Griechenland kommt nicht zur Ruhe: Unbekannte haben mehrere Schüsse auf einen Polizei-Wachposten abgegeben und dabei einen 21-jährigen Beamten lebensgefährlich verletzt.

Athen, Polizist, APGrossbild

Ein Polizist steht in Athen neben einem Poster, das an den getöteten 15-jährigen Schüler erinnert. (Foto: AP)

Ein griechischer Polizist ist am frühen Montagmorgen in Athen von Unbekannten niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt worden. Der Angriff richtete sich nach Angaben eines Polizeisprechers gegen einen Polizeiposten vor dem Kulturministerium in der Innenstadt. Bei der Fahndung nach den Tätern seien 72 Personen vorläufig festgenommen worden, hieß es in einer Mitteilung der Polizei.

Die Täter - es sollen nach Augenzeugenberichten zwei oder drei sein - hätten aus einer Entfernung von etwa 40 Metern auf den einen der Wachposten geschossen. Medienberichten zufolge wurden etwa 20 Schüsse abgefeuert. Zwei Kugeln trafen den 21-jährigen Polizisten an der Brust und am Bein. Ärzte äußerten sich im Rundfunk optimistisch über die Möglichkeiten, das Leben des Beamten zu retten.

Die Polizei fand am Tatort mindestens 20 Patronen, die allen Anzeichen nach aus einem AK-47-Sturmgewehr (Kalaschnikow) sowie einer 9-Millimeter-Kaliber-Pistole abgefeuert wurden, berichtete der Rundfunk weiter. Die Polizei sperrte das Gebiet ab.

In Griechenland kommt es seit dem Tod eines 15-Jährigen durch eine Kugel aus der Waffe eines Polizisten am 6. Dezember immer wieder zu gewaltsamen Protesten. Am 23. Dezember hatten Unbekannte einen Polizeibus unter Beschuss genommen.

Damals war jedoch niemand verletzt worden. Dazu bekannte sich eine unbekannte Untergrundorganisation namens "Volksaktion". Ermittlungen ergaben damals, dass die Schüsse aus zwei Kalaschnikow-Maschinengewehren abgegeben wurden.

(AP/dpa/AFP/mati/gal)

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Leserkommentare (4)



05.01.2009 13:00:08

Graswurzel: Nein, Nein, ihr versteht das alles falsch!

Es geht hier doch um die armen europäischen Jugendlichen, die alle in so einem bösen Schweine-System leben, in dem man nichts, aber auch gar nichts mehr ändern kann, und aus lauter Verzweiflung müssen die dann alles kaputt machen.

Weil sie doch keinen anderen Ausweg mehr sehen. Das muss man doch verstehen.

Wenn dann die Welt so ist wie sie richtig ist, und alle bösen Menschen tot sind, hören die auch bestimmt wieder damit auf!

Hoffentlich merken sich das die Leute nicht, denen es so richtig schlecht geht - aber die haben ja gar kein Internetz.

(Das ist ja geil, ein Schimpfworte-Aufspürdienst. Powered by Google ?)


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