Reisetipps Potsdam

Szene Potsdam

Oliver Gerhard

arbeitet als freier Journalist und Fotograf. Er ist für Reisemagazine, Tageszeitungen und Radiosender weltweit unterwegs, um die neuesten Trends und ausgefallensten Geschichten aufzuspüren. Als Berliner kennt er sich in der Szene Potsdams ebenso gut aus wie in der seiner Heimatstadt. Besonders die vielen Events und Ausstellungen dort haben es ihm angetan.

Nightlife-Hotspot

Ein Viertel mausert sich

Die Gegend rund um das Nauener Tor ist der neue Place to be. Überall findet man hippe Restaurants und Bars, wie das Hafthorn. Die angesagte Adresse ist ein Mix aus Studentenkneipe und Livemusik-Location (Friedrich-Ebert-Str. 90 | www.hafthorn.de). Direkt im Tor hat man die Wahl zwischen asiatischer Fusion-Küche im Restaurant Tao mit Jakobsmuscheln an Joghurt-Korianderdip (im Nauener Tor, Westflügel | www.tao-potsdam.de) oder französischer Haute Cuisine mit sautiertem Schweinefilet im Speckmantel auf Roquefortsauce im Petite Pauline (Friedrich-Ebert-Str. | im Nauener Tor). In der Prosecceria Rossini trifft man sich zu Aperitif oder Absacker und zu den legendären Havanna-Partys (Friedrich-Ebert-Str. 88 | www.bar-rossini.de). Auch das erste Gay-Café der Stadt hat sich als Location das Viertel um das Nauener Tor ausgesucht. Das Interior von La Leander geht von Kinosesseln über kitschig-kultige Tapeten bis hin zum Madonnenkult. Der Wirt verkauft selbst gemixte „Dr. Teufels scharfe Limonade“, mit Ingwer, Chilli und Curry. Hot und abgefahren (Benkertstr. 1 | www.laleander.de)!

Handmade

Individuell und exklusiv

Kreativität und witzige Ideen zeichnen die neuen Shops mit handgemachten Dingen aus. Ob herb oder lieblich - eine Aromatherapeutin mixt bei Bad & Balsam Düfte speziell für jeden Geschmack (Jägerstr. 11 | www.bad-und-balsam.de). Bei Classic und Design werden Gebrauchsgegenstände zu kultigen Retro- und Designobjekten, was z.B. die weißen Keramiktassen in geknickter Partybecheroptik beweisen (Benkertstr. 18 | www.classic-design-potsdam.de). Schokolade macht glücklich, besonders wenn sie wie bei Schokokunst in Form von Schokobier daher kommt (Hebbelstr. 46 | www.schokokunst-potsdam.de). Auf Hüte und Mode hat sich die Modegalerie Potsdam spezialisiert. Die individuellen Kreationen werden wie in einer Kunstgalerie ausgestellt (Mittelstr. 27 | www.modegalerie-potsdam.de).

Sport in der City

Wasserspaß

Die Potsdamer müssen nicht erst weit fahren, um sich im und auf dem Wasser zu vergnügen. Spritzig geht es bei den Potsdamer Wasserspielen zu (Templiner See | Übungsgelände KC-Potsdam | Luftschiffhafen | www.kcpotsdam.de). Die Wettkämpfer messen sich in Disziplinen wie Drachenbootrennen, Sprint im Kanadier und Kajak oder in Kanupolo. Und wenn der Stadtkanal geflutet wird, treten beim Kanalsprint (Yorckstraße | Kanalabschnitt Stadtschloss bis Garnisonkirche) Kanuten aus ganz Deutschland gegeneinander im Zeitfahren an. Für alle Wakeboardfans: Die besten Moves lernt man während eines Kurses bei Floating Noise (Strandbad am Templiner See | www.floating-noise.com).

Viva la Salsa

Tanzfieber

In Potsdam wird wieder das Tanzbein geschwungen! Der Rhythmus und das Temperament von Merengue und Co. gehen ins Blut. Viele Tanzschulen eröffnen und folgen dem Latin-Fieber. Salsaworkshops gibt's im Bürgerhaus Schlaatz (Bürgerhaus am Schlaatz | Schilfhof 28 | www.salsa-potsdam.de). Die Tanzschule Club Latino (Schulstr. 8 | Babelsberg | www.club-latino.de) veranstaltet Salsapartys an ungewöhnlichen Orten, z.B. auf einem Schiff. Ebenfalls beliebt: die Tanzschule Salsa Exclusive (Kurse im Club Charlotte | Charlottenstr. 31 | www.salsa-exclusive.de).

Bio erleben

Gesunde City

Die Gegend um Potsdam ist ein Zentrum des Biolandbaus. Das beflügelt auch die Restaurants. Im Biocafe Kieselstein frühstückt man ökologisch und genießt mittags Gerichte aus Bioanbau. Es gibt Dinkel-Gemüse-Quiches und Kreationen wie Tomaten-Schafsfeta-Kuchen (Hegelallee 23 | www.cafe-kieselstein.de). Bioneulinge können im Gasthof zur Linde einen Kochkurs besuchen (Kunersdorfer Str. 1 | Wildenbruch | www.zurlinde-wildenbruch.de) oder im Rahmen des Projekts BioTour (www.bio-berlin-brandenburg.de) Bauernhöfe besuchen, z.B. den von Thomas Syring, dem Kürbiskönig von Brandenburg. Auf seinem Hof wachsen über 50 Kürbissorten in ökologischem Anbau (Wiesengrund 5 | Beelitz | www.beelitzerkuerbis.de).

Modern Art

Neue Blickwinkel

Moderne Kunst kommt an. Werke des zeitgenössischen Realismus gibt's in der Galerie Oswald zu bestaunen. Gezeigt werden Skulpturen, Malerei und Grafiken u.a. von regionalen Künstlern wie Axel Gundrum (Am Neuen Palais 2A | www.galerieoswald.de). Potsdams neuestes Museum widmet sich der Avantgarde: Fluxus plus zeigt unter anderem Werke des Fluxus-Künstlers Wolf Vostell (Schiffbauergasse 4f | www.fluxus-plus.de). Spannende Projekte organisiert die Galerie Ruhnke. Auf ihre Initiative hin wurden z.B. im Findlingsgarten Seddiner See Skulpturen ausgestellt, um Natur und Kunst in Einklang zu bringen (Hegelallee 4 | www.galerie-ruhnke.de).

Kaffeehaus-Kult

Es lebe das Röstaroma

Amerikanische Café-Ketten haben keine Chance, denn die Potsdamer gehen lieber in Kaffeehäuser mit individuellen Kreationen und persönlichem Touch. Einer der Favourites ist das Cafe Sisters. Hier gibt's starken Kaffee, den perfekten Milchschaum und leckere Specials, wie den Power Chai mit Zuckerrohrsaft, Zimt, Nelke, Ingwer und Kardamon. Am besten auf den Liegestühlen in der Sonne lümmeln und den Kaffee mit einem Stück hausgemachtem Kuchen genießen (Lindenstr. 2 | www.sisters-cafe.de). In der Kaffeerösterei Junick wird nur ausgewählter, sortenreiner und frisch gerösteter Kaffee ausgeschenkt. Auf der Karte stehen aromatisierte oder geistreiche Mischungen, wie der Cafe Menta aus Espresso, Pfefferminzlikör und Sahnehaube (Lindenstr. 57 | www.restaurant-juliette.de).

Beach-Chillout

Relaxen im Sand

Bis zur Ostsee ist es noch ein Stück, doch Strände und Strandbars lassen Urlaubsfeeling auch in der City aufkommen. Prinzessinnen nehmen ihr Bad mitten im historischen Schlosspark: Im Strandbad Babelsberg badet es sich königlich. Danach geht's zum Entspannen in einen der stylishen Strandkörbe oder auf die große Liegewiese (Tiefer See am Park Babelsberg). Wenige Kilometer außerhalb der Stadt kann man im Strandbad Caputh tropische Cocktails in einer Bambusbar mitten auf dem Wasser schlürfen. Und schon wird der Schwielowsee zu Rimini (Weg zum Strandbad 1 | www.strandbad-caputh.de). Chillen in der Innenstadt kann man an der Strandbar Potsdam: Palmen, Eis und weicher Sand. Da bleiben keine Wünsche mehr offen (Zeppelinstraße 133 | www.strandbar-potsdam.de)!