die 1329 zum Schutz vor den pruzzischen Barten und den Litauern gegründete Ordensburg ist eines der bedeutendsten Denkmale gotischer Militärarchitektur im einstigen Ostpreußen. Die Burg wurde mehrfach verwüstet, wieder auf- und umgebaut. Umgeben ist sie von einer Wehranlage mit 13 Basteien. Im Burgmuseum ist im Parterre die Reiterstandarte Friedrichs von der Groeben (1645-1712) interessant. Groeben kämpfte als deutscher Adliger im polnischen Heer unter König Johann III. Sobieski. Im Obergeschoss ist ein Saal dem Historiker Wojciech Kętrzynski gewidmet. Sehenswert ist auch die kleine Ausstellung über Rastenburg in der Vorkriegszeit. | Di-Fr 10-19 Uhr, Sa, So 10-16 Uhr

Loge der Freimaurer

Nur ein paar Schritte von der St.-Johannes-Kirche entfernt erhebt sich ein neugotisches, rechteckiges Bauwerk mit vier achteckigen Türmchen: der ehemalige Sitz der Rastenburger Freimaurerloge „Drei Tore zum Tempel im Osten“. Dieses Haus ist eines den wenigen gut erhaltenen Beispiele der Freimaurerarchitektur in Polen.

St.-Georgs-Kirche

Die Kirche - die einzige dreischiffige gotische Ziegelkirche in Masuren - mit ihrem 48 m hohen Wehrturm war Teil der Befestigungsanlagen der Stadt und wirkt selbst wie eine Burg.

Stado Ogierów

Anders als früher werden in der 1877 gegründeten Hengststation heute vor allem Kaltblüter gehalten (130 Pferde). Ursprünglich hatte man hier Trakehner gezüchtet. Man kann Reitstunden nehmen, Ausflüge in die Umgebung machen, das Gestüt mit immerhin 200 Plätzen in den Stallungen besichtigen - Führung in deutscher Sprache - und das Kutschenfahren erlernen. | ul. Bałtycka 1 | Tel. 089/7525171 | www.stadoksiaz.pl

Region: Ryn (Rhein)

Holländer-Windmühle

Wenn man die Hauptstraße Giżycko-Mrągowo entlangfährt, sieht man oben auf einem Berg eine Holländer-Windmühle aus dem 19. Jh. Sie kann leider nur von außen besichtigt werden. Von der Mühle aus hat man einen schönen Blick aufs Tal und den Ryńskie-See.

Region: Gołdap (Goldap)

Kant-Denkmal

Zu Ehren des in Königsberg lehrenden Philosophen Immanuel Kant, der seinen Freund Daniel Friedrich von Lossow um den Jahreswechsel 1765/66 besucht hatte, wurde im Stadtzentrum, hinter der Bank PKO, ein kleines Denkmal aufgestellt. Kant hat wegen seiner schwachen Gesundheit Königsberg nur wenige Male in seinem Leben verlassen.

Region: Bartoszyce (Bartenstein)

Kirche des hl. Evangelisten Johannes und der Gottesmutter von Częstochowa

Sie erreichen das älteste erhaltene Sakralbauwerk der Stadt, wenn Sie sich vom Marktplatz aus links halten und in die ul. Ofiar Oświęcimia (Straße der Auschwitz-Opfer) einbiegen. Die wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 14. Jhs. erbaute, 1678 umgestaltete und nach 1945 komplett restaurierte Kirche hat die Form einer dreiteiligen Basilika mit Presbyterium, eingefasst von Strebepfeilern. Sehenswert sind vor allem das spätgotische Kruzifix im Mittelschiff und der dreiteilige Hauptaltar.

Lidzbarker Tor/Marktplatz

Durch das einzige erhaltene Tor der Stadtmauer, das mit seinen von weitem sichtbaren Verteidigungszinnen an der Kreuzung der Umgehungsstraßen ul. Piłsudskiego und ul. Ogrodowa aufragt, gelangen Sie auf den Marktplatz von Bartoszyce, den plac Konstytucji 3 Maja. Am Lidzbarker Tor und der ul. Wybrzeże am Ende der Altstadt sind noch Fragmente der Wehrmauern vorhanden, die die Stadt im 14. Jh. umgaben. Der mittelalterliche Charakter der Altstadt ist um den Marktplatz herum ausgezeichnet erhalten, alle Straßen mit ihren Häuserblocks sind schachbrettartig angelegt.

Speicher

Vom einstigen Wohlstand der Bartensteiner Kaufleute zeugen zwei Speichergebäude aus dem 18. und 19. Jh. in der ul. Bema und der ul. Strzeleckiego. Heute wird hier allerdings kein Getreide mehr gelagert. Beide Speicher, von denen der in der ul. Bema der sehenswertere ist, sind mittlerweile zu Restaurants umgebaut worden.

Region: Mikołajki (Nikolaiken)

Stadtrundgang

Das Stadtzentrum lässt sich gut zu Fuß erkunden. Auf dem Marktplatz, dem plac Wolności, ist das Wahrzeichen der Stadt, der Król Sielaw, der „König Stint“ also, in Form eines Fontänenbrunnens unübersehbar. Zu den Sehenswürdigkeiten von Mikołajki gehört die evangelische Kirche, ein klassizistischer Bau mit auffallendem Uhrturm. Vom Marktplatz aus beginnt die Kajki-Straße, die parallel zum Nikolaiker See verläuft. Hier können Sie vorbei an niedrigen Häuschen mit bunten Bauerngärten schlendern. In der Nebenstraße ul. Dybowska finden Sie den kleinen, restaurierten jüdischen Friedhof.

Das Leben spielt sich im Sommer vor allem auf der Uferpromenade zwischen Yachthafen und Fußgängerbrücke ab. Über Mikołajkis Flaniermeile mit ihren Restaurants, Bars, rustikalen Tawernen, Souvenirläden und dem Seeblick auf viele, viele Boote liegt dann ein fast maritimes Flair.

Muzeum Reformacji Polskiej

Das kleine Museum zur Geschichte der Reformation in Polen ist untergebracht im evangelischen Gemeindehaus neben der Trinitatiskirche. Gegründet wurde es vom pensionierten Pastor von Mikołajki, einem der letzten echten Masuren des Ortes. | pl. Koscielny 4 | tgl. 9-19 Uhr

Region: Orzysz (Arys)

Rynek/Marktplatz

An der zum Marktplatz führenden Hauptstraße, der ul. Wojska Polskiego, sowie an der sie am Markt kreuzenden ul. Ełcka mit der innen bunt bemalten Herz-Jesu-Kirche ist eine Reihe von Bauten aus der Zeit der Jahrhundertwende erhalten, die noch den ursprünglichen Kleinstadtcharakter des Ortes repräsentieren.