Reisetipps Barcelona

Ausflüge & Touren Barcelona

Auf den Spuren Salvador Dalís

Dieser zweitägige Ausflug ins „Dalí-Dreieck“ zwischen Púbol , Figueres und Port Lligat ist eine unvergessliche Pilgerfahrt für alle Dalí-Fans. Figueres und Púbol sind auch als Tagestour möglich. Púbol erreichen Sie über die Autobahn A7. Nach ca. 100 km Richtung Norden Ausfahrt Girona Nord, dann die C-66 Richtung Palamós. Nach Figueres führt die A7 Richtung Norden (140 km ab Barcelona). Von Figueres nach Port Lligat über die C-260, kurz vor Roses die Bergstraße nach Cadaqués. Achtung: Die Strecke (ca. 40 km) ist extrem kurvenreich, rechnen Sie mit mindestens einer Stunde Fahrtzeit. Von Barcelona (Bahnhof Sants) verkehren Züge nach Figueres. Púbol liegt ca. 4 km von der Bahnstation Flaçà entfernt. Vergessen Sie nicht, Badesachen mitzunehmen. Infos: www.salvador-dali.org

Barcelona am nächsten liegt das mittelalterliche Schlösschen Púbol (Casa-Museu Castell Dalí | 15. März bis 14. Juni und 16. Sept.-1. Nov. Di-So 10-17.15 Uhr, 15. Juni-15. Sept. tgl. 10-19.15 Uhr, 2. Nov.-31. Dez. Di-Sa 10-16.15 Uhr | Eintritt 6 Euro), das das exzentrische Malergenie für seine Muse Gala einrichtete. In dem Palais sind Möbel, Objekte, Bilder, Zeichnungen und andere Geschenke des Meisters an seine extravagante Frau zu sehen, dazu ein bizarrer Garten samt spinnenbeinigen Elefantenskulpturen und als Clou die Kleidersammlung der Diva.

Wichtigste Station der Tour ist Figueres mit dem Teatre-Museu Dalí (Juli-Sept. tgl. 9-19.15 Uhr, Okt. bis Juni Di-So 10.30-17.15 Uhr | Eintritt 10 Euro | August auch 22-1 Uhr nach Voranmeldung unter Tel. 972677500, da max. 500 Personen | Eintritt 12 Euro inkl. Drink), einem der meistbesuchten Museen Spaniens. Der weltberühmte Künstler und Exzentriker Salvador Dalí (1904-89) wurde in Figueres geboren. In dem ehemaligen Theater schuf sich Dalí selbst ein Denkmal - ein gigantisches Gesamtkunstwerk. Das von Beton-Eiern gekrönte Gebäude birgt das ganze phantastische Universum des Surrealisten.

Wenn Sie die Tour nach Port Lligat fortsetzen, erwartet Sie die gewaltige Naturlandschaft der nördlichen Costa Brava, mit steil ins Meer abfallenden, oft wild zerklüfteten Felswänden, die sich immer wieder zu verträumten Buchten öffnen. Am schönsten übernachten lässt es sich im malerischen Küstenort Cadaqués mit weiß gekalkten Häusern, romantischen Treppengassen, idyllischen Plätzen, Cafés und Terrassen. Sein einträgliches Image als Künstlertreff verschafften illustre Stammgäste wie Dalí, Picasso oder Magritte dem Ort.

Dalís Residenz im benachbarten Port Lligat (ca. 1 km, 10 Min. zu Fuß, Casa Museu Dalí | 15. März-14. Juni und 16. Sept.-6. Jan. Di-So 9.30 bis 17.10 Uhr, 15. Juni-15. Sept. tgl. 10.30-20.10 Uhr | Eintritt 10 Euro | Achtung: begrenzte Besucherzahl, unbedingt spätestens drei, im Sommer sechs Tage vorher reservieren | Tel. 972251015 | Fax 972251083 | pllgrups@dali-estate.org) liegt abgeschieden an einer kleinen Bucht zwischen Fischerbooten und Olivenhainen. In dem labyrinthischen Komplex aus sechs Fischerhütten richteten sich Dalí und Gala zwischen den 30er- und 60er-Jahren ein. Zu sehen sind neben Dalís Atelier auch Privaträume, die Bibliothek und ein bizarrer Garten.

Nicht versäumen sollten Sie einen Abstecher in die Mondlandschaft des Naturparks Cap de Creus. Ca. 10 km von Port Lligat liegt die Ostspitze Spaniens, mit Leuchtturm und dem Restaurantcafé Cap de Creus (tgl. 12.30-22 Uhr, Nov.-März evtl. früher geschl. | Tel. 972199005 | www.cbrava.com/restcap.es.htm | €€). Die Panoramaterrasse bietet einen atemberaubenden Blick über die Küste.

Katalanische Klostertour

Dieser Ausflug führt Sie zu den schönsten und berühmtesten Klöstern in der Umgebung von Barcelona. Santes Creus und Poblet liegen nur ca. 30 km voneinander entfernt und sind mit dem Auto in einer guten Stunde von Barcelona aus zu erreichen: Santes Creus über die Autobahn A2, Abfahrt Nr. 11, Valls Vilarodona, Poblet über die A2, Abfahrt Montblanc. Ins ca. 100 km entfernte Poblet können Sie auch mit dem Zug fahren: vom Bahnhof Sants in Richtung Lleida, aussteigen in L'Espluga de Francolí, 2 km vom Kloster entfernt. Nach Montserrat , ca. 60 km westlich von Barcelona, gelangen Sie über die Autobahn A2, Abfahrt Martorell, dann die Nationalstraße NII bis zur Abzweigung Montserrat. Oder mit der Bahn ab Plaça Espanya, Richtung Manresa. An der Station Aeri de Montserrat umsteigen in die Schwebebahn (ca. 11/2 Std.).

Das 1158 gegründete Zisterzienserkloster de Santes Creus (Di-So 10-13 und 15-18, im Winter bis 17 Uhr | Eintritt 3,60 Euro) gilt als eines der schönsten seiner Art in Katalonien. Eingebettet in die liebliche Hügellandschaft der Provinz Tarragona, blieb Santes Creus bislang vom lärmenden Ausflugsbetrieb weitgehend verschont. Sehenswert sind die Klosterkirche aus dem 12./13. Jh., der kunstvoll gestaltete gotische Kreuzgang (14. Jh.) sowie der riesige Schlafsaal.

Nicht unbedingt schöner, dafür aber eines der bedeutendsten Klöster Spaniens ist das Monestir Santa María de Poblet (Führungen alle 20 Min. tgl. 10-12.45 und 15-17.50, im Winter bis 17 Uhr | Eintritt 5 Euro), von der Unesco zum Welterbe der Menschheit erklärt. Hinter 1,5 km Festungsmauer liegen Türme, Tore, Gebäude, Plätze - eine ganze Klosterstadt.

Wer vor Touristenrummel mit Bars, Souvernirshops, Hotel und Restaurant nicht zurückschreckt, sollte sich das Benediktinerkloster von Montserrat (tgl. 9-20, im Winter bis 17.45 Uhr | Schwarze Madonna 8 bis 10.30 und 12-18.30 Uhr, Juli-Sept. 19.30-20.15 Uhr | Eintritt frei | www.abadiamontserrat.net) ansehen. Vor allem wegen seiner geschichtlichen Bedeutung - im Mittelalter war das Kloster geistiges Zentrum, während der Franco-Diktatur ein Hort des Widerstands. Die um 880 gegründete Anlage wurde in den napoleonischen Kriegen zerstört. Zwar sind die neuen Gebäude keine architektonischen Glanzleistungen, aber die Besuchermassen strömen ohnehin eher wegen der Moreneta hierher: der Statue der schwarzen Madonna (12. Jh.), Schutzpatronin Kataloniens, die hinter dem Hochaltar thront. Ihr zu Ehren werden täglich von rund 50 Chorknaben gregorianische Gesänge angestimmt (Mo-Sa 13 und 19.15, So 12 Uhr). Doch allein die phantastische Naturkulisse lohnt den Weg. Das Kloster steht auf einem bizarr zerklüfteten Felsmassiv, das seinem Namen alle Ehre macht: Montserrat heißt „zersägter Berg“.